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FachartikelPeer ReviewPLUS

Soft­or­the­sen bei sitz­fä­hi­gen Kin­dern mit spi­na­ler Muskelatrophie

Julia­ne Paul
Trotz kau­sa­ler The­ra­pien bei spi­na­ler Mus­kel­atro­phie (SMA) bestehen pro­xi­ma­le Mus­kel­schwä­che, Rumpf­in­sta­bi­li­tät und Atem­in­suf­fi­zi­enz fort. Die­se kön­nen zu irrever­si­blen Fehl­stel­lun­gen füh­ren und das Abhus­ten erschwe­ren. Soft­or­the­sen wer­den zur Ver­bes­se­rung der pos­tu­ra­len Kon­trol­le und respi­ra­to­ri­scher Para­me­ter ein­ge­setzt. In einer Stu­die wur­de der Effekt von Soft­or­the­sen auf Rumpf­sta­bi­li­tät, Arm­funk­ti­on und Spit­zen­hus­ten­fluss (PCF) bei Kin­dern mit SMA unter­sucht. Mit Soft­or­the­se zeig­te sich eine signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung der Rumpf­auf­rich­tung sowie ein signi­fi­kan­ter Anstieg des PCF. Die Becken­stel­lung sta­bi­li­sier­te sich, die Arm­funk­ti­on blieb unver­än­dert. Ergeb­nis: Soft­or­the­sen kön­nen einen wert­vol­len Bei­trag zur The­ra­pie von Kin­dern mit SMA leisten.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

MBrace: Modu­la­res Leicht­bau­kor­sett für die Sko­lio­se­ver­sor­gung – nut­zer­zen­triert ent­wi­ckelt, optisch ver­mes­sen und KI-gestützt ausgewertet

Axel Spi­cken­heu­er1, 2, Thu­rid Jochim3, Peter Laabs2, Arka­di­usz Żuraw­ski4, Didier Gar­ray5, Edwin Hen­ry6, Sascha Bruk1, Jona­than Andrä1, Andre­as Hein­ke3, Nico Ste­cher3, Anke Tschirsch­ky3, André Kabel­la2, Jonas Dutel­off2, Paul Schlie­ben2
Das MBrace-Pro­jekt ver­folg­te das Ziel, die kon­ser­va­ti­ve Sko­lio­se­ver­sor­gung durch die Erfor­schung neu­er Leicht­bau­ma­te­ria­li­en stär­ker aus der Per­spek­ti­ve der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Im Mit­tel­punkt stand ein offe­nes, modu­lar auf­ge­bau­tes Kor­sett­kon­zept, bei dem die Last­ab­tra­gung über faser­ver­stärk­te Struk­tur­ele­men­te, indi­vi­du­ell anpass­ba­re Kon­takt­flä­chen und ver­stell­ba­re Ver­bin­dungs­ele­men­te erfolgt. Auf Grund­la­ge von Inter­views mit Betrof­fe­nen sowie nume­ri­schen, werk­stoff­tech­ni­schen und fer­ti­gungs­tech­ni­schen Unter­su­chun­gen ent­wi­ckel­te das Kon­sor­ti­um unter Ein­be­zug der Per­spek­ti­ven aus Ortho­pä­die­tech­nik, Phy­sio­the­ra­pie und Kli­nik einen Demons­tra­tor, der Anfor­de­run­gen an Kor­rek­tur und Sta­bi­li­tät mit ver­bes­ser­ter Belüf­tung, Nach­stell­bar­keit und Wie­der­ver­wend­bar­keit ver­bin­det. Par­al­lel dazu wur­den opti­sche und dyna­mi­sche Mess­ver­fah­ren sowie KI-gestütz­te Aus­wer­tun­gen ein­ge­setzt, um die Wir­kung von Kor­set­ten objek­ti­ver und ohne ioni­sie­ren­de Strah­lung zu beglei­ten. Der Bei­trag ord­net das Pro­jekt tech­nisch ein und zeigt, wel­che Impul­se sich dar­aus für die Ortho­pä­die­tech­nik ergeben.

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BerufsbildungPLUS

FH Müns­ter macht 3D-Druck greifbar

Scan­nen, kon­stru­ie­ren, dru­cken: Mit einem fünf­tä­gi­gen Work­shop ver­mit­tel­te die FH Müns­ter Grund­la­gen der Addi­ti­ven Fer­ti­gung. Die Reso­nanz der Teil­neh­mer war so posi­tiv, dass nun eine regel­mä­ßi­ge Fort­bil­dungs­rei­he geprüft wird.

