Ver­bän­de for­dern: 60-Euro-Höchst­gren­ze für Pfle­ge­hilfs­mit­tel beibehalten

Die Bundesregierung zieht die Erhöhung des Ausgleichs für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Desinfektion und Einmalhandschuhe von 40,00 auf 60,00 Euro zurück. Die aktuell aufgrund der Covid-19-Pandemie geltende Regelung läuft am 31. März 2021 aus.

Ursprüng­lich war im Ver­fah­ren des „Geset­zes zur Fort­gel­tung der die epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Trag­wei­te betref­fen­den Rege­lun­gen“ die dau­er­haf­te Anhe­bung die­ses monat­lich abre­chen­ba­ren Höchst­be­trags vor­ge­se­hen. Jedoch wur­de der ent­spre­chen­de Pas­sus in der vor­lie­gen­den Ver­si­on gestri­chen. In einer Anhö­rung des Gesund­heits­aus­schus­ses des Bun­des­tags am 22. Febru­ar 2021 stieß dies auf Unver­ständ­nis bei Pfle­ge- und Sozi­al­ver­bän­den: Der Deut­sche Berufs­ver­band für Pfle­ge­be­ru­fe (DBfK) – Bun­des­ver­band e. V., die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge e. V. (BAGFW), der Bun­des­ver­band pri­va­ter Anbie­ter sozia­ler Diens­te e. V. (bpa), der Sozi­al­ver­band Deutsch­land (SoVD) und der Sozi­al­ver­band VdK Deutschland
e. V. for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, die dau­er­haf­te Erhö­hung der Pfle­ge­hilfs­mit­tel-Höchst­gren­ze wie­der in den Gesetz­ent­wurf einzuschreiben.

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Die­sen For­de­run­gen schließt sich das Bünd­nis „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ an. Das Geld ste­he den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen für die Beschaf­fung der nöti­gen Des­in­fek­ti­ons­mit­tel und Schutz­aus­rüs­tung zu, um sich selbst sowie Pfle­ge­per­so­nal und pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge nicht zuletzt vor Covid-19-Infek­tio­nen zu schüt­zen, so das Bünd­nis, dem der Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT) sowie die Leis­tungs­er­brin­ger­ge­mein­schaf­ten Egroh, Reha­vi­tal, Sani­täts­haus Aktu­ell und Reha-Ser­vice-Ring ange­hö­ren. Ins­be­son­de­re warnt das Bünd­nis davor, dass auf­grund der mas­si­ven Erhö­hun­gen der Beschaf­fungs­kos­ten für die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ansons­ten weni­ger Schutz­aus­rüs­tung bzw. Hygie­ne­ar­ti­kel durch eine Kos­ten­er­stat­tung gedeckt sei­en als vor der Pan­de­mie. Dies sei ein fata­les Zei­chen in der Bekämp­fung der Corona-Pandemie.

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