Ent­wick­lung einer dyna­mi­schen Hand­orthe­se zur Behand­lung einer Dupuytren’schen Kontraktur

F. Gühne, D. Kremser
Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde eine neue dynamische Handorthese entwickelt. Das Krankheitsbild „Morbus Dupuytren“ stand dabei im Mittelpunkt der Entwicklung. In diesem Artikel wird die Entwicklungsarbeit dokumentiert und anatomische, physiologische und biomechanische Aspekte des Projekts beleuchtet sowie eine Anwenderbeobachtung im Anschluss an die Entwicklungsarbeit vorgestellt. Dynamische Handorthesen sind Nischenprodukte, die mit Hilfe des 3D-Drucks an Attraktivität gewinnen und die prä- und postoperative Behandlung nachhaltig verbessern können.

Ein­lei­tung

Die Ver­sor­gung mit einer Orthe­se im Hand-Fin­ger-Bereich ist ein kom­ple­xes The­ma. Betrach­tet man die Ver­sor­gungs­mög­lich­kei­ten genau­er, zeigt sich, dass gera­de im Bereich der dyna­mi­schen Hand­orthe­sen das Port­fo­lio der im Han­del zu erhal­ten­den Orthe­sen eher gering ist.

Anzei­ge

Bei der Ent­wick­lung der hier vor­ge­stell­ten Hand­orthe­se wur­de expli­zit auf die Dupuytren’sche Kon­trak­tur ein­ge­gan­gen. All­ge­mein äußert sich die Erkran­kung Mor­bus Dupuytren in einer Streck­hem­mung in den Gelen­ken der Fin­ger, bei der es zu einer Faser­ver­än­de­rung inner­halb der Bin­de­ge­webs­fa­sern der Han­din­nen­flä­che kommt 1. Den Namen erhielt das Krank­heits­bild durch den fran­zö­si­schen Chir­ur­gen Guil­laume Dupuytren (1777–1835), der in einer Vor­le­sung im Jahr 1831 die­se Erkran­kung zum The­ma mach­te und dadurch Berühmt­heit erlang­te. Seit­her wer­den die ope­ra­ti­ven und kon­ser­va­ti­ven Kon­zep­te ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt. Aber ist eine Behand­lung der Erkran­kung über­haupt not­wen­dig und sinnvoll?

Zur Beant­wor­tung die­ser Fra­ge muss man sich den indi­vi­du­el­len Funk­ti­ons­ver­lust des Pati­en­ten vor Augen füh­ren, der mit dem Vor­an­schrei­ten der Erkran­kung ste­tig zunimmt. Je stär­ker die Kon­trak­tur ist, des­to schwie­ri­ger wird es, Gegen­stän­de zu grei­fen oder Tätig­kei­ten des täg­li­chen Lebens aus­zu­füh­ren 2. Ein zwei­ter Aspekt kön­nen per­ma­nen­te Schmer­zen sein; die­se wer­den von Pati­en­ten jedoch nur sel­ten beschrie­ben 3. Aller­dings kann es dazu kom­men, dass der Betrof­fe­ne mit den kon­trakt ste­hen­den Fin­gern hän­gen­bleibt oder durch die Defor­mi­tät sich selbst bei ver­schie­dens­ten Tätig­kei­ten, wie zum Bei­spiel der Gesichts­wä­sche unge­wollt Schmer­zen zufügt 4. Dar­über hin­aus soll­te auch die psy­chi­sche Belas­tung berück­sich­tigt wer­den: Die Hand ist neben Gesicht und Hals das ein­zi­ge Organ des Kör­pers, das der Mensch nicht mit Klei­dung bedeckt. Sie ist also ein Kör­per­teil, das einer ästhe­ti­schen Bewer­tung unter­liegt und unter­be­wusst den ers­ten Ein­druck über einen Men­schen – etwa beim Hän­de­schüt­teln – mit­be­stimmt. Bei einer Defor­mi­tät wie der Dupuytren’schen Kon­trak­tur ver­än­dert sich die Wahr­neh­mung der betrof­fe­nen Per­son durch Drit­te. Die psy­chi­sche Belas­tung nimmt für den Pati­en­ten daher ste­tig zu 5. Gelin­dert wer­den kön­nen die­ser psy­chi­sche Druck und die Beein­träch­ti­gung bei Tätig­kei­ten des täg­li­chen Lebens durch eine Behand­lung – im Fal­le der Dupuytren’schen Kon­trak­tur in der Regel durch eine Ope­ra­ti­on 6. Doch auch nach der Ope­ra­ti­on ist der Pati­ent auf eine lan­ge Nach­be­hand­lung ange­wie­sen, die zusätz­lich zur Hand­the­ra­pie auch eine ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung erfor­dert 7.

