Gro­ße Nach­fra­ge beim „Tag der Auszubildenden“

Nach­dem sich das For­mat in der Ver­gan­gen­heit auch online bewährt hat­te, zog der „Tag der Aus­zu­bil­den­den“ der Bun­des­fach­schu­le für Ortho­pä­die-Tech­nik (Bufa) auch in die­sem Jahr erneut zahl­rei­che Inter­es­sen­ten vor die Bild­schir­me. „Die Ver­an­stal­tung ist begehrt“, stell­te Fach­leh­rer Ralph Beth­mann mit Blick auf die mehr als 300 Anmel­dun­gen von Betrie­ben, Berufs­schul­klas­sen und Ein­zel­per­so­nen fest. 

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3D-gedruck­te Unter­ar­mor­the­se macht Grei­fen wie­der möglich

Durch Mul­ti­ple Skle­ro­se (MS) sind die Funk­tio­nen von Ullis rech­tem Unter­arm und rech­ter Hand stark ein­ge­schränkt. Um der 32-Jäh­ri­gen wie­der ein geziel­tes und kraft­vol­les Grei­fen zu ermög­li­chen und ihre Schmer­zen zu redu­zie­ren, hat der Traun­stei­ner Spe­zia­list für Ortho­pä­die-Tech­nik Poh­lig eine 3D-gedruck­te Unter­arm-Spi­ral­orthe­se gefer­tigt. Die Hin­ter­grün­de erklärt Ortho­pä­die­tech­nik-Meis­te­rin Lisa See­hu­ber, die Ulli wäh­rend des Ver­sor­gungs­pro­zes­ses begleitete. 

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Ein­fluss einer Fuß und Sprung­ge­lenk über­grei­fen­den Knie­orthe­se auf die Kör­per­last­li­nie am Knie­ge­lenk, die Wohl­fühl­ge­schwin­dig­keit und knie­spe­zi­fi­sche Beschwer­den bei Pati­en­ten mit Varusgonarthrose

A. Ran­ker, F. T. Friedl, M. Weigl
Ziel der hier vor­ge­stell­ten pro­spek­ti­ven Stu­die war es, die Wirk­sam­keit einer den Fuß und das Sprung­gelenk über­grei­fen­den Knie­orthe­se auf die Kraft­wir­kungs­li­nie, die Geh­ge­schwin­dig­keit sowie kniegelenk­assoziierte Beschwer­den zu eva­lu­ie­ren. Dazu wur­den 24 Pati­en­ten (ins­ge­samt 30 Knie, bei eini­gen Pro­ban­den bei­de) mit fort­ge­schrit­te­ner Varus­gonar­thro­se (Kell­gren & Law­rence II oder III) ohne bzw. mit Orthe­se eva­lu­iert. Ver­mes­sen wur­den die Lage der Kraft­wir­kungs­li­nie im Stand, die „Wohl­fühl­ge­schwin­dig­keit“ und die Schritt­län­ge. Als sekun­dä­re Out­co­me-Para­me­ter wur­de im Abstand von 4 Wochen ein knie­spe­zi­fi­scher Fra­ge­bo­gen (Knee Osteo­ar­thri­tis Out­co­me Score, KOOS) erho­ben sowie über 8 Wochen ein Schmerz­ta­ge­buch geführt und lon­gi­tu­di­nal aus­ge­wer­tet. Ergeb­nis: Alle Pati­en­ten zeig­ten eine late­ra­le Ver­schie­bung der Kraft­wir­kungs­li­nie am Knie­ge­lenk (Mit­tel­wert 16,03 mm ± 5,22 mm; p 0,001). Die selbst gewähl­te Wohl­fühl­ge­schwin­dig­keit war bei allen Pati­en­ten mit Orthe­se höher (2,50 ± 0,54 km/h vs. 2,12 ± 0,53 km/h; p = 0,001) und die Schrit­te län­ger (41,53 ± 10,19 cm vs. 45,30 ± 8,81 cm, p = 0,09). Im wei­te­ren Ver­lauf konn­te eine signi­fi­kan­te Schmerz­re­duk­ti­on beob­ach­tet wer­den (p 0,001). Im KOOS zeig­te sich in der Sub­ska­la „Akti­vi­tät im täg­li­chen Leben“ eine sta­tis­tisch signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung durch das Tra­gen der Orthe­se (p = 0,013). Alle ande­ren Sub­s­ka­len zeig­ten zwar eben­falls eine ten­den­zi­el­le Ver­bes­se­rung, jedoch ohne sta­tis­ti­sche Signifikanz. 

