BIV-OT-Geschäfts­be­richt: „Wir müs­sen alle mitnehmen!“

Gerade frisch gewählt, begann für den Vorstand des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) um den neuen Präsidenten Alf Reuter und dessen Vize Albin Mayer im März 2020 die Herkulesaufgabe, den Verband durch den Pandemie-Sturm zu navigieren. Zur digitalen Frühjahrsdelegiertenversammlung am 27. April 2021 veröffentlichte der BIV-OT erstmals einen öffentlich einsehbaren Geschäftsbericht.

Die­ser Geschäfst­be­richt doku­men­tiert den außer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz von Ehren- und Haupt­amt. Im Inter­view schil­dert Kirs­ten Abel, Spre­che­rin des Prä­si­di­ums und Lei­tung Ver­bands­kom­mu­ni­ka­ti­on, die Idee hin­ter der Ver­öf­fent­li­chung und gibt Ein­bli­cke in die Arbeit des Ver­ban­des im zurück­lie­gen­den Geschäftsjahr.

OT: Der BIV-OT hat anläss­lich der Früh­jahrs­de­le­gier­ten­ver­samm­lung erst­mals in sei­ner Geschich­te einen Geschäfts­be­richt ver­öf­fent­licht. Was waren die Beweg­grün­de dafür?

Kirs­ten Abel: Der Bun­des­in­nungs­ver­band ver­tritt die Inter­es­sen der (Landes-)Innungen. Zudem sind die Fach­ver­bän­de im BIV-OT als Gast­mit­glie­der ver­tre­ten. Gemäß Sat­zung legt der BIV-OT zwei Mal im Jahr im Rah­men der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung Rechen­schaft über sei­ne Geschäf­te, die Jah­res­rech­nung, den Haus­halt etc. ab. In die­sem Sin­ne wur­de schon immer ein Geschäfts­be­richt prä­sen­tiert. Wirk­lich neu sind zwei Din­ge: die Art der Prä­sen­ta­ti­on und die Aus­wei­tung des Emp­fän­ger­krei­ses an die Mit­glieds­be­trie­be der Innun­gen und Fach­ver­bän­de. Zudem ist der Geschäfts­be­richt auf der Web­site des BIV-OT öffent­lich abruf­bar. Was die Art der Prä­sen­ta­ti­on betrifft, haben wir uns dafür ent­schie­den, deut­lich zu machen, wie sehr das Ehren­amt unse­re Arbeit prägt und die Mei­len­stei­ne des BIV-OT mit­ge­stal­tet. Wir haben alle Mit­glie­der des Vor­stan­des zu Wort kom­men las­sen, damit deut­lich wird, wie sie ihre Arbeit für den Ver­band ver­ste­hen und wo sie die Her­aus­for­de­run­gen sehen. Zudem woll­ten wir uns fokus­sie­ren, um die wirk­li­chen Wei­chen­stel­lun­gen zu zei­gen, die in die­sem Jahr gestellt wur­den und was uns wirk­lich bewegt hat. Es war ja ohne Zwei­fel ein ver­rück­tes Jahr, denn durch die Pan­de­mie wur­den sämt­li­che Vor­ha­ben unter ein neu­es Vor­zei­chen gesetzt. Daher auch das Mot­to des Jah­res: „Kri­se meis­tern“. Ich glau­be, das ist uns gut gelungen.

OT: Mit Alf Reu­ter hat im März 2020 ein neu­er Kapi­tän das Steu­er­rad über­nom­men. Auf wel­che beson­de­re Art gestal­ten der Prä­si­dent und sei­ne Vor­stands­kol­le­gen das Ehren­amt im Verband?

