Pro­the­sen­ver­sor­gung nach trans­hu­me­ra­ler Osseo­in­te­gra­ti­on mit Pat­tern-Reco­gni­ti­on-Steue­rung – Fall­be­richt einer Systemumstellung

Bern­hard Oelß­ner
Die Kom­bi­na­ti­on aus Endo-Exo-Ver­sor­gung und moder­ner Steue­rungs­tech­no­lo­gie eröff­net neue Mög­lich­kei­ten in der Pro­the­tik. Anhand eines Pati­en­ten­falls wird die Umstel­lung von einer TMR(Targeted Mus­cle Reinnervation)-basierten Steue­rung auf ein Pat­tern-Reco­gni­ti­on-Sys­tem beschrie­ben. Beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen erga­ben sich durch tech­ni­sche Pro­ble­me in der Vor­ver­sor­gung, die erst durch den Steue­rungs­wech­sel nach­hal­tig gelöst wer­den konnten. 

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Tech­no­lo­gie und Funk­ti­ons­wei­se des Pro­the­senknie­ge­lenks Geni­um X4

Phil­ipp Kam­pas, Tho­mas Hof­mann, Tho­mas Maxi­mi­li­an Köh­ler
Das Geni­um X4 ist die neu­es­te Gene­ra­ti­on der Geni­um-Pro­dukt­fa­mi­lie. Die­ser Arti­kel beschreibt die neu­en Eigen­schaf­ten und deren ange­streb­te Vor­tei­le im Ver­gleich zu den Vor­gän­ger­mo­del­len. Es wird ein Über­blick über kli­ni­sche Stu­di­en zur Geni­um-Fami­lie gege­ben und die Wirk­sam­keit der neu­en Eigen­schaf­ten wird durch die Ergeb­nis­se der ent­wick­lungs­be­glei­ten­den Stu­die untermauert. 

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Ein enga­gier­ter Leis­tungs­sport­ler mit Hemi­pa­re­se und der Ein­satz sen­so­mo­to­ri­scher Fuß­or­the­sen (SMFO)

Ste­fan Woltring
Moder­ne Hilfs­mit­tel bie­ten viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, Men­schen zu unter­stüt­zen, ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Sie spie­len eine zen­tra­le Rol­le im All­tag vie­ler Men­schen, die auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind, um ihre Unab­hän­gig­keit, Mobi­li­tät und Lebens­qua­li­tät zu erhal­ten oder zu verbessern.
In die­sem Fach­bei­trag soll die Bedeu­tung von Hilfs­mit­teln, ins­be­son­de­re im Kon­text des Leis­tungs­sports im Bereich der Para-Leicht­ath­le­tik, beleuch­tet wer­den. An einem Bei­spiel wird gezeigt, wie essen­zi­ell sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen (SMFO), in die­sem Fall in Ver­bin­dung mit Umbau­maß­nah­men am Sport­schuh, für die Teil­ha­be am Leis­tungs­sport sein kön­nen und so die indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung und Moti­va­ti­on för­dern. Ein beein­dru­cken­des Bei­spiel dafür, wie Men­schen in beschrie­be­ner Situa­ti­on ihre Lei­den­schaft für den Sport trotz Her­aus­for­de­run­gen ver­wirk­li­chen kön­nen, ist Ulf Pohl­mann. Seit sei­ner Geburt lei­det er an einer Hemi­pa­re­se, die vor allem die rech­te Kör­per­hälf­te betrifft. Ursa­che dafür war eine Sau­er­stoff­un­ter­ver­sor­gung (Hypo­xie) wäh­rend sei­ner Geburt.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

iOrt – Ent­wick­lung einer über­wa­chen­den Orthe­se mit neu­ar­ti­gem opti­schen Sensorsystem

