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René Baum­gart­ner (1930 – 2018)

Am 23. Okto­ber 2018 ver­starb Prof. Dr. med. René Baum­gart­ner in sei­nem Schwei­zer Hei­mat­ort Zumikon im Alter von 88 Jah­ren. Baum­gart­ner war lang­jäh­ri­ger Ordinarius­ für Tech­ni­sche Ortho­pä­die und Reha­bi­li­ta­ti­on an der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät in Müns­ter, verfasste­ meh­re­re Stan­dard­wer­ke und gestal­te­te die Tech­ni­sche Ortho­pä­die in Euro­pa über Jahrzehnte­ ent­schei­dend mit. Prof.­­­ Dr. ­­ med.­­­Bernhard Grei­temann, Priv.-Doz. Dr. habil. Lutz Brück­ner und Micha­el Schä­fer geden­ken ihres Vor­bilds und Weg­ge­fähr­ten mit einem ­gemein­sa­men Nach­ruf. Wei­te­re per­sön­li­che Wor­te aus dem beruf­li­chen Umfeld erwei­tern den Blick auf den Men­schen René Baum­gart­ner und sein Lebenswerk. 

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Wie mikro­pro­zes­sor­ge­steu­er­te Pro­the­sen­fü­ße Bein­am­pu­tier­te beim Ste­hen und Gehen auf Ram­pen unterstützen

M. Ernst, B. Alten­burg, M. Bell­mann, T. Schmalz
Ste­hen und Gehen auf unebe­nem Unter­grund ist für Bein­am­pu­tier­te eine Her­aus­for­de­rung. Mikro­pro­zes­sor­ge­steu­er­te Pro­the­sen­fü­ße sind dafür aus­ge­legt, Ampu­tier­te in sol­chen Situa­tio­nen zu unter­stüt­zen. In die­ser Stu­die wur­de Ste­hen und Gehen auf Ram­pen mit unter­schied­li­chen mikro­pro­zes­sor­ge­steu­er­ten Pro­the­sen­fü­ßen unter­sucht. Dabei konn­ten ­unter­schied­li­che Schlüs­sel­funk­tio­nen der Pro­the­sen­fü­ße iden­ti­fi­ziert wer­den, die sowohl trans­ti­bi­al als auch trans­fe­mo­ral Ampu­tier­ten hel­fen, eine bes­se­re Hal­tung und ein natür­li­che­res Gang­bild zu erzie­len. Die­se bestehen in einer Echt­zeit­an­pas­sung an Nei­gun­gen mit aus­rei­chen­dem Bewe­gungs­um­fang und einem auto­ad­ap­ti­ven Dorsalflexionsstopp.

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„HOSY­can“ – ein Prüf­ge­rät zur Mes­sung des Druck­ver­laufs von Kompressionstextilien

F. Girm­ond
Kom­pres­si­ons­tex­ti­li­en erfül­len eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Funk­tio­nen: Mit medi­zi­ni­schen Kom­pres­si­ons­strümp­fen für Bei­ne und Arme kön­nen Pati­en­ten erfolg­reich Throm­bo­sen vor­beu­gen und Lymph­öde­me bekämp­fen; Sport­ler ver­spre­chen sich von kom­pri­mie­ren­den Shirts, Shorts und Strümp­fen eine Leis­tungs­stei­ge­rung und eine ver­bes­ser­te Rege­ne­ra­ti­on; Geschäfts­rei­sen­de nut­zen soge­nann­te Rei­se­strümp­fe, um auf Lang­stre­cken­flü­gen „schwe­re Bei­ne“ zu ver­mei­den. Um detail­lier­te und belast­ba­re Aus­sa­gen über die tat­säch­li­che Kom­pres­si­ons­wir­kung sol­cher Tex­ti­li­en tref­fen zu kön­nen, bedarf es eines adäqua­ten Mess­sys­tems und fle­xi­bler Mess­ver­fah­ren. Im Zen­trum die­ses Bei­trags steht das Ver­fah­ren „HOSY“ („Hohen­stein Sys­tem“) des akkre­di­tier­ten Prüf­la­bors und For­schungs­dienst­leis­ters Hohen­stein im schwä­bi­schen Bön­nig­heim, das kürz­lich um ein neu­es Prüf­ge­rät namens „HOSY­can“ erwei­tert wur­de. Das Gerät ist unter ande­rem in der Lage, natür­li­che Bewe­gungs­ab­läu­fe zu simu­lie­ren. Der Bei­trag zeigt die Funk­ti­ons­wei­sen des neu­en Prüf­ge­räts auf und führt bei­spiel­haf­te Anwen­dungs­fäl­le vor. 

