TMR-Methode verbessert die Nutzung einer myoelektrischen Prothese – Erste Erfahrungen mit einer TMR-Versorgung
Th. Münch, M. Räder
Ein oberarmamputierter Patient mit mehreren Neuromknoten wurde nach der TMR-Methode operiert, bei der Nervenhauptstämme mit Muskelnerven verbunden werden. Erhält der Patient danach eine TMR-Prothesensteuerung, kann damit die Neuinnervation von Nervenstämmen in bestimmten Muskeln erreicht werden. Bereits ein Jahr später waren die untersuchten Muskeln im Vergleich zum Vorbefund im Reinnervationsstadium weiter fortgeschritten, in diesem Zeitraum wurden fünf Testschäfte angepasst, um den veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen. Nach anderthalb Jahren trägt der Patient einen Schaft mit sechs Elektroden, alle vier zusätzlichen Signale sind abrufbar, alle vier zusätzlichen Bewegungen sind ansteuerbar. Bisher funktionslose Nerven haben eine neue Aufgabe erhalten, eine Entstehung von weiteren Neuromknoten ist deshalb unwahrscheinlich. Im folgenden Bericht beschreiben die Autoren den Werdegang der Versorgung und die bisherigen Erfolge in einem Zeitrahmen von über zwei Jahren.