FachartikelPeer Review

Reha­tech­ni­sche Ver­sor­gun­gen von Kin­dern mit ICP, GMFCS IV‑V

E.-M. Hauck-Etzel
Kinder mit Infantiler Zerebralparese (ICP) der Schweregrade GMFCS IV und V sind auf eine umfassende rehatechnische Versorgung angewiesen, um Mobilität, Komfort und Lebensqualität zu optimieren. In diesem Praxisbericht wird die interdisziplinäre Versorgung beschrieben, die eine individuelle Anpassung von Hilfsmitteln wie Sitzschalen, Steh- und Lagerungshilfen sowie individuell angepasste Rollstühle umfasst. Praxisnahe Fallbeispiele verdeutlichen die Vorteile einer frühzeitigen und kontinuierlichen Anpassung der Versorgung an die Bedürfnisse der Kinder.

Ein­lei­tung

Kin­der mit Infan­ti­ler Zere­bral­pa­re­se (ICP) des Schwe­re­gra­des GMFCS IV–V (Gross Motor Func­tion Clas­si­fi­ca­ti­on Sys­tem) wei­sen star­ke moto­ri­sche Ein­schrän­kun­gen auf und sind in hohem Maße auf tech­ni­sche Hilfs­mit­tel ange­wie­sen. Ziel einer opti­mier­ten reha­tech­ni­schen Ver­sor­gung ist die Erhal­tung und För­de­rung funk­tio­nel­ler Fähig­kei­ten sowie die Ver­mei­dung sekun­dä­rer Fol­ge­er­kran­kun­gen wie Kon­trak­tu­ren und Fehlhaltungen.

Die inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ortho­pä­die­tech­nik, Medi­zin, The­ra­pie und Pfle­ge spielt eine zen­tra­le Rol­le bei der Aus­wahl und Anpas­sung geeig­ne­ter Hilfs­mit­tel. Beson­ders ent­schei­dend ist eine regel­mä­ßi­ge Reeva­lua­ti­on der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung, da sich die kör­per­li­chen Bedin­gun­gen der Kin­der durch Wachs­tum und ver­än­der­te mus­ku­lä­re Span­nungs­ver­hält­nis­se lau­fend ändern. Die­ser Pra­xis­be­richt gibt einen Über­blick über die wesent­li­chen Aspek­te der Ver­sor­gung und basiert auf exem­pla­risch aus­ge­wähl­ten Fall­bei­spie­len aus dem kli­ni­schen All­tag, die typi­sche Ver­sor­gungs­pro­fi­le und Her­aus­for­de­run­gen bei Kin­dern mit ICP in den GMFCS-Leveln IV–V wider­spie­geln. Der Fokus hier­bei liegt beson­ders auf der prak­ti­schen Umset­zung und dem kon­kre­ten Nut­zen für die Kin­der im Alltag.

Bereits publi­zier­te Bei­trä­ge zur reha­tech­ni­schen Ver­sor­gung bei ICP bie­ten wert­vol­le Ein­bli­cke in spe­zia­li­sier­te Ver­sor­gungs­kon­zep­te und kön­nen zur Ein­ord­nung der hier prä­sen­tier­ten Fall­bei­spie­le die­nen. So beschrei­ben u. a. Bei­trä­ge wie jener von Oder­matt-Fur­rer zur Sitz- und Rücken­bet­tung im Para­ple­gi­ker-Zen­trum Nott­wil1, inno­va­ti­ve Ansät­ze zur Sitz­un­ter­stüt­zung mit Bewe­gungs­aspek­ten2 oder die Anwen­dung der ICF-CY in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung bei Kin­dern3 unter­schied­li­che pra­xis­na­he Her­an­ge­hens­wei­sen. Die nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Bei­spie­le ergän­zen die­se Lite­ra­tur durch eine inte­grier­te inter­dis­zi­pli­nä­re Per­spek­ti­ve sowie eine fokus­sier­te Dar­stel­lung indi­vi­du­el­ler Anpas­sungs­pro­zes­se bei Kin­dern mit schwe­rer ICP.

Ver­sor­gungs­an­sät­ze und Hilfsmittel

1. Sitz­ver­sor­gung und Positionierung

Eine opti­mal ange­pass­te Sitz­ver­sor­gung ist ent­schei­dend für die Gewähr­leis­tung einer sta­bi­len Kör­per­hal­tung und die Vor­beu­gung von Fehl­stel­lun­gen. Durch den Ein­satz ana­to­misch geform­ter Sitz- und Rücken­sys­te­me sowie indi­vi­du­ell ange­pass­ter Sitz­scha­len kann eine sta­bi­le Posi­tio­nie­rung erreicht wer­den, die das Kind aktiv unter­stützt. Zusätz­lich wer­den Posi­tio­nie­rungs­hil­fen wie Brust­gur­te oder Kopf­stüt­zen gezielt ein­ge­setzt, um die Sitz­hal­tung wei­ter zu sta­bi­li­sie­ren. Die­se Hilfs­mit­tel wer­den dabei pass­ge­nau und nach den spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­sen des Kin­des aus­ge­wählt, um eine best­mög­li­che Unter­stüt­zung zu leisten.

