Die OTWorld feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen – und damit ein halbes Jahrhundert Innovation und Fortschritt in der Orthopädie-Technik. Anlässlich dieses Jubiläums hat die OT-Redaktion Stimmen aus der Branche eingeholt, die zeigen, wie sich die OTWorld entwickelt hat und welche persönlichen Momente – ob überraschend, witzig oder besonders bewegend – unvergessen bleiben.
Niklas Brusten
Das Knie gehört zweifellos zu den Gelenken mit dem komplexesten Bewegungsmuster im menschlichen Körper. Hingegen sind orthetische Hilfsmittel für Anwender mit Einschränkungen in diesem Bereich selten auf diese Komplexität ausgelegt. Der aus fertigungstechnischer Sicht naheliegende Ansatz bei der Erstellung von Orthesen, den physiologischen Gelenkachsen mit einem einfachen Scharnier zu folgen, stößt beim menschlichen Kniegelenk rasch an signifikante Grenzen. Das Knie ist kein einfaches Scharniergelenk, sondern folgt in seiner Dynamik einer hochkomplexen Roll-Gleit-Bewegung mit sich verschiebender Drehachse (Abb. 1). Neben monozentrischen Lösungen, sprich, Gelenkorthesen, die eine einzige Achse als Drehpunkt nutzen, bietet der Markt zwar einige Anwendungen mit polyzentrischem Anspruch. Diese sind allerdings ebenfalls als kompromissbehaftet zu bewerten, da auch sie nicht kongruent zur menschlichen Evolute sind [1, 2].
In diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (KMU-innovativ Medizintechnik), geht das Konsortium der Fragestellung nach, ob und wie es möglich ist, in einem Gelenk für eine Knieorthese den individuellen Bewegungsumfang eines menschlichen Kniegelenks abzubilden. Ein weiteres Ziel ist es, durch die Integration aktiver und passiver dynamischer Elemente eine Stand-und-Schwungphasen-kontrollierte Orthese (SSCO) zu entwickeln.
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Der Patient deutsches Gesundheitswesen bekommt eine Finanzdiät verschrieben. So lässt sich die Pressekonferenz von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und den Vorsitzenden der Finanzkommission Gesundheit Ende März zusammenfassen, bei der die Kommission 66 Reformempfehlungen zur Stabilisierung der Finanzierung vorstellte.
Kaltplasma ergänzt die Kompressionstherapie bei chronischen Wunden: Studien und Praxiserfahrungen zeigen, wie die Kombination Heilung beschleunigt, Schmerzen lindert und die Therapietreue verbessert.
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Die OTWorld bekommt 2026 ein neues Format: Der „OTWorld eSummit“ zeigt, wie Digitalisierung in der Hilfsmittelbranche funktioniert. Das Publikum erwarten Live-Demos, Podien, Rundgänge und konkrete Lösungen zur elektronischen Verordnung (eVO). Frank Rudolf, Referent für Heil- und Hilfsmittel beim AOK-Bundesverband, will dort Klartext reden und Diskussionen anstoßen.
Nach rund zweijähriger Bauzeit hat die Rahm GmbH Mitte April ihr neues Technologie- und Innovationscenter (TIC) in Troisdorf-Spich eröffnet.
Bei der 9. Fachtagung der DGIHV in Salzburg diskutierten Experten länderübergreifend über Strukturen, Fachkräftemangel und Zukunft der Hilfsmittelversorgung im DACH-Raum.
Nach seiner Ausbildung zum Orthopädietechniker suchte Hendrik Schoeneich nach einer neuen Herausforderung und entschied sich für den Studiengang Orthopädie- und Rehabilitationstechnik. Durch die Kooperation der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik (Bufa) und der Fachhochschule (FH) Dortmund erwarb er so parallel seinen Meister- und Bachelortitel.
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Zum 75. Kongress der Studiengemeinschaft Orthopädieschuhtechnik traf sich die Branche in Osnabrück, um aktuelle Entwicklungen der Fußversorgung und die Zukunft des Handwerks zu diskutieren.
