OT-Gesprächs­run­de mit Karin Maag MdB

Eine Reihe relevanter Fragen stand auf der Agenda einer Gesprächsrunde Ende September mit Karin Maag MdB, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT), Joachim Glotz, stellv. Landesinnungsmeister Baden-Württemberg und Markus Eberlein, Geschäftsführer der Landesinnung Baden-Württemberg.

Wie kann wäh­rend einer Epi­de­mie die Ver­sor­gung von Men­schen mit Behin­de­run­gen sicher­ge­stellt wer­den? Wie kann die kon­ser­va­tiv-tech­ni­sche Ver­sor­gung hel­fen, not­wen­di­ge Inten­siv­bet­ten bereit­zu­stel­len? Wie kann man der Rele­vanz der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung im Sys­tem der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen auch in Kri­sen gerecht wer­den? Und wie finan­ziert man das alles? Kann an Büro­kra­tie in dem über­bor­den­de Ver­trags­we­sen zwi­schen Ver­sor­gern und Kran­ken­kas­sen effi­zi­en­ter gestal­tet wer­den?

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Weni­ger Büro­kra­tie

Gemein­sam kon­sta­tier­ten die Gesprächs­part­ner, dass ins­be­son­de­re die Intrans­pa­renz und unüber­schau­ba­re Viel­falt der heu­ti­gen Ver­trags­welt, zu Fehl­ent­wick­lun­gen in der Ver­sor­gung und zu einem büro­kra­ti­schen Auf­wand in den Ver­wal­tun­gen der Sani­täts­häu­ser und ortho­pä­die­tech­ni­schen Werk­stät­ten füh­re, der teils nur noch schwer zu bewäl­ti­gen sei. Hier könn­te das gesam­te GKV-Sys­tem für alle Sei­ten bes­ser gestal­tet wer­den, bei­spiels­wei­se dadurch, dass grund­le­gen­de Rah­men­be­din­gun­gen ein­heit­lich gere­gelt wer­den. Zudem soll­ten Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chun­gen, die sich wäh­rend der ers­ten Zeit der Pan­de­mie als für alle Sei­ten sinn­voll erwie­sen hät­ten, dar­auf­hin über­prüft wer­den, ob sie nicht dau­er­haft eta­bliert wer­den könn­ten.

Mehr Ver­sor­gungs­qua­li­tät

Auch die Rele­vanz der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung als Gan­zes soll­te für Kri­sen­fäl­le wie Coro­na, in den Struk­tu­ren des GKV-Sys­tems deut­li­cher hin­ter­legt sein. Inten­siv dis­ku­tiert wur­de zudem die gesetz­li­che Ver­pflich­tung der Kran­ken­kas­sen, für alle gän­gi­gen Ver­sor­gungs­be­rei­che des Hilfs­mit­tel­ver­zeich­nis­ses nach § 127 SGB V Ver­trä­ge zu schlie­ßen. Hier­zu zählt ins­be­son­de­re die Auf­nah­me und der zeit­na­he Abschluss von Ver­trags­ver­hand­lung mit den ent­spre­chen­den Spit­zen­ver­bän­den. Hier­an kran­ke es zuneh­mend – nicht nur in Baden-Würt­tem­berg, so die Run­de abschlie­ßend.

 

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