transtibiale Amputation

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Vor­tei­le eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks – eine bio­me­cha­ni­sche Unter­su­chung bei Per­so­nen mit Unterschenkelamputation

Björn Alten­burg1, Micha­el Ernst1, Pawel Macie­jasz1, Char­lot­te Seitz2, Mal­te Bell­mann1,2
Die­se Stu­die ver­gleicht die bio­me­cha­ni­schen Effek­te und sub­jek­ti­ven Bewer­tun­gen eines hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenks mit einem Energy-Storing-and-Return(ESR)-Fuß mit glei­cher Kar­bon­ba­sis­fe­der bei zehn Per­so­nen mit uni­la­te­ra­ler Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on. Unter­sucht wur­den Gehen und Ste­hen in der Ebe­ne sowie auf einer 7,5° Schrä­ge mit­tels instru­men­tier­ter Gang­ana­ly­se. Ergän­zend wur­den Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung erfasst.
Mit dem hydrau­li­schen Knö­chel­ge­lenk stieg die mini­ma­le Boden­frei­heit in allen Situa­tio­nen signi­fi­kant. Zudem ver­bes­ser­ten sich Schaft­kom­fort und wahr­ge­nom­me­ne Anstren­gung auf Schrä­gen bei gleich­zei­tig erhöh­ter Ener­gie­ab­sorp­ti­on und ver­rin­ger­ter Ener­gie­rück­ga­be. Pro­the­sen­fü­ße mit hydrau­li­schem Knö­chel­ge­lenk kön­nen somit zu einer Ver­bes­se­rung von Sicher­heit und Kom­fort beitragen. 

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Die bio­me­cha­ni­sche Belas­tung des nicht betrof­fe­nen Beins bei Men­schen mit ein­sei­ti­ger trans­ti­bia­ler Ampu­ta­ti­on – ein sys­te­ma­ti­scher Literaturüberblick

L. M. Ties­ler, St. Willwacher
Ziel der vor­lie­gen­den Arbeit ist es, die Effek­te der Ver­sor­gung mit einer uni­la­te­ra­len Unter­schen­kel­pro­the­se auf die mecha­ni­sche Belas­tung des Knie- und des Hüft­ge­lenks der nicht betrof­fe­nen Sei­te von Men­schen mit Ampu­ta­ti­on auf der Basis der ein­schlä­gi­gen For­schungs­li­te­ra­tur zu bewer­ten. Dazu wur­de eine sys­te­ma­ti­sche Lite­ra­tur­re­cher­che in der Daten­bank Pub­Med durch­ge­führt. In den ein­ge­schlos­se­nen Stu­di­en wer­den Pro­ban­din­nen und Pro­ban­den mit uni­la­te­ra­ler trans­ti­bia­ler Ampu­ta­ti­on beim eben­erdi­gen Gehen aus­schließ­lich unter Ver­wen­dung pas­si­ver Pro­the­sen bei einer selbst­ge­wähl­ten Geh­ge­schwin­dig­keit bzw. einer Geh­ge­schwin­dig­keit im Bereich von 0,7 bis 1,4 m/s unter­sucht. Bezüg­lich des Knie­ge­lenks berich­ten vier von sechs Ana­ly­sen über eine Erhö­hung des exter­nen Knie­ad­duk­ti­ons­mo­ments auf der nicht betrof­fe­nen Sei­te zwi­schen + 5,1 % und + 31,6 % im Ver­gleich zu einer Kon­troll­grup­pe ohne Ampu­ta­ti­on. Im Ver­gleich zur betrof­fe­nen Sei­te zeig­ten alle ein­ge­schlos­se­nen Stu­di­en ein erhöh­tes exter­nes Knie­ad­duk­ti­ons­mo­ment (+ 5,3 % bis + 56,0 %) auf der nicht betrof­fe­nen Sei­te. Die Unter­su­chun­gen des Hüft­ge­lenks erga­ben bei drei von fünf ein­ge­schlos­se­nen Ana­ly­sen zwi­schen + 5,7 % und + 23,0 % erhöh­te exter­ne Adduk­ti­ons­mo­men­te im Ver­gleich zu einer Kon­troll­grup­pe ohne Ampu­ta­ti­on. Der Ver­gleich mit der betrof­fe­nen Sei­te zeig­te bei allen ein­ge­schlos­se­nen Stu­di­en höhe­re maxi­ma­le Hüft­ad­duk­ti­ons­mo­men­te zwi­schen + 3,1 % und + 39,7 %.

Eine Kom­bi­na­ti­on aus erhöh­ten maxi­ma­len exter­nen Knie- und Hüft­ad­duk­ti­ons­mo­men­ten und einer asym­me­tri­schen Belas­tung der unte­ren Extre­mi­tä­ten kann als Risi­ko­fak­tor für die Ent­ste­hung dege­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen ange­se­hen wer­den. Die Ergeb­nis­se des Lite­ra­tur­über­blicks zei­gen, dass die mecha­ni­sche Belas­tung (und damit das Risi­ko für die beschleu­nig­te Ent­wick­lung einer Knie- bzw. Hüft­ge­lenk­ar­thro­se) des nicht betrof­fe­nen Beins nach einer uni­la­te­ra­len trans­ti­bia­len Ampu­ta­ti­on bei Ver­wen­dung pas­si­ver Pro­the­sen­sys­te­me erhöht ist.

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