Orthese

FachartikelPeer ReviewPLUS

Fahr­tüch­tig­keit mit Hilfs­mit­tel nach Ope­ra­ti­on und Trau­ma: Wann darf ich wie­der Auto fahren?

Dr. Ste­fan Sim­mel
Die Fahr­tüch­tig­keit mit Hilfs­mit­teln kann vor­über­ge­hend ein­ge­schränkt sein. Vor der Ent­schei­dung, wann ein Pati­ent wie­der sicher Auto fah­ren kann, müs­sen recht­li­che, medi­zi­ni­sche und sicher­heits­re­le­van­te Fra­gen geklärt werden.
Die aktu­el­le Lite­ra­tur wur­de gesich­tet und zusam­men­ge­fasst. Die Stu­di­en­la­ge ist hete­ro­gen, oft wer­den nur ein­zel­ne Aspek­te der kom­ple­xen Fähig­keit, ein Auto zu füh­ren, unter­sucht. Vie­le Fak­to­ren haben hier­auf einen Ein­fluss, dar­un­ter die Art der Ver­let­zung oder Ope­ra­ti­on, die betrof­fe­ne Extre­mi­tät, wel­ches Hilfs­mit­tel getra­gen wird, ob eine Ruhig­stel­lung oder die Ein­nah­me von Schmerz- und zen­tral­wirk­sa­men Medi­ka­men­ten not­wen­dig ist. Es ist des­halb wich­tig, dass sowohl Ortho­pä­die­tech­nik-Betrie­be und Sani­täts­häu­ser, aber vor allem auch behan­deln­de Ärz­te betrof­fe­ne Pati­en­ten auf­klä­ren und indi­vi­du­ell bera­ten. Die ärzt­li­che Auf­klä­rung sowie gege­be­ne Emp­feh­lun­gen zur siche­ren Rück­kehr zum Auto­fah­ren müs­sen in der Kran­ken­ak­te doku­men­tiert wer­den. Eine ver­säum­te oder nicht doku­men­tier­te Auf­klä­rung kann recht­li­che Kon­se­quen­zen für die Ärz­te haben, etwa im Fal­le eines Unfalls. In Zwei­fels­fäl­len oder bei Berufs­kraft­fah­rern kann ein for­mel­ler Fahr­test erfor­der­lich wer­den. Bei dau­er­haf­ten Ein­schrän­kun­gen ist eine ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung erfor­der­lich. Die Fahr­erlaub­nis­be­hör­de ent­schei­det, ob und wann die­se not­wen­dig ist.
Der Pati­ent muss sicher­stel­len, dass er aus­rei­chend funk­tio­nell erholt ist, das Fahr­zeug kon­trol­lie­ren zu kön­nen, ohne durch Belas­tungs­gren­zen, Schmer­zen oder Medi­ka­men­te ein­ge­schränkt zu sein. Unse­re Emp­feh­lun­gen, basie­rend auf einer umfang­rei­chen Lite­ra­tur­re­cher­che, unter­stüt­zen Ortho­pä­die­tech­ni­ker und Ärz­te in der Bera­tung ihrer Pati­en­ten, die letzt­end­lich die Ent­schei­dung, wie­der Auto zu fah­ren, selb­stän­dig tref­fen müssen.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Die Nut­zung und Anpas­sung von Orthe­sen für Pati­en­ten mit Kom­ple­xem Regio­na­len Schmerz­syn­drom – eine Ana­ly­se der Patientenperspektive

Lisa Gre­go­ri­us
Über das Tra­gen von Orthe­sen bei CRPS (Mor­bus Sudeck) ist noch wenig Lite­ra­tur vor­han­den. Bis­her exis­tie­ren eher münd­lich tra­dier­te Erfah­rungs­be­rich­te ent­we­der von Ortho­pä­die­tech­ni­kern oder von Pati­en­ten selbst. Der vor­lie­gen­de Arti­kel gibt einen Ein­blick in die ers­ten Ergeb­nis­se einer quan­ti­ta­ti­ven Befra­gung von 43 CRPS-Betrof­fe­nen, die zur Nut­zung ihrer Orthe­se und sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ver­schie­de­ner Lebens­be­rei­che befragt wur­den. Der vor­lie­gen­de Arti­kel wid­met sich den Ergeb­nis­sen zu den Lebens­be­rei­chen Selbst­stän­dig­keit, All­tag und Schmerz­ent­wick­lung. Zudem befasst sich der Arti­kel mit der Fra­ge­stel­lung nach poten­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen bei der Anpas­sung einer kon­fek­tio­nier­ten Orthe­se oder aber auch einer Maß­an­fer­ti­gung für CRPS-Betroffene. 

