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FachartikelPeer ReviewPLUS

Myo­elek­tri­sche Orthe­sen­ver­sor­gung bei Ple­xus­ver­let­zung der obe­ren Extre­mi­tät – Vor­stel­lung eines hybri­den bio­ni­schen Konzepts

Bea­te Benecken, Kim Gla­pa, Niklas Riecke, Andrés A. Mal­do­na­do, Sebas­ti­an Ben­ner
Eine kom­ple­xe trau­ma­ti­sche Ver­let­zung des Ple­xus bra­chia­lis, ins­be­son­de­re eine Pan­ple­xus­ver­let­zung hat schwer­wie­gen­de funk­tio­nel­le Defi­zi­te im Bereich der obe­ren Extre­mi­tät zur Fol­ge und führt zum Ver­lust der Schulter‑, Ellen­bo­gen- und Hand­funk­ti­on. Trotz erheb­li­cher Fort­schrit­te in der rekon­struk­ti­ven Ner­ven­chir­ur­gie blei­ben die the­ra­peu­ti­schen Optio­nen limitiert.
Wir stel­len einen Behand­lungs­al­go­rith­mus vor, der die rekon­struk­ti­ve Ner­ven­chir­ur­gie mit der früh­zei­ti­gen Anpas­sung einer myo­elek­tri­schen Orthe­se kom­bi­niert. Die Orthe­sen­ver­sor­gung soll eine Viel­zahl funk­tio­nel­ler Auf­ga­ben im täg­li­chen Leben unter­stüt­zen und die Selbst­stän­dig­keit und Lebens­qua­li­tät der Betrof­fe­nen verbessern.
Die myo­elek­tri­sche Orthe­se dient als Hilfs­mit­tel sowie zur Beübung der betrof­fe­nen Extre­mi­tät im Rah­men der Reha­bi­li­ta­ti­on. Sie soll die Beweg­lich­keit der Gelen­ke zunächst pas­siv erhal­ten und ver­bes­sern und je nach Ver­lauf und mög­li­cher Erho­lung der Ner­ven­schä­di­gun­gen, die Bewe­gung im Ellen­bo­gen unter­stüt­zen sowie eine Greif­leis­tung für die Hand her­stel­len. Durch die Inte­gra­ti­on des Arms in den Bewe­gungs­ab­lauf zeigt sich bei den Anwen­dern außer­dem ein posi­ti­ver Effekt auf die neu­ro­pa­thi­sche Schmerz­sym­pto­ma­tik und Phantomschmerzen.

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PLUSSanitätshaus

Sani­täts­haus Kur­da fei­ert Jubiläum

Als Richard Kur­da im Jahr 1926 sein Sani­täts­haus eröff­ne­te, konn­te er nicht ahnen, dass er damit ledig­lich das ers­te Kapi­tel einer lan­gen Geschich­te schrei­ben wür­de: Noch heu­te wer­den in Kiel zahl­rei­che Kun­den mit Hilfs­mit­teln „Made by Kur­da“ ver­sorgt – und das in mitt­ler­wei­le drit­ter Gene­ra­ti­on von sei­nem Enkel­sohn Andre­as Kur­da und des­sen Ehe­mann Erik.

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OTWorldPLUS

OTWorld: Sko­lio­se-Ver­sor­gung pra­xis­nah erleben

Das Kor­sett ist und bleibt das zen­tra­le Ele­ment in der kon­ser­va­ti­ven Behand­lung von Pati­en­ten mit idio­pa­thi­scher Sko­lio­se. Was es bei der indi­vi­du­el­len Anpas­sung zu beach­ten gilt und wel­che Bedeu­tung dem Zusam­men­spiel von Hand­werk, Phy­sio­the­ra­pie und Com­pli­ance zukommt, das erfah­ren die Teil­neh­mer in einem Work­shop im Welt­kon­gress der OTWorld 2026.

