iToi­let – ein moto­ri­sier­tes und IKT-unter­stütz­tes Toilettensystem

P. Panek, P. Mayer:
Fixe Stan­dard­toi­let­ten erfül­len oft nicht die Bedürf­nis­se vie­ler älte­rer Men­schen und von Per­so­nen mit Behin­de­run­gen. Inner­halb des EU-Pro­jekts „iToi­let“ wird ein inno­va­ti­ves, mit­tels Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik (IKT) unter­stütz­tes modu­la­res Toi­let­ten­sys­tem ent­wi­ckelt und erprobt, das die Auto­no­mie, Wür­de und Sicher­heit zu Hau­se leben­der älte­rer Men­schen unter­stüt­zen soll. Das Pro­jekt star­te­te mit der Prio­ri­sie­rung von Nut­zer­an­for­de­run­gen von 74 Per­so­nen, dar­un­ter 41 Men­schen mit Mobi­li­täts­be­ein­träch­ti­gung (Pri­mär­nut­zer), 21 Pfle­ge­per­so­nen (Sekun­där­nut­zer) und 12 Gesund­heits­ma­na­ger (Ter­tiär­nut­zer). Die wich­tigs­ten Wün­sche waren beid­sei­ti­ge klapp­ba­re Hand­läu­fe, eine Höhen- und Nei­gungs­ein­stel­lung des Toi­let­ten­sit­zes, eine Not­faller­ken­nung und eine mög­lichst gro­ße Ein­fach­heit der Ver­wen­dung. Par­al­lel zur tech­ni­schen Ent­wick­lung wur­den par­ti­zi­pa­ti­ve Desi­gnak­ti­vi­tä­ten durch­ge­führt, um die Anwen­der kon­ti­nu­ier­lich in den Design­pro­zess einzubeziehen.

Meh­re­re Pro­to­ty­pen­tests wur­den bereits erfolg­reich abge­schlos­sen. Der Bei­trag beschreibt die gemein­sam mit älte­ren Men­schen und Betreu­ungs­per­so­nen ent­wi­ckel­ten Pro­to­typ­ge­nera­tio­nen und ver­mit­telt einen Ein­blick in die bis­he­ri­gen Erpro­bungs­er­geb­nis­se. Ein Feld­test des ver­bes­ser­ten fina­len Pro­to­ty­pen­sys­tems in den rea­len Umge­bun­gen eines Wie­ner Tages­zen­trums und einer unga­ri­schen Reha­bi­li­ta­ti­ons­kli­nik wur­de erfolg­reich abge­schlos­sen. Abschlie­ßend wird ein Aus­blick auf mög­li­che wei­te­re Ein­satz­ge­bie­te der assis­ti­ven Toi­let­te vermittelt.

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Part­ner­schaf­ten und Netz­wer­ke zur Umset­zung smar­ter Quar­tie­re — Nut­zer­be­tei­li­gung und Wis­sens­trans­fer zur Stär­kung von Akzeptanz

S. Leon­hardt, T. Neu­mann, M. Schnei­der, J. Schu­bert, B. Gill, T. Teich, C. Alip­pi
Part­ner­schaf­ten und Netz­wer­ke haben bei der Gestal­tung „smar­ter Quar­tie­re“ („intel­li­gen­ter“ städ­ti­scher Wohn­vier­tel, die beson­ders ener­gie­ef­fi­zi­ent und res­sour­cen­scho­nend kon­zi­piert sind und allen Genera­tio­nen, ins­be­son­de­re auch der älte­ren, ein lebens­wer­tes Wohn­um­feld bie­ten) eine zen­tra­le Bedeu­tung, denn sie sind ent­schei­dend sowohl für die Ent­wick­lung von Quar­tie­ren als auch für die damit ver­bun­de­nen Tech­no­lo­gien und Dienst­leis­tungs­sys­te­me. Dabei spielt die Digi­ta­li­sie­rung von Dienst­leis­tun­gen und deren Ver­net­zung eine beson­de­re Rol­le. Der Bei­trag stellt mög­li­che tech­ni­sche Grund­la­gen smar­ter Quar­tie­re, deren Akzep­tanz und Ver­brei­tung sowie einen Weg zu deren Umset­zung und Ver­ste­ti­gung durch die Eta­blie­rung leis­tungs­fä­hi­ger Netz­wer­ke am Bei­spiel des Kom­pe­tenz­zen­trums „ubi­ne­um“ in Zwi­ckau vor. Der Fokus liegt dabei auf der Betei­li­gung der Nut­zer und dem Wis­sens­trans­fer zur Stei­ge­rung der Akzeptanz.

