Ein­blick in die Orthopädie-Technik

Thomas Kurtze, Inhaber der Kurtze Orthopädie-Technik in München, öffnete am 4. Oktober seine Werkstatttüren für die Gesundheitspolitikerin Saskia Weishaupt (Bündnis 90/Die Grünen). Sie wurde 2021, als Spitzenkandidatin der Grünen Jugend Bayern, erstmals in den Bundestag gewählt und bekleidet das Amt Obfrau des Gesundheitsausschusses der Bundestagsfraktion ihrer Partei. In ihrem Münchener Wahlkreis informierte sich die 29-Jährige über die aktuellen Herausforderungen der Orthopädie-Technik.

„Gesund­heits­hand­werk und Sani­täts­häu­ser sind der Schlüs­sel zu einer wohn­ort­na­hen, indi­vi­du­el­len und qua­li­täts­ge­si­cher­ten Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung. Ange­sichts der aktu­el­len Kri­sen müs­sen die­se mit­tel­stän­di­schen Betrie­be unter­stützt wer­den“, dar­in waren sich die Abge­ord­ne­te Saskia Weis­haupt, Alf Reu­ter, Ver­tre­ter von „Wir ver­sor­gen Deutsch­land (WvD)“, und Gast­ge­ber Tho­mas Kurtze einig.

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Wie so eine Ver­sor­gung aus­se­hen kann, das wur­de der Gesund­heits­po­li­ti­ke­rin anhand einer Ver­sor­gung mit einer myo­elek­tri­schen Endo-/Exo­pro­the­se gezeigt.

„Aktu­ell brin­gen explo­die­ren­de Ener­gie­kos­ten, stei­gen­de Infla­ti­on sowie hohe Beschaffungs‑, Fracht‑, Lie­fer- und Lohn­kos­ten die Betrie­be an ihr Limit. Beim nun ange­kün­dig­ten ‚Abwehr­schirm’ der Bun­des­re­gie­rung müs­sen die Hilfs­mit­tel­leis­tungs­er­brin­ger ange­mes­sen berück­sich­tigt wer­den, um die Ver­sor­gung zu sichern”, beton­te Alf Reuter.

„Unse­re Fach­kom­pe­tenz brin­gen wir täg­lich im Ver­sor­gungs­ge­spräch an Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit Ärz­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten und Pfle­ge­per­so­nal ein“, ergänz­te hier­zu Tho­mas Kurtze. „Hin­zu kommt, dass wir Kli­ni­ken mit unse­ren fach­kom­pe­ten­ten Hilfs­mit­tel­ver­sor­gun­gen ein siche­res Ent­lass­ma­nage­ment garan­tie­ren kön­nen. Pati­en­ten wer­den durch unse­re Hilfs­mit­tel schnel­ler mobil, dadurch wer­den Kli­nik­ver­weil­dau­ern ver­kürzt, das spart enor­me Kos­ten im Gesundheitswesen.“

Wäh­rend des Besuchs kamen zudem wei­te­re The­men zur Spra­che, die der Bran­che unter den Nägeln bren­nen. Hier­zu gehört ins­be­son­de­re die gleich­be­rech­tig­te Teil­ha­be in den Struk­tu­ren der Selbst­ver­wal­tung. „Die Exper­ti­se der Gesund­heits­hand­wer­ke und wei­te­rer Leis­tungs­er­brin­ger im Hilfs­mit­tel­be­reich muss hier im Sin­ne der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten end­lich ange­mes­sen berück­sich­tigt wer­den,” erläu­ter­te Alf Reu­ter. „Wir brau­chen ein gleich­be­rech­tig­tes Mit­be­stim­mungs­recht im G‑BA und eine Ein­bin­dung bei den Ent­schei­dun­gen über ‚Ver­an­lass­te Leistungen‘.“

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