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J. Frühauf
Die prothetische Versorgung von Patienten mit angeborenen Fehlbildungen der oberen Extremität ist eine anspruchsvolle Herausforderung für jeden Orthopädie-Techniker. Der Bericht beschreibt den organisatorischen Ablauf und die myoelektrische Prothesenversorgung eines Patienten mit bilateraler Fehlbildung der oberen Extremität (Abb. 1). Die Versorgung wurde mit dem neuentwickelten Axon-Arm-Hybridsystem und einer „Michelangelo Hand” angepasst.
B. Bertram, M. Alimusaj
Anhand einer Fallbeschreibung wird der Versorgungsablauf gemäß „Qualitätsstandard im Bereich der Prothetik der oberen Extremität” dargestellt und zeitgemäße Versorgungsschritte erläutert. Der Artikel soll dabei insbesondere das strukturierte Vorgehen zur Erreichung eines gemeinsamen Versorgungsziels darlegen und die Möglichkeiten für eine adäquate Qualitätssicherung aufzeigen.
M. Stücker
Die Bedeutung des Kompressionsdrucks in der Kompressionstherapie ist weithin akzeptiert. Ein wesentlicher Vorteil von Kompressionsstrümpfen im Vergleich zu Bandagen besteht darin, dass damit ein konstanter Kompressionsdruck gehalten wird und es nicht zu einem Abfall des Kompressionsdrucks während der Anwendung kommt. Weniger Berücksichtigung findet die Steifigkeit („Stiffness”) des Kompressionsmaterials. Während der Kompressionsdruck in der Verordnung des Arztes durch die Angabe der Kompressionsklasse relativ einfach vorgegeben werden kann, gibt es für die Stiffness des Kompressionsmaterials keine einfache Möglichkeit einer präzisen Verordnung. Trotzdem sollte die Stiffness des Kompressionsmaterials stärkere Berücksichtigung finden. Insbesondere bei therapieresistenten Ödemen kann die Effektivität der Kompressionstherapie nämlich häufig allein dadurch gesteigert werden, dass bei konstantem Ruhedruck durch eine erhöhte Steifigkeit des Materials ein stärkerer Massageeffekt erreicht wird. Dieser Massageeffekt steigt mit zunehmender Differenz zwischen Ruhedruck und Arbeitsdruck bzw. mit zunehmender Steifigkeit des Materials. Dieser Artikel weist auf die Möglichkeiten der Therapieoptimierung durch die Auswahl geeigneter Kompressionsmaterialien hin.
A. Meier-Koll, K. H. Weber
In einem früheren Beitrag wurde die Möglichkeit beschrieben, Phantomempfindungen für Teile einer amputierten Extremität mithilfe elektrischer Impulsströme auszulösen, die auf bestimmte Felder der Haut geleitet werden. Solche rezeptiven Hautstellen bilden sich als Folge einer Reorganisation des somatosensorischen Rindenbezirks der gegenseitigen Hirnhälfte, in dem die verlorene Extremität neuronal abgebildet wird. Die Grenzen eines rezeptiven Feldes lassen sich anhand taktiler Reize bestimmen und mithilfe eines Fettstiftes auf die Haut zeichnen. Der Prototyp eines Phantomstimulators besteht aus einem tragbaren, akkugespeisten Impulsgenerator und einem Satz von Elektroden und Drucksensoren. Letztere werden in die Schuhsohle eingelassen, auf die der Prothesenfuß tritt, ein Sensor unter dem Ballen, der andere unter der Ferse. Schließlich werden die Serien elektrischer Impulse des Generators mit den Schritten getriggert und lösen über die elektrische Reizung entsprechender rezeptiver Felder Phantomempfindungen für Ballen und Ferse aus. Für einen ersten Feldtest wurden nach dem Muster des Prototyps mehr als 20 verkleinerte Phantomstimulatoren hergestellt. Sie wurden versehrten Personen mit unterschiedlichen Amputationen einer oder beider unterer Extremitäten angepasst und für den alltäglichen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Vier Fallberichte aus der noch laufenden Feldstudie werden hier vorgestellt.