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MarktPLUS

„Wir ent­wi­ckeln uns sehr gut“

Nach dem erfolg­rei­chen Bör­sen­gang rich­tet Otto­bock den Blick nach vorn. Hans Georg Näder spricht über Digi­ta­li­sie­rung, KI, Inno­va­tio­nen in der Pro­the­tik und die Rol­le des Men­schen in einer zuneh­mend tech­no­lo­gi­sier­ten Versorgung.

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PLUSProthetik

Implan­tat-Tech­no­lo­gie ermög­licht intui­ti­ve­re Prothesensteuerung

Eine neue neu­ro­mus­ku­lä­re Implan­tat-Tech­no­lo­gie soll die intui­ti­ve Steue­rung myo­elek­tri­scher Arm­pro­the­sen deut­lich verbessern.

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Die besondere VersorgungPLUS

Nicht mehr ins Schwit­zen kommen

Som­mer, Son­ne, Wär­me: Was eigent­lich für gute Lau­ne sor­gen soll, ist für Pro­the­sen­trä­ger zum Teil ein zwei­fel­haf­tes Ver­gnü­gen. Denn bei höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren gera­ten sie ins Schwit­zen, was zu Feuch­tig­keit, Haut­ir­ri­ta­tio­nen und vor allem zu einer deut­li­chen Ein­schrän­kung des Tra­ge­kom­forts führt. Mit einem inno­va­ti­ven Sys­tem aus atmungs­ak­ti­vem Liner und einer Opti­mie­rung des Schafts kann hier Abhil­fe geschaf­fen werden.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Klei­ner Pati­ent – gro­ße Her­aus­for­de­rung: Wenn die Ortho­pä­die­tech­nik an ihre Gren­zen kommt

Cla­ra Rock­tä­schel
Das Beson­de­re an der Arbeit in der Kin­der­or­tho­pä­die ist das Mit­wach­sen der ortho­pä­die­tech­ni­schen Ver­sor­gun­gen mit den Kin­dern, wobei jede Neu­ver­sor­gung neue Mög­lich­kei­ten für wei­te­re und opti­mier­te Anpas­sun­gen bie­tet. Ob Dia­gno­sen von begrenz­ter Trag­wei­te oder umfas­sen­de Beein­träch­ti­gun­gen – es sind oft die schein­bar selbst­ver­ständ­li­chen Auf­ga­ben, die für Betrof­fe­ne den All­tag erschwe­ren und ihre Teil­ha­be am sozia­len Leben ein­schrän­ken. Wir als Ortho­pä­die­tech­ni­ker kön­nen mit unse­rem Hand­werk die kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen ver­bes­sern und damit einen gro­ßen posi­ti­ven Ein­fluss auf das Leben der Pati­en­ten ausüben.
Der Bereich der Son­der­an­fer­ti­gun­gen ist groß. Trotz allem gibt es Gren­zen bei der tech­ni­schen Mach­bar­keit, die wir nut­zen und gege­be­nen­falls erwei­tern kön­nen. Zusätz­lich kann die rasan­te Ent­wick­lung der digi­ta­len OT zuneh­mend dabei unterstützen.
Die größ­ten Fra­gen im Bereich der Kin­der­or­tho­pä­die sind: Wie kön­nen wir Ver­sor­gun­gen bei unver­meid­li­chem Kör­per­wachs­tum und den damit ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen anfer­ti­gen? Lie­ße sich die Grö­ße der vor­han­de­nen Hilfs­mit­tel nicht ent­spre­chend nachjustieren?
An einem Ver­sor­gungs­bei­spiel wird dar­ge­stellt, wie her­aus­for­dernd die Betreu­ung eines Pati­en­ten mit einer sel­te­nen Erkran­kung sein kann. Bei einem ange­bo­re­nen Gen­de­fekt und beson­de­ren Ansprü­chen an eine Ver­sor­gung ist es nicht immer mög­lich, sich an den bestehen­den Stan­dards zu orientieren.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Mit jedem Schritt ver­bun­den – ers­te Ent­wick­lungs­er­geb­nis­se des „Vario­Foot“

