AFO

FachartikelPeer ReviewPLUS

Tonus­min­de­rung durch sen­so­mo­to­ri­sche Sti­mu­la­ti­on – ein pra­xis­na­her Ver­sor­gungs­an­satz bei inkom­plet­ter Tetraplegie

Jan Euerle
Die vor­lie­gen­de Ein­zel­fall­be­schrei­bung beleuch­tet die Ver­sor­gung einer Pati­en­tin mit inkom­plet­ter Tetra­ple­gie (Zustand nach C3/C4 Nucleus Pul­po­sus Pro­laps, NPP) durch indi­vi­du­ell ange­pass­te Unter­schen­kel­or­the­sen (AFOs) mit sen­so­mo­to­risch wirk­sa­men Ein­la­gen und addi­tiv gefer­tig­ten TPU-Innen­schu­hen. Neben tonus­min­dern­den Effek­ten konn­te eine funk­tio­nel­le Ver­bes­se­rung der Mobi­li­tät erzielt wer­den. Der Bei­trag dis­ku­tiert patho­phy­sio­lo­gi­sche Grund­la­gen, Wirk­prin­zi­pi­en nach Nan­cy Hil­ton, moder­ne Gelenk­tech­no­lo­gien und mate­ri­al­tech­ni­sche Beson­der­hei­ten wie Multi-Jet-Fusion(MJF)-Druck.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen
Orthopädie-SchuhtechnikPLUS

Sen­so­mo­to­ri­sche Ein­la­gen machen den Unterschied

Sen­so­mo­to­ri­sche Ein­la­gen, gedruck­te AFO und pas­sen­der The­ra­pie­schuh: Eine indi­vi­du­ell abge­stimm­te Ver­sor­gung ver­bes­sert Gang­bild, Druck­ver­tei­lung und Lebens­qua­li­tät einer Pati­en­tin nachhaltig.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen
FachartikelPeer ReviewPLUS

Addi­tiv gefer­tig­te Lage­rungs­or­the­se (AFO) ohne CAD-Kon­struk­teur, Gips oder 3D-Scan

U. Storch, J. Blasch­ke
Eine Lage­rungs­or­the­se ist bei vie­len Indi­ka­tio­nen ein unver­zicht­ba­rer Teil der The­ra­pie. Um eine evi­denz­ba­sier­te Ver­sor­gung mit kur­zen Durch­lauf­zei­ten bei gleich­zei­tig kon­stant ­hoher Qua­li­tät und moder­nem Design umset­zen zu kön­nen, wur­de ein voll auto­ma­ti­sier­ter Fer­ti­gungs­pro­zess ent­wi­ckelt. Die­ser Arti­kel beschreibt den inno­va­ti­ven Pro­zess detail­liert und zeigt anhand von einem Ver­sor­gungs­bei­spiel die dar­aus resul­tie­ren­de AFO-Lagerungsorthese.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen
FachartikelPeer Review

Neu­es Orthe­sen­kon­zept zur Ver­bes­se­rung der Fuß­be­weg­lich­keit in der Fron­tal­ebe­ne bei Unter­schen­kel­or­the­sen mit Ringfassung

T. Wet­zel­sper­ger, B. Kapel­ler, L. Mich­al­ke, K. Mader, C. Kienz­le
Die Grund­prin­zi­pi­en einer orthe­ti­schen Ver­sor­gung las­sen sich in vie­len Fäl­len zu den Kate­go­rien der Sta­bi­li­sie­rung, Kor­rek­tur oder Ent­las­tung von Gelen­ken oder Glied­ma­ßen zuord­nen. Die­se The­ra­pie­zie­le müs­sen noch in man­chen Fäl­len auf Kos­ten phy­sio­lo­gi­scher Bewe­gungs­aus­ma­ße benach­bar­ter Gelen­ke oder durch eine unge­woll­te Ein­schrän­kung nicht zu the­ra­pie­ren­der Berei­che umge­setzt wer­den, was not­wen­di­ge Wachs­tums­rei­ze und phy­sio­lo­gi­sche exter­ne Belas­tun­gen redu­zie­ren kann. Bei kor­ri­gie­ren­den Orthe­sen, die eine kom­ple­xe Fehl­stel­lung behan­deln, wird in man­chen Fäl­len die­ser Kom­pro­miss ein­ge­gan­gen, um die gewünsch­te Kor­rek­tur­wir­kung der Orthe­se über­haupt errei­chen zu kön­nen. Den­noch stellt die Ein­schrän­kung des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes über die gewoll­te The­ra­pie hin­aus einen Nach­teil dar, der zwar durch Gegen­maß­nah­men wie Phy­sio­the­ra­pie mini­miert wer­den kann, den es jedoch durch tech­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lun­gen zu redu­zie­ren gilt, ohne das The­ra­pie­ziel der voll­stän­di­gen Kor­rek­tur dabei zu gefährden.