Die Orthe­sen, die dabei zum Ein­satz kom­men, sind häu­fig hand­ge­lenks­über­grei­fend und sta­tisch. Dabei bestehen die Vor­zü­ge sta­ti­scher Orthe­sen haupt­säch­lich in der Sys­tem­grö­ße, die deut­lich gerin­ger aus­fällt als bei einer dyna­mi­schen Orthe­se. Aus die­sem Grund kann eine sta­ti­sche Schie­ne, unab­hän­gig davon, ob sie von dor­sal oder palmar ange­legt wird, eine grö­ße­re Akzep­tanz bei den Pati­en­ten her­vor­ru­fen 8. Dor­sal lie­gen­de Schie­nen kön­nen zusätz­lich einen dyna­mi­schen Auf­bau auf­wei­sen. Durch ihre Anla­ge auf dem Hand­rü­cken ist es mög­lich, über dyna­mi­sche Ele­men­te eine Stre­ckung der Fin­ger her­vor­zu­ru­fen. Für jeden Pati­en­ten, der von einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur betrof­fen ist, ist es wich­tig, kei­ne Ein­schrän­kun­gen durch eine Orthe­se zu erfah­ren. Betrach­tet man klas­si­sche dyna­mi­sche Schie­nen, ist nur schwer vor­stell­bar, wie ein Betrof­fe­ner bei­spiels­wei­se eine Jacke anzieht oder mit der Orthe­se zu Bett geht und dabei kei­ne Ein­schrän­kun­gen erfährt 9. Die­ser Arti­kel befasst sich mit der Pro­ble­ma­tik im Bereich der dyna­mi­schen Hand­orthe­sen und stellt einen Lösungs­an­satz in Bezug auf Sys­tem­grö­ße und Funk­tio­na­li­tät vor. Zunächst wird jedoch kurz auf das Krank­heits­bild eingegangen.

Mor­bus Dupuytren

Das Krank­heits­bild Mor­bus Dupuytren, auch bekannt als „digi­topalma­re Fibroma­to­se“, besteht in einer Beu­ge­kon­trak­ti­on im Bereich der Ossa meta­car­pa­lia und Ossa digi­ti und deren gelen­ki­gen Ver­bin­dun­gen. Die Erkran­kung zeigt sich als lang­sam fort­schrei­ten­de Kon­trak­tur des Palmar­fas­zi­en-Kom­ple­xes und gehört zu den benig­nen neo­plas­ti­schen Fibroma­to­sen 10. In Deutsch­land wer­den jähr­lich min­des­tens 35.000 Pati­en­ten mit einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur ambu­lant oder sta­tio­när behan­delt. Pati­en­ten mit einer gerin­gen Kon­trak­tur (Tubia­na-Sta­di­um N oder 1) sind in die­ser Zahl nicht berück­sich­tigt 11.

Die Ent­schei­dung für oder gegen eine Ope­ra­ti­on hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Es gilt die Beschwer­den (psy­chi­scher Druck, Beein­träch­ti­gung im All­tag, Schmer­zen und Beglei­ter­kran­kun­gen), die der Pati­ent durch die Kon­trak­tur erfährt, zu berück­sich­ti­gen. Um eine Klas­si­fi­zie­rung der Kon­trak­tur vor­zu­neh­men, soll­te das Bewer­tungs­sche­ma von Tubia­na 12 (Tab. 1) her­an­ge­zo­gen wer­den. Aller­dings ist dabei zu berück­sich­ti­gen, dass nicht erst ab einem gewis­sen Sta­di­um eine Ope­ra­ti­on in Betracht gezo­gen wird, son­dern dass die­se in einem frü­hen Krank­heits­sta­di­um in der Regel auch das bes­se­re Ergeb­nis erzielt. Ande­rer­seits hängt der Zeit­punkt der Ope­ra­ti­on auch vom Befin­den des Pati­en­ten ab. Die sub­jek­ti­ve Ein­schät­zung des Pati­en­ten, ob der kon­trak­te Fin­ger ihn bei Tätig­kei­ten des täg­li­chen Lebens behin­dert oder nicht, soll­te am Ende der Ent­schei­dungs­fin­dung aus­schlag­ge­bend sein 13.

