Erpro­bung addi­tiv her­ge­stell­ter Gesichtsorthesen

R. Kreis1, N. Babel1, D. H. Fors­ter2
Gesichts­or­the­sen wer­den zum Schutz nach Nasen­bein­brü­chen ver­wen­det, damit Sport­ler den Sport­be­trieb frü­hest­mög­lich wie­der auf­neh­men kön­nen. Indi­vi­du­ell ange­pass­te Orthe­sen wer­den übli­cher­wei­se vom Gesicht des Pati­en­ten abge­formt und bestehen aus koh­le­fa­ser­ver­stärk­ten oder trans­pa­ren­ten Kunst­stof­fen. Scan­ner in Ver­bin­dung mit addi­ti­ven Fer­ti­gungs­ver­fah­ren (3D-Druck) ermög­li­chen jedoch mitt­ler­wei­le ein berüh­rungs­lo­ses Her­stel­len von Orthe­sen, auch mit per­fo­rier­ten Ober­flä­chen. Auf­grund sin­ken­der Anschaf­fungs­prei­se für Scan­ner und 3D-Dru­cker ist die Her­stel­lung auch uner­fah­re­nen Hob­by­sport­lern mög­lich. Dies kann aber gefähr­lich wer­den, da bis­her kaum Erkennt­nis­se dar­über ver­füg­bar sind, wel­che Kräf­te addi­tiv her­ge­stell­te Gesichts­or­the­sen aus­hal­ten müs­sen und aus­hal­ten kön­nen, d. h., ob sie über­haupt einen effek­ti­ven Schutz bie­ten oder sogar wei­te­re Ver­let­zun­gen her­vor­ru­fen kön­nen. An der Hoch­schu­le Lands­hut wur­den daher addi­tiv her­ge­stell­te Orthe­sen mecha­ni­schen Belas­tungs­tests unterzogen.

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Was sind heu­te noch Kon­tra­in­di­ka­tio­nen der Kompressionstherapie?

J. Dis­se­mond1, S. Eder2, S. Läuch­li3, H. Partsch4, M. Stü­cker5
Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ist eine neben­wir­kungs­ar­me kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie, die im deutsch­spra­chi­gen Raum eine lan­ge Tra­di­ti­on hat. Bei den Indi­ka­tio­nen der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie kann man im Bereich der Wund­be­hand­lung zwei wesent­li­che Ein­satz­be­rei­che dif­fe­ren­zie­ren. Die Ver­bes­se­rung der Hämo­dy­na­mik ist ins­be­son­de­re bei phle­bo­lo­gi­schen Krank­heits­bil­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Zudem soll­te die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei nahe­zu allen Pati­en­ten mit Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten ange­wen­det werden.
Heu­te gibt es zuneh­mend weni­ger Kon­tra­in­di­ka­tio­nen, die gegen die Durch­füh­rung einer Kom­pres­si­ons­the­ra­pie in der kli­ni­schen Pra­xis spre­chen. Ent­spre­chend aktu­el­len Leit­li­ni­en sind die­se Kon­tra­in­di­ka­tio­nen die fort­ge­schrit­te­ne peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­heit, die dekom­pen­sier­te Herz­in­suf­fi­zi­enz, die sep­ti­sche Phle­bi­tis und Phleg­ma­sia coe­ru­lea dolens. Zudem gibt es eini­ge Pati­en­ten, bei denen eine eng­ma­schi­ge Kon­trol­le erfol­gen soll­te. Hier­bei han­delt es sich bei­spiels­wei­se um Pati­en­ten mit näs­sen­den Haut­ver­än­de­run­gen oder Poly­neu­ro­pa­thie. Kon­tro­vers dis­ku­tiert wird wei­ter­hin der Ein­satz der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie bei aku­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie bei­spiels­wei­se dem Erysipel.
Auf­grund der Viel­zahl der heu­te zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kom­pres­si­ons­ma­te­ria­li­en und ‑sys­te­me kann bei dem Groß­teil aller Pati­en­ten mit Wun­den und Öde­men der unte­ren Extre­mi­tä­ten eine Kom­pres­si­ons­the­ra­pie durch­ge­führt wer­den. Die­se soll­te sich dann als pati­en­ten­ge­rech­te Ver­sor­gung an den Kom­or­bi­di­tä­ten und indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen sowie Fähig­kei­ten der Pati­en­ten orientieren.

