Autor: Verlag OT

FachartikelPeer ReviewPLUS

Steh­trai­ning bei Kin­dern mit schwe­rer Cere­bral­pa­re­se – ist eine rele­van­te Fuß­be­las­tung auch bei Hüft- und Knie­beu­ge­kon­trak­tu­ren möglich?

Eva M. Steindl, René Alt­haus
Steh­trai­ning ist ein wesent­li­cher Bestand­teil der ganz­heit­li­chen Ver­sor­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen mit schwe­rer Cere­bral­pa­re­se (CP). Ins­be­son­de­re bei Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten der GMFCS-Level IV und V erschwe­ren aus­ge­präg­te Hüft- und Knie­beu­ge­kon­trak­tu­ren jedoch häu­fig die prak­ti­sche Durch­füh­rung eines regel­mä­ßi­gen Steh­trai­nings. Ziel der vor­lie­gen­den Unter­su­chung war es, die tat­säch­lich erreich­te Fuß­be­las­tung bei unter­schied­li­chen Ver­ti­ka­li­sa­ti­ons­win­keln sowie ver­schie­de­nen Hüft- und Knie­beu­gun­gen sys­te­ma­tisch zu untersuchen. 

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Fahr­tüch­tig­keit mit Hilfs­mit­tel nach Ope­ra­ti­on und Trau­ma: Wann darf ich wie­der Auto fahren?

Dr. Ste­fan Sim­mel
Die Fahr­tüch­tig­keit mit Hilfs­mit­teln kann vor­über­ge­hend ein­ge­schränkt sein. Vor der Ent­schei­dung, wann ein Pati­ent wie­der sicher Auto fah­ren kann, müs­sen recht­li­che, medi­zi­ni­sche und sicher­heits­re­le­van­te Fra­gen geklärt werden.
Die aktu­el­le Lite­ra­tur wur­de gesich­tet und zusam­men­ge­fasst. Die Stu­di­en­la­ge ist hete­ro­gen, oft wer­den nur ein­zel­ne Aspek­te der kom­ple­xen Fähig­keit, ein Auto zu füh­ren, unter­sucht. Vie­le Fak­to­ren haben hier­auf einen Ein­fluss, dar­un­ter die Art der Ver­let­zung oder Ope­ra­ti­on, die betrof­fe­ne Extre­mi­tät, wel­ches Hilfs­mit­tel getra­gen wird, ob eine Ruhig­stel­lung oder die Ein­nah­me von Schmerz- und zen­tral­wirk­sa­men Medi­ka­men­ten not­wen­dig ist. Es ist des­halb wich­tig, dass sowohl Ortho­pä­die­tech­nik-Betrie­be und Sani­täts­häu­ser, aber vor allem auch behan­deln­de Ärz­te betrof­fe­ne Pati­en­ten auf­klä­ren und indi­vi­du­ell bera­ten. Die ärzt­li­che Auf­klä­rung sowie gege­be­ne Emp­feh­lun­gen zur siche­ren Rück­kehr zum Auto­fah­ren müs­sen in der Kran­ken­ak­te doku­men­tiert wer­den. Eine ver­säum­te oder nicht doku­men­tier­te Auf­klä­rung kann recht­li­che Kon­se­quen­zen für die Ärz­te haben, etwa im Fal­le eines Unfalls. In Zwei­fels­fäl­len oder bei Berufs­kraft­fah­rern kann ein for­mel­ler Fahr­test erfor­der­lich wer­den. Bei dau­er­haf­ten Ein­schrän­kun­gen ist eine ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung erfor­der­lich. Die Fahr­erlaub­nis­be­hör­de ent­schei­det, ob und wann die­se not­wen­dig ist.
Der Pati­ent muss sicher­stel­len, dass er aus­rei­chend funk­tio­nell erholt ist, das Fahr­zeug kon­trol­lie­ren zu kön­nen, ohne durch Belas­tungs­gren­zen, Schmer­zen oder Medi­ka­men­te ein­ge­schränkt zu sein. Unse­re Emp­feh­lun­gen, basie­rend auf einer umfang­rei­chen Lite­ra­tur­re­cher­che, unter­stüt­zen Ortho­pä­die­tech­ni­ker und Ärz­te in der Bera­tung ihrer Pati­en­ten, die letzt­end­lich die Ent­schei­dung, wie­der Auto zu fah­ren, selb­stän­dig tref­fen müssen.