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Das Pro­jekt RehaIn­ter­act – Ent­wick­lung einer sen­sor­ba­sier­ten Gang­schu­le zur Akti­vie­rung der unte­ren Extremitäten

M. John, G. Kock, B. Häus­ler, A. Groh­nert, J. Lie­bach, M. Wolsch­ke, A. Smu­raw­ski, K. Som­mer­feld
Schwerst­ge­schä­dig­te Pati­en­ten – z. B. nach einem Schlag­an­fall oder einer Rücken­marks­ver­let­zung – müs­sen meist grund­le­gen­de Funk­tio­nen und Bewe­gun­gen wie Ste­hen oder Gehen wie­der neu erler­nen. Um reha­bi­li­ta­ti­ve Maß­nah­men auch nach dem Kli­nik­auf­ent­halt attrak­tiv zu gestal­ten, um dem Pati­en­ten eine zeit- und orts­un­ab­hän­gi­ge Ver­sor­gung anzu­bie­ten und um die Fern­be­treu­ung durch Ärz­te und The­ra­peu­ten zu gewähr­leis­ten, wur­de im Pro­jekt RehaIn­ter­act eine sen­sor­ba­sier­te Gang­schu­le ent­wi­ckelt, die in ein inter­ak­ti­ves The­ra­pie­um­feld inte­griert ist. 

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Chan­cen tech­ni­scher Assis­tenz beim Assess­ment von Sturz, Deku­bi­tus und Schlaf im höhe­ren Alter und bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit — Ein Praxisbericht

S. Dist­ler, C. Weiß
Der Schlaf zählt zu den größ­ten Kraft­quel­len mensch­li­cher Ener­gie, die gera­de in spä­te­ren Lebens­jah­ren mehr Augen­merk benö­tigt. In einem drei­mo­na­ti­gen Pra­xis­test mit einem intel­li­gen­ten Medi­zin­pro­dukt konn­ten erstaun­li­che Infor­ma­tio­nen über die Nacht­ak­ti­vi­tät und Nacht­ru­he pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen in zwei Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ermit­telt wer­den, die mit mensch­li­cher Beob­ach­tungs­ga­be nicht mög­lich gewe­sen wären. Zusam­men mit die­ser elek­tro­ni­schen Aus­wer­tung war es auf­grund ver­än­der­ter Inter­ven­tio­nen mög­lich, mehr Lebens­qua­li­tät für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner zu erreichen.

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Mit tech­ni­scher Unter­stüt­zung lan­ge selbst­stän­dig in der eige­nen Woh­nung leben – Fik­ti­on oder schon Realität?

N. Röll, B. R. Sau­rer, J. Schnei­der, S. Chi­riac, J. Para­da, T. Blö­cher, A. Back­of, D. Orrad­re, W. Stork
Der Wunsch der Men­schen in der heu­ti­gen Gesell­schaft, ein selbst­be­stimm­tes Leben in der gewohn­ten Wohn­um­ge­bung zu ver­brin­gen, hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zahl­rei­che For­schungs­vor­ha­ben her­vor­ge­bracht, die sich mit der Ent­wick­lung alters­ge­rech­ter Assis­tenz­sys­te­me befas­sen. Tech­no­lo­gien sol­len genau auf die Bedürf­nis­se älte­rer und ein­ge­schränk­ter Men­schen abge­stimmt sein, um ihnen und ihrem Umfeld bei den täg­li­chen Auf­ga­ben zu assis­tie­ren. Dabei wer­den Nut­zer über den gesam­ten Ent­wick­lungs­pro­zess hin­weg ein­be­zo­gen, um bereits früh die Akzep­tanz der Tech­no­lo­gien zu för­dern und die Ent­wick­lun­gen auf die Bedürf­nis­se der jewei­li­gen Ziel­grup­pen abzu­stim­men. Der fol­gen­de Bei­trag stellt eini­ge der For­schungs­vor­ha­ben vor und zeigt, wie ein Trans­fer der Pro­jek­te in die tat­säch­li­che Anwen­dung gelin­gen kann.

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