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Liner in der Unterschenkel-Prothetik

J. Becker
Bei Pro­the­sen­ver­sor­gun­gen an der unte­ren Extre­mi­tät hat sich die Ver­wen­dung eines Liners durch­ge­setzt. Ins­be­son­de­re bei Ver­sor­gun­gen trans­ti­bia­ler Stümp­fe ist die Viel­falt der mög­li­chen Liner­sys­te­me beacht­lich. Die­se Viel­falt bie­tet die Mög­lich­keit, den Anwen­der bedarfs­ge­recht zu ver­sor­gen, auch wenn es sich um beson­de­re Stümp­fe han­delt. Jedoch ist hier­für Vor­aus­set­zung, die Eigen­schaf­ten der Liner­sys­te­me genau zu ken­nen, um eine pas­sen­de Aus­wahl tref­fen zu kön­nen. Die­ser Arti­kel zeigt eine Über­sicht der Viel­falt von Linersystemen.

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Über­blick über die Sko­lio­se­ty­pen: Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­the­ra­pie im Wachstumsalter

M. Schö­ni1, J. M. Spi­rig1
Wäh­rend des Wachs­tums besteht die Mög­lich­keit, eine Wir­bel­säu­len­de­for­mi­tät mit einem Kor­sett effek­tiv zu beein­flus­sen. Die Mög­lich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Kor­sett­be­hand­lung hän­gen stark von der Art der Defor­mi­tät ab. Die Art der Sko­lio­se muss bei der Indi­ka­ti­ons­stel­lung zur Kor­sett­the­ra­pie, der Fest­le­gung der The­ra­pie­zie­le und beim Aus­spre­chen von The­ra­pie­emp­feh­lun­gen berück­sich­tigt wer­den. In die­sem Arti­kel wird ein Über­blick über die Evi­denz­la­ge zur Kor­sett­the­ra­pie bei den ver­schie­de­nen Arten der Sko­lio­se im Wachs­tums­al­ter gegeben.

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Achs- und Rota­ti­ons­ver­än­de­run­gen an der wach­sen­den unte­ren ­Extre­mi­tät: ­Beson­der­hei­ten und kon­ser­va­ti­ve Behandlungsmöglichkeiten

S. Götz
Bevor Maß­nah­men zur Behand­lung oder Beein­flus­sung der Bein­sta­tik bei Kin­dern und Jugend­li­chen ergrif­fen wer­den, müs­sen der alters­spe­zi­fi­sche Ent­wick­lungs­stand und das Wis­sen über den zu erwar­ten­den Spon­tan­ver­lauf zur Abgren­zung reel­ler Patho­lo­gien rich­tig ein­ge­schätzt und bewer­tet werden.
Auf­ga­be der Kin­der­or­tho­pä­den ist es, Fehl­stel­lun­gen in ihrer Ursa­che zu ergrün­den und zu ent­schei­den, ob eine mani­fes­te prä­ar­thro­ti­sche Defor­mi­tät vor­liegt, die bereits im Jugend­al­ter einer Behand­lung bedarf.
Die über­wie­gen­de Zahl an ver­meint­li­chen Rota­ti­ons- oder Achs­feh­lern ist idio­pa­thi­scher Gene­se. Hier­zu zäh­len vor allem der Innen­ro­ta­ti­ons­gang sowie das Genu varum und valgum.
Die The­ra­pie erwie­se­ner behand­lungs­be­dürf­ti­ge Achs­feh­ler ist grund­sätz­lich ope­ra­ti­ver Art, allei­ni­ge kon­ser­va­ti­ve Metho­den sind hier erfolg­los. Beson­de­re Fäl­le des kind­li­chen Genu varum, der infan­ti­le Mor­bus Blount sowie Kno­chen­stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen kön­nen aber orthe­tisch durch­aus sinn­voll unter­stützt wer­den. Auch der kind­li­che oder juve­ni­le Inver­si­ons­gang kann gele­gent­lich schuh­tech­nisch posi­tiv beein­flusst werden.
Bei noch offe­nen Wachs­tums­fu­gen ste­hen ele­gan­te Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren zur Wachs­tums­len­kung bei Achs­de­for­mi­tä­ten zur Ver­fü­gung, die den Kin­dern post­ope­ra­tiv eine unein­ge­schränk­te Mobi­li­tät erlau­ben. Rota­ti­ons­de­for­mi­tä­ten hin­ge­gen erfor­dern in jedem Alter knö­cher­ne Korrekturosteotomien.