Abel: Erst ein­mal möch­te ich sagen, dass es eine gro­ße Ehre für mich war, Klaus-Jür­gen Lotz neun Jah­re beglei­ten zu dür­fen. Er hat zusam­men mit dem Vor­stand dem Ver­band eine Stim­me und Rich­tung gege­ben. Um sol­che gro­ßen Ver­än­de­run­gen durch­zu­set­zen, muss­te er pola­ri­sie­ren. Das hat viel Kraft gekos­tet – sein Enga­ge­ment hat­te für ihn einen hohen Preis: sei­ne Gesund­heit. Die­sen unbe­irr­ba­ren Wil­len und auch die­se Kraft, sich für den Ver­band unbe­dingt ein­zu­set­zen, haben die Dele­gier­ten nicht zuletzt mit der ein­stim­mi­gen Wahl zum Ehren­prä­si­den­ten am Tag sei­nes Rück­tritts gedankt. Alf Reu­ter und Albin May­er haben mit ihrem Amts­an­tritt ein neu­es Ver­spre­chen gege­ben: die star­ke Stim­me des Ver­ban­des wei­ter zu stär­ken. Wir müs­sen alle mit­neh­men. Zusam­men­halt braucht Trans­pa­renz und jeder muss ver­ste­hen, was wir war­um tun. Dabei legen sie größ­ten Wert dar­auf, dass der Ver­band sei­ne allei­ni­ge Berech­ti­gung dar­in hat, die Inter­es­sen der Betrie­be zu ver­tre­ten. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on darf daher auch nicht bei den Dele­gier­ten auf­hö­ren, son­dern muss die Betrie­be erreichen.

Kom­mu­ni­ka­ti­on auf allen Ebenen

OT: Sie selbst haben sich nach der Dele­gier­ten­ver­samm­lung im Früh­jahr 2020 von Ihren Auf­ga­ben als Lei­te­rin des Ver­lags Ortho­pä­die-Tech­nik ver­ab­schie­det und kon­zen­trie­ren sich als Spre­che­rin des Prä­si­di­ums seit­dem zu 100 Pro­zent auf die Ver­bands­kom­mu­ni­ka­ti­on. Wie lässt sich Ihr Auf­ga­ben­be­reich zusammenfassen?

Abel: Zum einen baue ich eine kom­plett neue Kom­mu­ni­ka­ti­on auf, so dass alle Ebe­nen des Ver­ban­des – vom Prä­si­di­um bis zum ein­zel­nen Betrieb – alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen zum rich­ti­gen Zeit­punkt erhal­ten. Dabei geht es auch dar­um, zu ent­schei­den, wel­che Kanä­le benö­tigt wer­den. Wenn es um eine regel­mä­ßi­ge stra­te­gi­sche Abstim­mung zwi­schen den Lan­des­in­nun­gen geht, dann kann man dies nicht per E‑Mail regeln, son­dern braucht min­des­tens ein­mal funk­tio­nie­ren­de und gut vor­be­rei­te­te Video­kon­fe­ren­zen. Wenn es dar­um geht, dass Betrie­be auf einen Blick alle Mus­ter­an­schrei­ben und Hil­fe­stel­lun­gen in Sachen MDR erfas­sen kön­nen müs­sen, dann geht es um einen Mit­glie­der­be­reich. Das alles wird gera­de sys­te­ma­ti­siert und nach und nach auf­ge­baut. Dabei ist mir auch wich­tig, dass wir ein Con­trol­ling auf­bau­en, um auch wirk­lich ent­schei­den zu kön­nen, was sich gut eig­net und was nicht. Daher sehen wir uns bspw. regel­mä­ßig die News­let­ter­zu­grif­fe an. Der zwei­te Teil – Spre­che­rin des Prä­si­di­ums – bedeu­tet schlicht, dass ich auf Sei­ten des Haupt­am­tes für das Prä­si­di­um spre­chen darf. Wenn es um Gesprä­che mit der Pres­se, Poli­tik oder ande­ren Ver­bän­den geht, ver­tre­te ich den Stand­punkt von Alf Reu­ter und Albin May­er. Das unter­stellt gro­ßes Ver­trau­en und ich empnde es als gro­ße Ehre, dies tun zu dürfen.

OT: Das letz­te Geschäfts­jahr war geprägt von der Bewäl­ti­gung der Coro­na-Pan­de­mie. Wie wird die­ser Kraft­akt im Geschäfts­be­richt dokumentiert?