M. Erler, F. Layher, K. Sander, H. Ziegenthaler
Ziel der Studie war es, den Einfluss unterschiedlicher Prothesenfüße auf den Gang zu untersuchen. Dazu wurden 13 Unterschenkelamputierte mittels Ganganalyse, Balancetests und Assessmentverfahren untersucht. Als Testfuß diente der Prothesenfuß Echelon (Endolite, Deutschland). Die Ergebnisse der Studie belegen, dass verschiedene Prothesenfüße aufgrund ihrer Konstruktionseigenschaften den Gang von Unterschenkelamputierten hinsichtlich Kniegelenkswinkeln, Sprunggelenksmomenten und Energiebilanz des Hüftgelenkes beeinflussen. Der Echelon-Prothesenfuß erwies sich gegenüber den probandeneigenen Prothesenfüßen bei den Parametern Hüftgelenksenergie, Kadenz und Zyklenzeit als vorteilhafter. Diese Vorteile wurden durch die subjektive Einschätzung der Probanden bestätigt.
C. Schneider
Die Herstellung von Knie- und Fußpassteilen unterliegt den Rentabilitätserwägungen der Hersteller – ist die Nachfrage zu gering, werden spezielle Teile nicht produziert, auch wenn sie im Einzelfall dringend benötigt werden. Abhilfe schaffen Sonderanfertigungen, mit denen individuelle Erfordernisse teils sogar noch besser berücksichtigt werden können als mit fertigen Lösungen. Der Artikel stellt vier Typen von Sonderanfertigungen vor und diskutiert deren Eigenschaften.
T. Schmalz, E. Pröbsting
Im Beitrag wird die mikroprozessorgesteuerte C‑Brace-Orthese mit konventionellen KAFO-Versorgungen beim ebenen Gehen und Abwärtsgehen auf Schrägen und Treppen anhand biomechanischer Parameter verglichen. Die Tests wurden mit 6 Patienten unterschiedlicher Grunderkrankungen durchgeführt (Vorversorgung: 4 × SCO, 2 × gesperrte KAFO). Die Resultate belegen, dass die mit C‑Brace erstmals mögliche Knieflexion unter Belastung mit einem hohen Maß an Vertrauen genutzt wird. Hierdurch kann das alternierende Abwärtsgehen auf Schrägen und Treppen näherungsweise physiologisch realisiert werden. Beim ebenen Gehen wird durch die in der Mehrzahl der Fälle nachweisbare Standphasenflexion und die mikroprozessorbasierte Regulierung der Schwungphase ein harmonischeres Gangbild bei variablen Gehgeschwindigkeiten ermöglicht.
J. Becker
Die Auswahl prothetischer Fußpassteile für die Versorgung eines Amputierten stellt zuallererst die individuellen patientenspezifischen Vorgaben in den Vordergrund. Diese müssen im Rahmen der Zustandserhebung gewissenhaft erhoben werden. Im Kontext des physiologischen Ganges ergeben sich daraus Aufgaben, die das Fußpassteil erfüllen muss. Die technische Umsetzung im Fußpassteil kann unterschiedlich erfolgen. Daher sind Kenntnisse über die zugrunde liegenden Funktionsprinzipien erforderlich, um eine Erstauswahl treffen zu können. Die Erfüllung der Anforderungen an ein Fußpassteil ist stets kritisch am Patienten zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um die bestmögliche Funktion zu gewährleisten. Maßstab für eine korrekte Funktion ist und bleibt die Physiologie.
R. Abel
Die Orthopädie-Technik spielt bei der Versorgung querschnittgelähmter Patienten eine wichtige Rolle. In der Akutphase werden Lagerungs- und Stützorthesen benötigt, im weiteren Behandlungsverlauf verlagert sich der Schwerpunkt der Versorgung auf die Funktion wiederherstellende bzw. verbessernde Orthesen. Eine besondere Rolle spielt die Versorgung mit Hilfsmitteln, vom Gehbock bis zum Elektrorollstuhl, vom angepassten Steckriemchen bis zum Roboterarm. In allen Fällen müssen die Folgen der Rückenmarksverletzung, z. B. die große Gefährdung für Druckstellen, beachtet werden. Die Hilfsmittelversorgung muss, trotz der Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes, den Möglichkeiten des Patienten optimal angepasst sein und Selbsthilfe ebenso wie Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen, soweit es die Behinderung zulässt. Die Indikationsstellung ist eine Teamleistung, in der Orthopädie-Techniker, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Ärzte, Angehörige und Patient ihre Vorstellungen einbringen müssen.