Ent­schei­det sich der Pati­ent für eine Ope­ra­ti­on, ste­hen dem behan­deln­den Arzt ver­schie­de­ne Ope­ra­ti­ons­me­tho­den zur Ver­fü­gung. Dabei wer­den die bei­den Berei­che Fas­zio­to­mie (der Dupuytren’sche Strang wird durch eine mini­mal­in­va­si­ve Ope­ra­ti­ons­me­tho­de durch­trennt) und Fas­ziek­to­mie (der Dupuytren’sche Strang wird ope­ra­tiv ent­fernt) unter­schie­den. Nach einer Ope­ra­ti­on erfolgt in der Regel die wei­te­re Reha­bi­li­ta­ti­on mit einem Ergo­the­ra­peu­ten. Ori­en­tiert man sich an der von Wald­ner-Nils­son (2008) 14 vor­ge­ge­be­nen post­ope­ra­ti­ven Behand­lungs­stra­te­gie, dau­ert der Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess etwa acht Wochen. Ver­an­schlagt wer­den dabei zwei bis drei Sit­zun­gen pro Woche. Der Zeit­raum der Behand­lung kann von Pati­ent zu Pati­ent vari­ie­ren. Inner­halb die­ses Zeit­raums unter­teilt sich die The­ra­pie in vier Pha­sen. Zu Anfang liegt der Fokus auf der Wund­pfle­ge und ein­fa­chen Bewe­gungs­übun­gen ohne Wider­stand (Tag 1–14). Im wei­te­ren Ver­lauf wer­den die Bewe­gun­gen aller­dings kom­ple­xer, und auch eine Ver­sor­gung mit Exten­si­ons­schie­nen wird emp­foh­len. In allen Pha­sen muss der Fokus des The­ra­peu­ten dar­auf lie­gen, dass der Pati­ent die Akti­vi­tä­ten des täg­li­chen Lebens umset­zen kann und dass das ope­ra­ti­ve Ergeb­nis gesi­chert oder ver­bes­sert wird 15.

Ortho­pä­die­tech­ni­sche Versorgungskonzepte

Die Hand gehört mit ihren 27 Kno­chen, 36 gelen­ki­gen Ver­bin­dun­gen, 19 Frei­heits­gra­den und 39 auf sie ein­wir­ken­den Mus­keln zu den kom­pli­zier­tes­ten wie auch kom­ple­xes­ten Orga­nen des mensch­li­chen Kör­pers. Bei der Kon­struk­ti­on einer Orthe­se muss die­se Funk­tio­na­li­tät berück­sich­tigt wer­den. In der Regel wer­den dabei Gelen­ke ruhig­ge­stellt oder Bewe­gun­gen inner­halb eines bestimm­ten Frei­heits­gra­des zuge­las­sen. Die Ein­schrän­kung auf einen Frei­heits­grad resul­tiert aus den mecha­ni­schen Mög­lich­kei­ten der Kon­struk­ti­on und Bewe­gungs­füh­rung 16. Ergän­zend zu den ana­to­mi­schen Merk­ma­len der Hand und des Unter­arms sind auch bio­me­cha­ni­sche Merk­ma­le zu berück­sich­ti­gen. Dabei ste­hen sowohl Ent­las­tungs- und Belas­tungs­zo­nen als auch die bio­me­cha­ni­schen Wirk­prin­zi­pi­en im Vordergrund.

Bezo­gen auf die Dupuytren’sche Kon­trak­tur kön­nen haupt­säch­lich drei ver­schie­de­ne Orthe­sen­ar­ten unter­schie­den werden:

  • Lage­rungs­orthe­se
  • sta­ti­sche Extensionsorthese
  • dyna­mi­sche Extensionsorthese

Ent­wick­lung einer dyna­mi­schen Handorthese

In der Regel kom­men dyna­mi­sche Exten­si­ons­orthe­sen bei Mor­bus Dupuytren post­ope­ra­tiv zum Ein­satz. Aller­dings kön­nen sie auch prä­ope­ra­tiv zur Auf­deh­nung von kon­trak­ten Struk­tu­ren zur Anwen­dung kom­men oder als kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie­me­tho­de bei einem gerin­gen Streck­aus­fall gewählt wer­den 17.