Eine kor­rekt aus­ge­rich­te­te Sitz­ver­sor­gung för­dert nicht nur die Kon­trol­le über den Kör­per, son­dern wirkt sich auch posi­tiv auf die phy­sio­lo­gi­sche Funk­ti­on von Atmung und Ver­dau­ung aus. Durch die rich­ti­ge Hal­tung kön­nen die vege­ta­ti­ven Abläu­fe effi­zi­en­ter unter­stützt wer­den4 5. Dies ver­bes­sert lang­fris­tig das Wohl­be­fin­den des Kindes.

Wich­ti­ge Aspek­te der Sitzversorgung:

  • Indi­vi­du­el­le Anpas­sung der Sitz­scha­le an die Kör­per­ma­ße durch z. B. Körperformabdruck
  • Opti­mie­rung der Posi­tio­nie­rung von Becken, Rumpf und Kopf in phy­sio­lo­gi­scher Ausrichtung
  • Nut­zung von Spe­zi­al­kis­sen zur Druckentlastung
  • Berück­sich­ti­gung der Spas­ti­zi­tät und Mus­kel­to­nus-Ver­hält­nis­se bei der Versorgungsplanung

2. Steh- und Lagerungshilfen

Steh­trai­ner leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur kör­per­li­chen Sta­bi­li­sie­rung von Kin­dern mit schwe­rer ICP. Durch das auf­rech­te Posi­tio­nie­ren wird eine ana­to­misch kor­rek­te Kör­per­hal­tung geför­dert, wel­che sich posi­tiv auf die gesam­te Ske­lett- und Mus­kel­struk­tur aus­wirkt. Ins­be­son­de­re die Kno­chen­dich­te pro­fi­tiert von regel­mä­ßi­ger ver­ti­ka­ler Gewichts­be­las­tung, wel­ches einen wich­ti­gen Aspekt in der Prä­ven­ti­on osteo­po­ro­ti­scher Fol­ge­pro­ble­me dar­stellt. Gleich­zei­tig kann durch das Ste­hen die mus­ku­lä­re Span­nung regu­liert wer­den: Spas­ti­sche Mus­ter wer­den redu­ziert6. Dies ver­bes­sert wie­der­um die Beweg­lich­keit und das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den. Dar­über hin­aus unter­stützt regel­mä­ßi­ges Steh­trai­ning, ähn­lich wie ein kor­ri­gier­tes Sitz­bild, die Atem­me­cha­nik und Ver­dau­ung, wel­che durch die ver­än­der­te Kör­per­po­si­ti­on akti­viert und geför­dert wer­den7.

In der Stu­die von Torn­berg und Lau­ru­sch­kus8, die nicht geh­fä­hi­ge Kin­der mit zere­bra­ler Kin­der­läh­mung unter­such­ten, wur­de der Ein­fluss von sta­ti­schem und dyna­mi­schem Ste­hen auf die pas­si­ve Gelenk­be­weg­lich­keit und Spas­ti­zi­tät geprüft. Über einen Zeit­raum von vier Mona­ten führ­ten die Kin­der täg­lich 30 Minu­ten Ste­h­übun­gen durch. Dabei zeig­te sich, dass das dyna­mi­sche Ste­hen zu einer signi­fi­kant stär­ke­ren Reduk­ti­on der Hüft­spas­ti­zi­tät (gemes­sen mit der Ashworth-Ska­la) führ­te. Außer­dem wur­de nach vier Mona­ten eine deut­lich ver­bes­ser­te pas­si­ve Beweg­lich­keit der Gelen­ke beob­ach­tet. Die­se Ergeb­nis­se unter­strei­chen den poten­zi­el­len Nut­zen von Steh- und Mobi­li­sie­rungs­hil­fen bei der Behand­lung von spas­ti­schen Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen bei Kin­dern mit Zerebralparese.

