Symposium rund um Fuß und Sprunggelenk
Das 13. Nürtinger Gelenksymposium von Sporlastic beleuchtet am 19. und 20. September die interdisziplinäre Versorgung von Achillessehne bis Fuß.
WeiterlesenDas 13. Nürtinger Gelenksymposium von Sporlastic beleuchtet am 19. und 20. September die interdisziplinäre Versorgung von Achillessehne bis Fuß.
WeiterlesenF. Großmann, A. Kerkhoff
Der Herstellungsprozess von Hilfsmitteln wird immer digitaler, dazu müssen die Daten, welche zur Herstellung benötigt werden, digital vorliegen. 3D-Scanner kommen hier immer häufiger zum Einsatz, um Körperteile direkt, aber auch Zweckformen und Gipsabdrücke einzuscannen. Die Anzahl an 3D-Scannern und Anbietern steigt kontinuierlich. Alle Systeme bringen ihre Vor- und Nachteile und spezielle Merkmale mit sich. Dieser Artikel gibt einen Überblick über verwendete Technologien, verschiedene Systeme, den Scanprozess und die anschließende Datenaufbereitung.
Plus Fokus-Tag (Präsenz) am Donnerstag, 2. Dezember 2021, mit zwei ganztägigen Kursen – Fachkunde DVT und Basiskurs „Biomechanik und Untersuchungstechniken“.
WeiterlesenBereits zum 12. Mal trafen sich Expert:innen zum gemeinsamen Symposium der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik (BUFA) und der Orthopädischen Klinik am Klinikum Dortmund. Erstmals nach zwölf Jahren wurde der Veranstalterkreis 2021 um ein drittes Mitglied ergänzt: Die Prosektur Akademie, Betriebseinheit der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU Münster), gestaltete zu dieser Premiere den einleitenden Anatomiekurs. Ebenfalls neu in diesem Jahr: Pandemiebedingt fand das Dortmunder Symposium zum ersten Mal als Online-Konferenz statt.
WeiterlesenJ. Wippert
Eine erhöhte Vorfußbelastung ist die Ursache vielfältiger Fußbeschwerden und hat gleichzeitig mannigfaltige Ursachen auf unterschiedlichen Ebenen des Bewegungssystems. Entlang des Bewegungskonzepts der Spiraldynamik® werden in diesem Beitrag verschiedene Ursache-Folge-Ketten aufgezeigt, die den Blick von einer isoliert-statischen Betrachtung hin zu einer global-dynamischen Sichtweise erweitern sollen. Entsprechende therapeutische Lösungswege werden aufgezeigt.
N. Becker, T. Obens
Die Metatarsalköpfchen 2, 3 und 4 treten gegenüber den Metatarsalia 1 und 5 tiefer; der Vorfuß verformt sich. Die daraus folgende Fehlbelastung kann zu einer Instabilität des Fußes, zu Metatarsalgien mit Spreizfuß und Hallux valgus sowie im Sinne einer Kettenreaktion zu negativen Auswirkungen auf den gesamten Halte- und Bewegungsapparat führen. Begünstigt wird die Fehlbelastung durch die Schuhkonstruktion: Im Allgemeinen ist der Leisten im Ballenbereich nach unten gerundet; der entsprechende Schuh stellt den Fuß in eine Art Rinne, wodurch die Topografie des Vorfußgefüges unphysiologisch verändert wird. Dies trifft noch stärker zu beim gebrauchten Schuh, der in der Mitte des Ballens zusätzlich abgelaufen ist. Der Fuß benötigt dagegen eine Unterlage, die die horizontale Ausrichtung der Metatarsalköpfchen in allen Belastungsphasen ohne Beeinträchtigung der Beweglichkeit in Längsrichtung gewährleistet.
N. Grabowski, T. Sprekelmeyer, M. Altenhöfer, A. Brunk, K. Peikenkamp
Diese Studie untersucht die Auswirkungen sensomotorisch wirkender Fußorthesen (SMFO) auf die Belastung des Knick-Senkfußes beim Gehen. Sowohl die plantare Druckverteilung als auch die Biege- und Torsionsbelastung wurden untersucht. Durch die Fußorthese kommt es in der mittleren Standphase zur Änderung der Rotationsrichtung am Metatarsophalangealgelenk I (MTP I) und am distalen Interphalangealgelenk V (DIP V). Durch die innenrotierten MTP I und MTP V sowie das in Neutralstellung befindliche DIP I zeigt sich eine dynamische Aufrichtung des Längsgewölbes. Da sich die Rotation an der Ferse und am MTP V während dieser Gangphase nicht verändert, kann von einer Korrektur der Valgusstellung des Rückfußes ausgegangen werden.
J. Hamel, M. Nell
Am Beispiel der Dorsal-Bunion-Deformität nach operativ behandeltem idiopathischem Klumpfuß wird die Bedeutung der Pedographie zur Erfassung schwerer Funktionsstörungen im Bereich des medialen Fußstrahles dargestellt. Der Effekt des Flexor-hallucis-longus- und Tibialisanterior-Transfers im Rahmen knöchern-weichteiliger Korrekturen mit Plantarisierung des ersten Strahles in zehn Fällen konnte prä- und postoperativ quantitativ erfasst werden. Eine physiologische Belastung des zuvor unbelasteten Metatarsale I wurde ohne übermäßigen Kraftverlust der Großzehe erzielt.
H. Durst, A. Lieschke, M. Fischer
Der Knick-Senk-Fuß ist eine häufig anzutreffende und mindestens ebenso häufig unterschätzte Deformität, die sowohl die Sprunggelenke als auch die Fußgelenke betrifft. Die Crux dieser Deformität ist der Umstand, dass viele Patienten trotz mitunter starker Deformität ohne orthopädische Behandlung bis ins hohe Alter schmerzfrei gehfähig bleiben. Allerdings ist auch bekannt, dass, wenn ein Knick-Senk-Fuß einmal eine Schmerzhaftigkeit entwickelt hat, diese kaum mehr mit rein konservativen Maßnahmen zu behandeln ist und oft eine Operation notwendig wird. Deshalb wurde das „X‑Foot-Concept“ entwickelt, das auf eine aktive Korrektur der Deformität in drei Therapiestufen mit Unterstützung durch sensomotorische Einlagen abzielt. Die – leider beschränkten – konservativen Therapiemöglichkeiten, wenn ein Knick-Senk-Fuß eine Schmerzhaftigkeit entwickelt hat, werden in diesem Artikel ebenso beschrieben wie operative Grundprinzipien.
H. Böhm, M. Hösl, L. Döderlein
Fußmodelle sind eine hilfreiche Ergänzung zur bisherigen Fußdiagnostik. Sie messen die komplexe dreidimensionale Bewegung des Fußes beim Gehen und sind eine Verfeinerung der schon seit Jahren angewendeten Ganzkörpermodelle in der instrumentellen dreidimensionalen Ganganalyse. Fußdeformitäten und die dadurch eingeschränkte Funktion beim Gehen lassen sich hierdurch quantifizieren, um die Versorgung mit Einlagen und Orthesen zu verbessern. Dieser Artikel zeigt an Patientenbeispielen die Anwendungsbereiche auf und erläutert, was man bei der Verwendung von Fußmodellen beachten sollte.