Was sind heu­te noch Kon­tra­in­di­ka­tio­nen der Kompressionstherapie?

J. Dis­se­mond1, S. Eder2, S. Läuch­li3, H. Partsch4, M. Stü­cker5
Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ist eine neben­wir­kungs­ar­me kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie, die im deutsch­spra­chi­gen Raum eine lan­ge Tra­di­ti­on hat. Bei den Indi­ka­tio­nen der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie kann man im Bereich der Wund­be­hand­lung zwei wesent­li­che Ein­satz­be­rei­che dif­fe­ren­zie­ren. Die Ver­bes­se­rung der Hämo­dy­na­mik ist ins­be­son­de­re bei phle­bo­lo­gi­schen Krank­heits­bil­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Zudem soll­te die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei nahe­zu allen Pati­en­ten mit Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten ange­wen­det werden.
Heu­te gibt es zuneh­mend weni­ger Kon­tra­in­di­ka­tio­nen, die gegen die Durch­füh­rung einer Kom­pres­si­ons­the­ra­pie in der kli­ni­schen Pra­xis spre­chen. Ent­spre­chend aktu­el­len Leit­li­ni­en sind die­se Kon­tra­in­di­ka­tio­nen die fort­ge­schrit­te­ne peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­heit, die dekom­pen­sier­te Herz­in­suf­fi­zi­enz, die sep­ti­sche Phle­bi­tis und Phleg­ma­sia coe­ru­lea dolens. Zudem gibt es eini­ge Pati­en­ten, bei denen eine eng­ma­schi­ge Kon­trol­le erfol­gen soll­te. Hier­bei han­delt es sich bei­spiels­wei­se um Pati­en­ten mit näs­sen­den Haut­ver­än­de­run­gen oder Poly­neu­ro­pa­thie. Kon­tro­vers dis­ku­tiert wird wei­ter­hin der Ein­satz der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei aku­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie bei­spiels­wei­se dem Erysipel.
Auf­grund der Viel­zahl der heu­te zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kom­pres­si­ons­ma­te­ria­li­en und ‑sys­te­me kann bei dem Groß­teil aller Pati­en­ten mit Wun­den und Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten eine Kom­pres­si­ons­the­ra­pie durch­ge­führt wer­den. Die­se soll­te sich dann als pati­en­ten­ge­rech­te Ver­sor­gung an den Kom­or­bi­di­tä­ten und indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen sowie Fähig­kei­ten der Pati­en­ten orientieren.

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Was Kom­pres­si­on für Schwan­ge­re leis­ten kann

Beim Stich­wort „Kom­pres­si­on“ ist Schwan­ger­schaft womög­lich nicht die ers­te Asso­zia­ti­on. Dabei bringt die­se Lebens­pha­se beson­de­re Anfor­de­run­gen an das venö­se und lympha­ti­sche Sys­tem mit sich, bei denen Kompres­sion unter­stüt­zen kann.

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Erpro­bung addi­tiv her­ge­stell­ter Gesichtsorthesen

R. Kreis1, N. Babel1, D. H. Fors­ter2
Gesichts­or­the­sen wer­den zum Schutz nach Nasen­bein­brü­chen ver­wen­det, damit Sport­ler den Sport­be­trieb frü­hest­mög­lich wie­der auf­neh­men kön­nen. Indi­vi­du­ell ange­pass­te Orthe­sen wer­den übli­cher­wei­se vom Gesicht des Pati­en­ten abge­formt und bestehen aus koh­le­fa­ser­ver­stärk­ten oder trans­pa­ren­ten Kunst­stof­fen. Scan­ner in Ver­bin­dung mit addi­ti­ven Fer­ti­gungs­ver­fah­ren (3D-Druck) ermög­li­chen jedoch mitt­ler­wei­le ein berüh­rungs­lo­ses Her­stel­len von Orthe­sen, auch mit per­fo­rier­ten Ober­flä­chen. Auf­grund sin­ken­der Anschaf­fungs­prei­se für Scan­ner und 3D-Dru­cker ist die Her­stel­lung auch uner­fah­re­nen Hob­by­sport­lern mög­lich. Dies kann aber gefähr­lich wer­den, da bis­her kaum Erkennt­nis­se dar­über ver­füg­bar sind, wel­che Kräf­te addi­tiv her­ge­stell­te Gesichts­or­the­sen aus­hal­ten müs­sen und aus­hal­ten kön­nen, d. h., ob sie über­haupt einen effek­ti­ven Schutz bie­ten oder sogar wei­te­re Ver­let­zun­gen her­vor­ru­fen kön­nen. An der Hoch­schu­le Lands­hut wur­den daher addi­tiv her­ge­stell­te Orthe­sen mecha­ni­schen Belas­tungs­tests unterzogen.

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eVer­ord­nung: Nicht aus­brem­sen lassen!

Trotz poli­ti­scher Brem­se läuft das eVO-Pilot­pro­jekt für ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel wei­ter plan­mä­ßig. War­um die Ver­schie­bung auf 2027 den digi­ta­len Fort­schritt nicht stoppt, wel­che Mei­len­stei­ne 2025 erreicht wur­den und was 2026 bringt, erklä­ren Tho­mas Münch (BIV-OT) und Micha­el Gel­hard (Opta Data) im OT-Interview.

