Es gibt Veranstaltungen, die ein ganzes Berufsleben prägen. Für mich ist das die OTWorld in Leipzig. Mein erster Besuch im Jahr 2002 auf der damaligen „Orthopädie + Reha-Technik“ war der Beginn einer Faszination. Über zwei Jahrzehnte später ist die OTWorld für mich weit mehr als nur ein Termin im Kalender. Besonders die Eröffnungsveranstaltungen berühren mich jedes Mal aufs Neue. Wenn dort die Worte gesprochen werden, die unseren Alltag definieren, wird eines klar: Unsere Arbeit ist kein gewöhnliches Handwerk. Sie ist gelebte Verantwortung – für Menschen, für ihre Mobilität und für ihre Lebensqualität. Was nach jedem Kongress bleibt, sind nicht nur technische Innovationen, sondern Begegnungen, die berühren. Es ist pure Lebensfreude, wenn Prothesenträgerinnen und ‑träger am Stand plötzlich gemeinsam tanzen – spontan und ungezwungen. Es ist das Miteinander auf Augenhöhe, wenn Branchengrößen am Grill stehen und für die Auszubildenden Würstchen braten. Und natürlich sind da die legendären Messepartys. Sie sind weit mehr als nur Feiern; sie sind oft der Beginn langjähriger Freundschaften, der Ort für wichtige Branchengespräche und nicht selten der entscheidende Zündfunke für neue Versorgungsansätze. Gerade jetzt, in einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, ist dieser Treffpunkt wichtiger denn je. Innovationen eröffnen uns heute Möglichkeiten für funktionelle Versorgungen, die noch vor Kurzem undenkbar schienen. Die OTWorld ist der Raum, in dem dieser Fortschritt durch echten Austausch und fundierte Weiterbildung erst lebendig wird. Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich mir, dass die OTWorld ihre internationale Bedeutung noch weiter ausbaut – für unsere Patientinnen und Patienten und für einen starken, zukunftsfähigen Standort Deutschland.
René Schiller, Geschäftsführer von Veomedical
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