Orthesen

FachartikelPeer Review

Mög­lich­kei­ten und Gren­zen der kon­ser­va­ti­ven The­ra­pie der Arthro­se – Sport­be­ra­tung, Trai­nings­the­ra­pie, Orthe­sen und Knorpeltherapeutika

St. Nehr­er, M. Neu­bau­er
Arthro­se – die Dege­ne­ra­ti­on von Gelen­ken – ist ein weit ver­brei­te­tes Pro­blem durch alle Bevöl­ke­rungs­schich­ten, das im zuneh­men­den Alter ver­mehrt auf­tritt und die häu­figs­te Ursa­che für mobi­li­täts­ein­schrän­ken­de Schmer­zen am Bewe­gungs­ap­pa­rat ist. Etwa 70 bis 80 % der über 70-Jäh­ri­gen zei­gen Zei­chen einer Gelenk­de­ge­ne­ra­ti­on. Ins­ge­samt sind bis zu 25 % der Gesamt­be­völ­ke­rung davon betrof­fen, auf­grund der gene­rel­len Alte­rung der Bevöl­ke­rung mit stei­gen­der Ten­denz. Die Inzi­denz der Arthro­se steigt aber schon ab dem 40. Lebens­jahr, wobei beson­ders post­trau­ma­ti­sche und sekun­dä­re Arthro­se­for­men zum Tra­gen kommen. 

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OTWorld

OTWorld 2022: Tipp des Tages am Mittwoch

Die OTWorld steht im Jahr 2022 ganz im Zei­chen des Wie­der­se­hens. Die täg­li­chen High­lights aus Kon­gress- und Mes­se­pro­gramm hat die OT-Redak­ti­on per­sön­lich zusam­men­ge­fasst und prä­sen­tiert sie jeden Mor­gen in ihren „Tipps des Tages“.

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FachartikelPeer Review

Anwen­dung des Tail­o­red-Fiber-Pla­ce­ment-Ver­fah­rens in der Orthopädietechnik

A. Spi­cken­heu­er, N. Fitt­kau, S. Kon­ze, E. Rich­ter, M. Stom­mel
In der Pati­en­ten­ver­sor­gung in ortho­pädietechnischen Werk­stät­ten ist der Ein­satz von Faser-Kunst­stoff-Ver­bund­werk­stof­fen (FKV) mit End­los­fa­ser­ver­stär­kung auf­grund der guten Eigen­schaf­ten des Werk­stoffs nicht mehr weg­zu­den­ken. Durch den Ein­satz von klas­si­schen tex­ti­len Halb­zeu­gen wie z. B. Gewe­ben ist dies jedoch mit einem gro­ßen Mate­ri­al­ver­schnitt und hohem manu­el­lem Auf­wand ver­bun­den. Der Ein­satz gene­ra­ti­ver Fer­ti­gungs­ver­fah­ren bie­tet dem­ge­gen­über für den Orthe­sen­bau deut­li­che pro­zess- und werkstoff­spezifische Vor­tei­le. In einer Rei­he gemein­sa­mer For­schungs­vor­ha­ben zwi­schen dem Leib­niz-Insti­tut für Poly­mer­for­schung Dres­den e. V. und ver­schie­de­nen For­schungs­part­nern wird daher das Poten­zi­al des Tail­o­red-Fiber-Pla­ce­ment-Ver­fah­rens (TFP) unter­sucht und für anwendungs­nahe Pro­zess­ket­ten in der Ortho­pä­die­tech­nik weiterentwickelt.

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Digitalisierung

Pro­gram­mier­ba­re Mate­ria­li­en für Orthe­sen und Prothesen

Das The­ma Dämp­fung spielt beim Bau von Orthe­sen und Pro­the­sen eine gro­ße Rol­le. Wer­den bis­her ver­schie­de­ne Bau­tei­le und Mate­ria­li­en ver­wen­det, um auf den Trä­ger indi­vi­du­ell abge­stimm­te Dämp­fungs­ei­gen­schaf­ten der Orthe­sen und Pro­the­sen zu erzeu­gen, set­zen Wis­sen­schaft­ler des Fraun­ho­fer-For­schungs­clus­ters Pro­gram­mier­ba­re Mate­ria­li­en auf die Ver­bin­dung von Logik und Material. 