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Ent­wick­lung und Eva­lua­ti­on einer 3D-gedruck­ten bio­ni­schen Fuß­orthe­se mit Unter­stüt­zung des Windlass-Effekts

Th. Stief, T. Sprekelmeyer
Eine hohe Beweg­lich­keit des Fußes ist not­wen­dig, um Belas­tun­gen zu dämp­fen. Ande­rer­seits muss der Fuß aber auch eine star­re Kon­fi­gu­ra­ti­on ein­neh­men kön­nen, da er als Hebel für den Vor­trieb essen­zi­ell ist. Gewähr­leis­tet wird dies durch den soge­nann­ten Wind­lass-Mecha­nis­mus („Seil­win­den-Mecha­nis­mus“): Wer­den die Zehen dor­salex­ten­diert, span­nen sich die plan­taren Mus­keln, Seh­nen und Bän­der an – Mit­tel- und Rück­fuß wer­den auf­ge­rich­tet, supi­niert und auf die­se Wei­se ein rigi­der Hebel erzeugt. Bei vie­len Fehl­stel­lun­gen ist die­ser Mecha­nis­mus beein­träch­tigt oder gar nicht vor­han­den; kei­ne Ein­la­ge kann ihn bis­her aktiv unter­stüt­zen oder erset­zen. Die hier vor­ge­stell­te 3D-gedruck­te bio­ni­sche Fuß­orthe­se unter­stützt den Wind­lass-Mecha­nis­mus, wodurch eine dyna­mi­sche Unter­stüt­zung des Fußes ermög­licht wird. In einer bio­me­cha­ni­schen Stu­die konn­ten die posi­ti­ven Effek­te der 3D-gedruck­ten bio­ni­schen Fuß­orthe­se nach­ge­wie­sen werden.

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Neu­ar­ti­ge modu­la­re Gehorthe­se zur leis­tungs­fä­hi­gen Kor­rek­tur von Gang­ab­wei­chun­gen bei neu­ro­lo­gisch beding­ten Gehstörungen

J.-H. Schrö­der, G. A. Baran­dun, P. Lei­mer, R. Morand, B. Göp­fert, E. Rutz
Die Orthe­sen­ver­sor­gung von Men­schen mit Läh­mun­gen, ins­be­son­de­re bei Zere­bral­pa­re­se, ist kom­plex. Der Arti­kel stellt in die­sem Zusam­men­hang ein neu­ar­ti­ges inte­grier­tes Ver­sor­gungs­kon­zept vor, bei dem mit­tels fort­schritt­li­cher Tech­no­lo­gien inner­halb einer kom­plett digi­ta­len Pro­zess­ket­te eine modu­la­re Orthe­se pro­du­ziert wird, bei der von vorn­her­ein alle Para­me­ter für den jewei­li­gen Ver­sor­gungs­fall berück­sich­tigt wer­den. Aus Sicht der Autoren sind sol­che neu­en Ver­sor­gungs­kon­zep­te viel­ver­spre­chend und wer­den hel­fen, eine effi­zi­en­te­re Ver­sor­gung in einem mul­ti­dis­zi­pli­nä­ren Team zu erstellen.

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Sys­te­ma­ti­sche Über­sichts­ar­beit zur Erstel­lung einer indi­ka­ti­ons­ge­rech­ten Aus­wahl­gui­de­li­ne für die ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung mit Unterschenkelorthesen

A. Krie­ger, S. Matys­sek, F. Capanni
Neu­ro­lo­gi­sche oder neu­ro­mus­ku­lä­re Erkran­kun­gen kön­nen zu Läh­mun­gen der Unter­schen­kel­mus­ku­la­tur und dadurch zu einer Behin­de­rung der Sprung­ge­lenk­funk­ti­on füh­ren. Um das patho­lo­gi­sche Gang­bild betrof­fe­ner Pati­en­ten zu ver­bes­sern, wer­den dyna­mi­sche Unter­schen­kel­orthe­sen ein­ge­setzt. Die­se Hilfs­mit­tel exis­tie­ren in unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen, die abhän­gig vom Design und vom Mate­ri­al ver­schie­de­ne Stu­fen der Unter­stüt­zung bie­ten. Ein auf wis­sen­schaft­li­chen Daten beru­hen­der Kon­sens bezüg­lich der Aus­wahl einer, zur jewei­li­gen Indi­ka­ti­on, pas­sen­den Orthe­sen­aus­füh­rung exis­tiert im ortho­pä­die­tech­ni­schen Fach­hand­werk bis­lang jedoch nicht. In die­sem Fach­bei­trag wer­den die, im Zuge einer Mas­ter­ar­beit erar­bei­te­ten, Ergeb­nis­se einer sys­te­ma­ti­schen Lite­ra­tur­re­cher­che über publi­zier­te Stu­di­en zur ortho­pä­die­tech­ni­schen Ver­sor­gung mit Unter­schen­kel­orthe­sen vor­ge­stellt. Die Ergeb­nis­se aus ins­ge­samt 41 unter­such­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen wer­den sodann in Form spe­zi­fi­scher Aus­wahl­gui­de­li­nes (in pra­xis­ge­rech­ter gra­fi­scher Dar­stel­lung) für die Indi­ka­ti­on ICP, Schlag­an­fall und Krank­hei­ten mit schlaf­fen Läh­mun­gen zusam­men­ge­fasst, womit der Ortho­pä­die­tech­ni­ker in die Lage ver­setzt wird, wis­sen­schaft­lich gestützt eine pas­sen­de Orthe­sen­ver­sor­gung auszuwählen.