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Gren­zen der Stan­dard­mo­del­le für die 3D-Bewe­gungs­ana­ly­se in der Pro­the­tik: Vor­stel­lung einer pro­ble­man­ge­pass­ten Lösung mit ers­ten prak­ti­schen Ergebnissen

E. Pröbs­ting, M. Ernst, T. Schmalz, V. Schop­per, B. Pobat­sch­nig, M. Bell­mann
Eine exak­te Bewer­tung der Funk­ti­on und Sicher­heit von Pro­the­senknie­ge­len­ken ist mit einer instru­men­tel­len 3D-Bewe­gungs­ana­ly­se mög­lich. Dabei ist metho­disch zu beach­ten, dass bei den mar­ker­ba­sier­ten Unter­su­chungs­me­tho­den neben der Mess­tech­nik das genutz­te Modell die Genau­ig­keit der Ana­ly­se ent­schei­dend mit­be­stimmt. In die­sem Bei­trag wird eine Stu­die vor­ge­stellt, in der ein spe­zi­ell für die Bewe­gungs­ana­ly­se von Ober­schen­kel­am­pu­tier­ten ent­wi­ckel­tes Modell mul­ti­zen­trisch getes­tet wur­de. Dabei zeig­te sich, dass die­ses für die pro­the­ti­sche Extre­mi­tät im Ver­gleich zu Stan­dard­mo­del­len die vali­des­ten und relia­bels­ten bio­me­cha­ni­schen Para­me­ter liefert. 

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Peer Coun­seling: Weg­be­rei­ter für eine opti­mier­te Nach­be­hand­lung nach Amputation

M. Beirau1, C. Prahm2, C. Güt­hoff2, G. Oster­hoff1, 3, A. Ekkern­kamp1
Unab­hän­gig von der Ursa­che einer Ampu­ta­ti­on bedeu­ten die Akzep­tanz und der Umgang mit dem aku­ten Ereig­nis für die Betrof­fe­nen eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Die Bewäl­ti­gung, die Reinte­gra­ti­on in das sozia­le sowie beruf­li­che Leben und das Wie­der­erlan­gen der eige­nen Akti­vi­tät berei­ten ampu­tier­ten Per­so­nen oft Schwie­rig­kei­ten und wer­den sehr unter­schied­lich umge­setzt. Als Weg­be­rei­ter könn­te ein Instru­ment mit leben­di­gem Vor­bild­cha­rak­ter die­nen. Hier­für bie­ten sich selbst von Ampu­ta­ti­on betrof­fe­ne Peers an denn die­se oder selbst­er­fah­re­ne Bera­ter kön­nen durch die bereits erfolg­reich bewäl­tig­te Pro­blem­si­tua­ti­on geeig­ne­te und authen­ti­sche Unter­stüt­zung sowie Bera­tung leis­ten. Die­se beson­de­re Bera­tungs­art, das „Peer Coun­seling“, erhält sowohl in der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on (UN-BRK, 2009) als auch im Bun­des­teil­ha­be­ge­setz und im SGB IX einen Rechts­rah­men. Für die unte­re und obe­re Extre­mi­tät gilt es als leit­li­ni­en­ge­rech­tes Ange­bot in der Rehabilitation.

