Beson­der­hei­ten der Ver­sor­gung kur­zer (7 bis 11 cm) und ultra­kur­zer (bis 7 cm) trans­ti­bia­ler Stümpfe

R. Hel­bing
Für alle Betrof­fe­nen bedeu­tet eine Ampu­ta­ti­on eine gro­ße Umstel­lung in ihrem Leben. Die Höhe der Ampu­ta­ti­on ist dabei ein bedeu­ten­der Fak­tor für die zu erwar­ten­de Lebens­qua­li­tät von Men­schen mit Ampu­ta­ti­on: Je kür­zer eine Extre­mi­tät ampu­tiert wird, umso her­aus­for­dern­der wird die Nut­zung einer Pro­the­se für die Anwen­der und umso anspruchs­vol­ler wird die Anpas­sung der Ver­sor­gung für Tech­ni­ke­rin­nen und Tech­ni­ker. Im nach­fol­gen­den Arti­kel wer­den die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten zur Pro­the­sen­ver­sor­gung kur­zer und ultra­kur­zer trans­ti­bia­ler Stümp­fe dis­ku­tiert und anhand von Fall­bei­spie­len erläutert.

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Beson­de­re Schaft­ge­stal­tun­gen und ‑tech­ni­ken für beson­de­re Stümpfe

R. Bot­ta, C. Schneider
Die Ope­ra­ti­ons­tech­nik für Ampu­ta­tio­nen an der unte­ren Extre­mi­tät ist wei­test­ge­hend stan­dar­di­siert, somit las­sen sich die meis­ten Stümp­fe eben­falls stan­dar­di­siert ver­sor­gen. Bis­wei­len for­dern aber die Begleit­um­stän­de der Ampu­ta­ti­on Kom­pro­mis­se bei der Stumpf­ge­stal­tung, oder die Stumpf­form ergibt sich aus einem ange­bo­re­nen Glied­ma­ßen­de­fekt. Um einen sol­chen aty­pi­schen Bein­stumpf zu ver­sor­gen, gibt es ver­schie­dens­te Arten und Her­an­ge­hens­wei­sen – die Aus­wahl an Mate­ria­li­en und Tech­ni­ken ver­grö­ßert sich von Tag zu Tag und eröff­net immer neue Mög­lich­kei­ten. Eine erfolg­rei­che Ver­sor­gung aty­pi­scher Stümp­fe hängt aber in ers­ter Linie von den Fähig­kei­ten und dem Geschick der Tech­ni­ke­rin­nen und Tech­ni­ker und erst in zwei­ter Linie vom Mate­ri­al und der Tech­nik ab. Im fol­gen­den Arti­kel wer­den anhand von sechs Fall­bei­spie­len die Her­aus­for­de­run­gen und Lösungs­an­sät­ze bei der Ver­sor­gung beson­de­rer Stümp­fe geschil­dert und diskutiert.

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Unter­su­chung des Ein­flus­ses des Fuß­pas­s­teils auf die dyna­mi­sche Stumpf-Schaft-Inter­ak­ti­on anhand von Relativbewegungsmessungen

V. Unger­mann, M. Brehm, St. Rinderknecht
In die­sem Arti­kel wird die Detek­tier­bar­keit des Ein­flus­ses zwei­er ver­schie­de­ner Pro­the­sen­fuß­pas­s­tei­le auf die dyna­mi­sche Stumpf-Schaft-Inter­ak­ti­on anhand von Rela­tiv­be­we­gungs­mes­sun­gen dis­ku­tiert. Dazu wer­den Mess­da­ten unter­schied­li­cher Gang­sze­na­ri­en eines Man­nes mit Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on unter Varia­ti­on der Pro­the­sen­fuß­kom­po­nen­te erho­ben und im Hin­blick auf Unter­schie­de ana­ly­siert. Gang­sze­na­ri­en­über­grei­fend unter­schei­det sich ins­be­son­de­re das Maß der auf­tre­ten­den Rela­tiv­be­we­gung an den pos­te­rio­ren Mess­stel­len in der Stand­pha­se. Jedoch lässt sich ledig­lich für das Gang­sze­na­rio „Ram­pe hin­auf­lau­fen“ eine deut­li­che Ver­än­de­rung im qua­li­ta­ti­ven Rela­tiv­be­we­gungs­ver­lauf iden­ti­fi­zie­ren: Ein höhe­rer Bewe­gungs­um­fang im Knö­chel­ge­lenk der Pro­the­sen­fuß­kom­po­nen­te resul­tiert in weni­ger Rela­tiv­be­we­gung zwi­schen Bein­stumpf und Prothesenschaft.

