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Qua­li­täts­stan­dard schafft Ori­en­tie­rung in der OST-Versorgung

Mit der anste­hen­den Ver­öf­fent­li­chung des Kom­pen­di­ums „Qua­li­täts­stan­dard im Bereich Fuß und Schuh“ setzt die Deut­sche Gesell­schaft für inter­pro­fes­sio­nel­le Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung e. V. (DGIHV) ihren ein­ge­schla­ge­nen Weg fort, ver­bind­li­che Para­me­ter in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung zu set­zen. Für den nun ent­wi­ckel­ten Ver­sor­gungs­pfad zeich­net sich die AG Fuß und Schuh verantwortlich.

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Live-Video­talk OST: Bar­rie­ren überwinden!

Füh­ren­de Expert:innen der Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik (OST) haben unter dem Dach der Deut­schen Gesell­schaft für inter­pro­fes­sio­nel­le Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung e. V. (DGIHV) das Kom­pen­di­um „Qua­li­täts­stan­dard im Bereich Fuß und Schuh“ erar­bei­tet. Anläss­lich der anste­hen­den Ver­öf­fent­li­chung im Okto­ber 2022 laden Ver­lag OT und die Con­fair­med GmbH am 8. Novem­ber 2022 zu einem Live-Video­talk unter dem Titel „OST-Ver­sor­gung: Inter­dis­zi­pli­nä­re Bar­rie­ren über­win­den“ ein. 

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Wir­kung der Zehen­spren­gung im Schuh auf die Bio­me­cha­nik des mensch­li­chen Gangs

F. Sich­t­ing, N. B. Holow­ka, O. B. Han­sen, D. E. Lieberman
Obwohl die meis­ten kon­struk­ti­ven Merk­ma­le heu­ti­ger Schu­he inten­siv erforscht wur­den, ist die Wir­kung der Zehen­spren­gung bis­her kaum unter­sucht. Als Zehen­spren­gung wird der Win­kel zwi­schen der hori­zon­ta­len Boden­ebe­ne und einer Linie vom Abroll­punkt zur vor­de­ren Spit­ze der Schuh­soh­le defi­niert. Die­se bei fast allen Schu­hen vor­han­de­ne Auf­wärts­wöl­bung der Soh­le hebt die Zehen­box vom Boden ab und hält so die Zehen dau­er­haft in einer dor­sal­flek­tier­ten Posi­ti­on. Es ist bekannt, dass die Zehen­spren­gung die Abroll­be­we­gung des Vor­fu­ßes aus der mitt­le­ren Stand­pha­se her­aus erleich­tert, jedoch kann die Zehen­spren­gung auch Aus­wir­kun­gen auf die phy­sio­lo­gi­sche Fuß­funk­ti­on haben. Im Rah­men der vor­ge­stell­ten Stu­die wur­de in einem kon­trol­lier­ten Expe­ri­ment die Aus­wir­kung der Zehen­spren­gung auf die Bio­me­cha­nik des Fußes unter­sucht. Dabei lie­fen die Teil­neh­men­den in spe­zi­ell kon­stru­ier­ten San­da­len mit unter­schied­lich stark gewölb­tem Zehen­be­reich, wodurch Zehen­spren­gun­gen von 10 bis 40 Grad simu­liert wur­den. Mit­tels Tech­ni­ken der inver­sen Dyna­mik konn­te fest­ge­stellt wer­den, dass die Zehen­spren­gung die Gelenk­mo­men­te und die Arbeit an den Zehen in der Form beein­flusst, dass grö­ße­re Gra­de der Zehen­spren­gung zu einem gerin­ge­ren mecha­ni­schen Arbeits­auf­wand beim Gehen füh­ren. Die­se Ergeb­nis­se bie­ten eine Erklä­rung dafür, war­um die Zehen­spren­gung seit Jahr­hun­der­ten ein weit­ver­brei­te­tes Merk­mal von Schu­hen ist, deu­ten aber auch dar­auf hin, dass die Zehen­spren­gung zu einer Schwä­chung der Fuß­mus­ku­la­tur und mög­li­cher­wei­se zu einer erhöh­ten Anfäl­lig­keit für patho­lo­gi­sche Zustän­de wie Plan­t­ar­fas­zii­tis bei­tra­gen kann.

