Wär­me statt Klebstoff

Auf der OTWorld in Leip­zig konn­te man sich am Stand der Nora Sys­tems GmbH – vor­mals Freu­den­berg – eine Inno­va­ti­on in der Ein­la­gen­fer­ti­gung anschau­en. Statt durch Kleb­stoff wird die Mate­ri­al­ver­bin­dung durch Wär­me und Druck erzeugt. Wie dies genau funk­tio­niert, hat Mike Jakob (OSM), Anwen­dungs­tech­ni­ker und Bezirks­lei­ter im Außen­dienst bei der Nora Sys­tems GmbH in Wein­heim, im Gespräch mit der OT-Redak­ti­on erklärt.

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Felix Capan­ni erhält Wissenschaftspreis

Prof. Dr. Felix Capan­ni, Pro­fes­sor für Kon­struk­ti­ons­leh­re an der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Ulm (THU), gehört zu den dies­jäh­ri­gen Gewin­nern des mit ins­ge­samt 15.000 Euro dotier­ten Wis­sen­schafts­prei­ses der Stadt Ulm. Mit der Aus­zeich­nung ehrt die Stadt her­vor­ra­gen­de Leis­tun­gen von Wissenschaftler:innen, For­schungs- und Arbeits­ge­mein­schaf­ten, beson­ders der jün­ge­ren Generation. 

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Gro­ße Reso­nanz beim „Com­pres­si­on Walk“

„You’ll never walk alo­ne” – unter die­sem Mot­to sind bun­des­weit mehr als 170 Lipö­dem-Erkrank­te gemein­sam vir­tu­ell gewalkt und haben dabei eine Stre­cke von ins­ge­samt 676 Kilo­me­tern zurückgelegt. 

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Image­pfle­ge dank Umgestaltung

Die bekann­tes­te Such­ma­schi­ne im Inter­net spuckt rund 636.000 Tref­fer aus, wenn man das The­ma „Kun­den­an­spra­che“ sucht. Es geht um Tipps für den Ver­trieb, Web­sei­ten­auf­tritt oder auch die Gestal­tung des Ver­kaufs­raums. Letz­te­ren hat auch Hen­ning Beer­mann, Sani­täts­haus Beer­mann, in Angriff genom­men, um eine zeit­ge­mä­ße Anspra­che an die Patient:innen und Kund:innen zu gewähr­leis­ten. Im OT-Inter­view erklärt er, wie er sich pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung ins Haus geholt, aber auch die eige­nen Mit­ar­bei­ten­den an dem Pro­zess betei­ligt hat, um am Ende eine brei­te Unter­stüt­zung für das Pro­jekt Fili­al­um­bau in Vre­den zu bekommen.

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Rou­ten­pla­ner für Cyber­si­cher­heit im Handwerk

Die Digi­ta­li­sie­rung hat auf die ein oder ande­re Wei­se Ein­zug in die ortho­pä­die­tech­ni­schen Werk­stät­ten und Sani­täts­häu­ser gehal­ten. Doch mit­un­ter wur­de nicht glei­cher­ma­ßen auch Wert auf die digi­ta­le Sicher­heit gelegt. In einer immer digi­ta­ler wer­den­den Welt hat die Bedeu­tung des The­mas Cyber­si­cher­heit aber enorm zugenommen. 

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LIOST fei­ert Jubi­lä­um 50+1

50 Jah­re LIOST – das woll­te die Lan­des­in­nung Bay­ern für Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik im ver­gan­ge­nen Jahr gebüh­rend fei­ern. Doch die Coro­na­pan­de­mie durch­kreuz­te die Plä­ne. Am 8. Juli 2022 hol­te die Innung das nun nach und kam im Künst­ler­haus am Len­bach­platz in Mün­chen mit zahl­rei­chen Gäs­ten aus Poli­tik, Medi­zin und Wis­sen­schaft sowie von Kran­ken­kas­sen und befreun­de­ten Innun­gen für die Fei­er des Jubi­lä­ums 50+1 zusammen.

