Neu­ar­ti­ges Orthe­sen­sys­tem zur Unter­stüt­zung der Kopf­hal­te­funk­ti­on bei Dropped-Head-Syndrom

S. Matys­sek, D. Jäger
Das Drop­ped-Head-Syn­drom (DHS) tritt bei einer Rei­he von Erkran­kun­gen – oft als Begleit­erschei­nung einer schwer­wie­gen­den Indi­ka­ti­on – auf. Pati­en­ten lei­den unter die­ser Sym­pto­ma­tik in beson­ders viel­fäl­ti­ger Wei­se, da der Kopf je nach Schwe­re­grad der Erkran­kung nur ein­ge­schränkt ange­ho­ben oder aktiv gehal­ten wer­den kann. Die kon­ven­tio­nel­le Ver­sor­gung die­ses Krank­heits­bilds beschränkt sich bis­her wei­test­ge­hend auf die Zweck­ent­frem­dung unter­schied­li­cher Zer­vi­kal­orthe­sen, die jedoch den Anfor­de­run­gen vie­ler Betrof­fe­ner nicht gerecht wer­den. Der größ­te Nach­teil bestehen­der Sys­te­me zeigt sich in einer weit­rei­chen­den Immo­bi­li­sie­rung des Kop­fes, wodurch das häu­fig noch vor­han­de­ne Bewe­gungs­ver­mö­gen des Anwen­ders unter­bun­den wird. 

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Ein Vor­bild, nicht nur für Prothesenträger

Anläss­lich des Inter­views der OT-Redak­ti­on mit Para-Sport­le­rin Deni­se Schind­ler, sprach die Redak­ti­on auch mit M.Sc., Dipl.-Designer (FH) Jan­nis Bre­u­n­in­ger (39). Der Mit­grün­der und Lei­ter Pro­dukt­ent­wick­lung Pro­the­tik der 2016 gegrün­de­ten Fir­ma Mecu­ris mit der­zeit 30 Mit­ar­bei­tern, erläu­tert aus der Fir­men­per­spek­ti­ve die Ver­sor­gung von Deni­se Schindler.

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Aus­ge­zeich­ne­tes Kor­sett: Bestä­ti­gung für Arbeit, Zeit und Liebe

Im Regio­nal­wett­be­werb Bonn-Köln von Jugend forscht wur­de in die­sem Jahr ein Pro­jekt aus der Tech­ni­schen Ortho­pä­die aus­ge­zeich­net. Die 18-jäh­ri­ge Fran­zis­ka Völz­gen erhielt einen zwei­ten Preis im Fach­be­reich „Arbeits­welt“ und einen Son­der­preis von Make für ihr Pro­jekt „Behand­lungs­me­tho­den für Sko­lio­se: Ent­wick­lung eines nach­hal­ti­gen Kor­setts“. Im Gespräch mit der OT-Redak­ti­on ver­rät die Abitu­ri­en­tin ihre Moti­va­ti­on und Vorgehensweise.

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Unter­stüt­zen­de The­ra­pie mit Quen­gel­schie­nen – gewe­be­phy­sio­lo­gi­sche und wund­hei­lungs­spe­zi­fi­sche Über­le­gun­gen zur Dosierung

T. Kol­ler
Beim Ein­satz von Quen­gel­schie­nen zur Beweg­lich­keits­ver­bes­se­rung reagiert das Gewe­be grund­sätz­lich wie bei der Manu­el­len The­ra­pie. Oft scheint die Dau­er des manu­el­len Rei­zes durch den The­ra­peu­ten oder den Pati­en­ten selbst nicht für die gewünsch­te Beweg­lich­keits­ver­bes­se­rung nach einem Trau­ma oder einer Ope­ra­ti­on aus­zu­rei­chen. Auch hier gilt, dass der Gebrauch die Funk­ti­on bestimmt – schon mini­ma­le län­ger andau­ern­de Kräf­te von außen rei­chen für eine funk­tio­nel­le Aus­rich­tung auf Gewe­bee­be­ne aus (Mecha­no­trans­duk­ti­on). Der zwei­te Bin­de­ge­webs­wi­der­stand (R2) scheint kli­nisch ein guter Anhalts­punkt für eine adäqua­te Dosie­rung der mecha­ni­schen Span­nung auf das Gewe­be zu sein. Eine Quen­gel­schie­ne kann bezüg­lich der Anwen­dungs­dau­er hier eine sinn­vol­le Ergän­zung bie­ten. Der Bei­trag stellt die phy­sio­lo­gi­schen Grund­la­gen für die Dosie­rung dar und zeigt anhand eines Fall­bei­spiels die kli­ni­sche Umset­zung bei einer Ell­bo­gen­frak­tur auf.

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Ent­wick­lung einer dyna­mi­schen Hand­orthe­se zur Behand­lung einer Dupuytren’schen Kontraktur

F. Güh­ne, D. Krem­ser
Im Rah­men einer Bache­lor­ar­beit wur­de eine neue dyna­mi­sche Hand­orthe­se ent­wi­ckelt. Das Krank­heits­bild „Mor­bus Dupuytren“ stand dabei im Mit­tel­punkt der Ent­wick­lung. In die­sem Arti­kel wird die Ent­wick­lungs­ar­beit doku­men­tiert und ana­to­mi­sche, phy­sio­lo­gi­sche und bio­me­cha­ni­sche Aspek­te des Pro­jekts beleuch­tet sowie eine Anwen­der­be­ob­ach­tung im Anschluss an die Ent­wick­lungs­ar­beit vor­ge­stellt. Dyna­mi­sche Hand­orthe­sen sind Nischen­pro­duk­te, die mit Hil­fe des 3D-Drucks an Attrak­ti­vi­tät gewin­nen und die prä- und post­ope­ra­ti­ve Behand­lung nach­hal­tig ver­bes­sern können.

