Kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie bei Rup­tur des Hin­te­ren Kreuz­ban­des (HKB) – wann und wie?

B. H. Drews
Auf­grund sei­ner embryo­lo­gi­schen Ent­wick­lung mit extra­ar­ti­ku­lä­rer Lage und dadurch zir­kum­fe­ren­ter syn­ovia­ler Umhül­lung hat das hin­te­re Kreuz­band (HKB) ein hohes kon­ser­va­ti­ves Hei­lungs­po­ten­ti­al. Dies hat sich auch bereits seit vie­len Jahr­zehn­ten ver­brei­tet, ohne jedoch jemals mit aus­rei­chend Evi­denz belegt zu wer­den. Durch die zuneh­mend bes­ser wer­den­den publi­zier­ten Ergeb­nis­se der ope­ra­ti­ven The­ra­pien in den letz­ten Jah­ren muss­ten sich auch im kon­ser­va­ti­ven Bereich Wei­ter­ent­wick­lun­gen ergeben.

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11. TTO: Inter­pro­fes­sio­nell versorgen

Als Vor­stoß zum inter­dis­zi­pli­nä­ren Fach­aus­tausch von Medi­zin und Ortho­pä­die-Tech­nik gilt der Tag der Tech­ni­schen Ortho­pä­die (TTO), den der Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT) mit ver­schie­de­nen Part­nern regel­mä­ßig durchführt.

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Eine mul­ti­di­men­sio­na­le Bewer­tung eines neu­ar­ti­gen adap­ti­ven ver­sus tra­di­tio­nel­len pas­si­ven Schutz­sys­te­men gegen Sprunggelenksverletzungen

S. Will­wa­cher, A. Bru­der, J. Rob­bin, J. Krup­pa, P. Mai
Hin­ter­grund: Sprung­ge­lenks­ban­da­gen sol­len late­ra­le Sprung­ge­lenks­ver­let­zun­gen redu­zie­ren. Neben dem Schutz sind auch Fak­to­ren, die die Anwen­der­ak­zep­tanz beein­flus­sen, wie sport­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit, Bewe­gungs­ein­schrän­kung und das Emp­fin­den der Anwen­der für die Akzep­tanz und somit die Ver­let­zungs­prä­ven­ti­on von Bedeu­tung. Neu­ar­ti­ge adap­ti­ve Schutz­sys­te­me haben – im Gegen­satz zu tra­di­tio­nel­len pas­si­ven Kon­zep­ten der Sprung­ge­lenks­ver­stei­fung – den Anspruch, ihr mecha­ni­sches Ver­hal­ten in Abhän­gig­keit der Inten­si­tät der Bewe­gung (z. B. von der Inver­si­ons­ge­schwin­dig­keit) zu verändern.
Ziel: Ver­gleich der Leis­tungs­fä­hig­keit einer neu­ar­ti­gen adap­ti­ven Ban­da­ge mit 2 pas­si­ven Sprung­ge­lenks­ban­da­gen unter Berück­sich­ti­gung von Schutz, sport­li­cher Leis­tung, Bewe­gungs­frei­heit und sub­jek­ti­vem Emp­fin­den in einer kon­trol­lier­ten Laborstudie. 

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Pro­the­sen­ver­sor­gung zum Rad­fah­ren bei ultra­kur­zem Ober­arm – ein Fallbeispiel

B. Ken­te­nich
Da die Sport­pro­the­tik in Bezug auf Mate­ria­li­en, bestehen­de Schaft­sys­te­me und Struk­tur­pass­tei­le vor beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen gestellt ist, müs­sen die­se stets von Neu­em über­dacht und an die Anfor­de­run­gen des Pati­en­ten ange­passt wer­den. Von beson­de­rer Bedeu­tung ist daher die Erpro­bung und damit Opti­mie­rung neu­er Sport­pro­the­sen. Anhand des Ver­sor­gungs­bei­spiels eines ultra­kur­zen Ober­arms wird die­ser Anpas­sungs­pro­zess für eine Pro­the­se spe­zi­ell fürs Fahr­rad­fah­ren beschrie­ben – vom Gips­ab­druck über den ers­ten Test­schaft bis hin zur defi­ni­ti­ven Sportprothese.

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Effek­te ver­schie­de­ner Orthe­sen­kon­zep­te auf die Knie­ge­lenk­sta­bi­li­tät bei Pati­en­ten mit vor­de­rer Kreuzbandruptur