Die zu ent­wi­ckeln­de Hand­orthe­se soll­te die Erkran­kung Mor­bus Dupuytren the­ra­pie­ren, eine gerin­ge Sys­tem­grö­ße auf­wei­sen, ohne die Bewe­gung des Hand­ge­lenks ein­zu­schrän­ken, optio­nal ver­schie­de­ne Fin­ger the­ra­pie­ren und eng an der Hand anlie­gen. Die Moti­va­ti­on für das hier vor­ge­stell­te Pro­jekt ergab sich aus einer ver­tief­ten Beschäf­ti­gung mit dem Krank­heits­bild und den dar­aus resul­tie­ren­den Reha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­men und Einschränkungen.

Die Dupuytren’sche Kon­trak­tur und die Ent­schei­dung für eine dyna­mi­sche Orthe­se brin­gen vie­le Ein­schrän­kun­gen mit sich. Schon ein­fa­che All­tags­ver­rich­tun­gen, etwa eine Jacke anzu­zie­hen oder Lebens­mit­tel aus einem Schrank zu neh­men, wer­den durch eine her­kömm­li­che dyna­mi­sche Orthe­se verhindert.

Die Zweck­mä­ßig­keit des hier vor­ge­stell­ten Pro­jekts lässt sich aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln begrün­den: Einer­seits ist die Prä­va­lenz in west­li­chen Län­dern stark, dem­ge­gen­über die Mög­lich­kei­ten der Schie­nen­aus­wahl jedoch begrenzt 181920. Ande­rer­seits sind die Sys­tem­grö­ßen der Ver­sor­gun­gen, die am Markt ange­bo­ten wer­den, nicht befrie­di­gend. Eine wei­te­re Anfor­de­rung besteht dar­in, dem Pro­dukt ein Design zu ver­lei­hen, das den Anwen­der anspricht, gleich­zei­tig aber die Funk­tio­na­li­tät der Orthe­se nicht einschränkt.

Als Grund­la­ge für das Pro­jekt dien­te die Hand­orthe­se „DAHO 2.6“ der Fir­ma Uni­prox. Die Unter­arm­füh­rung konn­te dabei ver­nach­läs­sigt wer­den, da das Krank­heits­bild auf die Fin­ger­ge­len­ke und die Palmara­po­neu­ro­se begrenzt ist. Kurz nach Auf­nah­me der Ent­wick­lungs­ar­beit stell­te sich jedoch her­aus, dass der Kern der Orthe­se, die Hand­span­ge, über­ar­bei­tet wer­den muss­te: Der Druck, der bei der Redres­si­on der Fin­ger im Bereich der Mit­tel­hand ent­steht, wäre für den Anwen­der sonst zu groß und wür­de zu Schmer­zen füh­ren. Das ist dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass sich die Kräf­te und die dar­aus resul­tie­ren­den Dreh­mo­men­te, nach­dem die Unter­arm­an­la­ge ent­fernt wur­de, aus­schließ­lich auf den Bereich der Hand kon­zen­trie­ren. Der ent­ste­hen­de Druck berech­net sich aus der wir­ken­den Kraft und der belas­te­ten Flä­che. Je grö­ßer die Flä­che bei gleich­blei­ben­der Kraft, des­to gerin­ger ist der dar­aus resul­tie­ren­de Druck. Aus die­sem Grund war eine maxi­mal gro­ße Belas­tungs­flä­che not­wen­dig. Zudem war die Unter­brin­gung aller Anbau­tei­le her­aus­for­dernd: Sowohl die Ver­schlüs­se als auch die vier Feder­ele­men­te der Lang­fin­ger muss­ten auf der Hand­span­ge Platz fin­den. Auf der vor­han­de­nen Hand­span­ge war dies nicht möglich.

Aus die­sen Über­le­gun­gen her­aus resul­tier­te eine über­ar­bei­te­te Hand­span­ge, die die Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie der Hand stär­ker berück­sich­tigt. Die Grund­idee dabei lau­te­te, die Hand­span­ge so groß wie mög­lich zu hal­ten, um die wir­ken­den Kräf­te der dyna­mi­schen Ele­men­te über eine mög­lichst gro­ße Flä­che auf­zu­fan­gen. Dar­an ori­en­tier­ten sich auch die neu­en Ver­schlüs­se, die brei­ter gestal­tet wur­den und so eine ver­bes­ser­te Fixie­rung der Orthe­se an der Hand ermög­li­chen. Am Ende ent­stan­den drei Pro­to­ty­pen (Abb. 1 u. 2), die die Grö­ßen S, M und L abbil­den. Die Ermitt­lung der Grö­ßen erschloss sich dabei aus der Norm für „Kör­per­ma­ße des Men­schen“ DIN EN ISO 33402–2; die ermit­tel­ten Grö­ßen wur­den in der Fol­ge an Pro­ban­den über­prüft und optimiert.

