Ist ein Sitz­kis­sen nur Dekubitusprophylaxe?

N. Sören­sen
Ein Sitz­kis­sen für die Roll­stuhl­ver­sor­gung wird im Hilfs­mit­tel­ver­zeich­nis (HMV) der Kran­ken­kas­sen aktu­ell (Juli 2021) aus­schließ­lich unter der Posi­ti­ons­num­mer 11, also als Dekubitusprophylaxe/Dekubitusversorgung geführt. Daher ist die Kos­ten­zu­sa­ge über­wie­gend an das Vor­lie­gen eines aku­ten oder aus­ge­heil­ten Druck­ge­schwürs gebun­den. Hoch­wer­ti­ge Sitz­kis­sen wer­den in der Regel von den Kran­ken­kas­sen bei der Ver­sor­gung von Pati­en­ten abge­lehnt, sofern nicht min­des­tens ein Deku­bi­tus Grad 1, eher 2, vor­liegt. Die Betrach­tung von Sitz­kis­sen aus­schließ­lich unter dem Gesichts­punkt der Deku­bi­tus­pro­phy­la­xe greift aber nach Ansicht der Autorin zu kurz und lässt die weit wich­ti­ge­re Bedeu­tung des Sitz­kis­sens für die Ein­nah­me und Auf­recht­erhal­tung einer ortho­pä­disch gesun­den Sitz­po­si­ti­on außer Acht. Die­se spielt aber für die unmit­tel­ba­re als auch lang­fris­ti­ge Mobi­li­tät eines Roll­stuhl­nut­zers eine gro­ße Rol­le. Die­se Aspek­te, die im Rah­men des nach­fol­gen­den Erfah­rungs­be­richts näher beleuch­tet wer­den, soll­ten aus Sicht der Autorin sowohl bei der Schu­lung der Leis­tungs­er­brin­ger als auch in der Erstat­tung durch die Kos­ten­trä­ger eine stär­ke­re Berück­sich­ti­gung finden.

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Som­mer­aka­de­mie der BUFA

Die Som­mer­aka­de­mie wird von Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­­pä­­die-Tech­­nik (BIV-OT) und Bun­des­fach­schu­le Ortho­­pä­­die-Tech­­nik (BUFA) gemein­sam als Nach­wuchs­för­de­rung im Ortho­­pä­­die­­tech­­ni­­ker-Han­d­­werk ange­bo­ten. Jeder Tag

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Roll­stüh­le für ein neu­es Leben in Uganda

Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein „Pro Ugan­da – Pro­the­sen für ein neu­es Leben“ hat auf Hin­wei­se aus sei­nem Netz­werk in Ugan­da reagiert und Pati­en­ten mit schwe­ren Läh­mun­gen, vor­nehm­lich durch Polio ver­ur­sacht, mit maß­an­ge­fer­tig­ten Roll­stüh­len versorgt.

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Desi­no ver­kün­det Liquidation

Zum 30. Juni 2020 ging der Roll­stuhl­her­stel­ler Desi­no in Liqui­da­ti­on, wie das Unter­neh­men mit­teil­te. „Trotz all unse­rer Bemü­hun­gen waren die Ein­tritts­bar­rie­ren für einen neu­en Her­stel­ler wie uns in die­sem Markt ein­fach zu hoch“, erklär­te das Unter­neh­men sei­nen Kun­den anläss­lich der Betriebs­auf­lö­sung. Rest­be­stän­de an Roll­stüh­len, Zube­hör und Werk­zeu­ge könn­ten über das Online-Auk­ti­ons­haus Ebay erwor­ben werden.

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Vari­an­ten der Sitz­po­si­tio­nen in Abhän­gig­keit unter­schied­li­cher Läsionshöhen

R. Kirch­hoff
Moder­ne Roll­stüh­le bie­ten die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten, die Sitz­po­si­ti­on indi­vi­du­ell auf den Benut­zer ein­zu­stel­len. Bei Quer­schnitt­ge­lähm­ten ist die Läsi­ons­hö­he und damit das Poten­zi­al der Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten ent­schei­dend für die Ein­stel­lung der Sitz­ein­heit. Die indi­vi­du­el­le Ein­stel­lung von Sitz­hö­he, Sitz­ge­fäl­le, Rücken­hö­he, Rücken­win­kel und der Klett­ver­schlüs­se bei anpass­ba­ren Rücken­be­zü­gen sind unbe­dingt not­wen­di­ge Maß­nah­men bei der Roll­stuhl­an­pas­sung und ‑ver­ord­nung. Nur mit einem opti­mal pas­sen­den Roll­stuhl kann das Bewe­gungs­po­ten­zi­al des Benut­zers abge­ru­fen und Fol­ge­er­kran­kun­gen ver­mie­den wer­den. Der Arti­kel lie­fert Para­me­ter und Richt­li­ni­en, wie die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten des Roll­stuhls den kör­per­li­chen Bedin­gun­gen des Roll­stuhl­fah­rers ange­passt wer­den können.

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