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Anwen­dung instru­men­tier­ter Orthe­sen­ge­len­ke zur Opti­mie­rung des Orthe­sen­auf­baus und zur Cha­rak­te­ri­sie­rung des Patienten

D. Hoch­mann, L. Opitz
Der Bei­trag beschreibt einen metho­di­schen Ansatz zur Ent­wick­lung und Vali­die­rung instru­men­tier­ter Gelen­ke, die in exis­tie­ren­de Orthe­sen inte­griert wer­den kön­nen, um Belas­tun­gen auf allen Ebe­nen mess­tech­nisch zu erfas­sen. Zudem wer­den die Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten der ent­wi­ckel­ten Mess­tech­nik zur Cha­rak­te­ri­sie­rung der ver­blie­be­nen Mus­kel­funk­ti­on des Pati­en­ten und zur Opti­mie­rung des Auf­baus bei ortho­pä­die­tech­ni­schen Ver­sor­gun­gen vorgestellt.

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Erfas­sung des Tra­ge­ver­hal­tens von Orthe­sen bei Pati­en­ten mit neu­ro­or­tho­pä­di­schen Gangstörungen

J. Block, S. Wen­dy, T. Kaib, M. Ali­mus­aj, C. Weichold, S. I. Wolf, M. Schwar­ze
Die Tra­ge­dau­er von Orthe­sen unter­schied­li­cher Ver­sor­gungs­hö­hen bei Pati­en­ten mit neu­ro­mus­ku­lä­ren Gang­stö­run­gen wird über einen Zeit­raum von drei Mona­ten gemes­sen. Ergän­zend dazu wer­den die Geh­fä­hig­keit sowie die Zufrie­den­heit mit den Hilfs­mit­teln und deren Hand­ha­bung im All­tag erho­ben, um die Ein­fluss­fak­to­ren auf die Tra­ge­dau­er zu ermitteln.

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Nar­ben­the­ra­pie – Auf­ga­ben und Lösungswege

H. Pau­li
Bei allen tie­fer­ge­hen­den Ver­let­zun­gen reagiert die Haut mit Nar­ben­bil­dung. Die Aus­rei­fung der Nar­be kann durch ver­schie­de­ne The­ra­pie­mög­lich­kei­ten posi­tiv beein­flusst wer­den. Wesent­li­cher Bestand­teil der The­ra­pie ist die Kom­pres­si­ons­be­hand­lung. Sowohl der Nar­ben­typ als auch die Loka­li­sa­ti­on der Nar­be stel­len dabei indi­vi­du­el­le Anfor­de­run­gen an die Ver­sor­gung. Anhand exem­pla­ri­scher Ver­sor­gungs­bei­spie­le von Kopf bis Fuß ver­mit­telt der Bei­trag einen Ein­blick in die Kom­ple­xi­tät des Themas.

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Tino Sor­ge im Inter­view: „Digi­ta­li­sie­rung darf kei­ne Insel­land­schaft sein“

Die Ansprü­che von Indus­trie und Han­del sind hoch, wenn es um dar­um geht, die geeig­ne­ten poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen für den tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt auf den Weg zu brin­gen. Neben der all­ge­mei­nen For­de­rung, den Breit­band­aus­bau in Deutsch­land zu for­cie­ren, set­zen Unter­neh­men etwa beim Büro­kra­tie­ab­bau zuneh­mend auf die Kar­te Digitalisierung.

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Epi­the­ti­sche Ver­sor­gungs­mög­lich­kei­ten und Umgang mit Pati­en­tin­nen nach Mammakarzinom

C. Ort­mann
Brust­epi­the­sen und medi­zi­ni­sche Wäsche kön­nen nicht nur nach einer Ent­fer­nung der kom­plet­ten Brust (Mas­tek­to­mie) hel­fen, Unsi­cher­hei­ten und Ängs­te zu über­win­den und ein neu­es, posi­ti­ves Gefühl für den eige­nen Kör­per zu ent­wi­ckeln – auch bei brust­er­hal­ten­den Ope­ra­tio­nen kann die anschlie­ßen­de The­ra­pie (Bestrah­lung oder Che­mo­the­ra­pie) zu einer Ver­än­de­rung des Brust­ge­we­bes füh­ren, die den Ein­satz von Epi­the­sen erfor­dern kön­nen. Die Indus­trie bie­tet hier­zu ein umfang­rei­ches Pro­gramm, bestehend aus Epi­the­sen, Spe­zi­al-BHs und Bade­mo­de für nahe­zu jede brust­ope­rier­te Frau an. Den­noch ist und bleibt es Auf­ga­be des Fach­per­so­nals in den Sani­täts­häu­sern, die jeweils adäqua­te Ver­sor­gung für jede Anwen­de­rin zu ermit­teln. Dabei sind nicht nur Fach­wis­sen und eine kom­pe­ten­te Bera­tung, son­dern vor allem Ein­füh­lungs­ver­mö­gen notwendig.

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