OTWorld: Inte­gra­ti­ve Ver­sor­gung im Fokus

Die OTWorld ist die wichtigste Veranstaltung der Technischen Orthopädie. Sie ist ein Angebot an die Branche, sich fortzubilden und zu informieren – sie ist aber vor allem auch eine Verpflichtung, sich als Vertreter jeglicher Disziplin der Gesundheitsbranche untereinander darüber auszutauschen, wie Versorgung gemeinschaftlich organisiert werden kann.

„Im Mit­tel­punkt steht immer der Pati­ent und sein Behand­lungs­er­geb­nis“, schärft Kon­gress­prä­si­den­tin Dr. Doris Mai­er im Vor­feld den Fokus auf das Wesent­li­che. Und nicht nur das, die Ärzt­li­che Direk­to­rin an der BG Unfall­kli­nik Mur­nau hat für den 20. Mai in Leip­zig die Podi­ums­dis­kus­si­on „Inte­gra­ti­ve Ver­sor­gung – Ver­sor­gung ver­netzt den­ken“ auf den Weg gebracht. In die­sem Rah­men kom­men hoch­ka­rä­ti­ge Akteu­re aller betei­lig­ten Pro­fes­sio­nen zusam­men. Wie schaut es mit dem Ist-Zustand aus, wohin ent­wi­ckelt sich die Ver­sor­gungs­land­schaft und an wel­chen Stel­len ist drin­gen­der Hand­lungs­be­darf gebo­ten? „Nur wenn alles abge­stimmt ist, pro­fi­tie­ren Pati­en­ten, Fach­kräf­te und das gesam­te Gesund­heits­sys­tem“, betont Maier.

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„Inter­dis­zi­pli­när“ und „inter­pro­fes­sio­nell“ sind geläu­fi­ge Begrif­fe im Dis­kurs der Tech­ni­schen Ortho­pä­die. Dass die Kon­gress­prä­si­den­tin bewusst von „inte­gra­ti­ver Ver­sor­gung“ spricht, hat ihre beruf­li­che Ver­or­tung in Mur­nau als Hin­ter­grund. Unter Feder­füh­rung von Dr. Rein­hard Nie­per, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der BG Kli­ni­ken, hat der Kli­nik­ver­bund ein „stand­ort­be­zo­ge­nes inte­gra­ti­ves Ver­sor­gungs­mo­dell“ (IVM) eta­bliert, das ins­be­son­de­re der Kom­mu­ni­ka­ti­on unter den Betei­lig­ten einen hohen Stel­len­wert bei­misst. Mai­er erklärt im Vor­feld, was es damit auf sich hat: „Ich stel­le mir die Ver­sor­gung wie ein klei­nes Uni­ver­sum vor: Kli­nik, Reha-Ein­rich­tun­gen, Ortho­pä­die-Tech­nik, The­ra­peu­ten und Kos­ten­trä­ger – jeder Bereich ist wie ein eige­ner Pla­net, der um den Pati­en­ten kreist.“ Die Her­aus­for­de­rung: Wenn die gesen­de­ten Signa­le zwi­schen den „Pla­ne­ten“ gestört sind oder erst gar nicht auf den Weg gebracht wer­den, führt dies in der Rea­li­tät zu pro­ble­ma­ti­schen War­te­zei­ten im Versorgungsprozess.

Prof. Bernd Kladny ist als Chefarzt an der Fachklinik Herzogenaurach ein ­zentraler Akteur in der sektorüber­greifenden Versorgungs­kommunikation. Foto: Glasow Fotografie
Prof. Bernd Klad­ny ist als Chef­arzt an der Fach­kli­nik Her­zo­gen­au­rach ein ­zen­tra­ler Akteur in der sektorüber­greifenden Versorgungs­kommunikation. Foto: Gla­sow Fotografie

Hoch­ka­rä­ti­ge Expertenrunde

Mai­er wird die ange­kün­dig­te Podi­ums­dis­kus­si­on per­sön­lich mit einem Impuls­bei­trag ein­lei­ten und den wei­te­ren Dia­log der 75-minü­ti­gen Leucht­turm­ver­an­stal­tung an die ein­ge­la­de­nen Fach­ex­per­ten über­ge­ben. Als Ver­tre­ter der BG Kli­ni­ken wird Dr. Rein­hard Nie­per sei­ne Erfah­rung mit der Umset­zung des IVM schil­dern. Auf dem Podi­um nimmt eben­so Prof. Bernd Klad­ny, Gene­ral­se­kre­tär der DGOU, Platz. Als Chef­arzt an der Fach­kli­nik Herzogen­aurach erlebt er täg­lich haut­nah die Dyna­mi­ken des Rehabilitationsprozesses.

Ortho­pä­die-Tech­nik und Phy­sio­the­ra­pie haben einen lan­gen Weg hin­ter sich – und womög­lich noch vor sich, um im Ver­sor­gungs­team auf Augen­hö­he wahr­ge­nom­men und ein­be­zo­gen zu wer­den. BIV-OT-Prä­si­dent Alf Reu­ter und Prof. Susan­ne Saal als Ver­tre­te­rin der Phy­sio­the­ra­pie wer­den in Leip­zig von ihren posi­ti­ven wie nega­ti­ven Erfah­run­gen berich­ten und eige­ne Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge einbringen.

Alf Reuter wird die Positionen des Handwerks als Präsident des BIV-OT und geschäfts­führender Gesellschafter ­eines OT-Betriebs vertreten. Foto: BIV-OT/Rausch
Alf Reu­ter wird die Posi­tio­nen des Hand­werks als Prä­si­dent des BIV-OT und geschäfts­führender Gesell­schaf­ter ­eines OT-Betriebs ver­tre­ten. Foto: BIV-OT/­Rausch

Das ernst­haf­te Stre­ben nach einem kon­struk­ti­ven Aus­tausch unter­streicht die Ein­la­dung und Teil­nah­me von Nico­le Baum­gart und Sven Schi­cke, bei­de Bereichs­lei­ter für ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel bei der AOK Plus. Der direk­te Aus­tausch zwi­schen Leis­tungs­er­brin­ger und Kos­ten­trä­ger ist zwin­gend not­wen­dig, um einen uni­ver­sel­len Blick auf die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on in Deutsch­land zu erhal­ten und nöti­ge Maß­nah­men abzuleiten.

Es muss den betei­lig­ten Pro­fes­sio­nen ein Anlie­gen sein, Schnitt­stel­len zu opti­mie­ren, um den Ver­sor­gungs­pro­zess nach­hal­tig und effi­zi­ent zu gestal­ten. Die Teil­neh­mer der Podi­ums­dis­kus­si­on stel­len sich die­ser Her­aus­for­de­rung, nicht zuletzt vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len gesund­heits­öko­no­mi­schen Debat­ten, und tra­gen in einem kri­ti­schen wie fai­ren Dia­log ihren Teil für eine Opti­mie­rung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät bei.

Info
Die Ver­an­stal­tung „Inte­gra­ti­ve Ver­sor­gung – Ver­sor­gung ver­netzt den­ken“ fin­det am 20. Mai von 15:15 Uhr bis 16:30 Uhr in Saal 4 des Con­gress Cen­ter OTWorld (CCO) statt. Kon­gress­prä­si­den­tin Dr. Doris Mai­er lei­tet mit einem Impuls­bei­trag in das The­ma ein. Die anschlie­ßen­de Podi­ums­dis­kus­si­on wird mode­riert von Micha­el Blatt, Pro­gramm­lei­ter im Ver­lag OT. 

 

 

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