Diabetes

Orthopädie-Schuhtechnik

Ein schmerz­vol­les Leben ohne Schmerz

„Ich stell es mir so vor, als wür­de der Fuß ein­schla­fen. Er fühlt sich groß und klo­big an. Und man kann damit nicht rich­tig lau­fen“, ver­sucht Sus­an Cle­ver einen pas­sen­den Ver­gleich zu fin­den, wohl wis­send, dass sie sich damit dem Gefühl nur im Ansatz nähern kann. Dia­be­ti­sche Neu­ro­pa­thie zu ver­ste­hen fällt Men­schen, die selbst nicht betrof­fen sind, schwer, ist für die Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­peu­tin aber eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Behand­lung und Ver­sor­gung der Patient:innen.

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Verbände & Politik

Dia­be­tes-Pod­cast nimmt Poli­ti­ker in die Zange

In Deutsch­land leben inklu­si­ve Dun­kel­zif­fer zehn Mil­lio­nen Men­schen mit Dia­be­tes. Täg­lich kom­men 1.700 Neu­erkrank­te hin­zu. Bei gleich­blei­ben­der Ent­wick­lung wird damit gerech­net, dass hier­zu­lan­de bis zum Jahr 2040 etwa 12,3 Mil­lio­nen Men­schen an Dia­be­tes erkrankt sein wer­den. Den­noch las­sen kon­kre­te Maß­nah­men von Sei­ten der Poli­tik auf sich war­ten, bemän­gelt die gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on Dia­be­tes­DE – Deut­sche Dia­be­tes-Hil­fe und hat daher zusam­men mit dem Medi­zin-Ver­lag Med­trix eine neue, vor­erst vier­tei­li­ge Poli­tik-Pod­cast-Rei­he ins Leben gerufen. 

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FachartikelPeer Review

Tem­pe­ra­tur­mess­soh­le zur Prä­ven­ti­on eines dia­be­ti­schen Fußsyndroms

L. Eschen­burg
Einer von vier Dia­be­tes­pa­ti­en­ten ent­wi­ckelt im Lau­fe der Erkran­kung eine Neu­ro­pa­thie in den Füßen. Das Feh­len von Druck‑, Schmerz- und Hit­ze­emp­fin­den wie­der­um begüns­tigt die Ent­ste­hung eines dia­be­ti­schen Fuß­syn­droms, das letzt­lich bis zur Ampu­ta­ti­on füh­ren kann. Am häu­figs­ten wird es bei Pati­en­ten mit Dia­be­tes mel­li­tus Typ 2 fest­ge­stellt. Welt­weit sind heu­te über 125 Mio. Men­schen davon betrof­fen, und eine indi­vi­du­el­le voll­um­fäng­li­che Betreu­ung ist auch in Indus­trie­na­tio­nen kaum mög­lich. Aller­dings kann, bevor sich ein Geschwür bil­det, bereits weit im Vor­aus ein loka­ler Tem­pe­ra­tur­an­stieg gemes­sen und zeit­nah eine adäqua­te The­ra­pie ein­ge­lei­tet wer­den. Sinn­voll ist es daher, die Fuß­tem­pe­ra­tur eng­ma­schig, am bes­ten kon­ti­nu­ier­lich, zu kon­trol­lie­ren. Bei der im Fol­gen­den vor­ge­stell­ten Tem­pe­ra­tur­mess­soh­le wur­den die bekann­ten Her­aus­for­de­run­gen einer prä­ven­ti­ven Über­wa­chung im All­tag wie tech­ni­sche Mach­bar­keit, Mess-Adhä­renz und eine schnel­le und kla­re Infor­ma­ti­ons­über­mitt­lung für Pati­en­ten und Leis­tungs­er­brin­ger aus Sicht der Ent­wick­ler adäquat gelöst. Die­ser Arti­kel beschreibt den Ent­wick­lungs­pro­zess der ent­spre­chen­den Tem­pe­ra­tur­mess­soh­le und das fina­le Produkt. 

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FachartikelPeer Review

Poten­zi­el­les Früh­warn­sys­tem für dia­be­ti­sche Fuß­schä­di­gun­gen durch sen­sor­be­stück­te Einlegesohlen

