Ver­glei­chen­de Prü­fung kon­ven­tio­nel­ler und addi­tiv gefer­tig­ter Pro­the­sen­schäf­te in Anleh­nung an DIN EN ISO 10328:2016

Bru­no Schu­bert, Micha­el Gebau­er, David Hochmann
Die Unter­su­chung befasst sich mit der mecha­ni­schen Belast­bar­keit von 3D-gedruck­ten Pro­the­sen­schäf­ten als inte­ri­mis­ti­sche Lösun­gen. Dabei wur­den ver­schie­de­ne Mate­ria­li­en sowie die Ver­bin­dung zwi­schen Schaft und Adap­ter betrach­tet. Ziel ist es, die Mach­bar­keit und Opti­mie­rung die­ser addi­ti­ven Fer­ti­gungs­tech­nik für die ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung zu eva­lu­ie­ren und Ansät­ze für zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen zu liefern. 

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Easy­preg – ein Faser­ver­bund­werk­stoff zum Tiefziehen

Tho­mas Ranft1, Mar­ti­na Hen­ni­cke2
Das Faser­ver­bund­sys­tem Easy­preg kann eine Alter­na­ti­ve zu ande­ren eta­blier­ten Fer­ti­gungs­ver­fah­ren sein. Beson­ders aus den ther­mo­plas­ti­schen Eigen­schaf­ten der Matrix, der damit ein­her­ge­hen­den Schweiß­bar­keit und auch nach­träg­li­chen Ver­form­bar­keit kann man Vor­tei­le zie­hen. In Kom­bi­na­ti­on mit einem zum Sys­tem gehö­ren­den fle­xi­blen Mate­ri­al kön­nen in einem Arbeits­gang sowohl stei­fe als auch wei­che Berei­che inner­halb eines Bau­teils gestal­tet wer­den. Die Mate­ria­li­en sind unbe­grenzt lager­fä­hig und bei der Ver­ar­bei­tung frei von Gefahr­stof­fen und im Ein­klang mit der Medi­zin­pro­dukt­e­richt­li­nie phy­sio­lo­gisch unbe­denk­lich. In die­sem Bei­trag wird anhand eines Ver­sor­gungs­bei­spiels die prak­ti­sche Hand­ha­bung veranschaulicht. 

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Kon­ser­va­ti­ve Ver­sor­gung einer adul­ten Sko­lio­se mit einem modu­la­ren Bau­satz – ein Versorgungsbeispiel

Karl Haus­la­den
Doku­men­tiert wird die ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung einer 67-jäh­ri­gen Pati­en­tin mit einer schwe­ren adul­ten Sko­lio­se. Nach einer Ana­mne­se folgt die Defi­ni­ti­on der dar­aus resul­tie­ren­den indi­ka­ti­ons­be­ding­ten The­ra­pie­zie­le. Die indi­vi­du­el­le Anfer­ti­gung der Orthe­se basiert auf einem neu­ar­ti­gen modu­la­ren Orthe­sen­bau­satz spe­zi­ell für die Ver­sor­gung einer adul­ten Sko­lio­se. Resü­mie­rend wird der Anfer­ti­gungs­pro­zess aus Sicht der Ortho­pä­die­tech­nik erör­tert und das Ver­sor­gungs­er­geb­nis dargestellt.

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Tech­no­lo­gie und Funk­ti­ons­wei­se des Pro­the­senknie­ge­lenks Geni­um X4

Phil­ipp Kam­pas, Tho­mas Hof­mann, Tho­mas Maxi­mi­li­an Köh­ler
Das Geni­um X4 ist die neu­es­te Gene­ra­ti­on der Geni­um-Pro­dukt­fa­mi­lie. Die­ser Arti­kel beschreibt die neu­en Eigen­schaf­ten und deren ange­streb­te Vor­tei­le im Ver­gleich zu den Vor­gän­ger­mo­del­len. Es wird ein Über­blick über kli­ni­sche Stu­di­en zur Geni­um-Fami­lie gege­ben und die Wirk­sam­keit der neu­en Eigen­schaf­ten wird durch die Ergeb­nis­se der ent­wick­lungs­be­glei­ten­den Stu­die untermauert. 