Lenn­art Van De Vel­de1, Dirk Krem­ser1, Ulrich Jahn­ke2, Ger­nod Heil­mann1, Hol­ger Flatt3, Oli­ver Stüb­be4
Die im Rah­men eines Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes ent­wi­ckel­te zwei­scha­li­ge Ent­las­tungs­or­the­se zur Behand­lung aku­ter Fußul­zer­a­tio­nen wird im 3D-Druck­ver­fah­ren her­ge­stellt und inte­griert addi­tiv gefer­tig­te opti­sche Sen­so­ren und Indus­trie­sen­so­ren zur Druck­mes­sung. Die Sen­so­ren erfas­sen Druck­be­las­tun­gen in Echt­zeit und über­mit­teln die Daten an eine Smart­phone-App, über die Ärz­te indi­vi­du­el­le The­ra­pie­pa­ra­me­ter ein­stel­len und Hin­wei­se an Pati­en­ten aus­ge­ben kön­nen. Die Ver­stell­ein­heit an der Orthe­se erlaubt manu­el­le Anpas­sun­gen der Druck­ver­tei­lung. Zum Ende des Pro­jekts konn­te die Funk­tio­na­li­tät der von den vier Pro­jekt­part­nern – Ser­vice­fer­ti­gung Krem­ser GmbH, Addi­ti­ve Mar­king GmbH, die TH Ost­west­fa­len-Lip­pe und das Fraun­ho­fer IOSB-INA – ent­wor­fe­nen zwei­scha­li­gen Ent­las­tungs­or­the­se in einem Test­lauf bestä­tigt werden.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen mit posi­ti­vem Ein­fluss auf das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht: Ein­blick in eine ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­te Crossover-Studie

Ste­phan Becker1, Ste­ven Simon1, Car­lo Din­dorf1, Micha­el Fröh­lich1
In einer ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­ten Stu­die wur­den 57 gesun­de Erwach­se­ne (Alter: 48,5 ± 11,8 Jah­re) mit­tels Pos­tur­o­gra­phie auf einer Kraft­mess­plat­te mit und ohne sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen (SMFO) und ohne Fuß­or­the­sen (NFO) unter­sucht. Die Pro­ban­den muss­ten einen sta­ti­schen Gleich­ge­wichts­test (30 s) absol­vie­ren, bei dem die Schwan­kungs­flä­che (cm2) mit offe­nen und geschlos­se­nen Augen gemes­sen wur­de. Das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit offe­nen Augen ver­bes­ser­te sich nicht signi­fi­kant (p = 0,07) mit SMFO im Ver­gleich zu NFO um durch­schnitt­lich 16,6 %, wäh­rend sich das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit geschlos­se­nen Augen signi­fi­kant um 20,2 % ver­bes­ser­te (p = 0,01). Die Ergeb­nis­se las­sen ver­mu­ten, dass SMFO eine hilf­rei­che Behand­lungs­me­tho­de zur Ver­bes­se­rung der Gleich­ge­wichts­kon­trol­le sein kön­nen, indem sie die affe­ren­ten Infor­ma­tio­nen inner­halb des sen­so­mo­to­ri­schen Regel­krei­ses beein­flus­sen. Posi­ti­ve Neben­ef­fek­te, die es in wei­te­ren Stu­di­en zu unter­su­chen gilt, könn­ten für Sturz­prä­ven­ti­on sowie Reha­bi­li­ta­ti­on ange­nom­men wer­den. Wei­te­re Unter­su­chun­gen mit alter­na­ti­ven Gleich­ge­wichts­tes­tun­gen sowie Pro­banden­grup­pen müs­sen folgen.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Liner in der Unterschenkel-Prothetik

J. Becker
Bei Pro­the­sen­ver­sor­gun­gen an der unte­ren Extre­mi­tät hat sich die Ver­wen­dung eines Liners durch­ge­setzt. Ins­be­son­de­re bei Ver­sor­gun­gen trans­ti­bia­ler Stümp­fe ist die Viel­falt der mög­li­chen Liner­sys­te­me beacht­lich. Die­se Viel­falt bie­tet die Mög­lich­keit, den Anwen­der bedarfs­ge­recht zu ver­sor­gen, auch wenn es sich um beson­de­re Stümp­fe han­delt. Jedoch ist hier­für Vor­aus­set­zung, die Eigen­schaf­ten der Liner­sys­te­me genau zu ken­nen, um eine pas­sen­de Aus­wahl tref­fen zu kön­nen. Die­ser Arti­kel zeigt eine Über­sicht der Viel­falt von Linersystemen.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Über­blick über die Sko­lio­se­ty­pen: Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­the­ra­pie im Wachstumsalter