Vor­tei­le von Stehtrainern:

  • För­de­rung der Kno­chen­dich­te durch Gewichtsbelastung
  • Unter­stüt­zung der Kreislauffunktion
  • Reduk­ti­on von Kon­trak­tu­ren und Spastiken
  • Ver­bes­se­rung der Darm- und Blasenfunktion

Ergän­zend sor­gen Lage­rungs­hil­fen wie Lage­rungs­kis­sen oder maß­ge­schnei­der­te Lie­ge­sys­te­me für eine gesun­de, ent­span­nen­de Ruhe­po­si­ti­on. Sie ent­las­ten druck­emp­find­li­che Berei­che, för­dern die Mus­kel­ent­span­nung und unter­stüt­zen einen gleich­mä­ßi­gen Tonus; was sowohl zur Rege­ne­ra­ti­on als auch zur Pro­phy­la­xe bei­trägt9.

3. Mobi­li­täts­hil­fen

Roll­stüh­le, ob elek­trisch oder manu­ell, wer­den spe­zi­ell auf die per­sön­li­chen Bedürf­nis­se der Kin­der abge­stimmt. Dabei wer­den sowohl die Kör­per­ma­ße als auch die moto­ri­schen Fähig­kei­ten und die all­täg­li­chen Anfor­de­run­gen berück­sich­tigt. Zusätz­li­che Funk­tio­nen, wie elek­tri­sche Steh- oder Kipp­me­cha­nis­men bie­ten eine wich­ti­ge Unter­stüt­zung, indem sie die Selbst­stän­dig­keit der Kin­der begüns­ti­gen und die Teil­ha­be am sozia­len Leben ver­bes­sern. Beson­ders für Kin­der mit GMFCS Stu­fe V stel­len elek­tri­sche Roll­stüh­le eine bedeu­ten­de Hil­fe dar, da sie die Mobi­li­tät und Unab­hän­gig­keit deut­lich erhö­hen und somit die Lebens­qua­li­tät stei­gern kön­nen10.

Anpas­sungs­mög­lich­kei­ten von Rollstühlen:

  • Dyna­mi­sche Sitzsysteme/Anbauteile zur Reduk­ti­on spas­ti­scher Bewegungen
  • Son­der-Steue­rungs­sys­te­me für Kin­der mit ein­ge­schränk­ter Hand­funk­ti­on (z. B. Kopf- oder Sprachsteuerung)
  • Maß­ge­fer­tig­te Sitz-/Rü­cken­ein­hei­ten oder Sitz­scha­len zur kor­rek­ten Positionierung
  • Aspekt Teil­ha­be am All­tag (z. B. Unter­fahr­bar­keit von Tischen, Höhen­an­pas­sung am Tisch bei Unter­ge­stell, Transport)

Zur sys­te­ma­ti­schen Erfas­sung und Visua­li­sie­rung von Hilfs­mit­tel­be­dar­fen bei Kin­dern mit Zere­bral­pa­re­se kann ergän­zend die Hilfs­mit­tel­ma­trix von Fröh­lings­dorf et al. eine hilf­rei­che Ori­en­tie­rung bie­ten11. „Die Hilfs­mit­tel­ma­trix zeigt – abhän­gig vom Schwe­re­grad der moto­ri­schen Beein­träch­ti­gung bzw. vom GMFCS-Level und vom Alter der Pati­en­ten – die mög­li­chen Hilfs­mit­tel­grup­pen auf, die im jewei­li­gen Bereich ein sinn­vol­ler Bestand­teil der The­ra­pie sind.“ 12.

In den fol­gen­den Fall­bei­spie­len wer­den zum Schutz der Iden­ti­tä­ten der Kin­der fik­ti­ve Namen gewählt.

Fall­bei­spiel 1: Felix, 13 Jah­re – GMFCS-Level IV

Felix ist ein 13-jäh­ri­ger Jun­ge mit der Dia­gno­se ICP mit spas­tisch-dys­to­nem Bewe­gungs­mus­ter. Er weist vor allem eine bein­be­ton­te Spas­tik auf. Auf­grund sei­ner moto­ri­schen Ein­schrän­kun­gen wur­de er durch das betreu­en­de Ärz­te­team in das GMFCS-Level IV ein­ge­stuft. Er benö­tigt für die Bewäl­ti­gung sei­nes All­tags umfang­rei­che Hilfs­mit­tel, die indi­vi­du­ell auf sei­ne Bedürf­nis­se ange­passt wurden.

Im Mit­tel­punkt sei­ner Ver­sor­gung steht eine maß­ge­fer­tig­te Sitz­scha­le, die auf einem adap­ti­ven Roll­stuhl­un­ter­ge­stell mon­tiert ist (Abb. 1). Die Sitz­scha­le wur­de exakt an die Kör­per­form von Felix ange­passt, um eine phy­sio­lo­gi­sche Posi­tio­nie­rung von Becken, Rumpf und Kopf zu gewähr­leis­ten und Fehl­hal­tun­gen zu ver­mei­den. Beson­ders berück­sich­tigt wur­den dabei sei­ne spas­tisch beton­ten unte­ren Extre­mi­tä­ten: Eine dyna­mi­sche Fuß­bank mit Feder­me­cha­nis­mus redu­ziert die Kraft­über­tra­gung spas­ti­scher Bewe­gungs­mus­ter und ver­hin­dert so eine unphy­sio­lo­gi­sche Belas­tung des Beckens (Abb. 2, Video 1).