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Die besondere VersorgungPLUS

Inte­ri­mor­the­sen eröff­nen neue Versorgungswege

Mit einer Interimorthesenver­sorgung mit C‑Brace-Funk­ti­on soll eine Lücke in den Versorgungs­konzepten geschlos­sen wer­den, die Quer­schnitt-Pati­en­ten bis­her nur die Wahl zwi­schen Roll­stuhl und kei­nem Roll­stuhl ließ. Am Fall von Peg­gy Blan­ke wird gezeigt, wie eine erfolg­rei­che Ver­sor­gung wie­der mehr Mobi­li­tät ermöglicht.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Ent­wick­lung eines zum phy­sio­lo­gi­schen Gang­bild kon­gru­en­ten poly­zen­tri­schen Knie­or­the­sen­ge­lenks – Zwi­schen­stand eines Forschungsprojektes

Niklas Brusten
Das Knie gehört zwei­fel­los zu den Gelen­ken mit dem kom­ple­xes­ten Bewe­gungs­mus­ter im mensch­li­chen Kör­per. Hin­ge­gen sind orthe­ti­sche Hilfs­mit­tel für Anwen­der mit Ein­schrän­kun­gen in die­sem Bereich sel­ten auf die­se Kom­ple­xi­tät aus­ge­legt. Der aus fer­ti­gungs­tech­ni­scher Sicht nahe­lie­gen­de Ansatz bei der Erstel­lung von Orthe­sen, den phy­sio­lo­gi­schen Gelenk­ach­sen mit einem ein­fa­chen Schar­nier zu fol­gen, stößt beim mensch­li­chen Knie­ge­lenk rasch an signi­fi­kan­te Gren­zen. Das Knie ist kein ein­fa­ches Schar­nier­ge­lenk, son­dern folgt in sei­ner Dyna­mik einer hoch­kom­ple­xen Roll-Gleit-Bewe­gung mit sich ver­schie­ben­der Dreh­ach­se (Abb. 1). Neben mono­zen­tri­schen Lösun­gen, sprich, Gelenk­or­the­sen, die eine ein­zi­ge Ach­se als Dreh­punkt nut­zen, bie­tet der Markt zwar eini­ge Anwen­dun­gen mit poly­zen­tri­schem Anspruch. Die­se sind aller­dings eben­falls als kom­pro­miss­be­haf­tet zu bewer­ten, da auch sie nicht kon­gru­ent zur mensch­li­chen Evo­lu­te sind [1, 2].
In die­sem For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jekt, geför­dert durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (KMU-inno­va­tiv Medi­zin­tech­nik), geht das Kon­sor­ti­um der Fra­ge­stel­lung nach, ob und wie es mög­lich ist, in einem Gelenk für eine Knie­or­the­se den indi­vi­du­el­len Bewe­gungs­um­fang eines mensch­li­chen Knie­ge­lenks abzu­bil­den. Ein wei­te­res Ziel ist es, durch die Inte­gra­ti­on akti­ver und pas­si­ver dyna­mi­scher Ele­men­te eine Stand-und-Schwung­pha­sen-kon­trol­lier­te Orthe­se (SSCO) zu entwickeln. 

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BerufsbildungPLUS

Kom­bi­na­ti­on von Hand­werk und Wissenschaft

Nach sei­ner Aus­bil­dung zum Ortho­pädietechniker such­te Hen­drik Schoen­eich nach einer neu­en Her­aus­for­de­rung und ent­schied sich für den Stu­di­en­gang Ortho­pä­die- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­tech­nik. Durch die Koope­ra­ti­on der Bun­des­fach­schu­le für Ortho­pä­die-Tech­nik (Bufa) und der Fach­hoch­schu­le (FH) Dort­mund erwarb er so par­al­lel sei­nen Meis­ter- und Bachelortitel.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Mikro­pro­zes­sor­ge­steu­er­te stand- und schwung­pha­sen­kon­trol­lier­te Ganz­bein­or­the­sen (SSCO): Ent­wick­lung, Sys­te­me und Ver­sor­gungs­rea­li­tät in der ortho­pä­die­tech­ni­schen Praxis