A. Focke, H. Stein­gre­be, F. Möh­ler, St. Ring­hof, St. Sell, W. Pott­hast, Th. Stein
In der Reha­bi­li­ta­ti­on nach Kreuz­band­ver­let­zun­gen wer­den häu­fig Knie­or­the­sen ein­ge­setzt, deren Wirk­sam­keit in Bezug auf die Gelenk­sta­bi­li­sie­rung ins­be­son­de­re bei All­tags- und Sport­be­we­gun­gen jedoch noch nicht hin­rei­chend unter­sucht wor­den ist. Ziel die­ser Stu­die war es daher, den Ein­fluss einer Hart­rah­men- und einer Soft­or­the­se auf die Knie­ge­lenk­ki­ne­ma­tik von Pati­en­ten mit vor­de­rer Kreuz­bandrup­tur zu unter­su­chen. Dazu wur­den zwei Bewe­gungs­auf­ga­ben gewählt, die die Knie­be­we­gung in der Fron­tal­ebe­ne (Gehen mit seit­lich kip­pen­der Kraft­mess­plat­te) und in der Trans­ver­sal­ebe­ne (180° Rich­tungs­wech­sel) pro­vo­zie­ren. Die Ergeb­nis­se zei­gen, dass bei­de Orthe­sen das Knie­ge­lenk in ähn­li­cher Wei­se stabilisieren.

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Grund­sät­zen treu bleiben

Die Lei­den­schaft für sein Fach trei­be ihn an, so Prof. Dr. Beat Hin­ter­mann im OT-Gespräch. Der Ortho­pä­de und Sport­arzt wur­de im Som­mer auf dem 36. Jah­res­kon­gress der Gesell­schaft für Ortho­pä­disch-Trau­ma­to­lo­gi­sche Sport­me­di­zin (GOTS) für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen in der Fuß- und Sprung­ge­lenk­chir­ur­gie geehrt.

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Auf­takt für die OTWorld 2022

Der Auf­takt für die nächs­te OTWorld vom 10. bis 13. Mai 2022 ist gemacht. Das Pro­gramm­ko­mi­tee des OTWorld-Kon­gres­ses 2022 traf sich am 26. Febru­ar auf Ein­la­dung des Ver­an­stal­ters, der Con­fairm­ed GmbH, zu sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den, hybri­den Sit­zung. In einer kon­struk­ti­ven Run­de dis­ku­tier­ten die nam­haf­ten Exper­ten aus Medi­zin, Wis­sen­schaft und Hand­werk zum Teil schon sehr prä­zi­se The­men­vor­schlä­ge für ver­schie­dens­te Ver­an­stal­tungs­for­ma­te wie Sym­po­si­en, Leucht­tür­me oder Key­notes – „mit Bra­vour“, wie Ant­je Feld­mann, Pro­jekt­lei­te­rin der Con­fairm­ed GmbH, nach dem vier­stün­di­gen Aus­tausch mit Hin­blick auf die kon­kre­ten Ergeb­nis­se der ers­ten Tagungs­ord­nung resümierte. 

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Mit gebün­del­ten Kräf­ten für das Fach

Die kon­kre­te Pro­gramm­pla­nung für die OTWorld 2022 hat zwar noch nicht begon­nen, mit der Bekannt­ga­be der Kon­gress­prä­si­dent­schaft sind aber bereits die ers­ten rich­tungs­wei­sen­den Pflö­cke ein­ge­schla­gen. Dabei set­zen die Orga­ni­sa­to­ren wie bereits in die­sem Jahr erneut auf eine Dop­pel­spit­ze, um sowohl den hand­werk­li­chen als auch den medi­zi­ni­schen Hin­ter­grund mit in den Gestal­tungs­pro­zess ein­flie­ßen zu lassen.

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Funk­tio­nel­le Anfor­de­run­gen an die Kon­struk­ti­on von Lauf­schu­hen – ein Überblick

F. I. Michel, A. Metzger
Seit der Ein­füh­rung der ers­ten indus­tri­ell gefer­tig­ten Lauf­schu­he vor etwa 150 Jah­ren haben sich die drei pri­mä­ren funk­tio­nel­len Anfor­de­run­gen nicht ver­än­dert: Bei der Kon­zep­ti­on von Lauf­schu­hen ste­hen nach wie vor Ver­let­zungs­prä­ven­ti­on, Leis­tungs­ver­bes­se­rung und/oder Opti­mie­rung des Kom­forts im Mit­tel­punkt. Eben­so wenig haben sich die Haupt­be­stand­tei­le und somit der prin­zi­pi­el­le Auf­bau eines Lauf­schuhs ver­än­dert. Die­ser setzt sich aus zwei wesent­li­chen Kom­po­nen­ten zusam­men: dem Schaft und der Boden­ein­heit, die aus Zwi­schen­soh­le und Außen­soh­le besteht. Den­noch hat der Lauf­schuh nicht nur sein Aus­se­hen gra­vie­rend ver­än­dert – auch sei­ne Ein­satz­ge­bie­te sind viel­fäl­ti­ger gewor­den, was wie­der­um in der Aus­prä­gung sei­ner funk­tio­nel­len Eigen­schaf­ten deut­lich erkenn­bar ist. Der Arti­kel stellt neben aktu­el­len Lauf­schuh­trends auch neu­es­te Mate­ri­al­ent­wick­lun­gen und damit ver­bun­de­ne moder­ne Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gien vor, deren Anwen­dung in der Ortho­pä­die-Tech­nik als sinn­voll erach­tet wird.

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