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FachartikelPeer ReviewPLUS

Zwi­schen Strumpf und Skal­pell: Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung bei Lipö­dem zwi­schen Leit­li­nie, Stu­di­en­in­ter­pre­ta­ti­on und Versorgungsrealität

Hans-Wal­ter Fied­ler
Das Lipö­dem ist eine schmerz­haf­te, dis­pro­por­tio­na­le und sym­me­tri­sche Fett­ge­webs­ver­tei­lungs­stö­rung der Extre­mi­tä­ten, die über­wie­gend die Bei­ne und fast aus­schließ­lich Frau­en betrifft. Trotz zuneh­men­der Auf­merk­sam­keit für ope­ra­ti­ve Ver­fah­ren bleibt die kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie ein zen­tra­ler Bestand­teil des Behand­lungs­kon­zep­tes. Die medi­zi­ni­sche Kom­pres­si­on stellt dabei eine wesent­li­che Maß­nah­me zur Sym­ptom­lin­de­rung, funk­tio­nel­len Sta­bi­li­sie­rung und Unter­stüt­zung kör­per­li­cher Akti­vi­tät dar. Der Bei­trag ord­net den Stel­len­wert der Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung im Kon­text aktu­el­ler Leit­li­ni­en­emp­feh­lun­gen, inter­na­tio­na­ler Kon­sens­pa­pie­re, der aktu­el­len Ergeb­nis­se der LIPLEG-Stu­die sowie des G‑BA-Beschlus­ses zur Lipo­suk­ti­on ein. Dar­über hin­aus wer­den prak­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen bei Ver­ord­nung, Begut­ach­tung und Ver­sor­gung aus Sicht der Sani­täts­häu­ser diskutiert.

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PLUSVerbände & Politik

Abschied in den Ruhestand

Car­la Mey­er­hoff-Grien­ber­ger blickt auf die Ent­wick­lung der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung zurück und spricht über Digi­ta­li­sie­rung, Finan­zie­rung und künf­ti­ge Herausforderungen.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Vor­tei­le eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks – eine bio­me­cha­ni­sche Unter­su­chung bei Per­so­nen mit Unterschenkelamputation

Björn Alten­burg1, Micha­el Ernst1, Pawel Macie­jasz1, Char­lot­te Seitz2, Mal­te Bell­mann1,2
Die­se Stu­die ver­gleicht die bio­me­cha­ni­schen Effek­te und sub­jek­ti­ven Bewer­tun­gen eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks mit einem Energy-Storing-and-Return(ESR)-Fuß mit glei­cher Kar­bon­ba­sis­fe­der bei zehn Per­so­nen mit uni­la­te­ra­ler Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on. Unter­sucht wur­den Gehen und Ste­hen in der Ebe­ne sowie auf einer 7,5° Schrä­ge mit­tels instru­men­tier­ter Gang­ana­ly­se. Ergän­zend wur­den Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung erfasst.
Mit dem hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenk stieg die mini­ma­le Boden­frei­heit in allen Situa­tio­nen signi­fi­kant. Zudem ver­bes­ser­ten sich Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung auf Schrä­gen bei gleich­zei­tig erhöh­ter Ener­gie­ab­sorp­ti­on und ver­rin­ger­ter Ener­gie­rück­ga­be. Pro­the­sen­fü­ße mit hydrau­li­schem Knö­chel­ge­lenk kön­nen somit zu einer Ver­bes­se­rung von Sicher­heit und Kom­fort beitragen. 

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Künstliche IntelligenzPLUS

Wie KI die Kom­mu­ni­ka­ti­on unter­stüt­zen kann

Whats­App statt War­te­schlei­fe: KI kann Rou­ti­ne­an­fra­gen über­neh­men, Ter­mi­ne koor­di­nie­ren und so den Kun­den­ser­vice im Sani­täts­haus verbessern.

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Künstliche IntelligenzPLUS

Wo lie­gen KI-Poten­zia­le fürs Handwerk?

Wel­che Poten­zia­le bie­tet Künst­li­che Intel­li­genz für das Hand­werk? Dr. Lukas Meub erklärt Chan­cen, Gren­zen und Vor­aus­set­zun­gen für einen erfolg­rei­chen KI-Einsatz.

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OrthetikPLUS

Wie Orthe­sen bei Gonar­thro­se unterstützen

Von Soft- bis Hart­rah­men­or­the­se: OTM Phil­ipp Roscher weiß, wel­che kon­ser­va­ti­ven Ver­sor­gungs­stra­te­gien sich bei Gonar­thro­se bewährt haben und wo ihre Gren­zen liegen.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Die Nut­zung und Anpas­sung von Orthe­sen für Pati­en­ten mit Kom­ple­xem Regio­na­len Schmerz­syn­drom – eine Ana­ly­se der Patientenperspektive

Lisa Gre­go­ri­us
Über das Tra­gen von Orthe­sen bei CRPS (Mor­bus Sudeck) ist noch wenig Lite­ra­tur vor­han­den. Bis­her exis­tie­ren eher münd­lich tra­dier­te Erfah­rungs­be­rich­te ent­we­der von Ortho­pä­die­tech­ni­kern oder von Pati­en­ten selbst. Der vor­lie­gen­de Arti­kel gibt einen Ein­blick in die ers­ten Ergeb­nis­se einer quan­ti­ta­ti­ven Befra­gung von 43 CRPS-Betrof­fe­nen, die zur Nut­zung ihrer Orthe­se und sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ver­schie­de­ner Lebens­be­rei­che befragt wur­den. Der vor­lie­gen­de Arti­kel wid­met sich den Ergeb­nis­sen zu den Lebens­be­rei­chen Selbst­stän­dig­keit, All­tag und Schmerz­ent­wick­lung. Zudem befasst sich der Arti­kel mit der Fra­ge­stel­lung nach poten­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen bei der Anpas­sung einer kon­fek­tio­nier­ten Orthe­se oder aber auch einer Maß­an­fer­ti­gung für CRPS-Betroffene. 