Zur För­de­rung sei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit wur­de an dem Roll­stuhl eine Tal­ker-Hal­te­rung ange­bracht. Felix ver­stän­digt sich über­wie­gend über Lau­te, kann aber mit­hil­fe des Tal­kers sei­ne Bedürf­nis­se und Gedan­ken äußern. So kön­nen durch ergän­zen­de und alter­na­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hil­fen die rezep­ti­ven und expres­si­ven Sprach­fä­hig­kei­ten bei Kin­dern mit ICP ver­bes­sert wer­den13 und damit auch die sozia­le Teil­ha­be am Leben.

Die Mög­lich­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on wirkt sich posi­tiv auf sei­ne Selbst­wirk­sam­keit und sei­ne men­ta­le Gesund­heit aus. Trotz sei­ner moto­ri­schen Ein­schrän­kun­gen ist Felix in der Lage, sich mit gro­ßer Anstren­gung, zwar nur weni­ge Meter, aber eigen­stän­dig in Innen­räu­men fort­zu­be­we­gen. Ermög­licht wird dies durch die an sei­nen Roll­stuhl mon­tier­ten leicht­gän­gi­gen Greif­rei­fen. Die­ses Maß an Eigen­mo­bi­li­tät soll bewusst erhal­ten blei­ben, um sei­ne Selbst­stän­dig­keit zu för­dern und sei­ne Mobi­li­tät im schu­li­schen Umfeld zu unter­stüt­zen (Video 2). Zusätz­lich wur­de Felix mit einem höhen­ver­stell­ba­ren The­ra­pie­stuhl aus­ge­stat­tet. Bei Umla­ge­rung vom Roll­stuhl in den The­ra­pie­stuhl kann er mit hohem Unter­stüt­zungs­be­darf kur­ze Schrit­te machen und aktiv dazu bei­tra­gen. Die­se Fähig­keit ist nicht nur für Felix moto­ri­sche Ent­wick­lung bedeu­tend, son­dern auch für das Ver­sor­gungs­team, da ein voll­stän­di­ges Heben nicht not­wen­dig ist. Hier­durch wer­den die kör­per­li­chen Belas­tun­gen für betreu­en­de Ange­hö­ri­ge und Pfle­ge­per­so­nen stark reduziert.

Wei­te­re ergän­zen­de Ver­sor­gun­gen beinhal­ten Unter­schen­kel­or­the­sen in Form von DAFOs (Dyna­mic Ancle Foot Ortho­sis), die sei­ne Fehl­stel­lun­gen der Füße kor­ri­gie­ren und deren Posi­tio­nie­rung unter­stüt­zen. Zudem wird in der Phy­sio­the­ra­pie ein indi­ka­ti­ons­be­dingt ein­ge­stell­ter Steh­trai­ner ein­ge­setzt, der Felix eine regel­mä­ßi­ge ver­ti­ka­le Belas­tung ermöglicht.

Bei die­sem Fall­bei­spiel lässt sich deut­lich erken­nen, wie eine inter­dis­zi­pli­när abge­stimm­te Hilfs­mit­tel­aus­wahl die Lebens­qua­li­tät und Selbst­stän­dig­keit von Kin­dern mit ICP im GMFCS-Level IV ver­bes­sern kann. Sie ver­deut­licht auch, wie essen­zi­ell regel­mä­ßi­ge Reeva­lua­tio­nen sind, um die Ver­sor­gung an das Wachs­tum und die sich ver­än­dern­den moto­ri­schen Fähig­kei­ten anzupassen.

Fall­bei­spiel 2: Leon, 16 Jah­re – GMFCS-Level V

Leon ist ein 16-jäh­ri­ger Jugend­li­cher mit einer dys­ki­ne­ti­schen Form der ICP. Er wur­de ärzt­lich in das GMFCS-Level V ein­ge­stuft und weist ein sehr kom­ple­xes moto­ri­sches Stö­rungs­bild auf. Die stark wech­seln­den Mus­kel­to­nus­ver­hält­nis­se mit Pha­sen erheb­li­cher Kraft­ent­fal­tung erfor­dern eine beson­ders robus­te und pati­en­ten­spe­zi­fisch ange­pass­te reha­tech­ni­sche Versorgung.