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Orthopädie-SchuhtechnikPLUS

Inte­rims­ver­sor­gung nach Fußteilamputation

Eine neue Fuß­stumpfor­the­se ermög­licht mehr Stand­si­cher­heit und ein natür­li­che­res Gang­bild – vor­aus­ge­setzt, Indi­ka­ti­on und Pati­en­ten­vor­aus­set­zun­gen stimmen.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Mög­lich­kei­ten der algo­rith­mus­ge­führ­ten Erstel­lung von 3D-gedruck­ten ­päd­ia­tri­schen Fuß-/Un­ter­schen­kel­or­the­sen mit ­sen­so­mo­to­ri­scher Fußbettung

A. Rup­pert
Die Digi­ta­li­sie­rung hat längst auch in der Ortho­pä­die­tech­nik Ein­zug gehal­ten. Vie­le Betrie­be ste­hen jedoch noch vor der Fra­ge, wie sie den Ein­stieg in digi­ta­le Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren sinn­voll gestal­ten kön­nen. Am Bei­spiel eines algo­rith­mus­ge­führ­ten Work­flows zur Her­stel­lung päd­ia­tri­scher Fuß- und Unter­schen­kel­or­the­sen mit inte­grier­ter sen­so­mo­to­ri­scher Fuß­bet­tung wird auf­ge­zeigt, wie klas­si­sche Abform­tech­ni­ken mit moder­nen 3D-Scan- und 3D-Druck-Ver­fah­ren ver­bun­den wer­den kön­nen. Die Kom­bi­na­ti­on aus vali­dier­ten Grund­de­signs, intui­ti­ver Kon­fi­gu­ra­ti­on und indi­vi­du­el­ler Anpas­sung ermög­licht eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, patienten­orientierte Ver­sor­gung [1, 2].

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FachartikelPeer Review

Knie­ar­thro­se – Erfah­run­gen bei der Ver­sor­gung mit einer Orthe­se mit dyna­mi­schem 3‑Punkt-Zug­sys­tem

N. Pfaff
Der Arti­kel beschreibt eine dyna­mi­sche Knie­ent­las­tungs-Orthe­se, die zur Behand­lung einer Gonar­throse ent­wi­ckelt wor­den ist. Er hebt ihre wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten und Funk­ti­ons­wei­sen, kli­nisch aus­sa­ge­kräf­ti­ge Stu­di­en sowie Fall­bei­spie­le zur Wirk­sam­keit her­vor und bie­tet einen Leit­fa­den zur Ver­ord­nung der Schiene.

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Orthetik

Ver­sor­gung abseits des Standards

Antrag abge­lehnt. So sim­pel die­se zwei Wor­te klin­gen, so kom­plex und lang­wie­rig kön­nen die Pro­zes­se sein, die davor und dahin­ter ste­hen. Wäh­rend man­che Kos­ten­vor­anschlä­ge schnell bewil­ligt sind, brau­chen Orthopädietechniker:innen für ande­re einen län­ge­ren Atem. Ins­be­son­de­re dann, wenn die Ver­sor­gung über den Stan­dard hin­aus­geht. Inno­va­tio­nen – und die sind ger­ne mal kost­spie­lig – müs­sen bei den Kos­ten­trä­gern gut begrün­det und manch­mal auch erst ein­mal erklärt wer­den. Die Erfah­rung macht Micha­el Stol­le, Ortho­pä­die­tech­ni­ker beim Esse­ner Sani­täts­haus Lut­ter­mann, täg­lich. Als „Koor­di­na­tor Kos­ten­trä­ger Tech­ni­sche Ortho­pä­die“ unter­stützt er die Kolleg:innen bei der Antrags­stel­lung und steht im stän­di­gen Aus­tausch mit den Kran­ken­kas­sen. Vor wel­che Her­aus­for­de­run­gen stellt ihn das? Und wie beugt man Dis­kus­sio­nen und Ableh­nun­gen erfolg­reich vor? Das und mehr erläu­tert Stol­le am Bei­spiel der myo­elek­tri­schen Armor­the­se Myo­Pro, die Men­schen dabei unter­stützt, die Funk­tio­nen der gelähm­ten oder geschwäch­ten obe­ren Extre­mi­tä­ten wiederherzustellen.

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Orthopädie-Technik

Schild­krö­te Hel­muth nach Orthe­sen­trai­ning wie­der fit

Mehr als 100 Kilo schwer, gepan­zert und wenig kom­mu­ni­ka­tiv: Hel­muth ist für Ortho­pä­die­tech­ni­ker-Meis­ter Ulrich Scha­de und sein Team kein all­täg­li­cher Pati­ent. Doch für sie steht von Anfang an fest: „Wir fin­den eine Lösung.“ Eine Son­der­an­fer­ti­gung mach­te Hel­muth wie­der mobil. Dank inten­si­vem Trai­ning kommt er mitt­ler­wei­le sogar wie­der ohne Orthe­se aus.

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