Össur zahlt drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag für Fior & Gentz

Paukenschlag auf dem europäischen Hilfsmittelmarkt! Wie das isländische Unternehmen Össur am 16. Januar bekannt gab, hat es rückwirkend zum 1. Januar 2024 den deutschen Orthesen-Spezialisten Fior & Gentz übernommen. Darüber informierte die weltweite Nummer 2 in der Prothesen- und Orthesenversorgung mit Hauptsitz in Reykjavík im Laufe des Vormittags seine Aktionäre.

Der Über­nah­me­preis des von den bei­den geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­tern Jörg Fior und Ralf Gentz vor fast 27 Jah­ren gegrün­de­ten Her­stel­lers aus Lüne­burg bei Ham­burg mit der­zeit knapp 80 Mitarbeiter:innen beläuft sich zunächst auf rund 100 Mil­lio­nen Euro und kann je nach Geschäfts­ent­wick­lung der nächs­ten drei Jah­ren noch um bis zu 20 Pro­zent steigen.

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Össur-CEO Sveinn Söl­va­son nennt als einen der maß­geb­li­chen Grün­de der Akqui­si­ti­on die aus sei­ner Sicht mehr als pas­sen­de Erwei­te­rung des eige­nen Pro­dukt­port­fo­li­os mit den Neu­ro-Orthe­tik-Kom­po­nen­ten von Fior & Gentz im Bereich der unte­ren Extre­mi­tät: „Wir über­neh­men ein neu­es, aber sich sehr gut ergän­zen­des Pro­dukt­seg­ment.“ Wei­ter heißt es sei­ner­seits: „Da die Umsät­ze von Fior & Gentz größ­ten­teils in Deutsch­land erzielt wer­den, erge­ben sich kom­mer­zi­el­le Syn­er­gien durch die Nut­zung der glo­ba­len Ver­triebs­struk­tur von Össur, um eine grö­ße­re Pati­en­ten­grup­pe zu bedienen.“

In den von Össur ins­be­son­de­re in Skan­di­na­vi­en selbst geführ­ten Ver­sor­gungs­zen­tren habe man bereits auf die Ver­sor­gung mit Fior & Gentz-Pro­duk­ten zurück­ge­grif­fen. Im Zuge der Akqui­si­ti­on erwei­tert Össur auch offi­zi­ell sei­nen Pro­the­sen-Ver­trieb ab sofort um das Seg­ment Neuro-Orthetik.

„Wir freu­en uns, Teil von Össur zu wer­den und von der glo­ba­len Reich­wei­te und der star­ken Erfolgs­bi­lanz bei der Ver­bes­se­rung der Mobi­li­tät von Men­schen zu pro­fi­tie­ren“, kom­men­tie­ren Jörg Fior und Ralf Gentz die Über­nah­me durch den Glo­bal Player.

Finan­zi­ell gestemmt wird der Vor­gang durch einen unmit­tel­ba­ren Bar­be­trag von 60 Mil­lio­nen Euro, einer Auf­sto­ckung des eige­nen Akti­en­vo­lu­mens im Wert von 25 Mil­lio­nen Euro, des­sen neu­en Papie­re in den Besitz von Fior und Gentz über­ge­hen, sowie wei­te­re 15 Mil­lio­nen Euro in bar, die in zwei Jah­ren fäl­lig werden.

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