Das Ver­sor­gungs­spek­trum 3D-gedruck­ter Rumpf­orthe­sen, dar­ge­stellt anhand von vier Fallbeispielen

S. B. Wür­sching, A. Würsching
Der 3D-Druck stellt für die Kon­struk­ti­on und die Ver­sor­gung mit Rumpf­orthe­sen einen neu­en Weg dar, um noch bes­ser und effek­ti­ver auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ein­ge­hen zu kön­nen. Mit die­ser Tech­nik wird das mög­li­che Ver­sor­gungs­spek­trum erwei­tert, weil die bio­me­cha­ni­sche Kon­struk­ti­on einer erfolg­rei­chen Ver­sor­gung bes­ser an die All­tags­be­dürf­nis­se der zu Ver­sor­gen­den ange­passt wer­den kann. Ziel ist es, dass die Pati­en­ten das Hilfs­mit­tel anneh­men – sei es ein Klein­kind, ein Teen­ager oder ein Erwach­se­ner im fort­ge­schrit­te­nen Alter. Das Hilfs­mit­tel muss sich gut in den All­tag inte­grie­ren las­sen, denn erst dann kön­nen die bio­me­cha­ni­schen Errun­gen­schaf­ten und das Wis­sen um die Ver­bes­se­rung der Gesund­heit zum Tra­gen kom­men. Dabei hat die addi­ti­ve Fer­ti­gung im Kor­sett­bau nach Ansicht der Autoren nichts mit „Rapid Pro­to­typ­ing“ oder kos­ten­güns­ti­ger Schnell­fer­ti­gung zu tun. Viel­mehr stellt sie eine hoch­spe­zia­li­sier­te Mög­lich­keit dar, durch eine maxi­mier­te Indi­vi­dua­li­sie­rung die All­tags­taug­lich­keit und den Kom­fort einer Rumpf­orthe­se zu opti­mie­ren. Die Pati­en­ten erhal­ten ein ver­bes­ser­tes Tra­ge­ge­fühl, wäh­rend die Tech­ni­ker die­se Metho­de leicht in den gewohn­ten Ver­sor­gungs­ab­lauf inte­grie­ren kön­nen. Wie viel­fäl­tig das Ver­sor­gungs­spek­trum mit 3D-gedruck­ten Rumpf­orthe­sen sein kann, zeigt der fol­gen­de Arti­kel anhand von vier Fallbeispielen.

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Schuh­ver­sor­gung in der Geriatrie

Die Schuh­ver­sor­gung im Bereich Ger­ia­trie ist viel­sei­tig und kom­plex. Denn der ger­ia­tri­sche Fuß ist nicht ein­fach nur ein Fuß, der in die Jah­re gekom­men ist – viel­mehr stellt die Komor­bi­di­tät der Pati­en­ten oft sehr indi­vi­du­el­le Anfor­de­run­gen, sodass vom Leis­tungs­er­brin­ger eine Ver­knüp­fung unter­schied­li­cher Ver­sor­gungs­stra­te­gien erwar­tet wird. 

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„Smart Fall“: Ent­wick­lung eines Sys­tems zur Sturz- und Akti­vi­tä­ten­er­ken­nung im Smart Home

M. König, H.-J. Lako­mek, A. Pört­ner, D. Spru­te
Das Pro­jekt „Smart Fall“ beschäf­tigt sich mit einem kos­ten­güns­ti­gen Sys­tem zur Erken­nung von Akti­vi­tä­ten und Stür­zen älte­rer Men­schen und der Ein­bin­dung des Sys­tems in einen Smart-Home-Kon­text. Das ent­wi­ckel­te Sys­tem umfasst zwei wesent­li­che Kom­po­nen­ten: Ein soge­nann­tes Weara­ble dient als Sen­so­rik zur Erken­nung von Stür­zen und Akti­vi­tä­ten einer Per­son, wäh­rend eine Emp­fangs­kom­po­nen­te zur Kopp­lung an das Smart Home dient. Bei­de Kom­po­nen­ten kom­mu­ni­zie­ren funk­ba­siert mit­ein­an­der. Die Erken­nung von Stür­zen und eine damit ver­bun­de­ne Alar­mie­rung im Not­fall betrifft ins­be­son­de­re älte­re Men­schen, die sich mög­li­cher­wei­se nach einem Sturz nicht mehr selbst hel­fen kön­nen. Das The­ma hat eben­falls eine star­ke Rele­vanz für Men­schen in häus­li­cher Pfle­ge und in Pflegeeinrichtungen.

