Neue Mög­lich­kei­ten der fle­xi­blen Schaft­ge­stal­tung an der obe­ren Extre­mi­tät mit Epoxid­har­zen — Ein Erfahrungsbericht

St. Rei­nelt, A. v. Asche­berg, E. And­res
Die Ver­sor­gung mit einer TMR-Schul­ter­ex­pro­the­se mit „Dyna­mi­cArm plus“ stellt beson­de­re Anfor­de­run­gen an die Ortho­pä­die-Tech­nik. Im Fol­gen­den wird die Her­stel­lung eines teil­flexiblen Außen­schaf­tes erläu­tert, der mit den Fle­xi­bi­li­täts­vor­tei­len des HTV-Innen­schaf­tes kor­re­spon­diert. Bei der Kon­struk­ti­on wur­den ins­be­son­de­re Zonen unter­schied­li­cher Stei­fig­keit bis hin zu fle­xi­blen Antei­len berück­sich­tigt. Durch neue fle­xi­ble und zug­fes­te Faser­ma­te­ria­li­en für die Epoxid-Nass­la­mi­n­at­t­ech­nik wur­de eine Schaft­kon­struk­ti­on mit tra­gen­den und fle­xi­blen Antei­len in Kom­bi­na­ti­on mit einem Sili­kon-Innen­schaft möglich.

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Sen­si­ble Nerv-Trans­fer-Ope­ra­ti­on (TSR) und Anpas­sung einer „füh­len­den Bein­pro­the­se“ — Ein Fallbericht

E. M. Baur, H. Egger
In einer im Okto­ber 2014 durch­ge­führ­ten Fall­stu­die wur­de mit­tels Umlei­tung des N. sura­lis auf den N. saphen­us die ursprüng­lich gesun­de Fuß­soh­le als Über­trä­ger der Druck­emp­fin­dung von der Pro­the­sen­soh­le reak­ti­viert. Der Pati­ent schil­dert seit­dem viel­ver­spre­chen­de Ver­än­de­run­gen. Bei einer Bein­am­pu­ta­ti­on spie­len für den Betrof­fe­nen vie­le Fak­to­ren eine essen­ti­el­le Rol­le, etwa die Ampu­ta­ti­ons­hö­he, die Weich­teil­de­ckung oder die Lage­rung der abge­trenn­ten Ner­ven. Auf­grund der zu erwar­ten­den Neurom­bil­dung soll­ten Druck­kräf­te auf Ner­ven­enden von außen durch den Schaft und von innen durch Kno­chen ver­mie­den wer­den, um Neu­rom­schmer­zen zu ver­mei­den. Moder­ne bio­ni­sche Pro­the­sen bie­ten jedoch die Mög­lich­keit, sen­so­ri­sche Infor­ma­tio­nen der Pro­the­sen­soh­le wie etwa ihre Abroll­be­we­gung an den Pro­the­sen­schaft zu lei­ten und die­se sodann vibrot­ak­til auf den Ampu­ta­ti­ons­stumpf zu über­tra­gen. Vor die­sem Hin­ter­grund könn­te sich die Fra­ge nach der Lage­rung abge­trenn­ter sen­so­ri­scher Ner­ven­enden aus einem neu­en Blick­win­kel stellen.

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Ein neu­er Ansatz für eine sen­si­ti­ve Bein­pro­the­se – eine Fall­stu­die — Sen­so­ri­sche Rück­mel­dung mit­tels umge­la­ger­ter sen­so­ri­scher Ner­ven aus dem Fußbereich

E. M. Baur, T. Bau­er, H. Egger, S. Salz­mann, T. Hasl­wan­ter
Diplom­päd­ago­ge Wolf­gang R. (54) aus Ober­ös­ter­reich wur­de im Jahr 2007 bein­am­pu­tiert. Trotz einer Stan­dard-Pro­the­sen­ver­sor­gung war der Fami­li­en­va­ter weit­ge­hend immo­bil und litt unter enor­men Schmer­zen. In einer Fall­stu­die wur­den mit­tels Ner­ven­um­lei­tung sen­so­ri­sche Ner­ven­enden der ursprüng­lich gesun­den Fuß­soh­le als Über­trä­ger der Druck­emp­fin­dung von der Pro­the­sen­soh­le reaktiviert. 

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