3D-gedruck­te Pro­the­sen­schäf­te: expe­ri­men­tel­le und nume­ri­sche Unter­su­chung der Schnitt­stel­le zu den Struk­tur­bau­tei­len nach DIN EN ISO 10328:2016

Alex­an­der Kast­ner1, Dani­el Jäger1, Stef­fen Matyssek2, Felix Capan­ni1
Um die Vor­tei­le der digi­ta­len Fer­ti­gung voll­stän­dig aus­zu­schöp­fen, kann die Schnitt­stel­le von Unter­schen­kel­schäf­ten zu den dista­len Struk­tur­bau­tei­len addi­tiv mit­ge­fer­tigt wer­den. Für die­ses last­tra­gen­de Bau­teil muss der Nach­weis der mecha­ni­schen Sicher­heit durch den Her­stel­ler geleis­tet wer­den. Eine mög­li­che Vor­ge­hens­wei­se bie­tet dabei die Anwen­dung der Norm DIN EN ISO 10328:2016. In die­ser Arbeit wird erst eine nume­ri­sche Abbil­dung der Norm durch­ge­führt, wel­che anschlie­ßend durch eine phy­si­sche Tes­tung bestä­tigt wird. Die Mess­ergeb­nis­se bestä­ti­gen die mecha­ni­sche Eig­nung des zu prü­fen­den Schaftadapters. 

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DiGA: Ambi­va­len­te Bewer­tung bleibt

Digi­ta­le Gesund­heits­an­wen­dun­gen (DiGA) sind 2020 in das deut­sche Gesund­heits­we­sen ein­ge­zo­gen, mit dem Ziel, eine Ent­las­tung für ein ange­schla­ge­nes Sys­tem zu sein und die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on der Pati­en­ten zu ver­bes­sern. Gut sechs Jah­re spä­ter fällt das Urteil von GKV-Spit­zen­ver­band, Euro­com und Co. wei­ter­hin ambi­va­lent aus.

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Prä­gen­des Debüt

Die OTWorld fei­ert in die­sem Jahr ihr 50-jäh­ri­ges Be­stehen – und damit ein ­hal­bes Jahr­hun­dert Inno­va­ti­on und Fort­schritt in der Ortho­pä­die-Tech­nik. Anläss­lich die­ses Jubi­lä­ums hat die OT-Redak­ti­on Stim­men aus der Bran­che ein­ge­holt, die zei­gen, wie sich die ­OTWorld ent­wi­ckelt hat und wel­che per­sön­li­chen Momen­te – ob über­ra­schend, wit­zig oder beson­ders bewe­gend – unver­ges­sen bleiben. 

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AMP-Regis­ter – aktu­el­ler Stand und Per­spek­ti­ven des deut­schen Amputationsregisters

Mer­kur Ali­mus­aj1,3, Maria Bise­le1,3, Urban Daub2,3, Dani­el Heit­zmann1,3, Julia Block4, Thanh-Duc Nguy­en2,3, Kris­ti­na Michel2,3, Urs Schnei­der2,3, Sebas­ti­an I. Wolf1,3
Regis­ter­ba­sier­te Ver­sor­gungs­for­schung gewinnt in der Tech­ni­schen Ortho­pä­die an Bedeu­tung, da Evi­denz und Ver­gleich­bar­keit für kom­ple­xe Ver­sor­gungs­pfa­de oft unzu­rei­chend sind. Das AMP-Regis­ter wur­de als deutsch­land­wei­tes digi­ta­les Regis­ter für Men­schen mit Bein­am­pu­ta­ti­on ent­wi­ckelt, um pseud­ony­mi­sier­te Ver­sor­gungs- und Out­co­me-Daten pro­spek­tiv, modu­lar und inter­pro­fes­sio­nell zu erfas­sen. Der Bei­trag fasst Moti­va­ti­on, Daten­mo­dell, IT- und Daten­schutz­kon­zept, recht­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Grund­la­gen sowie Ergeb­nis­se der Pilot­pha­se (13 Part­ner, 178 Daten­sät­ze bis 11/2025) zusam­men und dis­ku­tiert Per­spek­ti­ven zur Ver­ste­ti­gung und natio­na­len Skalierung.

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Tonus­min­de­rung durch sen­so­mo­to­ri­sche Sti­mu­la­ti­on – ein pra­xis­na­her Ver­sor­gungs­an­satz bei inkom­plet­ter Tetraplegie

Jan Euerle
Die vor­lie­gen­de Ein­zel­fall­be­schrei­bung beleuch­tet die Ver­sor­gung einer Pati­en­tin mit inkom­plet­ter Tetra­ple­gie (Zustand nach C3/C4 Nucleus Pul­po­sus Pro­laps, NPP) durch indi­vi­du­ell ange­pass­te Unter­schen­kel­or­the­sen (AFOs) mit sen­so­mo­to­risch wirk­sa­men Ein­la­gen und addi­tiv gefer­tig­ten TPU-Innen­schu­hen. Neben tonus­min­dern­den Effek­ten konn­te eine funk­tio­nel­le Ver­bes­se­rung der Mobi­li­tät erzielt wer­den. Der Bei­trag dis­ku­tiert patho­phy­sio­lo­gi­sche Grund­la­gen, Wirk­prin­zi­pi­en nach Nan­cy Hil­ton, moder­ne Gelenk­tech­no­lo­gien und mate­ri­al­tech­ni­sche Beson­der­hei­ten wie Multi-Jet-Fusion(MJF)-Druck.