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Bio­me­cha­ni­scher Nut­zen eines frei beweg­li­chen Sys­tem­knie­ge­len­kes mit dyna­mi­schem Extensionsanschlag

D. Böh­le, D. Sab­bagh, J. Fior, R. Gentz
Ganz­bein­orthe­sen (KAFOs) mit frei beweg­li­chen Sys­tem­knie­ge­len­ken wer­den häu­fig bei Pati­en­ten mit neu­ro­lo­gisch beding­ten Geh­stö­run­gen ein­ge­setzt, um Sicher­heit und Sta­bi­li­tät beim Ste­hen und Gehen zu erzie­len. In sol­chen Orthe­sen­ge­len­ken kom­men Exten­si­ons­an­schlä­ge (EA) zum Ein­satz, um einer patho­lo­gi­schen Hyper­ex­ten­si­on des Knies vor­zu­beu­gen. Der dyna­mi­sche EA ermög­licht durch den ein­stell­ba­ren Wider­stand der ven­tra­len Feder­ein­heit eine kon­trol­lier­te Knie­ex­ten­si­on, ohne den Pati­en­ten in sei­nem Bewe­gungs­um­fang ein­zu­schrän­ken. Der Arti­kel erläu­tert zunächst den bio­me­cha­ni­schen Mehr­wert die­ses neu­ar­ti­gen Funk­ti­ons­ele­men­tes und ver­mit­telt sodann die Ergeb­nis­se einer Fall­stu­die, in der ermit­telt wer­den konn­te, dass eine KAFO mit dyna­mi­schem EA im Ver­gleich zum sta­ti­schen EA die Gelenk­ki­ne­ma­tik verbessert.

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PROMPT-Pro­jekt sucht Probanden

Ein Ver­bund­pro­jekt unter dem Titel „PROMPT“, abge­lei­tet von „Pro­the­sen und Orthe­sen zur Mobi­len und spe­zi­fi­schen Phan­tom- und Deaf­fe­rie­rungs­schmerz-The­ra­pie”, befasst sich der­zeit mit der Kom­bi­na­ti­on einer Orthe­se mit Vir­tu­al-Rea­li­ty-Gaming zur Lin­de­rung chro­ni­scher Schmer­zen infol­ge einer Unter­ar­mam­pu­ta­ti­on oder Armlähmung.

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FOT-Jah­res­ta­gung: Das hat gesessen!

Hameln an der Weser war vom 24. bis zum 26. Sep­tem­ber Aus­tra­gungs­ort der 65. Jah­res­ta­gung der Fort­bil­dungs­ver­ei­ni­gung für Ortho­pä­die-Tech­nik e. V. (FOT). Die Reso­nanz der Bran­che, sich wie­der per­sön­lich zu tref­fen und aus­zu­tau­schen, war über das gesam­te Wochen­en­de groß, wie auch FOT-Prä­si­dent Ingo Pfef­fer­korn bestä­tig­te: „Der Drang ist da, sich gegen­über zu sit­zen und sich in die Augen zu schauen.“

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Test­ver­sor­gung mit einer myo­elek­tri­schen Armor­the­se anhand eines Fallbeispiels

K. Hano
Der Ver­lust von Funk­tio­nen der obe­ren Extre­mi­tät, bei­spiels­wei­se durch einen Schlag­an­fall, beein­träch­tigt das Leben der Betrof­fe­nen in der Regel gra­vie­rend. Anhand eines Fall­bei­spiels zeigt der Arti­kel aus der Sicht einer Ergo­the­ra­peu­tin aus dem Ambu­lan­ti­cum Her­de­cke auf, inwie­weit die Ver­sor­gung mit einer myo­elek­tri­schen Pro­be­orthe­se („MyoPro“-Orthese) den Funk­ti­ons­ver­lust – also das Grei­fen, Hal­ten und Öff­nen der Hand bzw. das Beu­gen, Heben und Stre­cken des Ell­bo­gens – aus­gleicht und die Pati­en­ten bei der Reha­bi­li­ta­ti­on und im All­tag unterstützt.

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