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Sys­tem zur Über­wa­chung der Scher­kräf­te und des Drucks auf den Stumpf der unte­ren Extre­mi­tät mit Tool­box zur kohä­ren­ten Visua­li­sie­rung der Daten

S.-T. Ko, J. Charn­ley, V. Dejke
Zahl­rei­che Unter­su­chun­gen kon­zen­trie­ren sich auf die Ver­bes­se­rung des Schaft­kom­forts und die Mini­mie­rung von Weich­teil­schä­den, die stark mit den nor­ma­len und den Scher­be­las­tun­gen auf den Stumpf ver­bun­den sind. Doch nur weni­ge Ent­wick­lun­gen auf die­sem Gebiet zie­len gleich­zei­tig auf Druck- und Scher­kraft­mes­sun­gen an der Stumpf-Schaft-Schnitt­stel­le ab. Und selbst wenn die Belas­tun­gen an der Schnitt­stel­le über­wacht wer­den, müs­sen die Infor­ma­tio­nen sowohl für Unter­su­cher und als auch für Men­schen mit Ampu­ta­ti­on umfas­send sein, um die Gesund­heit des Stump­fes zu verbessern.
In die­sem Zusam­men­hang wur­de ein Intra-Schaft-Über­wa­chungs­sys­tem ent­wi­ckelt, das gleich­zei­tig Druck- und Scher­kräf­te sowie exter­ne Gan­g­er­eig­nis­se auf­zeich­net. Dazu wur­de eine digi­ta­le Tool­box ent­wi­ckelt, die eine kohä­ren­te Visua­li­sie­rung der Daten in einer 2D-Dar­stel­lung des Stump­fes ermög­licht. In einer Pilot­stu­die mit einem Pro­ban­den wur­de die Taug­lich­keit des Über­wa­chungs­sys­tems und der Tool­box erfolg­reich evaluiert.

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Stumpf­schmerz nach Osseointegration

D. Vogt, C. Willy
Schmer­zen nach einer Endo-Exo-Ver­sor­gung kön­nen viel­ge­stal­tig sein. Grund­sätz­lich las­sen sich dabei sto­m­aas­so­zi­ier­te, mus­ku­la­tur- bzw. mus­kel­an­satz­be­ding­te und Neurom- bzw. neu­ro­pa­thi­sche Schmer­zen dif­fe­ren­zie­ren [Dwor­nik G et al. [Resi­du­al limb and phan­tom pain: Cau­ses and the­ra­peu­tic approa­ches]. Ortho­pä­de, 2015; 44 (6): 435–444]. Das Sto­ma steht dabei im Mit­tel­punkt der Beschwer­den und des­halb auch im Fokus des fol­gen­den Arti­kels. Sind die Pro­ble­me bei der her­kömm­li­chen Ver­sor­gung vor allem schaft­as­so­zi­iert, so sind sie bei der Endo-Exo-Ver­sor­gung vor allem sto­m­aas­so­zi­iert. Dabei wird, so die Ver­mu­tung der Autoren, der Anteil der neurom- bzw. neu­ro­pa­thisch beding­ten Schmer­zen von den Behand­lern wahr­schein­lich unterschätzt. 

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Dista­les Kom­pres­si­ons­sys­tem zur Pro­phy­la­xe und The­ra­pie der Weich­teil­des­zen­denz bei Nut­zung eines trans­ku­ta­nen osseo­in­te­grier­ten Pro­the­sen­sys­tems – Anwen­dung bei der Ver­sor­gung eines trans­fe­mo­ra­len Amputationsstumpfes

G. Kret­schmer
Die Ver­sor­gung mit trans­ku­ta­nen osseo­in­te­grier­ten Pro­the­sen­sys­te­men (TOPS) kann zu Pro­ble­men beson­ders im Bereich der dista­len Weich­tei­le füh­ren. Die Ursa­che dafür liegt ver­mut­lich im Absin­ken der Weich­tei­le. Dadurch steigt nicht nur die Infek­ti­ons­ge­fahr an den Wund­flä­chen, son­dern die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten berich­ten häu­fig von post­ope­ra­ti­ven Beschwer­den nach der Wie­der­her­stel­lung des Weich­teil-Sto­mas (Step 2). Der Autor ver­mu­tet, dass die­se Schmer­zen ins­be­son­de­re durch das Rei­ben der insta­bi­len Weich­tei­le am Brü­cken­mo­dul sowie durch eine feh­len­de Stumpf­kom­pres­si­ons­ver­sor­gung her­vor­ge­ru­fen wer­den. Um die­se Beschwer­den zwi­schen den chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen zu ver­mei­den bzw. zu the­ra­pie­ren, wur­de ein dista­les Kom­pres­si­ons­sys­tem (DKS) ent­wi­ckelt, das durch einen bestimm­ten Anpress­druck die Stumpf­um­ge­bung des trans­ku­ta­nen Durch­gangs sta­bi­li­siert. Die Wirk­sam­keit des DKS wur­de zwar bis­lang noch nicht durch eine Stu­die belegt, aber die Erfah­run­gen des Autors mit dem Sys­tem, das im Fol­gen­den vor­ge­stellt wird, sind vielversprechend.

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