OTWorld 2024

Das Bran­chen­high­light des Fachs fin­det vom 14. bis 17. Mai 2024 auf dem Mes­se­ge­län­de Leip­zig als inter­na­tio­na­le Leit­mes­se und Welt­kon­gress statt.

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For­schungs­team erfin­det tak­ti­le Haut

Sie ist weich und elas­tisch, kann Berüh­run­gen wie Drü­cken, Grei­fen und Strei­cheln wahr­neh­men und sieht auf den ers­ten Blick täu­schend echt aus. Ein For­schungs­team des Korea Advan­ced Insti­tu­te of Sci­ence and Tech­no­lo­gy (KAIST) aus Dae­je­on hat in Zusam­men­ar­beit mit dem Mas­sa­chu­setts Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy (MIT) und der Uni­ver­si­tät Stutt­gart eine Robo­ter­haut ent­wi­ckelt, die der des Men­schen nach­emp­fun­den ist. Die­se könn­te künf­tig für huma­no­ide Robo­ter, Ser­vice- und Pfle­gero­bo­ter sowie für Pro­the­sen genutzt werden.

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FOT-Jah­res­ta­gung: Der Blick geht nach vorne

Wenn Ingo Pfef­fer­korn, Prä­si­dent der Fort­bil­dungs­ver­ei­ni­gung für Ortho­pä­die-Tech­nik (FOT), im Gruß­wort des eige­nen Jah­res­kon­gres­ses, der vom 23. bis 25. Sep­tem­ber in Jena statt­fin­den wird, dar­auf ver­weist, dass das Fach aus einer Zeit des Man­gels an Tagun­gen und Mes­sen kom­me, darf zunächst eine Beson­der­heit erwähnt wer­den. Der FOT war es tat­säch­lich gelun­gen, auch 2020 (Mann­heim) und 2021 (Hameln) einen eige­nen Kon­gress in Prä­senz zu orga­ni­sie­ren. In die­sem Sin­ne passt auch das Ver­an­stal­tungs­mot­to „Moving for­ward“ ins Bild, das sich aber viel­mehr noch auf die Fach­in­hal­te bezieht.

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Gesell­schaft nicht aus inklu­si­ver Ver­ant­wor­tung entlassen

Eine bio­ni­sche Pro­the­se, des­sen Hand­ge­lenk sich um 360 Grad dre­hen lässt – „Das ist nicht beson­ders nütz­lich, zeigt aber, dass man sich nicht dau­er­haft mit den Gren­zen der Bio­lo­gie aus­ein­an­der­set­zen muss“. Wer Prof. Dr. Ber­tolt Mey­er nicht bei der Eröff­nungs­fei­er am Diens­tag­nach­mit­tag ken­nen­ge­lernt hat­te, bekam auch bei sei­ner Key­note am Mitt­woch einen humo­ri­gen Ein­blick dar­in, was die extrem fort­schritt­li­chen Hilfs­mit­tel heut­zu­ta­ge kön­nen, „was bis vor weni­gen Jah­ren als abso­lu­te Sci­ence-Fic­tion gegol­ten hät­te“, wie der Pro­fes­sor für Arbeits‑, Orga­ni­sa­ti­ons- und Wirt­schafts­psy­cho­lo­gie an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät (TU) Chem­nitz in sei­nen Vor­trag „Digi­ta­li­sie­rung: Chan­cen und Risi­ken für Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen“ einleitete. 

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Eig­nung eines mobi­len Kraft- und Momen­ten­sen­sors in der Gang­ana­ly­se beim Ver­gleich ver­schie­de­ner Pro­the­sen­fü­ße mit unter­schied­li­chen Gehgeschwindigkeiten

