Wenn sich im kommenden Monat die Tore der Leipziger Messe öffnen, dann präsentieren Hersteller aus dem In- und Ausland den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der OTWorld wieder ihre Neuigkeiten, Dienstleistungen und Weiterentwicklungen.
Sebastian Benner, Beate Benecken, Kim Glapa
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Schwäche oder Lähmung der kniestreckenden Muskulatur stellt nach wie vor eine besondere Herausforderung in der orthopädietechnischen Praxis dar. Klassische gesperrte Ganzbeinorthesen (KAFO) gewährleisten zwar eine hohe Stand- und Gangsicherheit, gehen jedoch häufig mit funktionellen Einschränkungen, einem erhöhten Energieverbrauch und kompensatorischen Bewegungsmustern einher.
Vor diesem Hintergrund wurden in den vergangenen Jahren Versorgungskonzepte entwickelt, die eine schrittweise funktionelle Erweiterung dieser Systeme ermöglichen. Standphasenkontrollierte Orthesen (SCO) und insbesondere stand- und schwungphasenkontrollierte Orthesen (SSCO) zielen darauf ab, Sicherheit und Beweglichkeit besser miteinander zu verbinden und ein ökonomischeres, alltagstauglicheres Gangbild zu fördern.
Der vorliegende Beitrag baut auf einer bereits publizierten Übersicht auf und beschreibt die Entwicklung von klassischen KAFO über SCO bis hin zu modernen SSCO-Systemen. Der Fokus liegt auf den zugrundeliegenden technischen Prinzipien, den systembedingten Limitationen sowie auf praxisrelevanten Aspekten der Versorgung aus orthopädietechnischer Sicht.
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Der Spitzenverband für Orthopädie-Schuhtechnik e. V. (SpiOST) tritt ZDH und UDH bei und stärkt die Interessenvertretung der Orthopädieschuhtechnik auf Bundesebene.
Kaltplasma ergänzt die Kompressionstherapie bei chronischen Wunden: Studien und Praxiserfahrungen zeigen, wie die Kombination Heilung beschleunigt, Schmerzen lindert und die Therapietreue verbessert.
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Im Dezember 2025 ist das NIS-2-Umsetzungsgesetz in Deutschland verabschiedet worden. Es verpflichtet Betriebe, Unternehmen und Organisation dazu, mehr für ihre IT-Sicherheit zu tun und dies entsprechend nachzuweisen.
Bei der 9. Fachtagung der DGIHV in Salzburg diskutierten Experten länderübergreifend über Strukturen, Fachkräftemangel und Zukunft der Hilfsmittelversorgung im DACH-Raum.
Große Bühne für den Meisterjahrgang 2025/2026: Die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik in Dortmund verabschiedete ihre Absolventen mit Appellen an Netzwerk, Verantwortung und Zukunftsgestaltung im Handwerk.
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Zum 75. Kongress der Studiengemeinschaft Orthopädieschuhtechnik traf sich die Branche in Osnabrück, um aktuelle Entwicklungen der Fußversorgung und die Zukunft des Handwerks zu diskutieren.
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Der vierfache Paralympics-Sieger Markus Rehm verbesserte seinen eigenen Weitsprung-Weltrekord beim 18. internationalen Meeting L’Hospitalet in Barcelona um zwei Zentimeter. Die neue Bestmarke des 34-Jährigen, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, liegt nun bei 8,64 Metern. Bei den Para- Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris, die vom 8. bis zum 17. Juli stattfinden, geht Rehm einmal mehr als Favorit in der Startklasse T64 ins Rennen.
Am heutigen Montag, 12. Juni, fand eine Anhörung von Expert:innen durch den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zum Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) statt. Unter der Leitung von Dr. Kirsten Kappert-Gonther fand die Anhörung statt und mit dem Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ war, in Person von Generalsekretär Patrick Grunau, auch die Hilfsmittelbranche vertreten.
Orthopäd:innen und Unfallchirurg:innen aus Deutschland und Österreich folgten dem Aufruf von Ofa und trafen sich in Bamberg zum interprofessionellen Austausch. Auf der Tagesordnung standen orthopädische Themen zu Hand und Sprunggelenk.
Immer mehr Menschen und Unternehmen werden Opfer von Cyberkriminalität. Doch laut der Kriminalstatisitk der Polizeit konnte nur jeder dritte zur Anzeige gebrachte Fall auch aufgeklärt werden.