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Pro­the­sen­ver­sor­gung nach trans­hu­me­ra­ler Osseo­in­te­gra­ti­on mit Pat­tern-Reco­gni­ti­on-Steue­rung – Fall­be­richt einer Systemumstellung

Bern­hard Oelß­ner
Die Kom­bi­na­ti­on aus Endo-Exo-Ver­sor­gung und moder­ner Steue­rungs­tech­no­lo­gie eröff­net neue Mög­lich­kei­ten in der Pro­the­tik. Anhand eines Pati­en­ten­falls wird die Umstel­lung von einer TMR(Targeted Mus­cle Reinnervation)-basierten Steue­rung auf ein Pat­tern-Reco­gni­ti­on-Sys­tem beschrie­ben. Beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen erga­ben sich durch tech­ni­sche Pro­ble­me in der Vor­ver­sor­gung, die erst durch den Steue­rungs­wech­sel nach­hal­tig gelöst wer­den konnten. 

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iOrt – Ent­wick­lung einer über­wa­chen­den Orthe­se mit neu­ar­ti­gem opti­schen Sensorsystem

Lenn­art Van De Vel­de1, Dirk Krem­ser1, Ulrich Jahn­ke2, Ger­nod Heil­mann1, Hol­ger Flatt3, Oli­ver Stüb­be4
Die im Rah­men eines Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes ent­wi­ckel­te zwei­scha­li­ge Ent­las­tungs­or­the­se zur Behand­lung aku­ter Fußul­zer­a­tio­nen wird im 3D-Druck­ver­fah­ren her­ge­stellt und inte­griert addi­tiv gefer­tig­te opti­sche Sen­so­ren und Indus­trie­sen­so­ren zur Druck­mes­sung. Die Sen­so­ren erfas­sen Druck­be­las­tun­gen in Echt­zeit und über­mit­teln die Daten an eine Smart­phone-App, über die Ärz­te indi­vi­du­el­le The­ra­pie­pa­ra­me­ter ein­stel­len und Hin­wei­se an Pati­en­ten aus­ge­ben kön­nen. Die Ver­stell­ein­heit an der Orthe­se erlaubt manu­el­le Anpas­sun­gen der Druck­ver­tei­lung. Zum Ende des Pro­jekts konn­te die Funk­tio­na­li­tät der von den vier Pro­jekt­part­nern – Ser­vice­fer­ti­gung Krem­ser GmbH, Addi­ti­ve Mar­king GmbH, die TH Ost­west­fa­len-Lip­pe und das Fraun­ho­fer IOSB-INA – ent­wor­fe­nen zwei­scha­li­gen Ent­las­tungs­or­the­se in einem Test­lauf bestä­tigt werden.

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Sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen mit posi­ti­vem Ein­fluss auf das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht: Ein­blick in eine ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­te Crossover-Studie

Ste­phan Becker1, Ste­ven Simon1, Car­lo Din­dorf1, Micha­el Fröh­lich1
In einer ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­ten Stu­die wur­den 57 gesun­de Erwach­se­ne (Alter: 48,5 ± 11,8 Jah­re) mit­tels Pos­tur­o­gra­phie auf einer Kraft­mess­plat­te mit und ohne sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen (SMFO) und ohne Fuß­or­the­sen (NFO) unter­sucht. Die Pro­ban­den muss­ten einen sta­ti­schen Gleich­ge­wichts­test (30 s) absol­vie­ren, bei dem die Schwan­kungs­flä­che (cm2) mit offe­nen und geschlos­se­nen Augen gemes­sen wur­de. Das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit offe­nen Augen ver­bes­ser­te sich nicht signi­fi­kant (p = 0,07) mit SMFO im Ver­gleich zu NFO um durch­schnitt­lich 16,6 %, wäh­rend sich das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit geschlos­se­nen Augen signi­fi­kant um 20,2 % ver­bes­ser­te (p = 0,01). Die Ergeb­nis­se las­sen ver­mu­ten, dass SMFO eine hilf­rei­che Behand­lungs­me­tho­de zur Ver­bes­se­rung der Gleich­ge­wichts­kon­trol­le sein kön­nen, indem sie die affe­ren­ten Infor­ma­tio­nen inner­halb des sen­so­mo­to­ri­schen Regel­krei­ses beein­flus­sen. Posi­ti­ve Neben­ef­fek­te, die es in wei­te­ren Stu­di­en zu unter­su­chen gilt, könn­ten für Sturz­prä­ven­ti­on sowie Reha­bi­li­ta­ti­on ange­nom­men wer­den. Wei­te­re Unter­su­chun­gen mit alter­na­ti­ven Gleich­ge­wichts­tes­tun­gen sowie Pro­banden­grup­pen müs­sen folgen.