Dani­el Mer­bold
Durch eine Ampu­ta­ti­on des Beins wird der betrof­fe­ne Mensch im All­tags­le­ben vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen gestellt, sei es beim all­täg­li­chen Gehen und Ste­hen auf unter­schied­li­chen Unter­grün­den, beim Tra­gen von Gegen­stän­den oder auch in der sozia­len Inte­gra­ti­on [1–3]. Die Pro­the­se muss den indi­vi­du­el­len Anfor­de­run­gen und Bedürf­nis­sen gerecht wer­den. Der heu­ti­ge Stand der Tech­nik ermög­licht es zwar, den ver­lo­re­nen Teil des Bewe­gungs­ap­pa­rats zu einem gro­ßen Teil zu erset­zen, jedoch bleibt die Sen­so­rik der ampu­tier­ten Glied­ma­ße weit­ge­hend ver­lo­ren. Die­ser Ver­lust spie­gelt sich bei­spiels­wei­se in einer erhöh­ten Sturz­ge­fahr wider und hat somit einen direk­ten Ein­fluss auf die Lebens­qua­li­tät der Betrof­fe­nen [4, 5].
Im vor­lie­gen­den Pro­jekt „Vario­Foot“ – geför­dert durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für For­schung, Tech­no­lo­gie und Raum­fahrt (BMFTR – ehe­mals BMBF) – wur­den genau hier ange­setzt (Abb. 1). Hier­zu wur­de ein Pro­the­sen­fuß in Gän­ze kon­stru­iert und ent­wi­ckelt, der inner­halb sei­ner mecha­ni­schen Struk­tur mit Sen­so­ren instru­men­tiert ist, Infor­ma­tio­nen auf­nimmt, bewer­tet und durch Schwin­gungs­ak­to­ren ein vibrot­ak­ti­les Feed­back über den Pro­the­sen­schaft übermittelt. 

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3D-gedruck­te Pro­the­sen­schäf­te: expe­ri­men­tel­le und nume­ri­sche Unter­su­chung der Schnitt­stel­le zu den Struk­tur­bau­tei­len nach DIN EN ISO 10328:2016

Alex­an­der Kast­ner1, Dani­el Jäger1, Stef­fen Matyssek2, Felix Capan­ni1
Um die Vor­tei­le der digi­ta­len Fer­ti­gung voll­stän­dig aus­zu­schöp­fen, kann die Schnitt­stel­le von Unter­schen­kel­schäf­ten zu den dista­len Struk­tur­bau­tei­len addi­tiv mit­ge­fer­tigt wer­den. Für die­ses last­tra­gen­de Bau­teil muss der Nach­weis der mecha­ni­schen Sicher­heit durch den Her­stel­ler geleis­tet wer­den. Eine mög­li­che Vor­ge­hens­wei­se bie­tet dabei die Anwen­dung der Norm DIN EN ISO 10328:2016. In die­ser Arbeit wird erst eine nume­ri­sche Abbil­dung der Norm durch­ge­führt, wel­che anschlie­ßend durch eine phy­si­sche Tes­tung bestä­tigt wird. Die Mess­ergeb­nis­se bestä­ti­gen die mecha­ni­sche Eig­nung des zu prü­fen­den Schaftadapters. 

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Tonus­min­de­rung durch sen­so­mo­to­ri­sche Sti­mu­la­ti­on – ein pra­xis­na­her Ver­sor­gungs­an­satz bei inkom­plet­ter Tetraplegie

Jan Euerle
Die vor­lie­gen­de Ein­zel­fall­be­schrei­bung beleuch­tet die Ver­sor­gung einer Pati­en­tin mit inkom­plet­ter Tetra­ple­gie (Zustand nach C3/C4 Nucleus Pul­po­sus Pro­laps, NPP) durch indi­vi­du­ell ange­pass­te Unter­schen­kel­or­the­sen (AFOs) mit sen­so­mo­to­risch wirk­sa­men Ein­la­gen und addi­tiv gefer­tig­ten TPU-Innen­schu­hen. Neben tonus­min­dern­den Effek­ten konn­te eine funk­tio­nel­le Ver­bes­se­rung der Mobi­li­tät erzielt wer­den. Der Bei­trag dis­ku­tiert patho­phy­sio­lo­gi­sche Grund­la­gen, Wirk­prin­zi­pi­en nach Nan­cy Hil­ton, moder­ne Gelenk­tech­no­lo­gien und mate­ri­al­tech­ni­sche Beson­der­hei­ten wie Multi-Jet-Fusion(MJF)-Druck.

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