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Der schlecht belast­ba­re Unter­schen­kel­stumpf aus chir­ur­gi­scher Sicht

P. Schrö­ter, B. Wend­ler, G. O. Hof­mann
In Deutsch­land wer­den im Jahr etwa 20.000 Majo­ram­pu­ta­tio­nen der unte­ren Extre­mi­tät durch­ge­führt. Die Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on ist hier­bei die häu­figs­te. Nicht jeder Ampu­tier­te ist nach Ver­sor­gung mit einer Pro­the­se in der Lage, die­se gut zu füh­ren. Im fol­gen­den Arti­kel soll auf ver­schie­de­ne chir­ur­gi­sche Ursa­chen einer erschwer­ten Ver­sor­gung ein­ge­gan­gen wer­den. Es soll kei­ne Ope­ra­ti­ons­an­lei­tung für die Unter­schen­kel­am­pu­ta­ti­on gege­ben wer­den; hier­für gibt es sehr gute Stan­dard­wer­ke im deutsch- und eng­lisch­spra­chi­gen Raum. Aber die Autoren, wel­che seit 2006 eine Spe­zi­al­sprech­stun­de für Glied­ma­ßen­am­pu­tier­te an der Kli­nik für Unfall- und Wie­der­her­stel­lungschir­ur­gie des Kli­ni­kums Berg­manns­trost Hal­le füh­ren, möch­ten die ihnen beson­ders wich­ti­gen Aspek­te der Ampu­ta­ti­ons- und Stumpf­re­vi­si­ons­chir­ur­gie ver­deut­li­chen. Zudem wird der von Brück­ner gefor­der­te Para­dig­men­wech­sel bezüg­lich der Reha­bi­li­ta­ti­on Ampu­tier­ter beleuchtet.

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Pro­the­ti­sche Ver­sor­gung bei OS-Kurz­stumpf nach Hüft-TEP – eine beson­de­re Situation

R. Göt­zen
Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für jeden Ortho­pä­die-Tech­ni­ker sind Kurz- oder Ultra­kurz­s­tümp­fe auf­grund der gerin­gen Stumpf­ober­flä­che zur Last­über­nah­me und der schlech­ten Hebel­ver­hält­nis­se zur Steue­rung der Pro­the­se. Immer wie­der sind aber sol­che Kurz- oder Ultra­kurz­s­tümp­fe sowohl im Ober­schen­kel- als auch im Unter­schen­kel­be­reich zu ver­sor­gen, da z. B. durch trau­ma­ti­sche Ereig­nis­se nicht immer eine für den Betrof­fe­nen „kom­for­ta­ble“ Stumpf­län­ge zu rea­li­sie­ren ist. Aber nicht nur trau­ma­ti­sche Ereig­nis­se kön­nen sehr kur­ze Stümp­fe zur Fol­ge haben: Bei der im Fol­gen­den vor­ge­stell­ten Pati­en­tin war eine Krebs­er­kran­kung in Form eines Osteo­sar­koms im Jugend­al­ter die Ursa­che. Erschwert wird die Ver­sor­gung dabei durch eine vor 39 Jah­ren implan­tier­te Hüft-TEP anstel­le des Femurs.

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Moder­ne Stumpf­chir­ur­gie: (plas­tisch-) chir­ur­gi­sche The­ra­pie­op­tio­nen bei loka­li­sier­ba­ren Stumpfschmerzen

J. Ernst, D. Lie­be­tanz, C. Hals­band, D. Wüs­te­feld, E. And­res, J. Sie­gel, H. Sti­nus, F. Braatz, H. Burch­hardt, A. F. Schil­ling, W. Leh­mann, G. Fel­me­rer
Chir­ur­gi­sche Revi­sio­nen sind bei Stumpf­schmer­zen indi­ziert, bei de­nen eine ein­deu­ti­ge Patho­lo­gie iden­ti­fi­zier­bar und loka­li­sier­bar ist. Moder­ne Chir­ur­gie eröff­net man­nigfaltige, inno­va­ti­ve Therapieop­tionen. Wo es kei­ne offen­sicht­li­che Patho­lo­gie gibt, ist es empfehlens­wert, eine chir­ur­gi­sche Revi­si­on des Stump­fes zu ver­mei­den und die dif­fusen Schmer­zen ähn­lich wie Phan­tomschmerzen gemein­sam mit spe­zialisierten Schmerz­the­ra­peu­ten zu behandeln.

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Plas­tisch-chir­ur­gi­sche Ver­fah­ren zur Ver­bes­se­rung der Stumpfqualität

S. Sal­min­ger, J. A. May­er, A. Stur­ma, K. D. Berg­meis­ter, O. Riedl, O. C. Asz­mann
Der pro­the­ti­sche Ersatz bei Ampu­ta­tio­nen der obe­ren Extre­mi­tät hat in den letz­ten Jah­ren einen immer höhe­ren Stel­len­wert erlangt. Die Steue­rung myo­elek­tri­scher Arm­pro­the­sen konn­te mit­tels Ein­satz selek­ti­ver Ner­ven­trans­fers im Stumpf­be­reich deut­lich ver­bes­sert wer­den; somit stei­gen auch die Anfor­de­run­gen an den Stumpf bzw. die Stumpf-Pro­the­sen-Ver­bin­dung ste­tig. Hier gilt es, sowohl chir­ur­gisch als auch ortho­pä­die­tech­nisch eine sta­bi­le Ver­bin­dung zwi­schen Stumpf und Pro­the­se zu schaf­fen, um eine opti­ma­le Pro­the­sen­funk­ti­on zu ermög­li­chen. Im fol­gen­den Bei­trag wer­den ver­schie­de­ne Kon­zep­te der chir­ur­gi­schen Stump­f­op­ti­mie­rung bei Ampu­ta­tio­nen an der obe­ren Extre­mi­tät dargestellt.

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