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Grenz­in­di­ka­tio­nen in der Fuß- und Sprung­ge­lenks­chir­ur­gie – wann ist beim Chir­ur­gen Schluss?

Char­lot­te Hase
Die Indi­ka­ti­ons­stel­lung in der elek­ti­ven Fuß- und Sprung­ge­lenks­chir­ur­gie erfor­dert eine sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung zwi­schen tech­ni­scher Mach­bar­keit und rea­lis­ti­schem funk­tio­nel­lem Nut­zen. Neben objek­ti­ven Befun­den wie Bild­ge­bung, Weich­teil­sta­tus und Kom­or­bi­di­tä­ten sind sub­jek­ti­ve Fak­to­ren wie Schmerz, Lebens­qua­li­tät und Com­pli­ance ent­schei­dend. Grenz­in­di­ka­tio­nen bestehen bei rele­van­ten Risi­ko­fak­to­ren wie Poly­neu­ro­pa­thie, pAVK, Anti­ko­agu­la­ti­on oder Mul­ti­mor­bi­di­tät. Fall­bei­spie­le zei­gen, dass selbst aus­ge­präg­te Defor­mi­tä­ten kei­ne auto­ma­ti­sche OP-Indi­ka­ti­on dar­stel­len, wenn Wund­hei­lungs­ri­si­ken und Reha­bi­li­ta­ti­ons­auf­wand den zu erwar­ten­den Nut­zen über­wie­gen. Chir­ur­gi­sche Zurück­hal­tung ist oft verantwortungsvoll.

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Gelenk­fuß für Gehhilfen

Rai­mund Kreis1, Nor­bert Babel1, Peter Roid­ner1, Diet­mar H. Fors­ter2
Pati­en­ten, die auf Geh­stüt­zen ange­wie­sen sind, benö­ti­gen auch auf unebe­nen Unter­grün­den und Gefäll­stre­cken einen siche­ren Halt. Eine ent­schei­den­de Rol­le spielt dabei das Geh­stüt­zenend­stück. Kon­ven­tio­nel­le Gum­mi­kap­pen und sons­ti­ge indus­tri­ell gefer­tig­te End­stü­cke bie­ten jedoch nicht immer eine befrie­di­gen­de Lösung. Der vor­lie­gen­de Arti­kel beschreibt den Fall eines Pati­en­ten, bei dem es mit kom­mer­zi­ell ver­füg­ba­ren Geh­stüt­zen­fü­ßen mehr­fach zu Stür­zen und Ver­let­zun­gen kam. Als Pro­blem­lö­sung wird ein sphä­risch gela­ger­tes Geh­stüt­zenend­stück vor­ge­stellt, das von Ortho­pä­die­tech­ni­kern auf Basis der vor­ge­stell­ten Kon­struk­ti­on ein­fach selbst her­ge­stellt und mon­tiert wer­den kann.

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Myo­elek­tri­sche Orthe­sen­ver­sor­gung bei Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen oder ‑ver­lust der obe­ren Extre­mi­tät: Ein­satz­mög­lich­kei­ten des Luna-Neo-Systems