Zen­tra­les Ele­ment sei­ner Mobi­li­tät ist ein elek­tri­scher Roll­stuhl mit inte­grier­ter Steh­funk­ti­on (Abb. 3). Die Sitz­po­si­ti­on wird durch eine maß­ge­fer­tig­te Sitz­scha­le in Kom­bi­na­ti­on mit einem indi­vi­du­ell ange­pass­ten Rumpf­kor­sett sta­bi­li­siert. Die­se Kom­bi­na­ti­on ist ent­schei­dend für Leon, da sie sowohl die auf­rech­te Sitz­hal­tung ermög­licht als auch die Beson­der­hei­ten sei­ner medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung berück­sich­tigt. Ins­be­son­de­re die Posi­tio­nie­rung der tief im Becken gele­ge­nen Baclo­fen-Pum­pe, die bei Druck­aus­übung schmerz­haft ist, erfor­dert eine exak­te Druck­ver­mei­dung im Sitz­be­reich (Abb. 4). Durch die prä­zi­se Anpas­sung der Sitz­scha­le in Ver­bin­dung mit dem Kor­sett kann Leon schmerz­frei sit­zen und sei­ne Pum­pe geschützt werden.

Die Steue­rung des Elek­tro­roll­stuhls erfolgt über eine tie­fer­ge­leg­te, im The­ra­pie­tisch inte­grier­te Sen­so-Steue­rung (Annä­he­rungs­steue­rung), die auf Leons moto­ri­sche Fähig­kei­ten abge­stimmt ist. Die Bedie­nung über­nimmt Leon mit der lin­ken Hand. Die rech­te Hand wird gezielt an einem Griff­stück posi­tio­niert, denn ihre freie Bewe­gung führt häu­fig zu unwill­kür­li­chen Tonus­er­hö­hun­gen, wel­che die Steue­rung signi­fi­kant erschwe­ren wür­den. Durch die­se tech­ni­sche Anpas­sung ist eine ver­läss­li­che Ansteue­rung der Roll­stuhl­funk­tio­nen wie Fah­ren, Ver­än­dern der Sitz­po­si­ti­on oder Akti­vie­ren der Steh­funk­ti­on über­haupt erst mög­lich. Die Pro­gram­mie­rung die­ser hoch­kom­ple­xen Ver­sor­gung erfolgt nicht stan­dar­di­siert, son­dern in enger Abstim­mung mit dem inter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­sor­gungs­team. Para­me­ter wie Geschwin­dig­keit, Brems­ver­hal­ten, Kur­ven­dy­na­mik und Steh­pro­fil wur­den an Leons Fähig­kei­ten und Bedürf­nis­se ange­passt. Nur so kann gewähr­leis­tet wer­den, dass er die Steue­rung sicher und selbst­stän­dig nut­zen kann (Video 3 und Video 4).

Seit der Ein­füh­rung die­ser Ver­sor­gung vor etwa vier Jah­ren hat sich Leons Lebens­si­tua­ti­on deut­lich ver­bes­sert. Zuvor war er mit einem Roll­stuhl mit einer ein­fa­chen Stan­dard-Sitz­rü­cken­ein­heit ohne ana­to­mi­sche Anpas­sung ver­sorgt – eine Situa­ti­on, in der er voll­stän­dig auf Pfle­ge­per­so­nal ange­wie­sen war und kaum selbst­be­stimmt am All­tag teil­neh­men konn­te (Abb. 5). Durch die indi­vi­dua­li­sier­te reha­tech­ni­sche Aus­stat­tung hat sich nicht nur sei­ne Mobi­li­tät grund­le­gend ver­än­dert, son­dern auch sei­ne Lebens­qua­li­tät. Leon kann sich nun selbst­stän­dig im Raum bewe­gen, aktiv am Schul­all­tag teil­neh­men und mit sei­nen Freun­den inter­agie­ren. Trotz sei­ner aus­ge­präg­ten kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen zeigt Leon ein bemer­kens­wer­tes Maß an geis­ti­ger Klar­heit und die Auf­fas­sungs­ga­be sei­ner Umwelt liegt im Norm­be­reich. Durch eine beein­träch­tig­te, jedoch deut­lich arti­ku­lier­te Laut­spra­che, die infol­ge unkon­trol­lier­ter Mus­kel­kon­trak­tio­nen erschwert ist, gelingt es ihm, sich ver­ständ­lich zu äußern und aktiv zu kom­mu­ni­zie­ren. Die geziel­te Aus­wahl und der bedarfs­ge­recht ange­pass­te Ein­satz des Hilfs­mit­tels – ein­schließ­lich Umge­stal­tung der Bedie­nung von Han­dy und Lap­top am Roll­stuhl – in Kom­bi­na­ti­on mit The­ra­pien sowie schu­li­schen För­de­run­gen haben maß­geb­lich dazu bei­getra­gen, sei­ne Selbst­wahr­neh­mung, sein Selbst­be­wusst­sein und sei­ne Ent­wick­lung hin zu mehr Eigen­stän­dig­keit und Selbst­be­stim­mung zu stär­ken. Nicht nur Leon äußert sich in die­ser Hin­sicht deut­lich zufrie­den, son­dern die­se Annah­men wer­den auch durch Mit­ar­bei­ten­de der Schu­le und Phy­sio­the­ra­pie und auch von der Fami­lie bestä­tigt (Abb. 6).