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Liner in der Unterschenkel-Prothetik

J. Becker
Bei Pro­the­sen­ver­sor­gun­gen an der unte­ren Extre­mi­tät hat sich die Ver­wen­dung eines Liners durch­ge­setzt. Ins­be­son­de­re bei Ver­sor­gun­gen trans­ti­bia­ler Stümp­fe ist die Viel­falt der mög­li­chen Liner­sys­te­me beacht­lich. Die­se Viel­falt bie­tet die Mög­lich­keit, den Anwen­der bedarfs­ge­recht zu ver­sor­gen, auch wenn es sich um beson­de­re Stümp­fe han­delt. Jedoch ist hier­für Vor­aus­set­zung, die Eigen­schaf­ten der Liner­sys­te­me genau zu ken­nen, um eine pas­sen­de Aus­wahl tref­fen zu kön­nen. Die­ser Arti­kel zeigt eine Über­sicht der Viel­falt von Linersystemen.

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Man­fred Hinz neu im BVMed-Vorstand

Mit Beginn des Jah­res ist Man­fred Hinz, Geschäfts­füh­rer von Sol­ven­tum Deutsch­land, in den Vor­stand des Bun­des­ver­ban­des Medi­zin­tech­no­lo­gie (BVMed) ein­ge­zo­gen. Damit folgt er auf Marc Michel, der nach sei­nem Aus­schei­den bei Peter Brehm Ende 2025 das Gre­mi­um verließ.

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Focus CP/Re­ha­kind-Kon­gress lockt mit Programmvielfalt

Fach­leu­te aus allen Pro­fes­sio­nen und Dis­zi­pli­nen der Kin­der-Ver­sor­gung an einem Ort zu ver­sam­meln, die­ses Ziel hat sich der Kon­gress „Focus CP/Reha­kind 2026“ gesetzt. Drei Jah­re nach der letz­ten Aus­ga­be fin­det die Ver­an­stal­tung vom 4. bis 6. Febru­ar erneut in den Westfalenhallen/Messe Dort­mund statt.

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CP-Ver­sor­gung steckt noch in den Kinderschuhen

Inter­dis­zi­pli­nä­rer Aus­tausch zur päd­ia­tri­schen Ver­sor­gung: Der Kon­gress Focus CP/Rehakind 2026 wird vom 4. bis 6. Febru­ar 2026 in Dort­mund statt­fin­den. Im Vor­feld hat Micha­el Blatt, Pro­gramm­lei­ter des Ver­lags Ortho­pä­die-Tech­nik, ein Inter­view mit OTM Ste­phan Schart­ner geführt, einem der Refe­ren­ten des Kongresses.

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Über­blick über die Sko­lio­se­ty­pen: Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­the­ra­pie im Wachstumsalter

M. Schö­ni1, J. M. Spi­rig1
Wäh­rend des Wachs­tums besteht die Mög­lich­keit, eine Wir­bel­säu­len­de­for­mi­tät mit einem Kor­sett effek­tiv zu beein­flus­sen. Die Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­be­hand­lung hän­gen stark von der Art der Defor­mi­tät ab. Die Art der Sko­lio­se muss bei der Indi­ka­ti­ons­stel­lung zur Kor­sett­the­ra­pie, der Fest­le­gung der The­ra­pie­zie­le und beim Aus­spre­chen von The­ra­pie­emp­feh­lun­gen berück­sich­tigt wer­den. In die­sem Arti­kel wird ein Über­blick über die Evi­denz­la­ge zur Kor­sett­the­ra­pie bei den ver­schie­de­nen Arten der Sko­lio­se im Wachs­tums­al­ter gegeben.

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Achs- und Rota­ti­ons­ver­än­de­run­gen an der wach­sen­den unte­ren ­Extre­mi­tät: ­Beson­der­hei­ten und kon­ser­va­ti­ve Behandlungsmöglichkeiten

S. Götz
Bevor Maß­nah­men zur Behand­lung oder Beein­flus­sung der Bein­sta­tik bei Kin­dern und Jugend­li­chen ergrif­fen wer­den, müs­sen der alters­spe­zi­fi­sche Ent­wick­lungs­stand und das Wis­sen über den zu erwar­ten­den Spon­tan­ver­lauf zur Abgren­zung reel­ler Patho­lo­gien rich­tig ein­ge­schätzt und bewer­tet werden.
Auf­ga­be der Kin­der­or­tho­pä­den ist es, Fehl­stel­lun­gen in ihrer Ursa­che zu ergrün­den und zu ent­schei­den, ob eine mani­fes­te prä­ar­thro­ti­sche Defor­mi­tät vor­liegt, die bereits im Jugend­al­ter einer Behand­lung bedarf.
Die über­wie­gen­de Zahl an ver­meint­li­chen Rota­ti­ons- oder Achs­feh­lern ist idio­pa­thi­scher Gene­se. Hier­zu zäh­len vor allem der Innen­ro­ta­ti­ons­gang sowie das Genu varum und valgum.
Die The­ra­pie erwie­se­ner behand­lungs­be­dürf­ti­ge Achs­feh­ler ist grund­sätz­lich ope­ra­ti­ver Art, allei­ni­ge kon­ser­va­ti­ve Metho­den sind hier erfolg­los. Beson­de­re Fäl­le des kind­li­chen Genu varum, der infan­ti­le Mor­bus Blount sowie Kno­chen­stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen kön­nen aber orthe­tisch durch­aus sinn­voll unter­stützt wer­den. Auch der kind­li­che oder juve­ni­le Inver­si­ons­gang kann gele­gent­lich schuh­tech­nisch posi­tiv beein­flusst werden.
Bei noch offe­nen Wachs­tums­fu­gen ste­hen ele­gan­te Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren zur Wachs­tums­len­kung bei Achs­de­for­mi­tä­ten zur Ver­fü­gung, die den Kin­dern post­ope­ra­tiv eine unein­ge­schränk­te Mobi­li­tät erlau­ben. Rota­ti­ons­de­for­mi­tä­ten hin­ge­gen erfor­dern in jedem Alter knö­cher­ne Korrekturosteotomien.

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