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FachartikelPeer Review

Orthe­sen zur Behand­lung der media­len Gonar­thro­se: Funk­ti­ons­prin­zi­pi­en und Wir­kung aus bio­me­cha­ni­scher Sicht – For­schungs­über­blick und prak­ti­sche Relevanz

Th. Schmalz, H. Dre­witz, K. Burk­hardt
Das Poten­zi­al von Orthe­sen, die im Rah­men der kon­ser­va­ti­ven Behand­lung der Gonar­thro­se ver­wen­det wer­den kön­nen, wird bis­her nur unzu­rei­chend genutzt. Im Bei­trag wer­den die Wirk­prin­zi­pi­en der gegen­wär­tig nutz­ba­ren Orthe­sen­ar­ten (Knie­or­the­sen, Unter­schen­kel­or­the­sen und Schuh­r­and­er­hö­hun­gen) unter Aus­wer­tung der ein­schlä­gi­gen inter­na­tio­na­len For­schungs­li­te­ra­tur aus bio­me­cha­ni­scher Sicht zusam­men­ge­fasst und bezüg­lich Zuver­läs­sig­keit und quan­ti­ta­ti­ver Wir­kung mit­ein­an­der ver­gli­chen. Dies wird ergänzt durch Emp­feh­lun­gen aus der Ver­sor­gungs­pra­xis und soll somit Ortho­pä­die­tech­ni­ker bei der Aus­wahl der für den Pati­en­ten opti­ma­len indi­vi­du­el­len Lösung unterstützen.

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FachartikelPeer Review

Tech­no­lo­gie­be­trach­tung neu­ar­ti­ger ther­mo­plas­ti­scher Faser­ver­bund­halb­zeu­ge für Leicht­bau­an­wen­dun­gen in der Orthopädie-Technik

R. Blei, S. Eckardt, T. Lebelt, A. Becke, M. Krahl, N. Mod­ler
Faser­ver­bund­werk­stof­fe wei­sen hohe spe­zi­fi­sche Stei­fig­kei­ten und Fes­tig­kei­ten auf und sind sowohl durch die varia­ble Kon­fi­gu­rier­bar­keit der Bau­teil­geo­me­trie als auch durch ihre Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten für Anwen­dun­gen in der Ortho­pä­die-Tech­nik prä­de­sti­niert. Bis­her wer­den vor­nehm­lich faser­ver­stärk­te Kunst­stof­fe mit duro­plas­ti­scher Matrix ein­ge­setzt, die in einer Viel­zahl manu­el­ler Pro­zess­schrit­te ver­ar­bei­tet wer­den. Im Rah­men die­ser Ver­öf­fent­li­chung wer­den neu­ar­ti­ge ther­mo­plas­ti­sche Faser­ver­bund­halb­zeu­ge vor­ge­stellt, die bereits erfolg­reich in unter­schied­li­chen Anwen­dun­gen der Auto­mo­bil- und Luft­fahrt­bran­che ein­ge­setzt wer­den und die Poten­zi­al zur Kos­ten­re­duk­ti­on auch in ortho­pä­die­tech­ni­schen Anwen­dun­gen besitzen.