Sebas­ti­an Ben­ner, Bea­te Benecken, Kim Gla­pa
Die Ver­sor­gung von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit aus­ge­präg­ter Schwä­che oder Läh­mung der knie­stre­cken­den Mus­ku­la­tur stellt nach wie vor eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung in der ortho­pä­die­tech­ni­schen Pra­xis dar. Klas­si­sche gesperr­te Ganz­bein­or­the­sen (KAFO) gewähr­leis­ten zwar eine hohe Stand- und Gang­si­cher­heit, gehen jedoch häu­fig mit funk­tio­nel­len Ein­schrän­kun­gen, einem erhöh­ten Ener­gie­ver­brauch und kom­pen­sa­to­ri­schen Bewe­gungs­mus­tern einher.
Vor die­sem Hin­ter­grund wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ver­sor­gungs­kon­zep­te ent­wi­ckelt, die eine schritt­wei­se funk­tio­nel­le Erwei­te­rung die­ser Sys­te­me ermög­li­chen. Stand­pha­sen­kon­trol­lier­te Orthe­sen (SCO) und ins­be­son­de­re stand- und schwung­pha­sen­kon­trol­lier­te Orthe­sen (SSCO) zie­len dar­auf ab, Sicher­heit und Beweg­lich­keit bes­ser mit­ein­an­der zu ver­bin­den und ein öko­no­mi­sche­res, all­tags­taug­li­che­res Gang­bild zu fördern.
Der vor­lie­gen­de Bei­trag baut auf einer bereits publi­zier­ten Über­sicht auf und beschreibt die Ent­wick­lung von klas­si­schen KAFO über SCO bis hin zu moder­nen SSCO-Sys­te­men. Der Fokus liegt auf den zugrun­de­lie­gen­den tech­ni­schen Prin­zi­pi­en, den sys­tem­be­ding­ten Limi­ta­tio­nen sowie auf pra­xis­re­le­van­ten Aspek­ten der Ver­sor­gung aus ortho­pä­die­tech­ni­scher Sicht.

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FachartikelPeer ReviewPLUS

Gips oder Orthe­se bei dista­len Radiusfrakturen?

Han­nes Joseph1, Jan­nis Breu­nin­ger2, Timo Schmeltz­pfen­ning2
Dista­le Radi­us­frak­tu­ren wer­den zuneh­mend kon­ser­va­tiv ver­sorgt. Evi­denz belegt bei aus­ge­wähl­ten Indi­ka­tio­nen von dista­len Radi­us­frak­tu­ren eine funk­tio­nel­le Gleich­wer­tig­keit von Orthe­sen und Gips. Eigen­schaf­ten wie bes­se­re Atmungs­ak­ti­vi­tät oder weni­ger Gewicht stel­len Vor­zü­ge der Orthe­sen dar. Mate­ri­al­ef­fi­zi­enz und indi­ka­ti­ons­ge­rech­te Anwen­dung sol­len eine nach­hal­ti­ge Alter­na­ti­ve zur klas­si­schen Gips­ver­sor­gung ermög­li­chen. Ein Erfah­rungs­be­richt und eine Fall­stu­die zur „Manu-Cast Orga­nic FX Long“ an der Medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le Han­no­ver stel­len die mecha­ni­sche Leis­tungs­fä­hig­keit und kli­ni­schen Vor­tei­le der bio­nisch kon­stru­ier­ten, mono­ma­te­ri­el­len 3D-Rah­men­or­the­se dar. 

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OrthetikPLUS

Myo­elek­tri­sche Orthe­se ist Gamechanger

Nach einem schwe­ren Unfall war der Arm einer Pati­en­tin kaum noch nutz­bar. Heu­te kocht, putzt und lebt sie wie­der selbst­stän­dig – dank einer myo­elek­tri­schen Orthe­se. Ein Versorgungsbeispiel.

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OTWorldPLUS

„P&O insights“ dis­ku­tiert Skolioseversorgung

Unter dem Label „OTWorld Con­gress – P&O insights“ set­zen die OTWorld und die Ame­ri­can Aca­de­my of Ortho­tists and Pro­sthe­tists (AAOP) ihre Zusam­men­ar­beit fort: In die­sem Jahr steht die Ver­sor­gung der ado­les­zen­ten idio­pa­thi­schen Sko­lio­se im Fokus des fach­li­chen Austauschs.

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