Lipö­dem und Psy­che: Ein­fluss see­li­scher Fak­to­ren auf die Schmerzwahrnehmung

G. Erba­cher, T. Bertsch
Beim Lipö­dem-Syn­drom voll­zieht sich der­zeit ein Para­dig­men­wech­sel – weg von der Ödem­be­hand­lung hin zu einer Behand­lung der tat­säch­li­chen Beschwer­den der betrof­fe­nen Frau­en. Neben einer rele­van­ten – dis­pro­por­tio­na­len – Fett­ge­webs­ver­meh­rung im Bereich der Bei­ne und/oder Arme gehö­ren Schmer­zen (Spon­tan- und/oder Druck­schmerz) als Haupt­dia­gno­se­kri­te­ri­um zu den Beschwer­den bei einem Lipö­dem. Bei die­sen Beschwer­den spie­len sowohl inflamma­to­ri­sche Pro­zes­se als auch psy­chi­sche Ein­flüs­se eine essen­zi­el­le Rol­le. Die Lipö­dem-Stu­die der Föl­dik­li­nik ver­deut­licht als ers­te Unter­su­chung die­ser Art den Ein­fluss see­li­scher Fak­to­ren auf die Schmer­zen beim Lipö­dem. Aus dem Para­dig­men­wech­sel resul­tiert eine Neu­aus­rich­tung des The­ra­pie­kon­zepts, das von einer euro­päi­schen Exper­ten­grup­pe erar­bei­tet und in einem inter­na­tio­na­len Kon­sen­sus­do­ku­ment publi­ziert wur­de. Ent­spre­chend die­sem neu­en The­ra­pie­kon­zept des Lipö­dem-Syn­droms wird an die­ser Stel­le die Rol­le der zer­ti­fi­zier­ten Fach­kraft im Sani­täts­fach­han­del in den Fokus gerückt, die mit einer pas­sen­den Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung einen wesent­li­chen Bei­trag zu einer gelin­gen­den The­ra­pie leis­tet. Durch ihr Ver­ständ­nis, ihre Empa­thie und das Wecken einer Erwar­tung posi­ti­ver Ver­än­de­run­gen bei den betrof­fe­nen Frau­en trägt sie maß­geb­lich zur Bes­se­rung des Schmerz­ge­sche­hens bei.

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Schmerz­lin­dern­der Effekt von Kom­pres­si­on bei aku­ter Thrombose?

H. Partsch
Im aku­ten Sta­di­um einer tie­fen Venen­throm­bo­se ist eine adäqua­te Kom­pres­si­on imstan­de, die schmerz­haf­te Schwel­lung des Beins bei mobi­len Pati­en­ten zu redu­zie­ren, die mobil blei­ben und wei­ter­hin gehen kön­nen. Die­se Behand­lungs­mo­da­li­tät bei gleich­zei­ti­ger exak­ter Anti­ko­agu­la­ti­on basiert vor­wie­gend auf Erfah­rung und hat eine lan­ge Tra­di­ti­on in Euro­pa. Lei­der gibt es bis­her nur weni­ge ran­do­mi­sier­te, kon­trol­lier­te Stu­di­en, die die­ses Kon­zept unter­stüt­zen, das zudem wich­ti­ge Impli­ka­tio­nen bezüg­lich der Redu­zie­rung eines post­throm­bo­ti­schen Syn­droms aufweist.

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Chro­ni­sches regio­na­les Schmerz­syn­drom (CRPS) – Spie­gel­the­ra­pie und berufs­be­zo­ge­ne reha­bi­li­ta­ti­ve Konzepte

S. Mid­del­dorf
Das Krank­heits­bild des Chro­ni­schen regio­na­len Schmerz­syn­droms ist kom­plex. Daher gilt es, phy­sio- und ergo­the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men in den Behand­lungs­pro­zess eben­so ein­zu­be­zie­hen wie psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­fah­ren. Neben der leit­li­ni­en­ori­en­tier­ten The­ra­pie gibt es wei­te­re inter­es­san­te Behand­lungs­me­tho­den, die den Pati­en­ten auf sei­nem Weg zurück in den beruf­li­chen All­tag unter­stüt­zen kön­nen. Der fol­gen­de Arti­kel stellt die Spie­gel­the­ra­pie und das Sys­tem der Eva­lua­ti­on der funk­tio­nel­len Leis­tungs­fä­hig­keit (EFL) als wich­ti­ge the­ra­peu­ti­sche Bau­stei­ne vor.

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