F. Star­ker, A. Verl
Unter­sucht wur­de die Eig­nung eines drei­di­men­sio­na­len Kraft- und Momen­ten­sen­sors hin­sicht­lich der Daten­qua­li­tät im prak­ti­schen Ein­satz. Drei Pro­the­sen­fü­ße wur­den dazu an einem Anwen­der mit unter­schied­li­chen Geh­ge­schwin­dig­kei­ten sowohl beim frei­en Gehen als auch beim Gehen auf dem Lauf­band mit und ohne Schu­he betrach­tet und die Daten ver­gli­chen. Durch das mobil getra­ge­ne Mess­sys­tem konn­ten die Unter­schie­de in den ante­rio­ren bzw. pos­te­rio­ren Kräf­ten sowie bezüg­lich des Dreh­mo­ments im Knö­chel­ge­lenk der Pro­the­sen­fü­ße auf­ge­zeigt wer­den. Zusätz­lich konn­te der Unter­schied zwi­schen dem frei­en Gehen und dem Gehen auf dem Lauf­band sowie der Ein­fluss von Schu­hen nach­ge­wie­sen werden.
Zusam­men­ge­fasst lässt sich die hohe Prä­zi­si­on des Sen­sors ange­sichts der hohen Anzahl an gemes­se­nen Schrit­ten posi­tiv her­vor­he­ben. Durch die ent­wi­ckel­ten Algo­rith­men las­sen sich die Daten nach den jewei­li­gen Mes­sun­gen unmit­tel­bar aus­wer­ten und direkt mit­ein­an­der ver­glei­chen. Als nach­tei­lig erwies sich dem­ge­gen­über die ungüns­ti­ge Ergo­no­mie der Daten­auf­zeich­nung (kabel­ge­bun­den und im Ruck­sack zu trans­por­tie­ren) sowie die exak­te Loka­li­sie­rung des Sen­sors rela­tiv zum rest­li­chen Pro­the­sen­auf­bau, um rela­ti­ve Ver­glei­che anstel­len und Rück­schlüs­se zwi­schen Pro­the­sen und Pro­ban­den zie­hen zu kön­nen. Dar­über hin­aus zeigt das vor­ge­stell­te Sen­sor­sys­tem nur die Mess­wer­te der Pro­the­sen­sei­te, nicht aber der Gegen­sei­te an. Somit bleibt z. B. eine mög­li­che Ent­las­tung der Gegen­sei­te bei einem fle­xi­blen „ESAR-Fuß“ nur eine Annah­me. Ob sich im kli­ni­schen All­tag der Mehr­auf­wand durch das Ein- und Aus­bau­en des Mess­sys­tems recht­fer­ti­gen lässt, ist frag­lich, jedoch kön­nen auf die­se Wei­se funk­tio­nel­le Vor­tei­le und Kom­bi­na­tio­nen von Pro­duk­ten am indi­vi­du­el­len Anwen­der schnell mess­bar dar­ge­stellt werden.

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Ein fron­tal beweg­li­ches Knö­chel­mo­dul für Pro­the­sen­fü­ße – was ist der Nut­zen für den Patienten?

B. Alten­burg, M. Ernst, P. Macie­jasz, T. Schmalz, F. Braatz, H. Ger­ke, M. Bell­mann

Das Gehen auf unebe­nem Unter­grund ist eine Her­aus­for­de­rung für Men­schen mit einer Bein­am­pu­ta­ti­on. Pro­the­sen­kom­po­nen­ten, die sich an den Unter­grund adap­tie­ren, sol­len das Gehen erleich­tern. Die Stu­die unter­sucht einen Pro­the­sen­fuß mit spe­zi­el­lem Knö­chel­mo­dul für eine gestei­ger­te Anpas­sung in der Fron­tal­ebe­ne im Ver­gleich mit eta­blier­ten Refe­renz­fü­ßen. An der Stu­die nah­men 12 Anwen­der mit ein­sei­ti­ger trans­ti­bia­ler Ampu­ta­ti­on teil. Die Daten wur­den mit­tels sta­tio­nä­rer Gang­ana­ly­se sowie durch Fra­ge­bö­gen erfasst. Die bio­me­cha­ni­schen Daten zei­gen eine frü­he­re und grö­ße­re Anpas­sung des unter­such­ten Fußes beim Gehen auf einer Seitschrä­ge mit 10°. Die Fra­ge­bö­gen bele­gen einen ver­bes­ser­ten Schaft­kom­fort und eine höhe­re wahr­genommene Sicher­heit beim Gehen auf unebe­nem Unter­grund mit dem getes­te­ten Fuß.

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