Weiterlesen
FachartikelPeer Review

Metho­di­sche Ent­wick­lung und Vali­die­rung einer voll­stän­dig addi­tiv her­ge­stell­ten dyna­misch hoch­be­las­te­ten Unterschenkel-Fuß-Orthese

C. Dil­they, D. Hoch­mann
Der Bei­trag beschreibt den metho­di­schen Ansatz, mit dem eine anfor­de­rungs­ge­rech­te, dyna­misch hoch­be­las­te­te, voll­stän­dig addi­tiv gefer­tig­te Unter­schen­kel-Fuß-Orthe­se ent­wi­ckelt wer­den konn­te. Im gang­ana­ly­ti­schen Ver­gleich konn­te die Gleich­wer­tig­keit zu einer hand­werk­lich gefer­tig­ten Orthe­se nach­ge­wie­sen wer­den. Gleich­zei­tig bie­tet addi­ti­ve Fer­ti­gung eine Rei­he von Vor­tei­len hin­sicht­lich Gewicht, Mikro­kli­ma und Akzeptanz.

Weiterlesen
FachartikelPeer Review

Der digi­ta­le Fer­ti­gungs­pro­zess in der Fuß- und Bein­ver­sor­gung Teil 2: 3D-Druck in der Fuß- und Beinversorgung

F. Groß­mann, A. Kerkhoff
Der 3D-Druck kann die ver­län­ger­te Werk­bank der Zukunft sein. Die­se Behaup­tung kann man guten Gewis­sens tref­fen, schaut man sich die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und auf­kom­men­den Ange­bo­te für den 3D-Druck in der OT und OST an. Dies ist u. a. im ver­gan­ge­nen Jahr auf der OTWorld in Leip­zig und der Mes­se OST in Köln deut­lich gewor­den. Um bei dem ste­tig wach­sen­den Ange­bot an Dienst­leis­tun­gen, Soft­ware und Hard­ware den Durch­blick zu behal­ten, gibt der Arti­kel eine Über­sicht über die aktu­ell nutz­ba­ren Ver­fah­ren der Addi­ti­ven Fer­ti­gung, inclu­si­ve der jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten zur Beein­flus­sung der mecha­ni­schen Eigen­schaf­ten. Wei­ter­hin wer­den die Vor- und Nach­tei­le des 3D-Drucks im Hin­blick auf Anwen­dun­gen in der Ver­sor­gung der unte­ren Extre­mi­tät auf­ge­zeigt und damit Ent­schei­dungs­hil­fen für den Ein­stieg in die Addi­ti­ve Fer­ti­gung gegeben.

Weiterlesen
FachartikelPeer Review

„Moto-AFO“: moto­ri­sier­te AFO (Ank­le Foot Ortho­sis) ­gegen spas­ti­sche Bewegungserscheinungen

M. Moyé, D. Mer­bold, U. K. Zettl, R. Scharpenberg

Mul­ti­ple Skle­ro­se (MS) ist die häu­figs­te chro­nisch-ent­zünd­li­che Erkran­kung des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems (ZNS) und bis zum heu­ti­gen Tag nicht heil­bar. Auf­grund der unter­schied­li­chen Loka­li­sa­tio­nen sind die Sym­pto­me der Betrof­fe­nen sehr hete­ro­gen. Ein häu­fi­ges Sym­ptom ist eine spas­ti­sche Läh­mung (SL). Damit geht für die Betrof­fe­nen eine gra­vie­ren­de Ein­schrän­kung der Lebens­qua­li­tät, der Bewe­gungs­frei­heit und der Funk­tio­nen ein­her. Für die hier vor­ge­stell­te Mach­bar­keits­stu­die im Cross­over-Set­ting über eine moto­ri­sier­te Orthe­se zur Spas­tik­re­duk­ti­on („Moto-AFO“) wur­den vier Pro­ban­den mit einer durch­schnitt­li­chen Krank­heits­dau­er von 11,3 Jah­ren und einem durch­schnitt­li­chen EDSS-Wert (EDSS = Expan­ded Disa­bi­li­ty Sta­tus Sca­le) von 5,1 rekru­tiert. Alle Pro­ban­den wur­den drei Mona­te lang in regel­mä­ßi­gen Abstän­den unter­sucht. Inner­halb die­ser Zeit (im zwei­ten Monat) tru­gen alle Teil­neh­mer eine mobi­le moto­ri­sier­te Orthe­se („Moto-AFO“) zur Redu­zie­rung des spas­ti­schen Mus­kel­to­nus; die vor­ge­ge­be­ne The­ra­pie­zeit betrug sie­ben Stun­den pro Woche. Als pri­mä­rer Para­me­ter wur­de die Bewe­gungs­frei­heit gemes­sen; beglei­tend kamen Fra­ge­bö­gen wie das Beck Depres­si­on Inven­to­ry (BDI) und der Short Form (12) Health Sur­vey (­­SF-12) zum Ein­satz. Der Ver­gleich der Ergeb­nis­se zeigt, dass nach dem Tra­gen der moto­ri­sier­ten Orthe­se gering­fü­gi­ge Ver­bes­se­run­gen der Bewe­gungs­frei­heit erreicht wer­den konn­ten. Alle Pro­ban­den berich­te­ten jedoch, dass unmit­tel­bar nach der Behand­lung eine sub­jek­ti­ve Ver­bes­se­rung der Gang­qua­li­tät auf­ge­tre­ten sei. BDI und SF-12 zei­gen im Ver­gleich kei­ne Abweichungen. 

Weiterlesen