Die Bedeu­tung von absatz­hö­hen­ver­stell­ba­ren Pro­the­sen­fü­ßen für Men­schen mit einer Ampu­ta­ti­on an der unte­ren Extre­mi­tät – Ergeb­nis­se einer Online-Umfrage

D.W.W. Heit­zmann, J. Block, S. I. Wolf, M. Alimusaj
Typi­sche Pro­the­sen­fü­ße bie­ten zwar eine gewis­se Fle­xi­bi­li­tät, sie haben aber in der Regel eine unver­än­der­li­che Neu­tral­stel­lung und erlau­ben dadurch den Anwen­de­rin­nen und Anwen­dern kei­ne dyna­mi­sche Anpas­sung an den jewei­li­gen Schuh­ab­satz. Der Arti­kel stellt die Ergeb­nis­se einer Online-Befra­gung von Anwen­de­rin­nen und Anwen­dern bezüg­lich der Rele­vanz der Ver­stell­bar­keit des Pro­the­sen­fu­ßes je nach der Absatz­hö­he des getra­ge­nen Schuhs vor; die zu beant­wor­ten­de Fra­ge lau­te­te: „Wie wich­tig ist Ihnen die Absatz­hö­hen­ver­stel­lung bei einem Pro­the­sen­fuß?“ Die pri­mä­re Fra­ge der Absatz­hö­hen­ver­stel­lung wur­de in einen Fra­ge­bo­gen zur Ein­schät­zung rele­van­ter Merk­ma­le von Pro­the­sen ein­ge­bet­tet. Die Absatz­hö­hen­ver­stel­lung bei Pro­the­sen­fü­ßen bewer­te­ten die 188 teil­neh­men­den Per­so­nen im Ver­gleich zu den ande­ren, zum gro­ßen Teil essen­zi­el­len Pro­the­sen­merk­ma­len schlech­ter; zudem zeig­ten sich geschlechts­spe­zi­fi­sche Unter­schie­de bezüg­lich der Rele­vanz die­ses Merk­mals eines Prothesenfußes.

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Design und Eva­lu­ie­rung des „kon­trol­lier­ten pas­si­ven Ener­gie­ma­nage­ments“ des Niagara-Fußes

H. Treb­bin, T. Bryant, St. Zhao, E. Per­fect, M. Frey­er, J. Weigel
Die moder­ne Tech­nik hat die Ver­bes­se­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit von Pro­the­sen­fü­ßen durch eine akti­ve com­pu­ter­ge­stütz­te Steue­rung ermög­licht. Jün­ge­re bio­me­cha­ni­sche Stu­di­en haben jedoch gezeigt, dass auch pas­si­ve Pro­the­sen­fuß­sys­te­me das Poten­zi­al haben, sich der Effi­zi­enz des natür­li­chen Fußes anzu­nä­hern, wenn Zeit­punkt und Umfang der Ener­gie­rück­ga­be opti­miert wer­den. Der Nia­ga­ra-Fuß bie­tet einen ein­zig­ar­ti­gen Ansatz für eine Ver­sor­gung, die durch  Modi­fi­ka­tio­nen der Struk­tur des Pro­the­sen­fu­ßes durch den Ortho­pä­die­tech­ni­ker an die Bedürf­nis­se des Benut­zers ange­passt wer­den kann. Die­se Abstim­mung ermög­licht ein pas­si­ves Ener­gie­ma­nage­ment zur Steue­rung des Zeit­punkts und des Umfangs der mecha­ni­schen Reak­ti­on des Sys­tems wäh­rend der Stand­pha­se des Gangs.