Ein beson­de­res Augen­merk galt auch der Posi­tio­nie­rung der dyna­mi­schen Ele­men­te, da die Orthe­se als kon­fek­tio­nier­te Vari­an­te gefer­tigt wird. Die Ele­men­te soll­ten in der Anord­nung bio­me­cha­nisch opti­mal über der Längs­ach­se der Fin­ger posi­tio­niert sein (Abb. 3a u. b), um die auf die Gelenk­flä­chen ein­wir­ken­den Kräf­te ent­spre­chend der Gelenk­ach­se aus­zu­rich­ten. Die opti­ma­le Posi­ti­on begüns­tigt des Wei­te­ren die All­tags­taug­lich­keit der Orthe­se bei der Fle­xi­on der Finger.

Die ein­ge­setz­ten Blatt­fe­dern sor­gen für die dyna­mi­sche Exten­si­on. Um eng an den Fin­gern anzu­lie­gen, glei­tet ein Läu­fer auf den Feder­stahl­seg­men­ten. Ergän­zend ermög­licht die­ses Sys­tem, dass die Kraft der Blatt­fe­der auch in der Fle­xi­on in einem Win­kel von 90° zur Längs­ach­se des Fin­ger­seg­ments wirkt, mit dem die Feder ver­bun­den ist. Durch die Ver­än­de­rung der Hebel­län­ge der Blatt­fe­der kön­nen die Exten­si­ons­kräf­te indi­vi­du­ell ange­passt werden.

Test­pha­se der Ver­sor­gung mit Anwenderbeobachtung

Auf die Ent­wick­lungs­ar­beit folg­te eine Anwen­der­be­ob­ach­tung, mit der ver­schie­de­ne Aspek­te wie die Pass­form, die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit hin­sicht­lich des Designs und die Mei­nung des Tech­ni­kers über den The­ra­pie­er­folg über­prüft wur­den. Der betrach­te­te Zeit­raum der Ver­sor­gung betrug vier Wochen. Der ent­spre­chen­de Fra­ge­bo­gen wur­de vom Tech­ni­ker gemein­sam mit dem Pati­en­ten nach die­sem Zeit­raum bei erneu­ter Vor­stel­lung aus­ge­füllt. Ins­ge­samt wur­den zehn Fra­gen zu den The­men­be­rei­chen Pass­form, Design und Anwen­dung gestellt. Auf drei die­ser Fra­gen wird im wei­te­ren Ver­lauf näher ein­ge­gan­gen. Die Bewer­tung fand einer­seits anhand einer Ordi­nal­ska­la in Form eines Beno­tungs­sys­tems mit den Noten 1 bis 6 statt, ande­rer­seits anhand einer Nomi­nal­ska­la mit den Ant­wort­mög­lich­kei­ten „ja“ und „nein“. Zusätz­lich stand für jede Fra­ge ein Bemer­kungs­feld zur Ver­fü­gung, um indi­vi­du­el­le Kom­men­ta­re for­mu­lie­ren zu können.

