Quan­ti­ta­ti­ve Cha­rak­te­ri­sie­rung von Mobi­li­tät, Ver­sor­gung und pati­en­ten­sei­ti­ger Zufrie­den­heit nach Ampu­ta­ti­on im Fußbereich

J. Block, T. Kaib, S. I. Wolf, M. Alimusaj
Der Arti­kel doku­men­tiert die Ergeb­nis­se einer retro­spek­ti­ven Regis­ter­aus­wer­tung. Ziel ist es, Pati­en­ten nach einer Ampu­ta­ti­on im Fuß­be­reich hin­sicht­lich Stumpf­ge­ge­ben­hei­ten, Ver­sor­gung sowie Mobi­li­tät und Lebens­raum quan­ti­ta­tiv zu beschrei­ben. Für die Aus­wer­tung konn­ten Daten­sät­ze von 49 Pati­en­ten ein­ge­schlos­sen wer­den. Bei den Pati­en­ten lie­gen über­wie­gend Ampu­ta­tio­nen nach Cho­part vor. Die vor­han­de­nen Ver­sor­gun­gen rei­chen von ortho­pä­di­schen Schu­hen und Pro­the­sen über Cas­ts zur Früh­mo­bi­li­sa­ti­on bis zu selbst ange­fer­tig­ten „Schuh­fül­lern“. Nut­zer von ortho­pä­di­schen Schu­hen und Pro­the­sen äußern eine deut­lich posi­ti­ve­re pati­en­ten­sei­ti­ge Zufrie­den­heit mit Pass­form, Sicher­heit und Ver­sor­gung ver­gli­chen mit Nut­zern tem­po­rä­rer Ver­sor­gun­gen. Das Gehen auf Trep­pen und unebe­nem Unter­grund wird ins­ge­samt als häu­figs­ter Ver­bes­se­rungs­wunsch genannt. Früh­ver­sor­gun­gen und Pro­vi­so­ri­en wer­den oft meh­re­re Jah­re ver­wen­det. Dies lässt auf eine unzu­rei­chen­de pro­fes­sio­nel­le Anbin­dung und Auf­klä­rung der Pati­en­ten­grup­pe schlie­ßen. Bei Berück­sich­ti­gung typi­scher Stumpf­ge­ge­ben­hei­ten, All­tags­an­for­de­run­gen und bio­me­cha­ni­scher Wirk­prin­zi­pi­en sind gute Funk­tio­na­li­tät und pati­en­ten­sei­ti­ge Zufrie­den­heit erreichbar.

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Zum Nut­zen mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern: eine aktua­li­sier­te sys­te­ma­ti­sche Literaturanalyse

A. Hahn, A. Kannenberg 
Der Nut­zen per Mikro­pro­zes­sor gesteu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke (MPK) für unein­ge­schränk­te Außen­be­reichs­ge­her (Akti­vi­täts­klas­se 3) mit Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on ist in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur gut belegt. Kan­nen­berg et al. ana­ly­sier­ten 2014/2015 in einer viel zitier­ten Über­sichts­ar­beit den Stand der wis­sen­schaft­li­chen For­schung bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern (Akti­vi­täts­klas­se 2) in den Berei­chen „Sicher­heit des Pro­the­sen­ge­brauchs“,  „leis­tungs­ba­sier­te Funk­tio­na­li­tät und Mobi­li­tät“ sowie „vom Pati­en­ten wahr­ge­nom­me­ne Funk­tio­na­li­tät und Zufrie­den­heit“. Die vor­lie­gen­de Arbeit aktua­li­siert die­se Über­sicht unter Anwen­dung der­sel­ben Methodik. 

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Erfas­sung des Tra­ge­ver­hal­tens von Orthe­sen bei Pati­en­ten mit neu­ro­or­tho­pä­di­schen Gangstörungen

J. Block, S. Wen­dy, T. Kaib, M. Ali­mus­aj, C. Weichold, S. I. Wolf, M. Schwar­ze
Die Tra­ge­dau­er von Orthe­sen unter­schied­li­cher Ver­sor­gungs­hö­hen bei Pati­en­ten mit neu­ro­mus­ku­lä­ren Gang­stö­run­gen wird über einen Zeit­raum von drei Mona­ten gemes­sen. Ergän­zend dazu wer­den die Geh­fä­hig­keit sowie die Zufrie­den­heit mit den Hilfs­mit­teln und deren Hand­ha­bung im All­tag erho­ben, um die Ein­fluss­fak­to­ren auf die Tra­ge­dau­er zu ermitteln.