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Fin­ger­phan­to­me in der Pro­the­sen­hand – Pilot­stu­die an einem arm­am­pu­tier­ten Patienten

A. Mei­er-Koll, K.-H. Weber
Nach dem trau­ma­ti­schen Ver­lust einer obe­ren Extre­mi­tät kön­nen deren moto­ri­sche Funk­tio­nen teil­wei­se mit­hil­fe einer myo­elek­tri­schen Hand- oder Arm­pro­the­se wie­der­her­ge­stellt wer­den. Der Anwen­der, der damit einen Gegen­stand ergreift, kann jedoch den Griff­kon­takt nicht spü­ren. In der vor­lie­gen­den Pilot­stu­die mit einem links­sei­tig arm­am­pu­tier­ten Mann konn­ten Phan­tom­wahr­neh­mun­gen für den Dau­men und die Grup­pe der übri­gen Fin­ger aus­ge­löst wer­den, indem zwei umschrie­be­ne Haut­zo­nen unter­halb sei­nes lin­ken Schul­ter­blat­tes mit­hil­fe zwei­er klei­ner Vibra­ti­ons­mo­to­ren gereizt wur­den. Der Unter­su­cher konn­te mit­tels einer Fern­be­die­nung die Vibra­ti­ons­rei­ze exakt in den Momen­ten aus­lö­sen, in denen der Pro­band nach einer Fla­sche griff. Der Pro­band emp­fand sogleich den Griff­kon­takt und spür­te, dass er die Fla­sche hielt. Anhand der Ergeb­nis­se zusätz­li­cher Tests wird dis­ku­tiert, in wel­cher Form das visu­el­le Sys­tem und die Pro­prio­zep­ti­on des Ampu­ta­ti­ons­stump­fes zur Ver­ei­ni­gung von Fin­ger­phan­to­men und Pro­the­sen­hand beitragen.

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Labor­prü­fung von Knie­or­the­sen – aktu­el­ler Stand und Anwendung

D. Hoch­mann, M. Kiril­l­ov
Der Bei­trag beschreibt den aktu­el­len Wis­sens­stand bei der Knie­or­the­sen-Prü­fung und defi­niert die Vor­aus­set­zun­gen für einen repro­du­zier­ba­ren und trenn­schar­fen Ver­gleich der funk­tio­nel­len Eigen­schaf­ten von Knie­orthesen unter kon­trol­lier­ten Prüfbedingungen.

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Mög­lich­kei­ten der algo­rith­mus­ge­führ­ten Erstel­lung von 3D-gedruck­ten ­päd­ia­tri­schen Fuß-/Un­ter­schen­kel­or­the­sen mit ­sen­so­mo­to­ri­scher Fußbettung

A. Rup­pert
Die Digi­ta­li­sie­rung hat längst auch in der Ortho­pä­die­tech­nik Ein­zug gehal­ten. Vie­le Betrie­be ste­hen jedoch noch vor der Fra­ge, wie sie den Ein­stieg in digi­ta­le Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren sinn­voll gestal­ten kön­nen. Am Bei­spiel eines algo­rith­mus­ge­führ­ten Work­flows zur Her­stel­lung päd­ia­tri­scher Fuß- und Unter­schen­kel­or­the­sen mit inte­grier­ter sen­so­mo­to­ri­scher Fuß­bet­tung wird auf­ge­zeigt, wie klas­si­sche Abform­tech­ni­ken mit moder­nen 3D-Scan- und 3D-Druck-Ver­fah­ren ver­bun­den wer­den kön­nen. Die Kom­bi­na­ti­on aus vali­dier­ten Grund­de­signs, intui­ti­ver Kon­fi­gu­ra­ti­on und indi­vi­du­el­ler Anpas­sung ermög­licht eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, patienten­orientierte Ver­sor­gung [1, 2].

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