Ergeb­nis­se

Sie­ben Män­ner und eine Frau wur­den nach einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur mit der Orthe­se ver­sorgt. Alle Pati­en­ten wur­den post­ope­ra­tiv ver­sorgt, wäh­rend auch die Phy­sio­the­ra­pie statt­fand. Aus der Aus­wer­tung der Bemer­kungs­fel­der geht her­vor, dass in drei Fäl­len die Orthe­se auch als Übungs­orthe­se zum Ein­satz kam Hier wur­de die Orthe­se im Rah­men der ergo­the­ra­peu­ti­schen Behand­lung genutzt. Die Orthe­se ermög­lich­te zusätz­lich ein Trai­ning der von der Ergo­the­ra­pie vor­ge­ge­be­nen Übun­gen zu Hau­se. In den wei­te­ren fünf Fäl­len wur­de sie ledig­lich im All­tag getra­gen. Es zeig­te sich, dass die aus­ge­wähl­te Orthe­se in allen acht Fäl­len die rich­ti­ge Grö­ße und Pass­form auf­wies (Abb. 4). Die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit (Abb. 5) war in fünf Fäl­len „gut“, in einem „befrie­di­gend“ und in zwei Fäl­len „aus­rei­chend“. Die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit ist dabei klar vom The­ra­pie­er­folg zu unter­schei­den: Wäh­rend der The­ra­pie­er­folg die erziel­ten Erfol­ge mit der Orthe­se in Abhän­gig­keit von deren Ein­satz­zweck aus der Sicht des Tech­ni­kers kenn­zeich­net, zielt die Erhe­bung der Pati­en­ten­zu­frie­den­heit auf einen ganz­heit­li­chen Ein­druck von der Ver­sor­gung. Dies umfasst neben dem The­ra­pie­er­folg auch All­tags­taug­lich­keit und per­sön­li­che Ein­drü­cke. Betrach­tet man die Gra­fik zum The­ra­pie­er­folg (Abb. 6), zeigt sich, dass vom Tech­ni­ker vier­mal die Note „gut“ ver­ge­ben wur­de, zwei­mal die Note „befrie­di­gend“ und je ein­mal die Noten „aus­rei­chend“ und „man­gel­haft“. Die Note „man­gel­haft“ resul­tier­te laut Aus­sa­ge des Tech­ni­kers aus der Abnei­gung des Pati­en­ten gegen­über dem Hilfs­mit­tel: Der Anwen­der war nicht gewillt, die Orthe­se zu tra­gen. Wei­te­re Kom­men­ta­re lau­te­ten: „guter Tra­ge­kom­fort“, „gute All­tags­taug­lich­keit“ sowie in drei Fäl­len: „Der Pati­ent nutz­te die Orthe­se ledig­lich wäh­rend der ergo­the­ra­peu­ti­schen Behandlung.“

Dis­kus­si­on

In der Test­pha­se zeig­te sich zunächst, dass die Orthe­se eine geeig­ne­te Grö­ßen­aus­wahl erlaubt: Die drei aus­wähl­ba­ren Orthe­sen­grö­ßen ermög­lich­ten bei allen Pati­en­ten eine adäqua­te Ver­sor­gung mit der Orthe­se. Die zugrun­de geleg­ten Aus­wahl­kri­te­ri­en der Tabel­le zur Grö­ßen­be­stim­mung ver­wie­sen bei allen Pati­en­ten auf die rich­ti­ge Orthe­sen­grö­ße, mit der sie schluss­end­lich auch ver­sorgt wur­den. Eine Nach­pas­sung der Orthe­se durch ther­mo­plas­ti­sche Ver­for­mung oder Zuschliff des Orthe­sen­ver­laufs war bei kei­nem Pati­en­ten notwendig.

Anhand der Fra­ge­bö­gen war grund­sätz­lich ersicht­lich, dass die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit posi­tiv aus­fiel und eine kla­re Ten­denz in Rich­tung zur Beno­tung „gut“ zeigt (Abb. 5). Dabei ist aller­dings dar­auf hin­zu­wei­sen, dass eine Kor­re­la­ti­on zwi­schen der Pati­en­ten­zu­frie­den­heit und dem The­ra­pie­er­folg besteht: Sofern der The­ra­pie­er­folg durch den Tech­ni­ker schlech­ter bewer­tet wur­de, war auch die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit gerin­ger. Aus den Kom­men­ta­ren zu den Fra­ge­bö­gen konn­te dar­auf geschlos­sen wer­den, dass schlech­te Bewer­tun­gen in den genann­ten Berei­chen mit einer gerin­gen Orthe­sen­ak­zep­tanz und redu­zier­ten Tra­ge­zei­ten einhergingen.