M. Schö­ni1, J. M. Spi­rig1
Wäh­rend des Wachs­tums besteht die Mög­lich­keit, eine Wir­bel­säu­len­de­for­mi­tät mit einem Kor­sett effek­tiv zu beein­flus­sen. Die Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­be­hand­lung hän­gen stark von der Art der Defor­mi­tät ab. Die Art der Sko­lio­se muss bei der Indi­ka­ti­ons­stel­lung zur Kor­sett­the­ra­pie, der Fest­le­gung der The­ra­pie­zie­le und beim Aus­spre­chen von The­ra­pie­emp­feh­lun­gen berück­sich­tigt wer­den. In die­sem Arti­kel wird ein Über­blick über die Evi­denz­la­ge zur Kor­sett­the­ra­pie bei den ver­schie­de­nen Arten der Sko­lio­se im Wachs­tums­al­ter gegeben.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Was sind heu­te noch Kon­tra­in­di­ka­tio­nen der Kompressionstherapie?

J. Dis­se­mond1, S. Eder2, S. Läuch­li3, H. Partsch4, M. Stü­cker5
Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ist eine neben­wir­kungs­ar­me kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie, die im deutsch­spra­chi­gen Raum eine lan­ge Tra­di­ti­on hat. Bei den Indi­ka­tio­nen der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie kann man im Bereich der Wund­be­hand­lung zwei wesent­li­che Ein­satz­be­rei­che dif­fe­ren­zie­ren. Die Ver­bes­se­rung der Hämo­dy­na­mik ist ins­be­son­de­re bei phle­bo­lo­gi­schen Krank­heits­bil­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Zudem soll­te die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei nahe­zu allen Pati­en­ten mit Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten ange­wen­det werden.
Heu­te gibt es zuneh­mend weni­ger Kon­tra­in­di­ka­tio­nen, die gegen die Durch­füh­rung einer Kom­pres­si­ons­the­ra­pie in der kli­ni­schen Pra­xis spre­chen. Ent­spre­chend aktu­el­len Leit­li­ni­en sind die­se Kon­tra­in­di­ka­tio­nen die fort­ge­schrit­te­ne peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­heit, die dekom­pen­sier­te Herz­in­suf­fi­zi­enz, die sep­ti­sche Phle­bi­tis und Phleg­ma­sia coe­ru­lea dolens. Zudem gibt es eini­ge Pati­en­ten, bei denen eine eng­ma­schi­ge Kon­trol­le erfol­gen soll­te. Hier­bei han­delt es sich bei­spiels­wei­se um Pati­en­ten mit näs­sen­den Haut­ver­än­de­run­gen oder Poly­neu­ro­pa­thie. Kon­tro­vers dis­ku­tiert wird wei­ter­hin der Ein­satz der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei aku­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie bei­spiels­wei­se dem Erysipel.
Auf­grund der Viel­zahl der heu­te zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kom­pres­si­ons­ma­te­ria­li­en und ‑sys­te­me kann bei dem Groß­teil aller Pati­en­ten mit Wun­den und Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten eine Kom­pres­si­ons­the­ra­pie durch­ge­führt wer­den. Die­se soll­te sich dann als pati­en­ten­ge­rech­te Ver­sor­gung an den Kom­or­bi­di­tä­ten und indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen sowie Fähig­kei­ten der Pati­en­ten orientieren.

