Gehen mit mecha­ni­scher und mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ter Knie­pro­the­se – Eine Stu­die über die phy­sio­lo­gi­sche und neu­ro­phy­sio­lo­gi­sche Beanspruchung

N. Nitz­sche, M. Ger­ber, J. Rehor
Ziel der Stu­die war es, die phy­sio­lo­gi­sche Bean­spru­chung in Bezug auf Geh­ge­schwin­dig­keit und den Pro­the­sen­typ zu unter­su­chen. Es wur­den sechs männ­li­che, uni­la­te­ral trans­fe­mo­ral ampu­tier­te Pro­ban­den (42,7 ± 8,1 Jah­re, 1,77 ± 0,1 m, 82,7 ± 10,6 kg) auf einem Lauf­band mit drei ver­schie­de­nen Pro­the­sen (C‑Leg, Rheo Knee 2, Kine­gen 3A2000) unter­sucht. Wäh­rend­des­sen wur­de die neu­ro­mus­ku­lä­re Akti­vi­tät und Sauer­stoff­auf­nah­me erfasst. Die Geschwin­dig­keit zeigt einen signi­fi­kan­ten Effekt auf die Akti­vi­tät der unter­such­ten Mus­keln (p0,05). Es zeig­te sich mit stei­gen­der Geschwin­dig­keit eine pro­the­sen­un­ab­hän­gi­ge Zunah­me der Bein­mus­kel­ak­ti­vi­tät und des Sauer­stoff­ver­brauchs. Das mecha­ni­sche Knie­ge­lenk zeig­te eine signi­fi­kant gerin­ge­re Akti­vi­tät des M. obli­quus exter­nus abdo­mi­nis gegen­über mikro­pro­zessor­ge­steu­er­ten Knie­ge­len­ken (p0,05). Die­se Erkennt­nis­se könn­ten bei Umstel­lung des Pro­the­sen­trä­gers von mecha­ni­scher auf mikro­pro­zessor­ge­stütz­ter Pro­the­se von Bedeu­tung sein. 

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