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Fall­bei­spiel: 3D-Druck gefer­tig­te Arm­pro­the­se für einen erwach­se­nen Dys­me­lie-Pati­en­ten mit ultra­kur­zem Unterarmstumpf

C. Suh­le
Die indi­vi­du­el­le Pati­en­ten­ver­sor­gung stellt den Ortho­pä­die­tech­ni­ker immer wie­der vor spe­zi­fi­sche Her­aus­for­de­run­gen. Blickt man auf der Suche nach Lösun­gen auch ein­mal in die Ver­gan­gen­heit, fin­den sich dort bis­wei­len inter­es­san­te Lösungs­an­sät­ze, die – kom­bi­niert mit moder­nen Fer­ti­gungs­me­tho­den – zu her­aus­ra­gen­den Ergeb­nis­sen füh­ren kön­nen. Am Bei­spiel einer Arm­pro­the­sen­ver­sor­gung wird das Poten­zi­al der Sym­bio­se aus tra­dier­tem Wis­sen mit aktu­el­lem Know-how aufgezeigt.

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3D-Druck-Pio­nier: „Erfolgs­quo­te liegt bei annä­hernd 100 Prozent“

Ruth Jus­ten sprach mit einem der Digi­ta­li­sie­rungs­pio­nie­re, dem Ortho­pä­die­schuh­ma­cher-Meis­ter Mar­tin Jae­ger, über sei­nen Weg in die Digi­ta­li­sie­rung und sei­ne Erfah­run­gen damit.

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Ver­sor­gung mit Kopf­schutz­hel­men im 3D-Druck nach Kra­ni­ek­to­mie — Ver­gleich zwi­schen kon­ven­tio­nel­ler und digi­ta­ler Fertigung

A. Flamm
Wird durch raum­for­dern­de Pro­zes­se inner­halb des Schä­dels die Eröff­nung der Schä­del­ka­lot­te, eine soge­nann­te Kra­ni­ek­to­mie, not­wen­dig, so bedür­fen die dadurch unbe­deckt lie­gen­den Struk­tu­ren des Gehirns eines exter­nen Schut­zes. Zur Her­stel­lung geeig­ne­ter Schutz­hel­me ste­hen ver­schie­de­ne Pro­zes­se zur Ver­fü­gung, die im Arti­kel mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den; dabei wird ins­be­son­de­re auf die Vor­tei­le der digi­ta­len Modell­er­stel­lung in Ver­bin­dung mit einer addi­ti­ven Fer­ti­gung (3D-Druck) ein­ge­gan­gen. Ver­sor­gun­gen mit Kopf­schutz­hel­men über­neh­men zumeist die den Unfall­kli­ni­ken ange­glie­der­ten ortho­pä­di­schen Werkstätten.

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Selbst­be­stimm­te und indi­vi­dua­li­sier­te Fer­ti­gung von All­tags­hil­fen per 3D-Druck für Men­schen mit Behinderungen

I. Bos­se, B. Pel­ka
Oft sind es schon die klei­nen Din­ge des All­tags, die Men­schen mit Behin­de­run­gen vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Dabei gehört es zu den Grund­be­dürf­nis­sen, ein mög­lichst selbst­stän­di­ges und unab­hän­gi­ges Leben zu füh­ren. Zuneh­mend nimmt sich die soge­nann­te Maker-Bewe­gung – Men­schen, die Din­ge selbst her­stel­len und sich dabei moderns­ter Tech­nik wie des 3D-Drucks bedie­nen – die­ser Pro­ble­me an. Sie tref­fen sich in soge­nann­ten Maker­spaces oder Fablabs. Grund­ge­dan­ke des Dort­mun­der Maker­space „Self-made“ ist es, die par­ti­zi­pa­ti­ve Her­stel­lung indi­vi­dua­li­sier­ter All­tags­hil­fen für Men­schen mit Behin­de­run­gen zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Das Pro­jekt greift dabei auf Erfah­run­gen mit der Ent­wick­lung und Erfor­schung von Zen­tren sozia­ler Inno­va­ti­on zurück. Grund­le­gend ist dabei der soge­nann­te Design-Thin­king-Ansatz, damit zu gestal­ten­de Objek­te auch von Men­schen mit kom­ple­xen Behin­de­run­gen selbst ent­wi­ckelt und erforscht wer­den können.

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Mehr Teil­ha­be aus dem 3D-Drucker

Wer­den Men­schen mit Behin­de­rung künf­tig häu­fi­ger mit 3D-gedruck­ten Pro­the­sen und Orthe­sen ver­sorgt? Zumin­dest sieht die Bun­des­re­gie­rung in addi­tiv hergestell­ten pati­en­ten­in­di­vi­du­el­len Son­der­an­fer­ti­gun­gen „gro­ßes Poten­ti­al“, wie es in der Ant­wort aus dem Bundesge­sundheitsministerium auf eine Klei­ne Anfra­ge der FDP-Frak­ti­on heißt.

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