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FachartikelPeer Review

Fehl­stel­lun­gen und Fehl­be­las­tun­gen des Fußes und deren Kor­rek­tur durch ortho­pä­di­sche Hilfsmittel

H. Böhm, C. U. Dus­sa
Anhand der Fuß­de­for­mi­tä­ten Knick-Senk­fuß, Klump­fuß und Spitz­fuß wer­den in die­sem Arti­kel die Fehl­stel­lun­gen und die damit ver­bun­de­nen Belas­tun­gen und Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen beschrie­ben. Der Knick-Senk­fuß bil­det kei­nen sta­bi­len Hebel beim Fuß­ab­druck – zur Kom­pen­sa­ti­on ist eine höhe­re Mus­kel­ak­ti­vi­tät not­wen­dig, die zu einer höhe­ren Muskelbelas­tung und somit zu Schmer­zen füh­ren kann. Bei einem rezi­di­ven Klump­fuß hin­ge­gen ist die fle­xi­ble Anpas­sung des Fußes an Uneben­hei­ten ein­ge­schränkt; dies erhöht die Gefahr umzu­kni­cken. Der Spitz­fuß schließ­lich führt zu einer gerin­ge­ren Auf­la­ge­flä­che des Fußes und somit zu einem insta­bi­len Gang­bild und zu einer höhe­ren Belas­tung des Mit­tel­fu­ßes. Der Arti­kel stellt ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel zur Behand­lung von Knick-Senk­fuß, Klump­fuß und Spitz­fuß vor und erläu­tert deren Indi­ka­ti­on und Wirkungsweise.

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FachartikelPeer Review

Erfas­sung des Tra­ge­ver­hal­tens von Orthe­sen bei Pati­en­ten mit neu­ro­or­tho­pä­di­schen Gangstörungen

J. Block, S. Wen­dy, T. Kaib, M. Ali­mus­aj, C. Weichold, S. I. Wolf, M. Schwar­ze
Die Tra­ge­dau­er von Orthe­sen unter­schied­li­cher Ver­sor­gungs­hö­hen bei Pati­en­ten mit neu­ro­mus­ku­lä­ren Gang­stö­run­gen wird über einen Zeit­raum von drei Mona­ten gemes­sen. Ergän­zend dazu wer­den die Geh­fä­hig­keit sowie die Zufrie­den­heit mit den Hilfs­mit­teln und deren Hand­ha­bung im All­tag erho­ben, um die Ein­fluss­fak­to­ren auf die Tra­ge­dau­er zu ermitteln.

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FachartikelPeer Review

Zur Bedeu­tung von Rücken­or­the­sen in der Osteoporose-Therapie

M. Pfei­fer
Star­re 3‑Punkt-Orthe­sen füh­ren nicht nur zu einer kom­plet­ten Ruhig­stel­lung des Rump­fes, son­dern schrän­ken ange­sichts der ver­min­der­ten Beweg­lich­keit des Brust­korbs auch die Lun­gen­funk­ti­on von Pati­en­ten mit mul­ti­plen Wir­bel­kör­per­frak­tu­ren auf­grund einer Osteo­po­ro­se ein. Dies ist häu­fig mit einer redu­zier­ten Com­pli­ance ver­knüpft. Im Gegen­satz dazu kön­nen fle­xi­ble, an die indi­vi­du­el­le Form der Wir­bel­säu­le ange­pass­te Orthe­sen über einen soge­nann­ten Bio­feed­back-Mecha­nis­mus zu einer Kraft­zu­nah­me im Bereich der Rumpf­mus­ku­la­tur füh­ren und dadurch die Leis­tungs­fä­hig­keit im All­tag erheb­lich erhö­hen, ver­bun­den mit einer Schmerz­re­duk­ti­on. Dar­über hin­aus kann im Ver­lauf einer Tra­ge­zeit von 6 bis 12 Mona­ten durch eine Kräf­ti­gung der Rücken­stre­cker eine auf­rech­te­re Hal­tung mit ver­bes­ser­tem Stand­gleich­ge­wicht erreicht wer­den, mög­li­cher­wei­se auch eine Ver­rin­ge­rung der Sturz- und Frak­tur­ra­te. Bei tho­ra­ko­lum­ba­len Orthe­sen muss ein Aus­gleich zwi­schen Aus­se­hen, Funk­ti­on und Sta­bi­li­tät geschaf­fen wer­den. Nur dadurch wer­den sie getra­gen und kön­nen ihre Wir­kung – auch im Sin­ne einer ver­bes­ser­ten Lebens­qua­li­tät – entfalten.

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