Orthese unterdrückt tremorbedingtes Zittern
Ruhige Hand statt Zittern: Wie eine mechanische Orthese Tremor-Patienten neue Selbstständigkeit im Alltag ermöglicht. Ein Versorgungsbeispiel.
Ruhige Hand statt Zittern: Wie eine mechanische Orthese Tremor-Patienten neue Selbstständigkeit im Alltag ermöglicht. Ein Versorgungsbeispiel.
F. Braatz
Die mikroprozessorgesteuerte Stand- und Schwungphasen-kontrollierte Orthese C‑Brace wurde entwickelt, um Sicherheits- und Funktionseinschränkungen herkömmlicher Knie-Knöchel-Fuß-Orthesen (KAFOs) für Personen mit Parese der unteren Extremitäten zu überwinden. Ein systematischer Vergleich mit etablierten KAFO-Typen wurde jedoch noch nicht in einer größeren Stichprobe durchgeführt. Zum Vergleich der verschiedenen Orthesentypen wurde eine internationale multizentrische, randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie durchgeführt. Erfahrene KAFO-Nutzer mit einem erhöhten Sturzrisiko wurden randomisiert und den Gruppen KAFO/C‑Brace oder C‑Brace/KAFO für drei Monate mit jeder Orthese zugeteilt. Primärer Endpunkt war die Beurteilung des Gleichgewichts mittels Berg Balance Scale (BBS). Sekundäre Ergebnisse waren die Anzahl der Sturzereignisse, Reduktion der Sturzangst, Verbesserung der Mobilität, Funktion und Lebensqualität.
Nicht nur physisch, auch mental macht Assistenzhund Querido seine Besitzerin mobil. Er motiviert Sophia Brandner, aus dem Haus zu gehen, begleitet sie von A nach B, gibt ihr Sicherheit und stärkt ihr Selbstbewusstsein.
WeiterlesenFür Menschen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, können kleine Dinge des alltäglichen Lebens zu großen Herausforderungen werden. Ein Roboterarm kann Betroffenen zu mehr Mobilität und Lebensqualität verhelfen.
Weiterlesen S. Anderson1, E. Ridgewell1 2, M. Dillon1
Hintergrund: Nach der Amputation von unteren Extremitäten ist vielfach die Mobilität eingeschränkt und die Lebensqualität reduziert. Mobilitätstrainings sollen die Mobilität und Lebensqualität verbessern. Doch wie wirksam diese tatsächlich sind, ist nicht bekannt.
Ziele: Vergleich der Mobilität bei Menschen mit Amputationen der unteren Extremität vor und 12 Wochen nach Teilnahme an einem Mobilitätstraining und Untersuchungen dazu, ob Veränderungen der Beweglichkeit im Zusammenhang stehen mit Veränderung bei der Lebensqualität. Ermittlung, ob das Messinstrument PLUS‑M sensibel auf das Mobilitätstraining reagiert hat, und eine Einschätzung der erforderlichen Stichprobengröße für die abschließenden Studie.
Studiendesign: Langzeit-Beobachtungsstudie.
Methoden: Menschen mit Amputationen der unteren Extremitäten haben die elektronischen Ausführungen von PLUS‑M und SF-36v2 vor und 12 Wochen nach Teilnahme an einem Mobilitätstraining getestet.
Ergebnisse: Es konnte ein signifikanter Anstieg der Mobilität von der Baseline bis 12 Wochen nach der Teilnahme an dem Seminar beobachtet werden (p = 0,012). Veränderungen der Mobilität erklärten einen signifikanten Varianzanteil bei SF-36v2 bei der Zusammenfassung der mentalen Komponenten (p = 0,024), jedoch nicht bei der Zusammenfassung der körperlichen Komponenten (p = 0,804).
Schlussfolgerung: Amputierte der unteren Extremitäten wiesen nach dem Mobilitätstraining eine erhöhte Mobilität auf, was die Verbesserungen bei der Zusammenfassung der mentalen Komponenten des SF-36v2 erklärte. Der PLUS‑M war sensibel genug, um im Zeitverlauf eine Veränderung der Mobilität feststellen zu können.
S. Kather
Harninkontinenz ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema. Obwohl Diagnostik und therapeutische Behandlung weit fortgeschritten sind, ist die Hemmschwelle für Betroffene und Angehörige unverändert hoch.
T. Preiser, L. Zaghdoud, S. Schipper
Wie stellt sich die Lebenssituation von Betroffenen nach einer Hemipelvektomie oder einer Hüftexartikulation dar? Gibt es zwischen diesen beiden Amputiertengruppen Unterschiede in den alltagsrelevanten Funktionseinschränkungen? Diesen Fragen ging der Verein beinamputiert-was-geht e. V. im Rahmen einer Fragebogenerhebung unter Betroffenen nach. Gefragt wurde unter anderem nach der Lebensund Arbeitssituation, der orthopädietechnischen Versorgung und der subjektiv empfundenen Lebensqualität. Ein Ergebnis der Untersuchung lautet, dass sich beide Gruppen signifikant voneinander unterscheiden, sodass sich die Frage stellt, ob die jeweils Betroffenen in Befunderhebung, Therapie und Versorgungszielen künftig nicht getrennt betrachtet werden sollten.
M. Schiebe
In diesem Artikel werden die heute üblichen Werkzeuge zur Einschätzung von Behinderung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zusammengefasst. Drei Fallbeispiele zeigen die weitreichende Behandlungsplanung unter Berücksichtigung der individuellen Bedingungen im Erleben der Behinderung für das Kind und seine Familie auf.
Th. Koller, H. Luomajoki
Es gibt erste Evidenzen dafür, dass Phantomschmerzen mit einer gestörten Organisation des sensorischen Kortex einhergehen und diese Organisation mit einem Training der Zweipunktediskrimination (ZPD) normalisiert werden könnte. In dieser Kasuistik konnte bei einem oberarmamputierten Patienten während einer 28-tägigen Testphase mittels ZPD eine Reduktion aller drei Phantommodalitäten (Phantomschmerz, ‑gefühl und ‑sensation) von m = 4.13/10 (visuelle Analogskala, VAS) auf 0.67/10 beobachtet werden. Die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit konnten deutlich gesteigert werden. Dies kann ein vielversprechender Hinweis auf eine bessere gesellschaftliche und arbeitsbezogene Reintegration sein.