Orthopädietechnik

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Gelenk­fuß für Gehhilfen

Rai­mund Kreis1, Nor­bert Babel1, Peter Roid­ner1, Diet­mar H. Fors­ter2
Pati­en­ten, die auf Geh­stüt­zen ange­wie­sen sind, benö­ti­gen auch auf unebe­nen Unter­grün­den und Gefäll­stre­cken einen siche­ren Halt. Eine ent­schei­den­de Rol­le spielt dabei das Geh­stüt­zenend­stück. Kon­ven­tio­nel­le Gum­mi­kap­pen und sons­ti­ge indus­tri­ell gefer­tig­te End­stü­cke bie­ten jedoch nicht immer eine befrie­di­gen­de Lösung. Der vor­lie­gen­de Arti­kel beschreibt den Fall eines Pati­en­ten, bei dem es mit kom­mer­zi­ell ver­füg­ba­ren Geh­stüt­zen­fü­ßen mehr­fach zu Stür­zen und Ver­let­zun­gen kam. Als Pro­blem­lö­sung wird ein sphä­risch gela­ger­tes Geh­stüt­zenend­stück vor­ge­stellt, das von Ortho­pä­die­tech­ni­kern auf Basis der vor­ge­stell­ten Kon­struk­ti­on ein­fach selbst her­ge­stellt und mon­tiert wer­den kann.

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KI-gestütz­te Gang­ana­ly­se im All­tag der Ortho­pä­die­tech­nik: Poten­zia­le, Vali­di­tät und Ver­gleich zur mar­ker­ba­sier­ten Referenzmethode

Harald Böhm, Mar­kus Mül­ler
Die Gang­ana­ly­se ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der ortho­pä­di­schen Dia­gnos­tik, wobei bis­her vor allem mar­ker­ba­sier­te Sys­te­me in spe­zia­li­sier­ten Labo­ren als Gold­stan­dard gel­ten. Die­se Ver­fah­ren lie­fern prä­zi­se Gelenk­win­kel und Kräf­te, sind jedoch kos­ten- und zeit­in­ten­siv. Fort­schrit­te in künst­li­cher Intel­li­genz und Com­pu­ter Visi­on ermög­li­chen nun mark­erlo­se, video­ba­sier­te Ana­ly­sen, die Bewe­gungs­da­ten auto­ma­ti­siert erfas­sen und aus­wer­ten – bereits mit Stan­dard­ka­me­ras oder Smart­phones. Aktu­el­le Sys­te­me wie z. B. Ort­hel­li­gent Visi­on von Oped GmbH, oder Theia3D von Theia Mark­erless Inc. zei­gen, dass sagit­ta­le Bewe­gun­gen zuver­läs­sig quan­ti­fi­ziert wer­den kön­nen, wäh­rend Rota­tio­nen in der Trans­ver­sal­ebe­ne und im Becken­winkel wei­ter­hin Limi­ta­tio­nen auf­wei­sen. Die Inte­gra­ti­on von KI-Model­len in die ortho­pä­die­tech­ni­sche Pra­xis eröff­net neue Mög­lich­kei­ten für die Funk­ti­ons­dia­gnos­tik, Therapie­evaluation und indi­vi­dua­li­sier­te Ver­sor­gungs­pla­nung. Zen­tra­le Her­aus­for­de­run­gen blei­ben die Vali­die­rung, Stan­dar­di­sie­rung der Algo­rith­men, Berück­sich­ti­gung patho­lo­gi­scher Gang­bil­der und Soft­ware­ab­hän­gig­keit. Lang­fris­tig könn­ten mark­erlo­se 3D-Gang­ana­ly­se­sys­te­me den kli­ni­schen All­tag ergän­zen, indem sie objek­ti­ve, zeit­na­he und evi­denz­ba­sier­te Daten für The­ra­pie­ent­schei­dun­gen liefern.

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Erpro­bung addi­tiv her­ge­stell­ter Gesichtsorthesen

R. Kreis1, N. Babel1, D. H. Fors­ter2
Gesichts­or­the­sen wer­den zum Schutz nach Nasen­bein­brü­chen ver­wen­det, damit Sport­ler den Sport­be­trieb frü­hest­mög­lich wie­der auf­neh­men kön­nen. Indi­vi­du­ell ange­pass­te Orthe­sen wer­den übli­cher­wei­se vom Gesicht des Pati­en­ten abge­formt und bestehen aus koh­le­fa­ser­ver­stärk­ten oder trans­pa­ren­ten Kunst­stof­fen. Scan­ner in Ver­bin­dung mit addi­ti­ven Fer­ti­gungs­ver­fah­ren (3D-Druck) ermög­li­chen jedoch mitt­ler­wei­le ein berüh­rungs­lo­ses Her­stel­len von Orthe­sen, auch mit per­fo­rier­ten Ober­flä­chen. Auf­grund sin­ken­der Anschaf­fungs­prei­se für Scan­ner und 3D-Dru­cker ist die Her­stel­lung auch uner­fah­re­nen Hob­by­sport­lern mög­lich. Dies kann aber gefähr­lich wer­den, da bis­her kaum Erkennt­nis­se dar­über ver­füg­bar sind, wel­che Kräf­te addi­tiv her­ge­stell­te Gesichts­or­the­sen aus­hal­ten müs­sen und aus­hal­ten kön­nen, d. h., ob sie über­haupt einen effek­ti­ven Schutz bie­ten oder sogar wei­te­re Ver­let­zun­gen her­vor­ru­fen kön­nen. An der Hoch­schu­le Lands­hut wur­den daher addi­tiv her­ge­stell­te Orthe­sen mecha­ni­schen Belas­tungs­tests unterzogen.