Weiterlesen

Erpro­bung addi­tiv her­ge­stell­ter Gesichtsorthesen

R. Kreis1, N. Babel1, D. H. Fors­ter2
Gesichts­or­the­sen wer­den zum Schutz nach Nasen­bein­brü­chen ver­wen­det, damit Sport­ler den Sport­be­trieb frü­hest­mög­lich wie­der auf­neh­men kön­nen. Indi­vi­du­ell ange­pass­te Orthe­sen wer­den übli­cher­wei­se vom Gesicht des Pati­en­ten abge­formt und bestehen aus koh­le­fa­ser­ver­stärk­ten oder trans­pa­ren­ten Kunst­stof­fen. Scan­ner in Ver­bin­dung mit addi­ti­ven Fer­ti­gungs­ver­fah­ren (3D-Druck) ermög­li­chen jedoch mitt­ler­wei­le ein berüh­rungs­lo­ses Her­stel­len von Orthe­sen, auch mit per­fo­rier­ten Ober­flä­chen. Auf­grund sin­ken­der Anschaf­fungs­prei­se für Scan­ner und 3D-Dru­cker ist die Her­stel­lung auch uner­fah­re­nen Hob­by­sport­lern mög­lich. Dies kann aber gefähr­lich wer­den, da bis­her kaum Erkennt­nis­se dar­über ver­füg­bar sind, wel­che Kräf­te addi­tiv her­ge­stell­te Gesichts­or­the­sen aus­hal­ten müs­sen und aus­hal­ten kön­nen, d. h., ob sie über­haupt einen effek­ti­ven Schutz bie­ten oder sogar wei­te­re Ver­let­zun­gen her­vor­ru­fen kön­nen. An der Hoch­schu­le Lands­hut wur­den daher addi­tiv her­ge­stell­te Orthe­sen mecha­ni­schen Belas­tungs­tests unterzogen.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen

Achs- und Rota­ti­ons­ver­än­de­run­gen an der wach­sen­den unte­ren ­Extre­mi­tät: ­Beson­der­hei­ten und kon­ser­va­ti­ve Behandlungsmöglichkeiten

S. Götz
Bevor Maß­nah­men zur Behand­lung oder Beein­flus­sung der Bein­sta­tik bei Kin­dern und Jugend­li­chen ergrif­fen wer­den, müs­sen der alters­spe­zi­fi­sche Ent­wick­lungs­stand und das Wis­sen über den zu erwar­ten­den Spon­tan­ver­lauf zur Abgren­zung reel­ler Patho­lo­gien rich­tig ein­ge­schätzt und bewer­tet werden.
Auf­ga­be der Kin­der­or­tho­pä­den ist es, Fehl­stel­lun­gen in ihrer Ursa­che zu ergrün­den und zu ent­schei­den, ob eine mani­fes­te prä­ar­thro­ti­sche Defor­mi­tät vor­liegt, die bereits im Jugend­al­ter einer Behand­lung bedarf.
Die über­wie­gen­de Zahl an ver­meint­li­chen Rota­ti­ons- oder Achs­feh­lern ist idio­pa­thi­scher Gene­se. Hier­zu zäh­len vor allem der Innen­ro­ta­ti­ons­gang sowie das Genu varum und valgum.
Die The­ra­pie erwie­se­ner behand­lungs­be­dürf­ti­ge Achs­feh­ler ist grund­sätz­lich ope­ra­ti­ver Art, allei­ni­ge kon­ser­va­ti­ve Metho­den sind hier erfolg­los. Beson­de­re Fäl­le des kind­li­chen Genu varum, der infan­ti­le Mor­bus Blount sowie Kno­chen­stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen kön­nen aber orthe­tisch durch­aus sinn­voll unter­stützt wer­den. Auch der kind­li­che oder juve­ni­le Inver­si­ons­gang kann gele­gent­lich schuh­tech­nisch posi­tiv beein­flusst werden.
Bei noch offe­nen Wachs­tums­fu­gen ste­hen ele­gan­te Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren zur Wachs­tums­len­kung bei Achs­de­for­mi­tä­ten zur Ver­fü­gung, die den Kin­dern post­ope­ra­tiv eine unein­ge­schränk­te Mobi­li­tät erlau­ben. Rota­ti­ons­de­for­mi­tä­ten hin­ge­gen erfor­dern in jedem Alter knö­cher­ne Korrekturosteotomien.

Alre­a­dy a mem­ber? Hier ein­log­gen
Weiterlesen