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Ver­lag OT bie­tet „Inno­va­ti­on Walks“ auf der OTWorld an

Wenn sich im kom­men­den Monat die Tore der Leip­zi­ger Mes­se öff­nen, dann prä­sen­tie­ren Her­stel­ler aus dem In- und Aus­land den zahl­rei­chen Besu­che­rin­nen und Besu­chern der OTWorld wie­der ihre Neu­ig­kei­ten, Dienst­leis­tun­gen und Weiterentwicklungen.

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Lymph­ödem und Lipö­dem im Fokus

Ende März fand in Paris das 8. Inter­na­tio­na­le Lymph­sym­po­si­um statt. Die­ses bot neben wis­sen­schaft­li­chen Fach­vor­trä­gen auch Work­shops, die den pra­xis­na­hen Aus­tausch för­der­ten und den Trans­fer theo­re­ti­scher Inhal­te in den kli­ni­schen All­tag ermöglichten. 

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Myo­elek­tri­sche Orthe­sen­ver­sor­gung bei Ple­xus­ver­let­zung der obe­ren Extre­mi­tät – Vor­stel­lung eines hybri­den bio­ni­schen Konzepts

Bea­te Benecken, Kim Gla­pa, Niklas Riecke, Andrés A. Mal­do­na­do, Sebas­ti­an Ben­ner
Eine kom­ple­xe trau­ma­ti­sche Ver­let­zung des Ple­xus bra­chia­lis, ins­be­son­de­re eine Pan­ple­xus­ver­let­zung hat schwer­wie­gen­de funk­tio­nel­le Defi­zi­te im Bereich der obe­ren Extre­mi­tät zur Fol­ge und führt zum Ver­lust der Schulter‑, Ellen­bo­gen- und Hand­funk­ti­on. Trotz erheb­li­cher Fort­schrit­te in der rekon­struk­ti­ven Ner­ven­chir­ur­gie blei­ben die the­ra­peu­ti­schen Optio­nen limitiert.
Wir stel­len einen Behand­lungs­al­go­rith­mus vor, der die rekon­struk­ti­ve Ner­ven­chir­ur­gie mit der früh­zei­ti­gen Anpas­sung einer myo­elek­tri­schen Orthe­se kom­bi­niert. Die Orthe­sen­ver­sor­gung soll eine Viel­zahl funk­tio­nel­ler Auf­ga­ben im täg­li­chen Leben unter­stüt­zen und die Selbst­stän­dig­keit und Lebens­qua­li­tät der Betrof­fe­nen verbessern.
Die myo­elek­tri­sche Orthe­se dient als Hilfs­mit­tel sowie zur Beübung der betrof­fe­nen Extre­mi­tät im Rah­men der Reha­bi­li­ta­ti­on. Sie soll die Beweg­lich­keit der Gelen­ke zunächst pas­siv erhal­ten und ver­bes­sern und je nach Ver­lauf und mög­li­cher Erho­lung der Ner­ven­schä­di­gun­gen, die Bewe­gung im Ellen­bo­gen unter­stüt­zen sowie eine Greif­leis­tung für die Hand her­stel­len. Durch die Inte­gra­ti­on des Arms in den Bewe­gungs­ab­lauf zeigt sich bei den Anwen­dern außer­dem ein posi­ti­ver Effekt auf die neu­ro­pa­thi­sche Schmerz­sym­pto­ma­tik und Phantomschmerzen.

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Sani­täts­haus Kur­da fei­ert Jubiläum

Als Richard Kur­da im Jahr 1926 sein Sani­täts­haus eröff­ne­te, konn­te er nicht ahnen, dass er damit ledig­lich das ers­te Kapi­tel einer lan­gen Geschich­te schrei­ben wür­de: Noch heu­te wer­den in Kiel zahl­rei­che Kun­den mit Hilfs­mit­teln „Made by Kur­da“ ver­sorgt – und das in mitt­ler­wei­le drit­ter Gene­ra­ti­on von sei­nem Enkel­sohn Andre­as Kur­da und des­sen Ehe­mann Erik.

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Nach­ruf auf Prof. Dr. Hein­rich Heß

Prof. Dr. Mar­tin Engel­hardt und Prof. Dr. Wolf­ram Mit­tel­mei­er neh­men im Namen der Gesell­schaft für Ortho­pä­disch-Trau­ma­to­lo­gi­sche Sport­me­di­zin (GOTS) Abschied von Prof. Dr. Hein­rich Heß, der am 13. April 2026 im Alter von 94 Jah­ren verstarb.

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