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Inno­va­ti­ve Not­ruf­sys­te­me im Real­test — Vom Labor in die Häuslichkeit

V. Pfis­ter, B. Stei­ner, N. Röll, S. Chiriac
Inhalt des Vor­ha­bens war die prak­ti­sche Erpro­bung von AAL-For­schungs­er­geb­nis­sen zur auto­ma­ti­schen Erken­nung von Not­fäl­len in einer rea­len Ein­satz­um­ge­bung mit dem Ziel, die Ergeb­nis­se in den Markt zu über­füh­ren. Hier­bei wur­den drei markt­fä­hi­ge Sicher­heits­sys­te­me im Pro­to­ty­pen­sta­di­um („Safe@home“, „Haus­not­ruf 2.0“ und intel­li­gen­te Tex­ti­li­en) zur auto­ma­ti­schen Not­faller­ken­nung unter rea­len Bedin­gun­gen getes­tet und eva­lu­iert. Des Wei­te­ren wur­de eine ein­heit­li­che Alar­mie­rungs­schnitt­stel­le ent­wi­ckelt, damit die drei Sicher­heits­sys­te­me kom­bi­niert ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Sie zeich­nen sich dadurch aus, dass sie voll­au­to­ma­tisch Not­si­tua­tio­nen erken­nen und eine ent­spre­chen­de Alar­mie­rung durch­füh­ren. Dies ist beson­ders im Ein­satz bei Pati­en­ten mit leich­ter und mit­tel­schwe­rer Demenz wich­tig, da die­se Pati­en­ten unter Umstän­den nicht in der Lage sind, selbst aktiv Hil­fe zu holen.

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Chan­cen tech­ni­scher Assis­tenz beim Assess­ment von Sturz, Deku­bi­tus und Schlaf im höhe­ren Alter und bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit — Ein Praxisbericht

S. Dist­ler, C. Weiß
Der Schlaf zählt zu den größ­ten Kraft­quel­len mensch­li­cher Ener­gie, die gera­de in spä­te­ren Lebens­jah­ren mehr Augen­merk benö­tigt. In einem drei­mo­na­ti­gen Pra­xis­test mit einem intel­li­gen­ten Medi­zin­pro­dukt konn­ten erstaun­li­che Infor­ma­tio­nen über die Nacht­ak­ti­vi­tät und Nacht­ru­he pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen in zwei Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ermit­telt wer­den, die mit mensch­li­cher Beob­ach­tungs­ga­be nicht mög­lich gewe­sen wären. Zusam­men mit die­ser elek­tro­ni­schen Aus­wer­tung war es auf­grund ver­än­der­ter Inter­ven­tio­nen mög­lich, mehr Lebens­qua­li­tät für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner zu erreichen.

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Bar­rie­re­frei­es Woh­nen – aktu­el­ler Stand und tech­ni­sche Innovationen

M. Sau­er
Der demo­gra­fi­sche Wan­del ist nicht mehr auf­zu­hal­ten: Immer mehr Men­schen in Deutsch­land wer­den immer älter. Deren Ziel ist es, mög­lichst lan­ge in den eige­nen vier Wän­den zu blei­ben. Um dies zu errei­chen, sind mehr oder weni­ger umfang­rei­che Anpas­sungs­maß­nah­men in den Woh­nun­gen erfor­der­lich. Varia­bi­li­tät und vor­aus­schau­en­de Pla­nung sind not­wen­dig, um vor allem das Bad als wich­ti­gen Lebens­raum zukunfts­si­cher zu machen. Die Lösun­gen rei­chen vom mobi­len Hal­te­griff über das Dusch-WC bis hin zu kom­plett ver­netz­ten Sys­te­men. Teil­wei­se wer­den ent­spre­chen­de Maß­nah­men auch durch öffent­li­che Stel­len wie die KfW (Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau) finanziert.