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Die Ver­sor­gung mäßig akti­ver Ampu­tier­ter mit einem mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ten Knie­ge­lenk — Eine ran­do­mi­sier­te mul­ti­zen­tri­sche Crossover-Studie

L. Ndue, S. Domay­er
Mikro­pro­zessor­ge­steu­er­te Knie­ge­len­ke (MPK) wer­den in der Regel für akti­ve Ampu­tier­te ver­ord­net. Jüngs­te Stu­di­en haben vor­ge­schla­gen, dass sie auch für Ampu­tier­te mit mode­ra­tem Akti­vi­täts­ni­veau nütz­lich sein könn­ten. Ziel der hier vor­ge­stell­ten Stu­die ist es, ein MPK mit mecha­ni­schen Knie­ge­len­ken (NMPK) zu ver­glei­chen. Dazu wur­den 35 Per­so­nen mit trans­fe­mo­ra­ler Ampu­ta­ti­on oder Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on drei Mona­te lang mit dem MPK und einen Monat lang mit dem NMPK beob­ach­tet. Die dyna­mi­sche Balan­ce als Haupt­kri­te­ri­um wur­de mit dem Timed-up-and-go-Test (TUG) unter­sucht, die funk­tio­nel­le Mobi­li­tät mit dem Loco­mo­tor Capa­bi­li­ty Index (LCI‑5), die Lebens­qua­li­tät mit dem SF-36 und die Anwen­der­zu­frie­den­heit mit dem QUEST 2.0. Stur­zer­eig­nis­se wur­den wäh­rend des letz­ten Monats über­wacht. Signi­fi­kan­te Ver­bes­se­run­gen zeig­ten sich beim TUG-Test, in den Basis­ak­ti­vi­tä­ten des LCI‑5, im QUEST 2.0 sowie im men­ta­len Sum­mens­core des SF-36. Die­se Stu­die ver­bes­sert das Evi­denz­ni­veau bis­he­ri­ger Aus­sa­gen bezüg­lich des Nut­zens eines MPK für mäßig akti­ve Ampu­tier­te und weist auf deut­li­che Vor­tei­le im Ver­gleich zu einem NMPK hin.

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Sind Urtei­le von Exper­ten unter­schied­li­cher Berufs­bio­gra­fien ein­stim­mig? – Eine Stu­die zur pro­fes­sio­nel­len Beur­tei­lung von Beinprothesen

T. Schür­mann, P. Becker­le, J. Vogt, O. Christ
Bei der Erfas­sung der Nut­zer­zu­frie­den­heit mit Bein­pro­the­sen nach einer Ampu­ta­ti­on wer­den oft Pro­ble­me in Bezug auf Schmer­zen, das Erschei­nungs­bild der Pro­the­se oder die Zufrie­den­heit im All­tag fest­ge­stellt. Durch eine Exper­ten­stu­die soll ein aus psy­cho­lo­gisch und tech­nisch moti­vier­ten Nut­zer­fak­to­ren bestehen­des Modell hin­sicht­lich sei­ner Eig­nung zur Erhe­bung der Pro­the­sen­zu­frie­den­heit eva­lu­iert wer­den. 22 Exper­ten teil­ten die 85 Items eines in der Ent­wick­lung befind­li­chen Fra­ge­bo­gens einem von sie­ben Fak­to­ren zu. Eine Über­ein­stim­mung von 39 % ist ange­mes­sen für ein kom­ple­xes test­theo­re­ti­sches Modell, das durch den Ein­be­zug psy­cho­lo­gi­scher Phä­no­me­ne wie der Kör­per­sche­ma­in­te­gra­ti­on das Ver­ständ­nis von Pro­the­sen­zu­frie­den­heit erleich­tern und erwei­tern kann.

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