Björn Altenburg1, Michael Ernst1, Pawel Maciejasz1, Charlotte Seitz2, Malte Bellmann1,2
Diese Studie vergleicht die biomechanischen Effekte und subjektiven Bewertungen eines hydraulischen Knöchelgelenks mit einem Energy-Storing-and-Return(ESR)-Fuß mit gleicher Karbonbasisfeder bei zehn Personen mit unilateraler Unterschenkelamputation. Untersucht wurden Gehen und Stehen in der Ebene sowie auf einer 7,5° Schräge mittels instrumentierter Ganganalyse. Ergänzend wurden Schaftkomfort und wahrgenommene Anstrengung erfasst.
Mit dem hydraulischen Knöchelgelenk stieg die minimale Bodenfreiheit in allen Situationen signifikant. Zudem verbesserten sich Schaftkomfort und wahrgenommene Anstrengung auf Schrägen bei gleichzeitig erhöhter Energieabsorption und verringerter Energierückgabe. Prothesenfüße mit hydraulischem Knöchelgelenk können somit zu einer Verbesserung von Sicherheit und Komfort beitragen.
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Daniel Merbold
Durch eine Amputation des Beins wird der betroffene Mensch im Alltagsleben vor große Herausforderungen gestellt, sei es beim alltäglichen Gehen und Stehen auf unterschiedlichen Untergründen, beim Tragen von Gegenständen oder auch in der sozialen Integration [1–3]. Die Prothese muss den individuellen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden. Der heutige Stand der Technik ermöglicht es zwar, den verlorenen Teil des Bewegungsapparats zu einem großen Teil zu ersetzen, jedoch bleibt die Sensorik der amputierten Gliedmaße weitgehend verloren. Dieser Verlust spiegelt sich beispielsweise in einer erhöhten Sturzgefahr wider und hat somit einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen [4, 5].
Im vorliegenden Projekt „VarioFoot“ – gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR – ehemals BMBF) – wurden genau hier angesetzt (Abb. 1). Hierzu wurde ein Prothesenfuß in Gänze konstruiert und entwickelt, der innerhalb seiner mechanischen Struktur mit Sensoren instrumentiert ist, Informationen aufnimmt, bewertet und durch Schwingungsaktoren ein vibrotaktiles Feedback über den Prothesenschaft übermittelt.
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Nach der Amputation seines linken Beins hatte Wolfgang Hager einen Wunsch: zügig wieder mobil zu werden. Und weil der 81-Jährige stets motiviert in der Reha arbeitet, konnte das Team vom Sanitätshaus Seeger ihm eine Versorgung mit Potenzial bauen. Im Fokus dabei: das neue Kniegelenk „Avior“ aus dem Hause Blatchford.
Für Kinder gehören Dinge wie der Sprung vom Ast, das Fahrradfahren, das Suchen nach Muscheln am Strand oder der Sprint in die Arme der Großeltern ganz selbstverständlich zum Alltag. Damit haben sie ein deutlich höheres Aktivitätslevel als Erwachsene. Außerdem planen sie ihre Aktivitäten meist nicht sorgfältig, sondern handeln eher spontan und impulsiv. Um dem gerecht zu werden, muss die prothetische Versorgung für kleine Patientinnen und Patienten eine große Bandbreite an Anforderungen erfüllen.
D. W. W. Heitzmann, V. S. Högerle, U. Trinler, S. I. Wolf, M. Alimusaj
In dieser Studie wird ein Prothesenfuß, der mittels additiver Verfahren hergestellt wurde, in zwei Versionen (Soft & Hard) mit fünf konventionellen marktüblichen Prothesenfüßen verglichen. Für den Vergleich wird die Roll Over Shape (ROS) genutzt. Die ROS entspricht dem Verlauf des Kraftangriffspunktes in einem schaftbezogenen Koordinatensystem. Diese Kurve entspricht in etwa der Verformung der Strukturen unter Last und kann so Auskunft über das Abrollverhalten des Prothesenfußes liefern.
F. Starker, A. Verl
Untersucht wurde die Eignung eines dreidimensionalen Kraft- und Momentensensors hinsichtlich der Datenqualität im praktischen Einsatz. Drei Prothesenfüße wurden dazu an einem Anwender mit unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten sowohl beim freien Gehen als auch beim Gehen auf dem Laufband mit und ohne Schuhe betrachtet und die Daten verglichen. Durch das mobil getragene Messsystem konnten die Unterschiede in den anterioren bzw. posterioren Kräften sowie bezüglich des Drehmoments im Knöchelgelenk der Prothesenfüße aufgezeigt werden. Zusätzlich konnte der Unterschied zwischen dem freien Gehen und dem Gehen auf dem Laufband sowie der Einfluss von Schuhen nachgewiesen werden.
Zusammengefasst lässt sich die hohe Präzision des Sensors angesichts der hohen Anzahl an gemessenen Schritten positiv hervorheben. Durch die entwickelten Algorithmen lassen sich die Daten nach den jeweiligen Messungen unmittelbar auswerten und direkt miteinander vergleichen. Als nachteilig erwies sich demgegenüber die ungünstige Ergonomie der Datenaufzeichnung (kabelgebunden und im Rucksack zu transportieren) sowie die exakte Lokalisierung des Sensors relativ zum restlichen Prothesenaufbau, um relative Vergleiche anstellen und Rückschlüsse zwischen Prothesen und Probanden ziehen zu können. Darüber hinaus zeigt das vorgestellte Sensorsystem nur die Messwerte der Prothesenseite, nicht aber der Gegenseite an. Somit bleibt z. B. eine mögliche Entlastung der Gegenseite bei einem flexiblen „ESAR-Fuß“ nur eine Annahme. Ob sich im klinischen Alltag der Mehraufwand durch das Ein- und Ausbauen des Messsystems rechtfertigen lässt, ist fraglich, jedoch können auf diese Weise funktionelle Vorteile und Kombinationen von Produkten am individuellen Anwender schnell messbar dargestellt werden.
D.W.W. Heitzmann, J. Block, S. I. Wolf, M. Alimusaj
Typische Prothesenfüße bieten zwar eine gewisse Flexibilität, sie haben aber in der Regel eine unveränderliche Neutralstellung und erlauben dadurch den Anwenderinnen und Anwendern keine dynamische Anpassung an den jeweiligen Schuhabsatz. Der Artikel stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung von Anwenderinnen und Anwendern bezüglich der Relevanz der Verstellbarkeit des Prothesenfußes je nach der Absatzhöhe des getragenen Schuhs vor; die zu beantwortende Frage lautete: „Wie wichtig ist Ihnen die Absatzhöhenverstellung bei einem Prothesenfuß?“ Die primäre Frage der Absatzhöhenverstellung wurde in einen Fragebogen zur Einschätzung relevanter Merkmale von Prothesen eingebettet. Die Absatzhöhenverstellung bei Prothesenfüßen bewerteten die 188 teilnehmenden Personen im Vergleich zu den anderen, zum großen Teil essenziellen Prothesenmerkmalen schlechter; zudem zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Relevanz dieses Merkmals eines Prothesenfußes.
Mein Name ist Marco Bunge, ich bin im technischen Service für Össur tätig. Viele der oberschenkelamputierten AnwenderInnen wurden schon mit dem RHEO KNEE XC in Kombination mit dem PROPRIO FOOT versorgt – in meinen Augen die perfekte Kombination.
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