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Berufsbildung

Wo Wis­sen wächst: Som­mer­aka­de­mie an der Bufa

Work­shops, Pra­xis und Aus­tausch: Bei der Som­mer­aka­de­mie an der Bufa in Dort­mund ver­tief­ten Aus­zu­bil­den­de ihr Know-how und blick­ten über den Tellerrand.

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Addi­ti­ve Fer­ti­gung und Inte­gra­ti­on von Sen­so­ren: eine Liebesgeschichte?

M. Stef­ka
Was kön­nen Sen­so­ren für die Ortho­pä­die­tech­nik leis­ten? Sie kön­nen z. B. anzei­gen, ob Druck­stel­len erwart­bar sind, Ver­än­de­run­gen im Bewe­gungs­ab­lauf mes­sen, Bio­feed­back und Telere­ha­bi­li­ta­ti­on ermög­li­chen sowie Sie wis­sen las­sen, ob ein Hilfs­mit­tel ger­ne getra­gen oder über­haupt genutzt wird.
Sol­che und vie­le ande­re Gesund­heits­da­ten könn­ten heut­zu­ta­ge im Büro, im Sani­täts­haus oder, wenn es die Inter­net­ver­bin­dung zulässt, selbst am Strand in Hawaii aus­ge­le­sen wer­den (vgl. Behar JA et al. Remo­te health dia­gno­sis and moni­to­ring in the time of COVID-19. Phy­sio­lo­gi­cal Mea­su­re­ment, 2020; 41 (10): 10TR01) und dann auch für die Abstim­mung mit Ärz­ten, zum Vor­weis bei Kran­ken­kas­sen oder für die Bespre­chung mit Kun­den und deren Ange­hö­ri­gen ver­wen­det werden.
Mit den fol­gen­den Fall­bei­spie­len aus unter­schied­li­chen Berei­chen soll auf­ge­zeigt wer­den, wie eng die Ent­wick­lun­gen der Addi­ti­ven Fer­ti­gung und der Sen­sor­in­te­gra­ti­on mit­ein­an­der ver­bun­den sind bzw., wie eng sie ver­bun­den sein kön­nen. Die Betrach­tungs­wei­se folgt hier­bei der Logik, dass Sen­so­rik als eine wei­te­re Schicht der Fer­ti­gung betrach­tet wer­den kann, die nach den Phi­lo­so­phien der Addi­ti­ven Fer­ti­gung (Indi­vi­dua­li­tät, schnel­le loka­le Pro­duk­ti­on, Design­frei­heit) „ergänzt“ wird.

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Fachartikel

Ergeb­nis­se kli­ni­scher Tests im Kon­text ortho­pä­die­tech­ni­scher Fragestellungen

L. Krä­mer, J. Dit­sche
Ziel die­ser Stu­die ist, das Ver­ständ­nis für die Anwen­dung und Effek­ti­vi­tät von kli­ni­schen Tests, ins­be­son­de­re in der Ortho­pä­die­tech­nik, zu erwei­tern. Die­se sind haupt­säch­lich für die Ger­ia­trie, Neu­ro­lo­gie und Reha­bi­li­ta­ti­on aus­ge­legt und wer­den in die­sen Fach­be­rei­chen ange­wen­det. An der Stu­die nah­men 16 Pro­band:innen teil, wel­che in eine phy­sio­lo­gi­sche und eine patho­lo­gi­sche Grup­pe unter­teilt wur­den. Durch­ge­führt wur­den 3 kli­ni­sche Tests (10-Meter-Walk-Test, Timed-Up-and-­Go-Test und Four-Squa­re-Step-Test) sowie eine 2D-Bewegungsanalyse.

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Markt

Auf­nah­me ins DiGA-Verzeichnis

Die App des Ham­bur­ger E‑Health Start-ups Ortho­py ist in das DiGA-Ver­zeich­nis des Bun­des­in­sti­tuts für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM) auf­ge­nom­men wor­den. Part­ner ist das Ortho­pä­die- und Medi­zin­tech­nik-Unter­neh­men Enovis.

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Markt

Los­spre­chung, Ehrun­gen und Anek­do­ten in München

77 Orthopädietechnik-Mechaniker:innen der Lan­des­in­nung Bay­ern haben in die­sem Jahr ihre Aus­bil­dung erfolg­reich been­det. Im fei­er­li­chen Ball­saal des Mar­riott Hotels Mün­chen wur­den sie am 21. Juli im Bei­sein zahl­rei­cher Ehren­gäs­te, Ange­hö­ri­ger und Freun­de freigesprochen.

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Berufsbildung

Ver­zah­nung von Theo­rie und Praxis

Wie sam­meln Schüler:innen am bes­ten pra­xis­na­he Erfah­run­gen? Vor Ort. Und bei einer Ver­sor­gung direkt am Pati­en­ten! Die­sen Wunsch hat sich das Team der Ker­schen­stein­erschu­le Stutt­gart nun erfüllt und allen Schüler:innen am Ende des drit­ten Aus­bil­dungs­jah­res in der Schul­werk­statt eine trans­ti­bia­le Pro­the­sen­ver­sor­gung ermöglicht.

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