Anna Pen­ne­kamp1, Johan­na Roß2, Ste­fan Schulz1
Schä­di­gun­gen des Ner­ven­sys­tems kön­nen zu erheb­li­chen Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen oder einem voll­stän­di­gen Funk­ti­ons­ver­lust der obe­ren Extre­mi­tät füh­ren. Myo­elek­trisch gesteu­er­te Exo­ske­let­te stel­len eine viel­ver­spre­chen­de Mög­lich­keit dar, die Funk­ti­on der obe­ren Extre­mi­tät im All­tag zu unter­stüt­zen und die Teil­ha­be der Betrof­fe­nen zu ver­bes­sern. Auf­grund der kom­ple­xen Ana­to­mie der obe­ren Extre­mi­tät sind jedoch hohe Ansprü­che an die Kon­struk­ti­on und Anpas­sung ent­spre­chen­der Hilfs­mit­tel zu stel­len. Gleich­zei­tig sind ein gerin­ges Gewicht sowie eine nied­ri­ge Auf­bau­hö­he erfor­der­lich, um eine hohe Akzep­tanz und eine prak­ti­ka­ble Nut­zung im All­tag zu ermög­li­chen. Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de das Exo­ske­lett Luna-Neo1 ent­wi­ckelt. Es steht sowohl als Ganz­arm­ver­sor­gung als auch als iso­lier­te Hand­ver­sor­gung zur Ver­fü­gung, um die unter­schied­li­chen Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen der obe­ren Extre­mi­tät zu adressieren. 

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Bewe­gung statt Still­stand: neue The­ra­pie­an­sät­ze mit Controlled-Dynamic-Stretch(CDS)-Orthesen zur Ver­bes­se­rung der Gelenk­be­weg­lich­keit bei Kin­dern mit neu­ro­lo­gi­schen Erkrankungen

Lies­ke van der Stam, Ste­fan Rudolph, Johan­nes Wil­leit­ner, Joan­na Schneider
Die Ortho­pä­die­tech­nik befin­det sich in ste­ti­ger Ent­wick­lung, um die ver­schie­de­nen Bedürf­nis­se der Pati­en­ten immer bes­ser abzu­de­cken. Eine der neu­es­ten Ent­wick­lun­gen sind CDS-Orthe­sen. Die­se Orthe­sen zeich­nen sich durch ihre spe­zi­el­le Spi­ral­fe­der aus, mit der bestehen­de Kon­trak­tu­ren behan­delt oder vor­ge­beugt wer­den sol­len. Stu­di­en haben gezeigt, dass sich Kon­trak­tu­ren bei Kin­dern und Jugend­li­chen mit neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen um etwa 15° ver­bes­sern las­sen. In einer Fol­ge­stu­die wur­de die CDS-Orthe­se als Nach­sor­ge nach der Ver­ab­rei­chung von Botu­li­num­to­xin A ein­ge­setzt. Dabei ver­bes­ser­te sich nicht nur die Beweg­lich­keit, son­dern auch das Gang­bild. In die­sem Arti­kel wird ihr Nut­zen bei Spas­tik und neu­ro­mus­ku­lä­ren Erkran­kun­gen bespro­chen. Zudem wer­den die Mög­lich­kei­ten zur Inte­gra­ti­on im All­tag und zur Reha­bi­li­ta­ti­on erörtert. 

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Orthe­sen­ver­sor­gung bei Arth­ro­gry­po­se im Säug­lings- und Kindesalter

