Osseo­in­te­gra­ti­on bei trans­hu­me­ra­ler Ampu­ta­ti­on: Vor­tei­le, Her­aus­for­de­run­gen und Limitationen

A. Stur­ma, C. Gstött­ner, St. Sal­min­ger, O. C. Aszmann 
Die Ver­sor­gung hoher Armam­pu­ta­tio­nen stellt nach wie vor eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für das betreu­en­de medi­zi­ni­sche und ortho­pä­die­tech­ni­sche Team dar. Obwohl meist viel Zeit und Ener­gie von Chir­ur­gen, The­ra­peu­ten und Ortho­pä­die­tech­ni­kern in eine gute pro­the­ti­sche Lösung inves­tiert wird, sind Pati­en­ten oft­mals mit dem Ergeb­nis unzu­frie­den und tra­gen ihre Pro­the­sen wenig. Einer der Haupt­grün­de dafür ist feh­len­der Tra­ge­kom­fort sowie durch den Schaft beding­te Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen in der Schul­ter. Seit eini­gen Jah­ren bie­tet die Osseo­in­te­gra­ti­on einen Ansatz, um die­sen Pro­ble­men ent­ge­gen­zu­wir­ken. Dabei wird ein Implan­tat im rest­li­chen Ober­arm­kno­chen chir­ur­gisch ver­an­kert. Die­ses Implan­tat durch­tritt dann die Haut und ermög­licht es somit, die Pro­the­se direkt am exter­nen Teil (“Abut­ment”) zu fixie­ren. Dadurch wird eine Ver­an­ke­rung der Pro­the­se über das Implan­tat am Kno­chen geschaf­fen, und ein Schaft im klas­si­schen Sin­ne ist nicht mehr not­wen­dig. Eine sol­che Ver­sor­gung wird auch als Endo-Exo-Pro­the­se bezeich­net. Wie in die­sem Arti­kel im Detail beschrie­ben wird, kann mit Hil­fe von Osseo­in­te­gra­ti­on eine sta­bi­le Anbin­dung der Pro­the­se an den Stumpf sowie ein Erhalt der Beweg­lich­keit in der Schul­ter erreicht werden. 

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Die Endo-Exo-Ver­sor­gung als Alter­na­ti­ve zur Schaft­pro­the­se – Erfah­run­gen mit osseo­in­te­grier­ten Pro­the­sen aus Patientensicht

D.-L. Juhn­ke, H. H. Aschoff
Der Schaft­ver­sor­gung nach Ampu­ta­ti­on steht seit eini­gen Jah­ren eine kno­chen­ge­führ­te, osseo­in­te­grier­te Alter­na­tiv­lö­sung zur Reha­bi­li­ta­ti­on von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten gegen­über. Die­ser Arti­kel gibt die Inhal­te von sie­ben Erfah­rungs­be­rich­ten betrof­fe­ner Pati­en­ten wie­der, die als offen geführ­te Inter­views wäh­rend eines Pati­en­ten­tref­fens in Lübeck im Mai 2013 film­do­ku­men­ta­risch fest­ge­hal­ten wur­den. Dabei liegt der Fokus auf den sub­jek­ti­ven Erleb­nis­sen der Betrof­fe­nen, um die Ver­sor­gungs­qua­li­tät auch im indi­vi­du­el­len All­tag beur­tei­len zu können.

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