Die digitale Transformation im Handwerk nimmt von der Verwaltung bis zur Versorgung immer mehr Geschwindigkeit auf. Ein Anlass, im Rahmen der OTWorld 2026 erstmals die relevanten Themenfelder in einem eigenen eSummit zusammenzuführen. Wie steht es um die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI)? Welche Fortschritte macht die eVerordnung (eVO) für Hilfsmittel? Wo unterstützt Künstliche Intelligenz (KI) das Abrechnungsmanagement? Ein eigens gegründeter Fachbeirat hat zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen ein hochkarätiges Programm zusammengestellt.
Wissen für Entscheider und Spezialisten
Ganz wichtig: Die kuratierten Beiträge verfolgen den Anspruch, an allen vier Veranstaltungstagen vom 19. bis 22. Mai sowohl Entscheidungsträger als auch die individuellen Spezialisten in den Fachabteilungen der Betriebe umfassend zu informieren. Das Besondere: Sanitätshäuser, Industrie, Krankenkassen und Vertreter der Politik gehen gemeinsam in einen konzentrierten Dialog, um die Zukunft der Branche zu gestalten. Eröffnet wird der eSummit am Dienstag (19. Mai) von Thomas Münch, Kongresspräsident der OTWorld und Vertreter des BIV-OT im eVO-Pilotprojekt.
Zum jeweiligen Auftakt am Vormittag demonstrieren Impuls-Beiträge zu den Einsatzgebieten von KI ebenso die Potenziale für die Häuser als auch weitere digitale Lösungen auf den Gebieten Dokumentation und Kundenkommunikation. So referiert Dr. Jan Helmig am Mittwoch
(20. Mai) im Kontext von „TI und KI auf dem Prüfstand der Hilfsmittelversorgung“. Der Geschäftsführer der Opta-Data-Gruppe betont: „Die Orthopädie-Technik steht vor einem nächsten großen Entwicklungsschritt: weg von isolierten Einzellösungen hin zu durchgängigen, sicheren digitalen Prozessen – von der Verordnung über die Versorgung bis zur Abrechnung und Nachsorge.
Digitalisierung und Telematikinfrastruktur sind dabei zentrale Enabler, weil sie Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit im Informationsfluss erhöhen und gleichzeitig Datenschutz und Compliance absichern.“ Am Donnerstag (21. Mai) präsentiert Prof. Dr. Thomas Druyen, Präsident der Opta-Data-Zukunfts-Stiftung, Ergebnisse und Erkenntnisse der groß angelegten Branchenumfrage „Hilfsmittel-Studie 2025–2026“.
Status Quo des Pilotprojekts „eVerordnung“
Herauszustellen ist die Live-Demonstration der digitalen Versorgungskette. Hier können Betriebe von der Beantragung der SMC-B-Karte über die eVerordnung bis zur Abrechnung den kompletten Prozess in einem Rundgang selbst testen. Unter dem Motto „Digitalisierung hilft“ leiten namhafte Branchenexperten, darunter Frank Rudolf vom AOK-Bundesverband und Vertreter des eVO-Pilotprojekts wie Michael Gelhard, Kirsten Abel und Thomas Hundhammer, in das Thema ein.
Am Nachmittag folgt dann der „Deep Dive“ in die Themen Kartenausgabe und Management von Sonderprozessen der TI. Hierfür konnte u. a. Dennis Giesfeldt vom Verband Versorgungsqualität Homecare (VVHC) gewonnen werden. Prof. Dr. Gerd Lulay schildert dem Fachpublikum seine ärztliche Sicht zur Kompressionsversorgung, Dr. Hartmut Stinus die zur Einlagenversorgung.
Zukunftsfähigkeit der Hilfsmittelversorgung sichern
Der „OTWorld eSummit“ geht über die Vorstellung regulatorischer Rahmenbedingungen hinaus und baut vor Ort direkte, lösungsorientierte Verbindungen zu Partnern aus der Industrie auf. Ergänzend zum Fachprogramm werden täglich in zwei Workshop-Blöcken smarte Assistenz-Werkzeuge vorgestellt, die OT-Betriebe auf allen Ebenen von der Werkstatt bis zum Büro unterstützen. Dazu zählt zum Beispiel die Nutzung von „WhatsApp“-Gruppen zur Kundenbindung, die Professionalisierung von Warenshops und die digitale Verknüpfung der Sanitätshäuser mit dem örtlichen Ärzte-Netzwerk. Hier zeigt sich erneut, dass der eSummit für alle Entscheider – von der Werkstatt über Vertrieb, Marketing und IT bis zur Geschäftsleitung – einen maßgeblichen Erkenntnisgewinn für die digitale Weichenstellung der Branche bereithält.
BIV-OT-Präsident Alf Reuter hebt die Bedeutung des neuen Formats hervor: „Digitalisierung entscheidet zunehmend über die Zukunftsfähigkeit der Hilfsmittelversorgung. Die OTWorld gestaltet diesen Wandel aktiv mit. Mit dem OTWorld eSummit schaffen wir nun eine feste Heimat für das strategische Schlüsselthema Digitalisierung und KI.“
Der eSummit ist eingebettet in die Messe der OTWorld. Kuratiert wird das Fachprogramm u. a. vom BIV-OT, der DGIHV, dem Bündnis „Wir versorgen Deutschland“, dem „Pilotprojekt eVerordnung“, dem AOK-Bundesverband und den eRezept-Enthusiasten.
Am 20. Mai laden die Organisatoren des eSummit zur „Standparty“ auf dem eigenen Areal in Halle 3, um den fachlichen Austausch in lockerer Atmosphäre weiter zu vertiefen.
Der Verlag OT begleitet den ersten OTWorld eSummit nicht nur als Medienpartner und Multiplikator in die Branche, sondern übernimmt in Person von Heiko Cordes, Chef vom Dienst der Fachzeitschrift „die OT“, auch täglich die Moderation des ersten Veranstaltungsblocks.
Hier geht es zum Programm.
- Wo Innovation auf Menschlichkeit trifft — 14. April 2026
- „OTWorld eSummit“ dokumentiert digitale Transformation — 14. April 2026
- AOK-Bundesverband freut sich auf eSummit — 13. April 2026