Nico­le Ewers, Maren Schel­ly
Die Arth­ro­gry­po­se ist ein Sym­ptom­bild, das bei mehr als 300 Krank­heits­bil­dern gefun­den wird. Die­se Krank­heits­bil­der zei­gen sich durch ange­bo­re­ne, nicht pro­gres­si­ve Ein­schrän­kun­gen der Gelenk­be­weg­lich­keit bis hin zur Gelenk­stei­fe, bedingt durch feh­len­de, ver­än­der­te und/oder unter­ent­wi­ckel­te Mus­ku­la­tur. Akti­ve Bewe­gun­gen, die für die Gelenk­for­mung not­wen­dig sind, kön­nen nur bedingt oder gar nicht durch­ge­führt wer­den. Die Kin­der kom­men mit Fehl­stel­lun­gen der Schul­tern, Arme und Hän­de und oft auch der Hüf­ten, Bei­ne und Füße auf die Welt [1].
Bei der ortho­pä­di­schen Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung von Kin­dern mit Arth­ro­gry­po­sis liegt der Fokus häu­fig pri­mär auf den unte­ren Glied­ma­ßen, wäh­rend die obe­ren Extre­mi­tä­ten funk­tio­nell noch inten­si­ver ein­be­zo­gen wer­den soll­ten. Die Selbst­stän­dig­keit bei Toi­let­ten­gang, Kör­per­hy­gie­ne, An- und Aus­klei­den sowie die aut­ar­ke Nah­rungs­auf­nah­me schei­nen im frü­hen Kin­des­al­ter eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le zu spie­len und wer­den daher zu wenig the­ma­ti­siert. Doch im Kin­des- und Jugend­al­ter wird der Wunsch nach Selbst­stän­dig­keit immer grö­ßer. Dafür sind die Hän­de und ihre Funk­tio­na­li­tät unerlässlich.
Je frü­her die Hän­de kon­ser­va­tiv durch manu­el­le The­ra­pie und Orthe­sen behan­delt wer­den, des­to kräf­ti­ger und prä­zi­ser wird deren Funk­tio­na­li­tät. Das frü­he Kin­des­al­ter ist durch schnel­les Wachs­tum und das noch wei­che elas­ti­sche Gewe­be gekenn­zeich­net und gibt uns die Mög­lich­keit, wachs­tums­len­kend zu behan­deln. Wir begin­nen bereits ab dem 6. Lebens­mo­nat mit Orthe­sen, die nachts getra­gen werden.
In vie­len Fäl­len wer­den Ope­ra­tio­nen durch die frü­he kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie ver­mie­den und die Funk­tio­na­li­tät und Kraft­um­wand­lung der Hän­de bzw. der obe­ren Extre­mi­tä­ten erheb­lich ver­bes­sert. Wenn Ope­ra­tio­nen den­noch nötig sind, bie­tet das vor­be­han­del­te Gewe­be den Chir­ur­gen opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen und redu­ziert in vie­len Fäl­len die Kom­ple­xi­tät und Grö­ße des chir­ur­gi­schen Eingriffs.

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Zwi­schen Strumpf und Skal­pell: Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung bei Lipö­dem zwi­schen Leit­li­nie, Stu­di­en­in­ter­pre­ta­ti­on und Versorgungsrealität

Hans-Wal­ter Fied­ler
Das Lipö­dem ist eine schmerz­haf­te, dis­pro­por­tio­na­le und sym­me­tri­sche Fett­ge­webs­ver­tei­lungs­stö­rung der Extre­mi­tä­ten, die über­wie­gend die Bei­ne und fast aus­schließ­lich Frau­en betrifft. Trotz zuneh­men­der Auf­merk­sam­keit für ope­ra­ti­ve Ver­fah­ren bleibt die kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie ein zen­tra­ler Bestand­teil des Behand­lungs­kon­zep­tes. Die medi­zi­ni­sche Kom­pres­si­on stellt dabei eine wesent­li­che Maß­nah­me zur Sym­ptom­lin­de­rung, funk­tio­nel­len Sta­bi­li­sie­rung und Unter­stüt­zung kör­per­li­cher Akti­vi­tät dar. Der Bei­trag ord­net den Stel­len­wert der Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung im Kon­text aktu­el­ler Leit­li­ni­en­emp­feh­lun­gen, inter­na­tio­na­ler Kon­sens­pa­pie­re, der aktu­el­len Ergeb­nis­se der LIPLEG-Stu­die sowie des G‑BA-Beschlus­ses zur Lipo­suk­ti­on ein. Dar­über hin­aus wer­den prak­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen bei Ver­ord­nung, Begut­ach­tung und Ver­sor­gung aus Sicht der Sani­täts­häu­ser diskutiert.