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Ein enga­gier­ter Leis­tungs­sport­ler mit Hemi­pa­re­se und der Ein­satz sen­so­mo­to­ri­scher Fuß­or­the­sen (SMFO)

Ste­fan Woltring
Moder­ne Hilfs­mit­tel bie­ten viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, Men­schen zu unter­stüt­zen, ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Sie spie­len eine zen­tra­le Rol­le im All­tag vie­ler Men­schen, die auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind, um ihre Unab­hän­gig­keit, Mobi­li­tät und Lebens­qua­li­tät zu erhal­ten oder zu verbessern.
In die­sem Fach­bei­trag soll die Bedeu­tung von Hilfs­mit­teln, ins­be­son­de­re im Kon­text des Leis­tungs­sports im Bereich der Para-Leicht­ath­le­tik, beleuch­tet wer­den. An einem Bei­spiel wird gezeigt, wie essen­zi­ell sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen (SMFO), in die­sem Fall in Ver­bin­dung mit Umbau­maß­nah­men am Sport­schuh, für die Teil­ha­be am Leis­tungs­sport sein kön­nen und so die indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung und Moti­va­ti­on för­dern. Ein beein­dru­cken­des Bei­spiel dafür, wie Men­schen in beschrie­be­ner Situa­ti­on ihre Lei­den­schaft für den Sport trotz Her­aus­for­de­run­gen ver­wirk­li­chen kön­nen, ist Ulf Pohl­mann. Seit sei­ner Geburt lei­det er an einer Hemi­pa­re­se, die vor allem die rech­te Kör­per­hälf­te betrifft. Ursa­che dafür war eine Sau­er­stoff­un­ter­ver­sor­gung (Hypo­xie) wäh­rend sei­ner Geburt.

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Liner in der Unterschenkel-Prothetik

J. Becker
Bei Pro­the­sen­ver­sor­gun­gen an der unte­ren Extre­mi­tät hat sich die Ver­wen­dung eines Liners durch­ge­setzt. Ins­be­son­de­re bei Ver­sor­gun­gen trans­ti­bia­ler Stümp­fe ist die Viel­falt der mög­li­chen Liner­sys­te­me beacht­lich. Die­se Viel­falt bie­tet die Mög­lich­keit, den Anwen­der bedarfs­ge­recht zu ver­sor­gen, auch wenn es sich um beson­de­re Stümp­fe han­delt. Jedoch ist hier­für Vor­aus­set­zung, die Eigen­schaf­ten der Liner­sys­te­me genau zu ken­nen, um eine pas­sen­de Aus­wahl tref­fen zu kön­nen. Die­ser Arti­kel zeigt eine Über­sicht der Viel­falt von Linersystemen.

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Über­blick über die Sko­lio­se­ty­pen: Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­the­ra­pie im Wachstumsalter

M. Schö­ni1, J. M. Spi­rig1
Wäh­rend des Wachs­tums besteht die Mög­lich­keit, eine Wir­bel­säu­len­de­for­mi­tät mit einem Kor­sett effek­tiv zu beein­flus­sen. Die Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­be­hand­lung hän­gen stark von der Art der Defor­mi­tät ab. Die Art der Sko­lio­se muss bei der Indi­ka­ti­ons­stel­lung zur Kor­sett­the­ra­pie, der Fest­le­gung der The­ra­pie­zie­le und beim Aus­spre­chen von The­ra­pie­emp­feh­lun­gen berück­sich­tigt wer­den. In die­sem Arti­kel wird ein Über­blick über die Evi­denz­la­ge zur Kor­sett­the­ra­pie bei den ver­schie­de­nen Arten der Sko­lio­se im Wachs­tums­al­ter gegeben.

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