Wie aus einer anfangs eher zufälligen Sammlung leerer Flaschen eine gute Sache entstehen kann, das zeigten die Schüler:innen der Städtischen Berufsschule für Orthopädietechnik München. „Geheimoperation“ nannten sie ihr Projekt, das im Sommer 2021 startete.
Die Digitalisierung hat auf vielen Ebenen Einzug in die Orthopädie-Technik gehalten. Sei es als Additive Fertigung in der Werkstatt oder in der Verwaltung. Dennoch werden viele bürokratische Hürden aufgrund der Nutzung von Papier und Briefen nochmals erhöht. Wie man dennoch schnell an eine fehlende Unterschrift auf digitalem Wege kommen kann, das erklärt Inga Fekl, Produktmanagerin Businessteam Leos-Health.Cloud, im Gespräch mit der OT-Redaktion.
2002 warb eine große Elektronikhandelskette mit dem Slogan „Geiz ist geil“. Auch 2023 müssen viele Privatpersonen aufgrund gestiegener Kosten und Inflation wieder genauer hinschauen beim Konsum. Was für Privathaushalte zutrifft, gilt auch für das deutsche Gesundheitssystem. Die Finanzlage ist angespannt, nach Einsparpotenzialen wird gesucht. Eine Möglichkeit ist die Online-Einlagenversorgung. Durch Übertragung von Versorgungsleistungen auf Patient:innen soll Geld gespart werden – doch zu welchen Kosten?
„Zeit ist Geld“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Für die Orthopädie-Technik könnte es umgedichtet werden in „Zeit ist Basis für eine gute Versorgung“. Weil der Bedarf an gut ausgebildeten Orthopädietechniker:innen immer den Bestand übertrifft, müssen die Betriebe geschickt mit ihren Ressourcen umgehen. Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur die physische Werkbank in der Werkstatt gut und modern ausgestattet ist, sondern auch die digitale Werkstatt im besten Fall effizient sein sollte.
Trotz zahlreicher Ausbildungsangebote finden Firmen oft genug keine Nachwuchskräfte. Das zeigt eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) unter rund 8.000 Betrieben. Die Gründe liegen auf der Hand: Es gibt weniger junge Menschen, von denen viele ihre Zukunft in einem Studium oder im Pflege- und Lehrbereich sehen. Aber es gibt Lösungsvorschläge.
M. Stücker1, E. Rabe2
Hintergrund und Ziele: Medizinische Kompressionsstrümpfe (MKS) sind bei chronisch-venöser Insuffizienz (CVI) aller Stadien indiziert und beim Lymphödem eine unverzichtbare Therapiekomponente. 8 % der deutschen Bevölkerung tragen vom Arzt verordnete MKS, Frauen häufiger als Männer (12 % vs. 5 %), und insbesondere Personen ab 60 Jahren (17 %). Die Adhärenz der Patienten ist relevant für eine erfolgreiche Behandlung mit MKS. Untersucht wurde die Versorgung mit MKS aus Patientensicht.
Patienten und Methodik: Die vorliegende Studie untersuchte 2019 die Versorgungsqualität durch strukturierte Interviews mit 414 repräsentativ ausgewählten Nutzern. Die Erkenntnisse werden vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Evidenz zur Wirkung der MKS diskutiert.
Ergebnisse: Venenprobleme sind der häufigste Verordnungsgrund (44 %), gefolgt von Lymphödemen (22 %) bzw. Mehrfachindikationen (27 %). Patienten tragen MKS zumeist täglich und durchschnittlich 11 h / Tag. 89 % der Patienten waren zufrieden bzw. sehr zufrieden mit den MKS und berichteten je nach Indikation ein differenziertes Wirkprofil. Dieses reflektiert die umfangreiche wissenschaftliche Evidenz zur klinischen Wirksamkeit der MKS. Ein wichtiger Faktor für die Patientenadhärenz ist die ärztliche Schulung und Aufklärung.
Schlussfolgerungen: MKS werden von Patienten sehr gut akzeptiert. Bei der Verordnung sollen praktische Aspekte wie An- und Ausziehen, empfohlene Tragedauer und ‑häufigkeit sowie der Wirkmechanismus der MKS vermittelt werden.