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Medi­zi­ni­sche Kom­pres­si­ons­strümp­fe redu­zie­ren die Beschwer­den bei Adi­po­si­tas-asso­zi­ier­ter funk­tio­nel­ler venö­ser Insuffizienz

Mar­kus Stü­cker1, Wal­ter Olbricht2
Hin­ter­grund: Vie­le über­ge­wich­ti­ge Men­schen ent­wi­ckeln eine Adi­po­si­tas-asso­zi­ier­te funk­tio­nel­le venö­se Insuf­fi­zi­enz (AA-FVI), auch genannt Adi­po­si­tas-asso­zi­ier­tes Depen­den­cy Syn­drom. Die­se Stu­die unter­sucht den Ein­fluss von medi­zi­ni­schen Kom­pres­si­ons­strümp­fen (MKS) auf die Beschwerden.
Pati­en­ten und Metho­den: Es wur­den 49 Pati­en­ten, 37 Frau­en und 12 Män­ner, mit Body-Mass-Index (BMI) 30–40 kg/m2 und kli­ni­schem Bild einer AA-FVI ent­spre­chend chro­nisch venö­ser Insuf­fi­zi­enz (CVI) Sta­di­en C3–C5 ein­ge­schlos­sen. Wäh­rend der Inter­ven­ti­ons­pha­se tru­gen die Pati­en­ten knie­lan­ge MKS der Kom­pres­si­ons­klas­se 2 (KKL2). In der ers­ten Woche wur­den am lin­ken Bein Flachstrick-MKS getra­gen, am rech­ten Bein Rund­strick-MKS. In den fol­gen­den drei Wochen tru­gen die Pati­en­ten beid­sei­tig den MKS ihrer Wahl.
Ergeb­nis­se: Das Pati­en­ten­al­ter lag durch­schnitt­lich bei 54,0 Jah­ren und der BMI bei 35,6 kg/m². Die durch­schnitt­li­che täg­li­che Tra­ge­dau­er der MKS betrug 9,6 Stun­den. Unter den 40 Pati­en­ten mit ana­ly­sier­ba­ren Daten redu­zier­te sich der VVSymQ-Beschwer­des­core auf 57 % des Aus­gangs­wer­tes (p 0,00001), ins­be­son­de­re bei den Leit­sym­pto­men Schwel­lung, Schwe­re, Schmer­zen und Pochen. Öde­me lagen anfäng­lich bei 22 Pati­en­ten vor. Wäh­rend der MKS-Inter­ven­ti­on heil­ten die­se bei 73 % der betrof­fe­nen Pati­en­ten ab. Die Pass­form und der Sitz der MKS wur­den von 98 % der Pati­en­ten als gut oder sehr gut bewer­tet, das An- und Aus­zie­hen wur­de von 89 % bzw. 78 % als gut oder sehr gut bewer­tet. Dis­kus­si­on: Das Beschwer­de­bild einer AA-FVI kann durch MKS effek­tiv redu­ziert wer­den. Die adi­pö­sen Pati­en­ten zeig­ten eine gute Therapieadhärenz. 

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Vor­tei­le eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks – eine bio­me­cha­ni­sche Unter­su­chung bei Per­so­nen mit Unterschenkelamputation

Björn Alten­burg1, Micha­el Ernst1, Pawel Macie­jasz1, Char­lot­te Seitz2, Mal­te Bell­mann1,2
Die­se Stu­die ver­gleicht die bio­me­cha­ni­schen Effek­te und sub­jek­ti­ven Bewer­tun­gen eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks mit einem Energy-Storing-and-Return(ESR)-Fuß mit glei­cher Kar­bon­ba­sis­fe­der bei zehn Per­so­nen mit uni­la­te­ra­ler Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on. Unter­sucht wur­den Gehen und Ste­hen in der Ebe­ne sowie auf einer 7,5° Schrä­ge mit­tels instru­men­tier­ter Gang­ana­ly­se. Ergän­zend wur­den Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung erfasst.
Mit dem hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenk stieg die mini­ma­le Boden­frei­heit in allen Situa­tio­nen signi­fi­kant. Zudem ver­bes­ser­ten sich Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung auf Schrä­gen bei gleich­zei­tig erhöh­ter Ener­gie­ab­sorp­ti­on und ver­rin­ger­ter Ener­gie­rück­ga­be. Pro­the­sen­fü­ße mit hydrau­li­schem Knö­chel­ge­lenk kön­nen somit zu einer Ver­bes­se­rung von Sicher­heit und Kom­fort beitragen. 

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