Leons Fall ver­deut­licht ein­drucks­voll, wie bedeu­tend eine prä­zi­se abge­stimm­te, inter­dis­zi­pli­när ent­wi­ckel­te Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung für Kin­der und Jugend­li­che im GMFCS-Level V ist. Beson­ders der Zugang zu inno­va­ti­ver Tech­no­lo­gie, wie der Steh­funk­ti­on und bedarfs­ge­recht pro­gram­mier­ba­rer Steue­rungs­sys­te­me, ermög­licht es, trotz schwers­ter moto­ri­scher Ein­schrän­kun­gen Teil­ha­be und Eigen­stän­dig­keit zu fördern.

Bedeu­tung der inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusammenarbeit

Die opti­ma­le Ver­sor­gung von Kin­dern mit ICP erfor­dert eine enge und gut koor­di­nier­te Zusam­men­ar­beit ver­schie­de­ner Fach­rich­tun­gen. Nur durch ein inter­dis­zi­pli­nä­res Team, das aus Eltern, Ärz­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Ergo­the­ra­peu­ten, Ortho­pä­die­tech­ni­kern und Pfle­ge­kräf­ten besteht, kann sicher­ge­stellt wer­den, dass die viel­fäl­ti­gen und oft kom­ple­xen Bedürf­nis­se des Kin­des umfas­send berück­sich­tigt wer­den. Jeder Fach­be­reich bringt sei­ne spe­zi­el­le Exper­ti­se ein, um nicht nur die kör­per­li­chen, son­dern auch die funk­tio­na­len und sozia­len Anfor­de­run­gen des Kin­des zu erfül­len. Zen­tra­ler Aus­gangs­punkt aller Über­le­gun­gen und Maß­nah­men bleibt jedoch stets das betrof­fe­ne Kind selbst – mit sei­nen indi­vi­du­el­len Fähig­kei­ten, Zie­len und Lebens­realitäten. Eine erfolg­rei­che Ver­sor­gung ori­en­tiert sich nicht aus­schließ­lich an kli­ni­schen Stan­dards, son­dern an der per­sön­li­chen Situa­ti­on und den Mög­lich­kei­ten des Kin­des und sei­ner Fami­lie. Teil­ha­be wird dabei nicht pau­schal defi­niert, son­dern immer im indi­vi­du­el­len Kon­text ver­stan­den – sie kann für das eine Kind bedeu­ten, aktiv am Schul­un­ter­richt teil­zu­neh­men, für ein ande­res, sich im All­tag gezielt mit­tei­len zu kön­nen oder in sei­ner Frei­zeit mobil zu sein.

Die inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit gewähr­leis­tet, dass alle Aspek­te der Ver­sor­gung, von der medi­zi­ni­schen Betreu­ung bis hin zu prak­ti­schen Hilfs­mit­teln und The­ra­pie­an­sät­zen, opti­mal auf­ein­an­der abge­stimmt sind und das Kind best­mög­lich unter­stützt wird14 15.

Erfolgs­fak­to­ren für eine opti­ma­le Versorgung

  • Indi­vi­du­ell ver­stan­de­ne Zie­le als Leit­li­nie der Versorgung
  • Regel­mä­ßi­ge Neu­be­wer­tung der Hilfsmittelversorgung
  • Ein­be­zie­hung der Fami­lie in die Entscheidungsprozesse
  • Inten­si­ve Zusam­men­ar­beit zwi­schen Medi­zin und Technik
  • Nut­zung inno­va­ti­ver Tech­no­lo­gien zur Ver­bes­se­rung der Mobilität

