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Emp­feh­lun­gen und Neue­run­gen aus der S2k-Leit­li­nie „Medi­zi­ni­sche Kom­pres­si­ons­the­ra­pie der Extre­mi­tä­ten“ aus dem Jahr 2019

M. Stü­cker
Die S2k-Leit­li­nie „Medi­zi­ni­sche Kom­pres­si­ons­the­ra­pie der Extre­mi­tä­ten“ beschreibt die Ein­satz­mög­lich­kei­ten medi­zi­ni­scher Kom­pres­si­ons­strümp­fe, Kom­pres­si­ons­ban­da­gen und medi­zi­ni­scher adap­ti­ver Kom­pres­si­ons­sys­te­me. In die­ser Zusam­men­fas­sung wer­den beson­ders wich­ti­ge Teil­aspek­te der neu­en Leit­li­nie her­vor­ge­ho­ben: Flach­strick­strümp­fe wer­den z. B. bei schwe­rer chro­ni­scher Venen­in­suf­fi­zi­enz, aus­ge­präg­ten Lymph- und Lipö­de­men und adi­pö­sen Pati­en­ten ein­ge­setzt. Ent­schei­dend für die Wahl einer Flach­strick­ver­sor­gung ist nicht die Dia­gno­se, son­dern vor allem gro­ße Umfangs­ver­än­de­run­gen und/oder ver­tief­te Gewe­be­fal­ten im Bereich der zu ver­sor­gen­den Extre­mi­tät. Beim Ulcus cru­ris veno­sum wer­den in der Ent­stau­ungs­pha­se ins­be­son­de­re mehr­la­gig ange­leg­te Kom­pres­si­ons­bin­den und Mehr­kom­po­nen­ten­sys­te­me ver­wen­det. Nach der Ent­stau­ung soll­te geprüft wer­den, ob Ulcus-Kom­pres­si­ons­strumpf­sys­te­me ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Bei der Wahl der Kom­pres­si­ons­klas­se soll­te häu­fi­ger als bis­her der Ein­satz der Kom­pres­si­ons­klas­se I in Betracht gezo­gen wer­den, da bei die­ser Kom­pres­si­ons­klas­se die Effek­te häu­fig aus­rei­chen, die Adhä­renz der Pati­en­ten jedoch bes­ser ist als bei höhe­ren Kom­pres­si­ons­klas­sen. Der Ein­satz von Kom­pres­si­ons­strümp­fen ist häu­fig auf­grund alters­be­ding­ter Kraft­min­de­run­gen ohne An- und Aus­zieh­hil­fen nicht mög­lich. Mit gro­ßer Regel­mä­ßig­keit ist eine opti­mier­te Haut­pfle­ge beim Ein­satz von Kom­pres­si­ons­strümp­fen erfor­der­lich. Grund­sätz­lich soll die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie eine Bes­se­rung der Sym­pto­me und eine Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät der Pati­en­ten bewir­ken. Dies ist durch eine geeig­ne­te Aus­wahl der Kom­pres­si­ons­klas­se, der Län­ge des Kom­pres­si­ons­strump­fes und der Stiff­ness zu gewähr­leis­ten. Bei Throm­bo­sen soll­te sofort mit einer Kom­pres­si­ons­the­ra­pie begon­nen wer­den, bei geschwol­le­nen Extre­mi­tä­ten pri­mär mit Kom­pres­si­ons­ban­da­gen, nach Abklin­gen der Schwel­lun­gen mit Kom­pres­si­ons­strümp­fen. Kom­pres­si­ons­strümp­fe soll­ten nach Throm­bo­sen min­des­tens 6 Mona­te lang getra­gen wer­den, danach beschwerdeadaptiert.

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Hand in Hand in der Lymphologie

A. Gatt­win­kel
Nach der Dia­gno­se­stel­lung sei­tens des zustän­di­gen Arz­tes erhal­ten Pati­en­ten mit einem Lymphö­dem mit­tels Ver­ord­nung die pas­sen­de The­ra­pie. Um den Erfolg die­ser The­ra­pie zu ermög­li­chen, ist bei der Durch­füh­rung eine abge­stimm­te, enge Zusam­men­ar­beit von Arzt, Therapeut(en) und Sani­täts­fach­han­del notwendig.

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