„Eine Adi­po­si­tas kommt sel­ten allein“

Die Zahl der Men­schen mit einer Adi­po­si­tas-Erkran­kung nimmt welt­weit zu. Par­al­lel dazu steigt die Zahl der Patient:innen mit einem Adi­po­si­tas asso­zi­ier­ten Lymphö­dem. Die­se Erfah­run­gen macht auch Prof. Dr. Ste­fa­nie Reich-Schup­ke in ihrer phle­bo­lo­gi­schen Pra­xis in Reck­ling­hau­sen. Doch wel­che Erkran­kung war zuerst da? Wo sind die Zusam­men­hän­ge zu sehen? Sind die klas­si­schen Behand­lungs­op­tio­nen- und metho­den beim Lymphö­dem auch bei Patient:innen mit Adi­po­si­tas wirk­sam? Wel­che Aus­wir­kun­gen hat die­se Ent­wick­lung auf die inter­dis­zi­pli­nä­re Versorgung? 

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Lymph­sym­po­si­um: Adi­po­si­tas oder Lipödem?

319 Teilnehmer:innen aus 13 Län­dern begrüß­te der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter Prof. Dr. Mar­kus Stü­cker zu Beginn des 11. Bochu­mer Lymph­sym­po­si­ums „Öde­me und Adi­po­si­tas“ am 29. Janu­ar online und live in der Bochu­mer Jahr­hun­dert­hal­le. Offen­bar hat­ten die Ver­an­stal­ter mit den Pro­gramm­in­hal­ten einen Nerv getrof­fen. Vie­le der Referent:innen spra­chen dann auch immer wie­der von einer „Pan­de­mie der Adi­po­si­tas“ und vom Wunsch, dass Adi­po­si­tas gesell­schaft­lich end­lich als Krank­heit aner­kannt wird. Die zahl­rei­chen Adi­po­si­tas indu­zier­ten Beglei­ter­kran­kun­gen wie bei­spiels­wei­se das Lymphö­dem, Wun­der­kran­kun­gen u. Ä. stel­len nach Ansicht eini­ger Vor­tra­gen­den schon jetzt alle an der Ver­sor­gung betei­lig­ten Berufs­grup­pen vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen, die im Sym­po­si­um ange­spro­chen und dis­ku­tiert wurden.

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Para­dig­men­wech­sel in der Behand­lung des Lipödems

H.-W. Fied­ler
Bei der Behand­lung des Lipö­dems steht spä­tes­tens seit Erschei­nen der S1-Leit­li­nie „Lipö­dem“ im Jahr 2015 die Kom­ple­xe Phy­si­ka­li­sche Ent­stau­ungs­the­ra­pie im Zen­trum. Immer häu­fi­ger wer­den aber Stim­men von Exper­ten laut, die bei der Dia­gnos­tik im All­tag kein Ödem fin­den kön­nen, wes­halb eine Ent­stau­ung nicht sinn­voll erscheint. Daher erfolgt der­zeit ein Para­dig­men­wech­sel bei der Behand­lung die­ser sehr belas­ten­den chro­ni­schen Erkran­kung, die mehr auf die Besei­ti­gung der inflamma­to­ri­schen Kom­po­nen­te und die Behand­lung der Beglei­ter­kran­kun­gen abzielt. Die­ser Bei­trag zeigt den gegen­wär­ti­gen Stand euro­päi­scher Exper­ten­mei­nun­gen auf, die ihre Nie­der­schrift in der geplan­ten nächs­ten Leit­li­nie zur Behand­lung des Lipö­dems fin­den wer­den. Ent­schei­dend ist die rasche Ver­brei­tung die­ser Erkennt­nis­se in allen Behand­ler­krei­sen: von Sani­täts­haus­fach­an­ge­stell­ten über Phy­sio­the­ra­peu­ten und dia­gnos­ti­zie­ren­de Ärz­te bis hin zu den Ver­ant­wort­li­chen der Gesundheitspolitik.

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Appa­ra­ti­ve Ent­stau­ung bei Ödem in den Bei­nen – ist ein schen­kel­lan­ges Gerät immer nötig?

E. Men­do­za
Die Zahl der Adi­po­si­ta­ser­kran­kun­gen und der damit ein­her­ge­hen­den Fol­ge­be­schwer­den wie bei­spiels­wei­se Waden­öde­me steigt in Deutsch­land rapi­de an. Damit ver­bun­den ist auch ein Anstieg von Ver­ord­nun­gen der soge­nann­ten Appa­ra­ti­ven Inter­mit­tie­ren­den Kom­pres­si­on (AIK) als aner­kann­te The­ra­pie­form zu ver­zeich­nen. Doch wel­che AIK ist für wel­che Indi­ka­ti­on sinnvoll?

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XXL-Pas­s­tei­le in der Bein­pro­the­tik — Anfor­de­run­gen und Bedarf bei über­ge­wich­ti­gen Prothesenträgern

M. Poll­mey­er
In der Zustands­er­he­bung erfasst der Ortho­pä­die-Tech­ni­ker die kli­ni­schen Bedin­gun­gen sowie die Bedürf­nis­se und Anfor­de­run­gen des Pro­the­sen­an­wen­ders: Die­se Fak­to­ren beein­flus­sen die not­wen­di­ge Schaft­tech­nik, Pas­s­teil­aus­wahl, hand­werk­li­che Umset­zung, Sicher­heit und die Rela­ti­on zwi­schen Akti­vi­tät und Kör­per­ge­wicht und der Fes­tig­keit der Pas­s­tei­le. Bei stark über­ge­wich­ti­gen Anwen­dern ist eine tech­ni­sche Umset­zung der Bedürf­nis­se und Not­wen­dig­kei­ten oft­mals nur ein­ge­schränkt mög­lich, da die Rah­men­be­din­gun­gen deut­lich ein­ge­schränk­ter sind als bei nor­mal­ge­wich­ti­gen Ampu­tier­ten. Der Arti­kel schil­dert, wie die Ortho­pä­die-Tech­nik auf die­se beson­de­ren Anfor­de­run­gen an eine adäqua­te Ver­sor­gung über­ge­wich­ti­ger Anwen­der reagie­ren kann.

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