Fazit

Die Ver­sor­gung von Kin­dern mit ICP in den GMFCS-Stu­fen IV und V erfor­dert eine kon­ti­nu­ier­li­che, gut abge­stimm­te fach­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit, sodass für jedes betrof­fe­ne Kind maß­ge­schnei­der­te Lösun­gen ent­wi­ckelt wer­den kön­nen. Die­se enge Koope­ra­ti­on stellt sicher, dass sowohl die indi­vi­du­el­len kör­per­li­chen als auch funk­tio­na­len Bedürf­nis­se des Kin­des berück­sich­tigt wer­den. Eine kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung der Hilfs­mit­tel ist dabei ent­schei­dend, um den sich ver­än­dern­den Anfor­de­run­gen im Kin­des- und Jugend­al­ter gerecht zu wer­den. Nur so kann eine erheb­li­che Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät erreicht wer­den. Lang­fris­ti­ge Fort­schrit­te und eine nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Mobi­li­tät sowie Selbst­stän­dig­keit kön­nen jedoch nur erzielt wer­den, wenn die Hilfs­mit­tel kon­ti­nu­ier­lich über­prüft und ent­spre­chend ange­passt wer­den. Dies erfor­dert einen regel­mä­ßi­gen Aus­tausch inner­halb des Fach­teams sowohl mit den Eltern als auch dem Kind selbst. Auf die­sem Wege ist eine bedürf­nis­ori­en­tier­te Ver­sor­gung mög­lich16. Beson­ders bei der Ver­sor­gung von Kin­dern mit schwe­rer moto­ri­scher Beein­träch­ti­gung kann mit der früh­zei­ti­gen Inte­gra­ti­on von tech­no­lo­gi­schen Inno­va­tio­nen ein gro­ßer Unter­schied erzielt wer­den. Inno­va­tio­nen, wie fort­schritt­li­che Roll­stüh­le mit Steh­funk­tio­nen oder dyna­mi­sche Sitz­sys­te­me, bie­ten nicht nur eine gestei­ger­te Mobi­li­tät, son­dern för­dern auch die Auto­no­mie der Kin­der im All­tag. Indem die­se Tech­no­lo­gien früh­zei­tig in die Ver­sor­gung inte­griert wer­den, kön­nen die Kin­der nicht nur ihre Bewe­gungs­frei­heit maxi­mie­ren, son­dern auch ihre sozia­le Teil­ha­be und per­sön­li­che Ent­wick­lung nach­hal­tig verbessern.

Die­ser Bei­trag zeigt an zwei kon­kre­ten Bei­spie­len, wie wich­tig es ist, Hilfs­mit­tel immer wie­der anzu­pas­sen und dabei die Erfah­run­gen der Fami­li­en, Schu­len und The­ra­pien aktiv ein­zu­be­zie­hen. Denn oft sind es klei­ne tech­ni­sche Ver­än­de­run­gen, die eine gro­ße Wir­kung im All­tag haben – zum Bei­spiel, dass ein Kind wie­der selbst­stän­dig sit­zen, sich mit­tei­len oder mit Freun­den bewe­gen kann. Dar­über hin­aus besteht ein drin­gen­der Bedarf an wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Stu­di­en, die die Wirk­sam­keit ein­zel­ner Ver­sor­gungs­maß­nah­men bei Kin­dern mit ICP sys­te­ma­tisch eva­lu­ie­ren. Nur auf Basis vali­der Evi­denz kön­nen lang­fris­tig die Qua­li­tät der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung ver­bes­sert und indi­vi­dua­li­sier­te Ver­sor­gungs­kon­zep­te wei­ter­ent­wi­ckelt werden.

 

Die Autorin:
Eva-Maria Hauck-Etzel
Orthopädietechnik-Meisterin
mannl + hauck GmbH
Ohm­stra­ße 2
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Begut­ach­te­ter Beitrag/reviewed paper

Zita­ti­on
Hauck-Etzel EM. Reha­tech­ni­sche Ver­sor­gun­gen von Kin­dern mit ICP, GMFCS IV–V. Ortho­pä­die Tech­nik, 2025; 76 (9): 34–39

 

Video 1:
Fall­bei­spiel 1 Fuß­bank in Akti­on: Die dyna­mi­sche Fuß­bank folgt den Bewe­gun­gen der Spastik.

Video 2:
Fall­bei­spiel 1 Felix demons­triert sei­nen selbst­stän­di­gen Rollstuhlantrieb.

Video 3:
Fall­bei­spiel 2 Leons ers­te Fahr­ver­su­che mit sei­nem neu­en Elektrorollstuhl.

Video 4:
Fall­bei­spiel 2 Durch die Ver­sor­gung mit einem Elek­tro­roll­stuhl steu­ert Leon nun eigen­stän­dig durch das Schulgebäude.

