Zum Nut­zen mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern: eine aktua­li­sier­te sys­te­ma­ti­sche Literaturanalyse

A. Hahn, A. Kannenberg 
Der Nut­zen per Mikro­pro­zes­sor gesteu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke (MPK) für unein­ge­schränk­te Außen­be­reichs­ge­her (Akti­vi­täts­klas­se 3) mit Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on ist in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur gut belegt. Kan­nen­berg et al. ana­ly­sier­ten 2014/2015 in einer viel zitier­ten Über­sichts­ar­beit den Stand der wis­sen­schaft­li­chen For­schung bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern (Akti­vi­täts­klas­se 2) in den Berei­chen „Sicher­heit des Pro­the­sen­ge­brauchs“,  „leis­tungs­ba­sier­te Funk­tio­na­li­tät und Mobi­li­tät“ sowie „vom Pati­en­ten wahr­ge­nom­me­ne Funk­tio­na­li­tät und Zufrie­den­heit“. Die vor­lie­gen­de Arbeit aktua­li­siert die­se Über­sicht unter Anwen­dung der­sel­ben Methodik. 

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Zum Nut­zen mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern — Eine sys­te­ma­ti­sche Ana­ly­se der Literatur

A. Kan­nen­berg, B. Zacha­ri­as, E. Pröbsting
Der Nut­zen mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ter Pro­the­sen­knie­ge­len­ke (MPK) für unein­ge­schränk­te Außen­be­reichs­ge­her (Akti­vi­täts­klas­se 3) mit Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on ist in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur gut belegt. Die vor­lie­gen­de sys­te­ma­ti­sche Über­sichts­ar­beit der ver­öf­fent­lich­ten Stu­di­en mit MPK bei ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern (Akti­vi­täts­klas­se 2) hat nun den Nut­zen von MPK in den Berei­chen Sicher­heit des Pro­the­sen­ge­brauchs, leis­tungs­ba­sier­te Funk­tio­na­li­tät und Mobi­li­tät sowie wahr­ge­nom­me­ne Funk­tio­na­li­tät und Zufrie­den­heit mit der Pro­the­se in die­ser weni­ger leis­tungs­fä­hi­gen Pati­en­ten­grup­pe ana­ly­siert. Zehn wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur­da­ten­ban­ken wur­den nach ent­spre­chen­den Ver­öf­fent­li­chun­gen über kli­ni­sche Stu­di­en durch­sucht. Es konn­ten ins­ge­samt sechs Publi­ka­tio­nen über vier Stu­di­en mit MPK bei 57 Pati­en­ten der Akti­vi­täts­klas­se 2 iden­ti­fi­ziert und ana­ly­siert wer­den. Nach den Kri­te­ri­en eines Coch­ra­ne-Reviews zu Pro­the­sen­pas­s­tei­len wur­de die metho­di­sche Qua­li­tät von vier Arti­keln als mit­tel und von zwei Publi­ka­tio­nen als gering ein­ge­stuft. Die Ana­ly­se der Stu­di­en, die alle mit dem C‑Leg und/ oder dem C‑Leg Com­pact durch­ge­führt wur­den, ergab eine signi­fi­kan­te Ver­rin­ge­rung der Stür­ze von ein­ge­schränk­ten Außen­be­reichs­ge­hern um bis zu 80 % und eine signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung von Indi­ka­to­ren für das Sturz­ri­si­ko bei Ver­wen­dung eines MPK. Die leis­tungs­ba­sier­ten Test­pa­ra­me­ter zeig­ten, dass ein MPK die Pati­en­ten der Akti­vi­täts­klas­se 2 befä­hi­gen kann, in der Ebe­ne ca. 14 bis 25 %, auf unebe­nem Unter­grund etwa 20 % und Ram­pen her­un­ter bis zu 30 % schnel­ler zu gehen. Dar­über hin­aus kön­nen die Pati­en­ten auch Akti­vi­tä­ten bes­ser bewäl­ti­gen, die eigent­lich typisch für die Akti­vi­täts­klas­se 3 sind.

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