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PLUSProthetik

Mit Pro­the­se durch die Wüste

Mit Kar­te, Kom­pass und Pro­the­se durch die Wüs­te: Ophé­lie Jonin erzählt im OT-Inter­view von ihrem außer­ge­wöhn­li­chen Aben­teu­er in Marokko.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Kli­ni­sche Fort­schrit­te in der Ganz­kör­per-Neu­ro­mo­du­la­ti­on mit dem Exo­pul­se Mol­lii Suit zur Behand­lung spas­ti­scher Bewe­gungs­stö­run­gen und chro­ni­scher Schmer­zen: ein aktua­li­sier­ter Literaturüberblick

Andre­as Hahn, Katha­ri­na Bed­nar, Mila­na Mile­us­nic
Im Jahr 2012 wur­de der Neu­ro­mo­du­la­ti­ons­an­zug Exo­pul­se zur Spas­tik­re­duk­ti­on und Behand­lung chro­ni­scher Schmer­zen vor­ge­stellt. 2023 wur­den bis dahin erziel­te Ergeb­nis­se in einer sys­te­ma­ti­schen Ana­ly­se vor­ge­stellt. Die­ser nar­ra­ti­ve Lite­ra­tur­über­blick dis­ku­tiert den seit­dem fort­ge­schrit­te­nen Stand der For­schung, der die Ergeb­nis­se von über 400 Pati­en­ten beschreibt. In der Fibro­my­al­gie wei­sen drei ran­do­mi­sier­te Stu­di­en posi­ti­ve Effek­te auf das Schmerz­emp­fin­den und die Krank­heits­last nach. Neben der Ver­bes­se­rung spas­tisch beding­ter moto­ri­scher Ein­schrän­kun­gen wei­sen Unter­su­chun­gen auf einen beglei­ten­den, schmerz­re­du­zie­ren­den Effekt bei stär­ker von Schmer­zen betrof­fe­nen Pati­en­ten hin. Die Lite­ra­tur wird durch Stu­di­en zur Infan­ti­len Zere­bral­pa­re­se und publi­zier­te Fall­stu­di­en ergänzt. 

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FachartikelPeer ReviewPLUS

KI-gestütz­te Gang­ana­ly­se im All­tag der Ortho­pä­die­tech­nik: Poten­zia­le, Vali­di­tät und Ver­gleich zur mar­ker­ba­sier­ten Referenzmethode

Harald Böhm, Mar­kus Mül­ler
Die Gang­ana­ly­se ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der ortho­pä­di­schen Dia­gnos­tik, wobei bis­her vor allem mar­ker­ba­sier­te Sys­te­me in spe­zia­li­sier­ten Labo­ren als Gold­stan­dard gel­ten. Die­se Ver­fah­ren lie­fern prä­zi­se Gelenk­win­kel und Kräf­te, sind jedoch kos­ten- und zeit­in­ten­siv. Fort­schrit­te in künst­li­cher Intel­li­genz und Com­pu­ter Visi­on ermög­li­chen nun mark­erlo­se, video­ba­sier­te Ana­ly­sen, die Bewe­gungs­da­ten auto­ma­ti­siert erfas­sen und aus­wer­ten – bereits mit Stan­dard­ka­me­ras oder Smart­phones. Aktu­el­le Sys­te­me wie z. B. Ort­hel­li­gent Visi­on von Oped GmbH, oder Theia3D von Theia Mark­erless Inc. zei­gen, dass sagit­ta­le Bewe­gun­gen zuver­läs­sig quan­ti­fi­ziert wer­den kön­nen, wäh­rend Rota­tio­nen in der Trans­ver­sal­ebe­ne und im Becken­winkel wei­ter­hin Limi­ta­tio­nen auf­wei­sen. Die Inte­gra­ti­on von KI-Model­len in die ortho­pä­die­tech­ni­sche Pra­xis eröff­net neue Mög­lich­kei­ten für die Funk­ti­ons­dia­gnos­tik, Therapie­evaluation und indi­vi­dua­li­sier­te Ver­sor­gungs­pla­nung. Zen­tra­le Her­aus­for­de­run­gen blei­ben die Vali­die­rung, Stan­dar­di­sie­rung der Algo­rith­men, Berück­sich­ti­gung patho­lo­gi­scher Gang­bil­der und Soft­ware­ab­hän­gig­keit. Lang­fris­tig könn­ten mark­erlo­se 3D-Gang­ana­ly­se­sys­te­me den kli­ni­schen All­tag ergän­zen, indem sie objek­ti­ve, zeit­na­he und evi­denz­ba­sier­te Daten für The­ra­pie­ent­schei­dun­gen liefern.

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