 

Quel­len­ver­zeich­nis

  1. Oder­matt-Fur­rer G. Sta­tio­nen einer Neu­ver­sor­gung mit einer Sitz- und Rücken­bet­tung im inter­pro­fes­sio­nel­len Team des Roll­stuhl-Sitz­zen­trums im Schwei­zer Para­ple­gi­ker-Zen­trum Nott­wil. Ortho­pä­die Tech­nik, 2023; 74 (9): 50–55
  2. Bäch­li U. Orga­ni­sa­ti­on von Sitz­un­ter­stüt­zung – neue Ideen mit mehr Bewe­gung. Ortho­pä­die Tech­nik, 2017; 68 (10): 36–41
  3. Espei A. Die Anwen­dung der ICF-CY in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung für Kin­der. Ortho­pä­die Tech­nik, 2015; 66 (2): 46–51
  4. Strobl WM, Abel C, Pitz E. The­ra­peu­ti­sches Arbei­ten in der Neu­ro­or­tho­pä­die. Hei­del­berg: Sprin­ger, 2021 
  5. Eck­oldt-Alp­hei K, Thie­me K, Schä­fer T. Grund­la­gen der Ver­sor­gungs­pra­xis. Ein Rat­ge­ber für The­ra­peu­ten und Tech­ni­ker. Teil 1. Duder­stadt: Otto Bock Health­Ca­re Deutsch­land, 2011 
  6. Mey­er M (Hrsg.). Grund­la­gen der Neu­ro­or­tho­pä­die bei Cere­bral­pa­re­se. Hei­del­berg: Uni­ver­si­täts­ver­lag Win­ter, 2019 
  7. Eck­oldt-Alp­hei K, Thie­me K, Schä­fer T. Grund­la­gen der Ver­sor­gungs­pra­xis. Ein Rat­ge­ber für The­ra­peu­ten und Tech­ni­ker. Teil 1. Duder­stadt: Otto Bock Health­Ca­re Deutsch­land, 2011 
  8. Torn­berg ÅB, Lau­ru­sch­kus K. Non-ambu­la­to­ry child­ren with cere­bral pal­sy: effects of four months of sta­tic and dyna­mic stan­ding exer­cise on pas­si­ve ran­ge of moti­on and spas­ti­ci­ty in the hip. PeerJ 2020; 8 (1): e8561. doi: 10.7717/peerj.8561
  9. Eck­oldt-Alp­hei K, Thie­me K, Schä­fer T. Grund­la­gen der Ver­sor­gungs­pra­xis. Ein Rat­ge­ber für The­ra­peu­ten und Tech­ni­ker. Teil 1. Duder­stadt: Otto Bock Health­Ca­re Deutsch­land, 2011 
  10. Bröx­kes S, Her­zog U (Hrsg.). Roll­stuhl­ver­sor­gung bei Kin­dern, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen. Duis­burg: Deut­scher Roll­stuhl-Sport­ver­band, 2004 
  11. Fröh­lings­dorf P, Veh­se BC, Herz D, Stein­e­bach S. Hilfs­mit­tel­ma­trix Cere­bral­pa­re­se – eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe für die Behand­lung von Kin­dern mit CP. Ortho­pä­die Tech­nik, 2016; 67 (7): 56–61
  12. Fröh­lings­dorf P, Veh­se BC, Herz D, Stein­e­bach S. Hilfs­mit­tel­ma­trix Cere­bral­pa­re­se – eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe für die Behand­lung von Kin­dern mit CP. Ortho­pä­die Tech­nik, 2016; 67 (7): 56–61
  13. Ava­gyan A et al. Effec­ti­ve­ness and Deter­mi­nant Varia­bles of Aug­men­ta­ti­ve and Alter­na­ti­ve Com­mu­ni­ca­ti­on Inter­ven­ti­ons in Cere­bral Pal­sy Pati­ents with Com­mu­ni­ca­ti­on Defi­cit: a Sys­te­ma­tic Review. Codas, 2021; 33 (5): e20200244. doi: 10.1590/2317–1782/20202020244
  14. Eck­oldt-Alp­hei K, Thie­me K, Schä­fer T. Grund­la­gen der Ver­sor­gungs­pra­xis. Ein Rat­ge­ber für The­ra­peu­ten und Tech­ni­ker. Teil 1. Duder­stadt: Otto Bock Health­Ca­re Deutsch­land, 2011 
  15. Bröx­kes S, Her­zog U (Hrsg.). Roll­stuhl­ver­sor­gung bei Kin­dern, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen. Duis­burg: Deut­scher Roll­stuhl-Sport­ver­band, 2004 
  16. Strass­burg HM. Behand­lungs­kon­zept bei Kin­dern mit infan­ti­ler Zere­bral­pa­re­se. Papier des Qua­li­täts­zir­kels der BAG SPZ, 2004. https://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-archiv-leitlinie-icp-2004.pdf (Zugriff am 05.07.2025)
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