Der The­ra­pie­er­folg ist grund­sätz­lich objek­tiv ent­spre­chend dem Ver­wen­dungs­zweck der Orthe­se zu betrach­ten. Dabei ging es einer­seits dar­um, über das täg­li­che Tra­gen der Orthe­se post­ope­ra­tiv eine Rest­kon­trak­tur auf­zu­bie­gen, ande­rer­seits dar­um, im Rah­men der ergo­the­ra­peu­ti­schen Behand­lung die Koor­di­na­ti­on und die Kraft der Hand zu schu­len und zu ver­bes­sern. Aus den Fra­ge­bö­gen und den Kom­men­ta­ren der Ver­sor­ger bei der Aus­wer­tung ging her­vor, dass die Orthe­se in drei Fäl­len auch als Übungs­orthe­se zum Ein­satz kam. Hier sind die Fra­ge­bö­gen dif­fe­ren­ziert zu betrach­ten: In den drei Fäl­len der Übungs­orthe­se wur­den die Noten „Zwei“, „Drei“ und „Vier“ ver­ge­ben. Die Noten „Zwei“ und „Drei“ wei­sen hier­bei auf einen posi­ti­ven The­ra­pie­ver­lauf hin. Die Note „Vier“ wur­de ver­ge­ben, da sich bei dem Anwen­der nur ein sehr gerin­ger Fort­schritt im Zuge der ergo­the­ra­peu­ti­schen Behand­lung bei Benut­zung der Orthe­se ein­stell­te. In den Fäl­len, in denen die Orthe­se als dyna­mi­sche Exten­si­ons­orthe­se im All­tag ver­wen­det wur­de und ihren Haupt­nut­zen in der Redres­si­on hat­te, ist die Reso­nanz mit „gut“ zu bewer­ten. Aller­dings ist ein nega­ti­ver Aus­rei­ßer zu bekun­den: Im ent­spre­chen­den Fall wies der Anwen­der nur eine gerin­ge Orthe­sen­ak­zep­tanz auf und war nicht gewillt, die Orthe­se zu tra­gen. Ent­spre­chend konn­te sich kein The­ra­pie­er­folg einstellen.

Abschlie­ßend ist fest­zu­hal­ten, dass die Anwen­der­be­ob­ach­tung kei­nen reprä­sen­ta­ti­ven Cha­rak­ter hat, da ledig­lich acht Pro­ban­den betrach­tet wer­den konnten.

Fazit

Das Ziel, eine geeig­ne­te dyna­mi­sche Hand­orthe­se zur Redres­si­on einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur (Abb. 7) zu ent­wi­ckeln, wur­de erreicht. Das Pro­dukt grenzt sich deut­lich von Kon­kur­renz­pro­duk­ten ab: Die Sys­tem­grö­ße ist so gewählt, dass eine äußerst nied­ri­ge Bau­form erreicht wird. Durch den Läu­fer und die ent­spre­chen­den Lauf­schie­nen auf dem Feder­stahl­seg­ment wird die Bio­me­cha­nik der Fin­ger bei der Fle­xi­on berück­sich­tigt. Das Sys­tem ist auf die Hand beschränkt und ermög­licht eine freie Beweg­lich­keit des Hand­ge­lenks. Zusätz­lich för­dert die offe­ne Bau­wei­se das tak­ti­le Feed­back beim Greifen

Die Anwen­der­be­ob­ach­tung zeig­te zudem, dass die Orthe­se ihr Poten­zi­al nicht nur in der Redres­si­on einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur zeigt. Zusätz­lich ist sie auch als Übungs­orthe­se ein­setz­bar, mit deren Hil­fe Mus­kel­kraft und Koor­di­na­ti­on im Bereich der Hand trai­niert wer­den kön­nen. Die­ser Aus­blick zeigt, dass das Spek­trum, in der die Orthe­se Ver­wen­dung fin­den kann, viel­fäl­tig ist.

Die Pro­duk­ti­on der Orthe­se erfolgt als Klein­se­rie. Das ana­to­misch ange­pass­te Hand­teil wird dabei im 3D-Druck her­ge­stellt. Die­ser gewähr­leis­tet eine gleich­blei­ben­de Qua­li­tät, eine hohe Ober­flä­chen­gü­te und einen repro­du­zier­ba­ren Pro­zess. In einem dyna­mi­schen Markt wie dem der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gun­gen ist es wich­tig, ent­spre­chen­de Markt­trends wie die addi­ti­ve Fer­ti­gung auf­zu­neh­men. Zudem wäre eine wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­on auf­grund der klei­nen Stück­zahl ohne addi­ti­ve Fer­ti­gungs­ver­fah­ren gar nicht mög­lich. Rüstund Werk­zeug­kos­ten für alter­na­ti­ve Fer­ti­gungs­ver­fah­ren wie bei­spiels­wei­se Spritz­guss sind aus wirt­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve nicht kos­ten­ef­fi­zi­ent. Hier wur­de der 3D-Druck also nicht genutzt, um kom­ple­xe Kon­struk­tio­nen umzu­set­zen, son­dern um eine Pro­duk­ti­on der Klein­se­rie über­haupt erst zu ermöglichen.