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Unter­su­chung der Bie­ge- und Tor­si­ons­be­las­tung am Fuß in ver­schie­de­nen Fußteilentlastungsschuhen

N. Dirk­sen, N. Gra­bow­ski, M. Alten­hö­fer, Ph. Buß, K. Pei­ken­kamp

Im Rah­men der hier vor­ge­stell­ten Stu­die wer­den Bie­ge- und Tor­si­ons­be­las­tun­gen am Fuß im Fuß­teil­ent­las­tungs­schuh „Reli­ef Dual®“ der Fir­ma Dar­co erfasst und mit denen eines Mit­be­wer­ber­mo­dells ver­gli­chen. Der Grad der Funk­ti­ons­ein­schrän­kung und der Vor­fuß­ent­las­tung wird an 22 gesun­den Pro­ban­den (35 ± 8 Jah­re; 9 w, 13 m) mit dem Mess­sys­tem „vebi­to­SCI­ENCE“ erho­ben. Jeweils 30 Dop­pel­schrit­te wer­den gemit­telt sowie aus­ge­wähl­te Para­me­ter ana­ly­siert. An MTP I und MTP V lässt sich ein signi­fi­kant (p 0,05) gerin­ge­res maxi­ma­les Dor­salex­ten­si­ons­mo­ment beim Modell „Reli­ef Dual®“ nach­wei­sen. Zudem zei­gen sich signi­fi­kan­te Ver­rin­ge­run­gen des Bewe­gungs­aus­ma­ßes an MTP V und der Gesamt­be­las­tung an MTP I und MTP V. Das Mit­be­wer­ber­mo­dell weist ein signi­fi­kant gerin­ge­res maxi­ma­les Plan­t­ar­fle­xi­ons­mo­ment und eine signi­fi­kant redu­zier­te Wech­sel­be­las­tung an MTP I und DIP I auf. 

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Bio­me­cha­nik und funk­tio­nel­le Dia­gnos­tik der Achillessehne

C. Döbe­le, L. Weiss­kopf
Achil­les­seh­nen­be­schwer­den benö­ti­gen eine mul­ti­dis­zi­pli­nä­re Her­an­ge­hens­wei­se. Die unter­schied­li­chen Antei­le der Mus­keln an der Plan­t­ar­fle­xi­ons­kraft sowie die Tor­si­on der Fasern sind bedeut­sam für die Funk­ti­on und die Belast­bar­keit der Seh­ne. Bei einer Achil­les­seh­nen­ver­let­zung besteht in der Regel eine Über­be­las­tung des bra­dytro­phen Seh­nen­ge­we­bes. Dar­un­ter kommt es zu struk­tu­rel­len Schä­den der Seh­ne. Eine funk­tio­nel­le bio­me­cha­nisch basier­te Dia­gnos­tik ist Grund­la­ge der Behand­lung. Achil­les­seh­nen­ten­di­no­sen wer­den durch Stoß­wel­len­the­ra­pie, Belas­tungs­ad­ap­t­ati­on, Sta­bi­li­sie­rung der Rück­fuß­ach­se und exzen­tri­sches Trai­ning the­ra­piert. Bei Achil­les­seh­nen­rup­tu­ren ste­hen die funk­tio­nel­le Nach­be­hand­lung mit Voll­be­las­tung im rück­fuß­sta­bi­li­sie­ren­den The­ra­pie­schuh und eine vor­sich­ti­ge Mobi­li­sa­ti­on im Vordergrund.

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