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Ortho­pä­die­tech­nik-Werk­statt der Zukunft: digi­ta­le Qua­li­täts­si­che­rung indi­vi­dua­li­sier­ter Produkte

F. Glas, B. Roch­litz
Die Mecu­ris GmbH hat in den letz­ten Jah­ren vir­tu­el­le Prüf­stän­de für indi­vi­du­el­le addi­tiv gefer­tig­te Pro­the­sen und Orthe­sen ent­wi­ckelt, sie ste­tig wei­ter aus­ge­baut und ein­ge­setzt. Neben einer ers­ten Fini­te-Ele­men­te­Ana­ly­se für die Pro­dukt­ent­wick­lung ste­hen mitt­ler­wei­le vir­tu­el­le Prüf­stän­de bezüg­lich der Funk­tio­na­li­tät sowie para­me­tri­sche Berech­nungs­mo­del­le für eine gro­ße Zahl von Pro­dukt­va­ri­an­ten zur Ver­fü­gung. In einer digi­ta­len Pro­zess­ket­te kann die­ser vir­tu­el­le Qua­li­tätscheck zukünf­tig direkt vom Ortho­pä­die­tech­ni­ker initi­iert wer­den, sowohl in der Pro­the­tik als auch in der Orthe­tik. Das Ziel: eine indi­vi­du­el­le Ver­sor­gung gemäß den hohen Qua­li­täts­stan­dards eines zer­ti­fi­zier­ten Medizinproduktes.

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Ent­wick­lung von Leis­tungs­pa­ra­me­tern und Kenn­zah­len für Prothesenfüße

F. Star­ker, C. Lecomte
Vor­ge­stellt wird ein Ver­fah­ren zur Beschrei­bung und Unter­schei­dung der Leis­tungs­pa­ra­me­ter und Kenn­zah­len von Pro­the­sen­fü­ßen, basie­rend auf einem maschi­nel­len Testverfahren. 

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Inno­va­ti­ves Mess­sys­tem bie­tet neue Mög­lich­kei­ten der Bewe­gungs­ana­ly­se in der Prothetik

A. Kerk­hoff, N. Dawin, T. Stief, M. Seeß­le, K. Pei­ken­kamp

Im Labor für Bio­me­cha­nik der Fach­hoch­schu­le Müns­ter wur­de das zum Patent ange­mel­de­te „ben­ding tor­si­on inso­le sys­tem” (betois) zur Bestim­mung mehr­di­men­sio­na­ler Belas­tun­gen im Schuh ent­wi­ckelt. Die­ses Innen­soh­len­sys­tem ermög­licht durch mobi­le Bie­ge- und Tor­si­ons­be­las­tungs­mes­sun­gen unter ande­rem die schnel­le, ein­fa­che und reli­able Über­prü­fung ortho­pä­di­scher Hilfs­mit­tel. In einer Anwen­dungs­stu­die wur­den die auf­tre­ten­den Bie­ge­be­las­tun­gen zwi­schen Fuß und Schuh eines Pro­ban­den mit trans­ti­bia­ler Ampu­ta­ti­on mit den Daten von — 27 gesun­den Pro­ban­den ver­gli­chen. Im Bereich des Mit­tel­fu­ßes tre­ten am gesun­den Fuß Wech­sel­be­las­tun­gen auf. Ver­gleicht man die Ergeb­nis­se des Pro­ban­den mit der Refe­renz­grup­pe, so zeigt sich ein ver­än­der­ter Ver­lauf: Es wer­den kei­ne Wech­sel­be­las­tun­gen gemes­sen. Der Bei­trag basiert auf einem Vor­trag von Annet­te Kerk­hoff auf der OTWorld, für den die Autorin den Nach­wuchs­preis des Kon­gres­ses erhal­ten hat.

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Roll over shape-Mes­sung: Ver­gleich zwei­er Mess­me­tho­den und Anwend­bar­keit in der Prothesenfußentwicklung

G. A. Tschupp, V. Nis­sels, J. Uhlig
In die­sem Arti­kel wird der Roll over shape von Car­bon­fe­der­fü­ßen anhand von Gang­ana­ly­se- und Prüf­stands­da­ten unter­sucht. Die Resul­ta­te der ana­ly­sier­ten Para­me­ter zei­gen Unter­schie­de, aber auch Ähn­lich­kei­ten der bei­den Mess­prin­zi­pi­en auf. Obwohl sich die Mess­wer­te des Prüf­stan­des von denen der klas­si­schen Gang­ana­ly­se unter­schei­den, gibt es den­noch Ansatz­punk­te, die Mess­ergeb­nis­se als wert­vol­le Unter­stüt­zung für die Pro­the­sen­fu­ß­ent­wick­lung einzusetzen.

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