Für die Autoren:
Fynn Güh­ne
Inge­nieur­bü­ro Kremser
Kop­per­schmidt 7
23863 Barg­feld-Ste­gen
f.guehne@ib-kremser.de

Begut­ach­te­ter Beitrag/reviewed paper

Zita­ti­on
Güh­ne F, Krem­ser D. Ent­wick­lung einer dyna­mi­schen Hand­orthe­se zur Behand­lung einer Dupuytren’schen Kon­trak­tur. Ortho­pä­die Tech­nik, 2020; 71 (6): 40–45

 

0kei­ne Krankheitszeichen
NKno­ten oder Strang ohne Streck­aus­fall (wird mit 0,5 berechnet)
11°–45° Streck­de­fi­zit
246°–90° Streck­de­fi­zit
391°–135° Streck­de­fi­zit
4über 136° Streckdefizit
Tab. 1 Sta­di­en­ein­tei­lung des Mor­bus Dupuytren nach Tubia­na et al. (1966) Quel­le: Wald­ner-Nils­son B. Mor­bus Dupuytren. In: Ders. (Hrsg.): Han­dreha­bi­li­ta­ti­on – Grund­la­gen, Erkran­kun­gen. Bd. I. Hei­del­berg: Sprin­ger, 2009: 261–288.

 

 

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  2. Bren­ner P, Ray­an GM. Mor­bus Dupuytren – Ein chir­ur­gi­sches The­ra­pie­kon­zept. Wien/New York: Sprin­ger, 2003
  3. Cam­pe A et al. Pain­ful nodu­les and cords in Dupuytren dise­a­se. The Jour­nal of Hand Sur­ge­ry, 2012; 37 (7): 1313–1318
  4. Bren­ner P, Ray­an GM. Mor­bus Dupuytren – Ein chir­ur­gi­sches The­ra­pie­kon­zept. Wien/New York: Sprin­ger, 2003
  5. Hoh­mann D et al. Orthe­sen für die obe­re Extre­mi­tät – Ein­füh­rung und Begriffs­er­läu­te­rung. In: Hoh­mann D, Uhlig R (Hrsg.). Ortho­pä­di­sche Tech­nik. Stutt­gart: Thie­me, 2005: 334–338
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  8. Rives K et al. Seve­re con­trac­tures of the pro­xi­mal inter­phal­an­ge­al joint in Dupuytren’s dise­a­se: Results of a pro­spec­ti­ve tri­al of ope­ra­ti­ve cor­rec­tion and dyna­mic exten­si­on splin­ting. The Jour­nal of Hand Sur­ge­ry, 1992; 17 (6): 1153–1159
  9. Baum­gart­ner R, Grei­te­mann B. Orthe­sen obe­re Extre­mi­tät. In: Dies. (Hrsg.). Grund­kurs Tech­ni­sche Ortho­pä­die. Stutt­gart: Thie­me, 2015: 105–120
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  11. G. Bun­des­aus­schuss. Mikro­biel­le Col­la­ge­na­se aus Clos­tri­di­um his­to­ly­ti­cum. In: Zusam­men­fas­sen­de Doku­men­ta­ti­on über die Ände­rung der Arz­nei­mit­tel-Richt­li­nie (AM-RL): Anla­ge XII – Beschlüs­se über die Nut­zen­be­wer­tung von Arz­nei­mit­teln mit neu­en Wirk­stof­fen nach § 35a SGB V. Ber­lin, 2013: 5
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  16. Man­ner­felt L, Bie­der­mann L. Orthe­sen für die obe­re Extre­mi­tät. In: Hoh­mann D, Uhlig R. (Hrsg.). Ortho­pä­di­sche Tech­nik. Stutt­gart: Thie­me, 2005: 331–372
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  18. Ega­wa T et al. Epi­de­mio­lo­gy of the Ori­en­tal pati­ent. In: McFar­la­ne R et al. (eds). Dupuytren’s dise­a­se. Edin­burgh: Chur­chill Living­stone, 1990: 239–245
  19. Gui­ti­an A. Quel­ques aspects epi­de­mio­lo­gi­ques de la mala­die de Dupuytren. Anna­les de Chir­ur­gie de la Main, 1988; 7 (3): 256–262
  20. McFar­la­ne R. The ana­to­my of Dupuytren’s dise­a­se. In: McFar­la­ne R et al. (eds). Dupuytren’s dise­a­se. Lon­don: Chur­chill Living­stone, 1985: 54–71
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