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Rumpf­ort­he­tik und Mie­der­ver­sor­gung in der Geriatrie

B. Gra­ge-Roß­mann
Die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung der Gesell­schaft führt auch in der Ortho­pä­die-Tech­nik zu einem grö­ße­ren Anteil an Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in höhe­rem Alter. Die kör­per­li­che Ver­än­de­rung im Alter erfor­dert ent­spre­chend adap­tier­te Ver­sor­gun­gen auch im Rumpf­be­reich, sodass die Pati­en­ten sich mög­lichst lan­ge allei­ne an- und aus­zie­hen kön­nen. Hier füh­ren ein­fa­che Ver­schluss­me­cha­nis­men eben­so wie z. B. eine gute Pass­form bei feh­len­dem Weich­teil­ge­we­be zu einer akzep­ta­blen Ver­sor­gung für älte­re Menschen.

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Stür­ze pro­the­tisch ver­sorg­ter Beinamputierter

M. Kraft, B. Wes­teb­be, M. Zick­erow, S. Bun­ke, J. Thie­le, N. Tre­mer, M. Timp­ner, W. Flemming
Der Bei­trag fasst eini­ge Ergeb­nis­se eines kürz­lich erschie­nen Health Tech­no­lo­gy Assess­ments zum The­ma „Sturz­pro­phy­la­xe bei älte­ren Men­schen in ihrer per­sön­li­chen Wohn­um­ge­bung“ (Bal­zer K, Bre­mer M, Schramm S, Lüh­mann D, Ras­pe H. Sturz­pro­phy­la­xe bei älte­ren Men­schen in ihrer per­sön­li­chen Wohn­um­ge­bung (HTA). DIMDI, Köln, 2012) hin­sicht­lich der Sturz­ri­si­ken zusam­men, die sich auf älte­re Bein­pro­the­sen­trä­ger über­tra­gen las­sen. Unter älte­ren Men­schen wer­den hier alle ab einem Lebens­al­ter von 60 Jah­ren ver­stan­den. Zahl­rei­che alters­be­ding­te Ein­schrän­kun­gen, die nach­fol­gend beschrie­ben wer­den, füh­ren auch unab­hän­gig von einer Ampu­ta­ti­on zur Erhö­hung der Sturz­ge­fahr. Wei­ter­hin wer­den bis­he­ri­ge Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zur Sturz­ge­fahr bein­pro­the­tisch ver­sorg­ter Pati­en­ten zusam­men­ge­fasst. Dar­un­ter ist auch eine eige­ne Befra­gung von 97 Bein­pro­the­sen­trä­gern (Bun­ke S, Kraft M. Befra­gung von Bein­am­pu­tier­ten zu Gefähr­dungs­si­tua­tio­nen im All­tag. Ortho­pä­die Tech­nik, 2010; 61 (1): 30). Eine aktu­el­le Ana­ly­se der Ver­sor­gungs­da­ten eines Kos­ten­trä­gers unter bein­am­pu­tier­ten Ver­si­cher­ten lie­fer­te kei­ne klar auf Sturz­fol­gen rück­führ­ba­ren Ergeb­nis­se. Die­se Daten zeig­ten jedoch eini­ge signi­fi­kan­te Unter­schie­de zwi­schen einer Ver­gleichs­grup­pe und Bein­pro­the­sen­trä­gern, die im Zusam­men­hang mit Stür­zen ste­hen könn­ten. Abschlie­ßend wer­den tech­ni­sche Lösun­gen und eini­ge Stu­di­en­ergeb­nis­se zur Ver­rin­ge­rung der Sturz­ge­fahr bzw. der Sturz­fol­gen von Bein­pro­the­sen­trä­gern beschrieben.

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Was ist anders bei trans­fe­mo­ra­ler Pro­the­tik für ger­ia­tri­sche Patienten?

I. Pfef­fer­korn, B. Sibbel
Das Ver­hält­nis zwi­schen Jung und Alt gerät zuneh­mend aus dem Gleich­ge­wicht – hin zu einer altern­den Gesell­schaft. Mul­ti­mor­bi­di­tät beim betag­ten trans­fe­mo­ral Ampu­tier­ten hat Aus­wir­kun­gen auf sei­ne Mobi­li­tät und sei­ne Psy­che. Das Reha­bi­li­ta­ti­ons­team ist uner­läss­lich, um den Erfolg der pro­the­ti­schen Ver­sor­gung zu sichern. Der Arti­kel dis­ku­tiert Kri­te­ri­en des Pro­the­sen­schaf­tes und der Pas­s­teil­aus­wahl für den älte­ren Patienten.

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