A. Al Haj­jar, A. Ming, V. Cle­mens, P. R. Mertens
Bei Dia­be­tes­pa­ti­en­ten ist eine Ner­ven­schä­di­gung mit ver­min­der­ter Wahr­neh­mung von Schmer­zen und Druck in den Füßen ein häu­fi­ges Krank­heits­bild. Das Feh­len die­ser wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen för­dert die Ent­wick­lung von Fuß­ge­schwü­ren. Pro­phy­lak­ti­sche Maß­nah­men sind mög­lich durch Erhe­bung der Tem­pe­ra­tur an der Fuß­soh­le, denn vor einer Geschwür­bil­dung steigt Tage bis Wochen vor­her die Tem­pe­ra­tur an. Erfah­run­gen der Autoren in einem Tele­me­di­zin­pro­jekt wei­sen auf viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten zur Unter­stüt­zung von Pati­en­ten mit Ner­ven­schä­den hin. Her­aus­for­de­run­gen sind neben dem tech­ni­schen Rüst­zeug der Tem­pe­ra­tur­er­he­bung die Mess-Adhä­renz der Pati­en­ten, über­sicht­li­che Anzei­ge­mög­lich­kei­ten für die betreu­en­den medi­zi­ni­schen Berufs­grup­pen sowie ein inter­ak­tiv gestal­te­tes “bidi­rek­tio­na­les” Inter­face. Der Arti­kel stellt die Metho­dik einer kli­ni­schen Stu­die über die Wirk­sam­keit eines Tem­pe­ra­tur-Früh­warn­sys­tems bezüg­lich der Ver­mei­dung von Geschwür­bil­dun­gen mit 288 Pati­en­ten dar und dis­ku­tiert vor­läu­fi­ge Erfahrungen.

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AllgemeinPolitikVerbände & Politik

Start einer Natio­na­len Dia­be­tes-Stra­te­gie beschlossen

Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 2. Juli den Antrag der Regie­rungs-Frak­tio­nen der CDU/CSU und SPD für einen „Start einer Natio­na­len Dia­be­tes-Stra­te­gie – Gesund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on in Deutsch­land und Ver­sor­gung des Dia­be­tes mel­li­tus ziel­ge­rich­tet wei­ter­ent­wi­ckeln“ beschlossen.

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Verbände & Politik

Wis­sen­schaft­li­che, sozi­al­po­li­ti­sche und psy­cho­lo­gi­sche Aspek­te im Fokus

Ent­ste­hung, Vor­beu­gung und The­ra­pie der Stoff­wech­sel­er­kran­kung Dia­be­tes mel­li­tus stan­den im Mit­tel­punkt der Dia­be­tes Herbst­ta­gung 2019 im Con­gress Cen­ter Leip­zig. Rund 3.400 Teil­neh­mer folg­ten der Ein­la­dung zur Ver­an­stal­tung der Deut­schen Dia­be­tes Gesell­schaft (DDG).

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FachartikelPeer Review

Anpas­sung ther­mo­plas­ti­scher Vor­fuß­pro­the­sen zum Aus­gleich von Umfangs- und Form­än­de­run­gen beim dia­be­ti­schen Fußstumpf

P. Jauch
Die Ver­sor­gung von Dia­be­ti­kern mit Fuß­pro­the­sen gehört zuneh­mend zum All­tag in den Ortho­pä­die-­Tech­nik-Betrie­ben. Die abneh­men­de Zahl von Majo­ram­pu­ta­tio­nen führt zu einer Ver­schie­bung im Ver­sor­gungs­all­tag – weg von Unter­schen­kel­stümp­fen, hin zu Fußstümpfen. 

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FachartikelOrthopädie-SchuhtechnikPeer Review

Ver­sor­gungs­kon­zept beim dia­be­ti­schen Char­cot-Fuß mit Fokus auf Typ San­ders 2–4

T. B. Bud­ny, J. Har­des, G. Gos­he­ger
Die Char­cot-Arth­ro­pa­thie ist eine cha­rak­te­ris­ti­sche Kom­pli­ka­ti­on des dia­be­ti­schen Fußes. Sie kann mit aus­ge­präg­ten Fehl­stel­lun­gen bzw. Luxa­tio­nen mit dar­aus resul­tie­ren­der Ulkus­bil­dung und einem hohen Ampu­ta­ti­ons­ri­si­ko ein­her­ge­hen, bedingt durch Super­in­fek­tio­nen. Tra­di­tio­nell wird die akti­vier­te NOAP kon­ser­va­tiv behan­delt, jedoch kön­nen mas­si­ve Insta­bi­li­tä­ten, Fehl­stel­lun­gen und rezi­di­vie­ren­de Ulzera des Fußes eine chir­ur­gi­sche The­ra­pie not­wen­dig machen, um eine Ampu­ta­ti­on zu ver­hin­dern. Das ope­ra­ti­ve Manage­ment die­ser Hoch­ri­si­ko­pa­ti­en­ten stellt hohe Anfor­de­run­gen an das inter­dis­zi­pli­nä­re Team; des­sen Zusam­men­spiel ist der ent­schei­den­de Schlüs­sel für den Lang­zeit­erfolg. In dem Bei­trag wird das Müns­teri­sche Ver­sor­gungs­kon­zept beim dia­be­ti­schen Char­cot-Fuß vorgestellt.

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