Abel: Schon das Mot­to des Geschäfts­be­rich­tes war von Coro­na geprägt: „Kri­se meis­tern“. Es galt für uns, die Her­aus­for­de­run­gen auf allen Ebe­nen in Chan­cen zu über­füh­ren, damit wir gestärkt aus der Pan­de­mie kom­men. Wir haben für die Aner­ken­nung unse­rer Sys­tem­re­le­vanz im GKV-Sys­tem gekämpft, wir haben neue Ver­bün­de­te gesucht und gefun­den, wir haben uns für die Impf­prio­ri­sie­rung ein­ge­setzt und den Mut auf­ge­bracht, mit­ten in einer Pan­de­mie einen Welt­kon­gress anzubieten.

OT: Die poli­ti­sche Arbeit im Ver­band fokus­siert sich tra­di­tio­nell auf die Ver­sor­gungs­qua­li­tät der Leis­tungs­er­brin­ger. Wie steht es um die aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen für das Fach?

Abel: Mit der Coro­na-Kri­se haben wir erst­mals so rich­tig vor Augen geführt bekom­men, dass nichts selbst­ver­ständ­lich ist. Wenn mir jemand z. B. vor zwei Jah­ren gesagt hät­te, dass Kran­ken­kas­sen und Poli­tik uns in die Schub­la­de „Dro­ge­rien und Tank­stel­len“ packen wür­den, wenn es um Kri­sen­plä­ne geht, hät­te ich es nicht für mög­lich gehal­ten. Nach gefühl­ten 100 und wahr­schein­lich ech­ten 500 Tele­fo­na­ten und Video­kon­fe­ren­zen spä­ter kön­nen wir sagen, dass sowohl Poli­tik als auch die stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) dies inzwi­schen anders sehen. Bei den Kran­ken­kas­sen ist das noch etwas anders. Aller­dings kann ich kaum glau­ben, dass dies nur an einem Miss­ver­ständ­nis liegt. Sie wol­len ein­fach die Mehr­auf­wän­de in Sachen PSA nicht bezah­len. Denn in den Ver­trä­gen wei­ten sie ihre Ansprü­che auf die Ver­sor­gungs­qua­li­tät und die Nach­wei­se bei der Ver­sor­gung immer wei­ter aus. Aber auch da sind wir dran.

Poli­ti­sche Rahmenbedingungen

OT: Die Abtei­lung „Wirt­schaft & Ver­trä­ge“ im BIV-OT hat unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen maß­geb­li­che Abschlüs­se mit den Kran­ken­kas­sen erzie­len kön­nen. In wel­cher Wei­se arbei­ten Ehren- und Haupt­amt im Inter­es­se der Betrie­be zusammen?

Abel: Alles, was wir tun, muss einen posi­ti­ven Effekt auf die Arbeit der Betrie­be haben. Wenn wir über die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen spre­chen, geht es fast immer um die Siche­rung des Markt­zu­gangs, also dass wir bspw. sicher­stel­len, dass Apo­the­ken durch das E‑Rezept kei­nen Wett­be­werbs­vor­teil erhal­ten oder Kran­ken­kas­sen und Ärz­te kei­ne Pati­en­ten­len­kung betrei­ben dür­fen. In den Ver­hand­lun­gen mit den Kran­ken­kas­sen geht es dann dar­um, dass wir für alle Betrie­be eine fai­re Bezah­lung für die qua­li­täts­ge­si­cher­te Ver­sor­gung von Ver­si­cher­ten erhal­ten. Dabei berück­sich­ti­gen wir nicht nur Preis­stei­ge­run­gen, son­dern auch den Stand der Tech­nik und immer mehr die Büro­kra­tie, die uns die Kran­ken­kas­sen abverlangen.

OT: Die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung der Arbeits­welt ver­än­dert das Berufs­bild des Ortho­pä­die­tech­ni­kers. Wie posi­tio­niert sich der BIV-OT in Bezug auf die nöti­gen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen?

Abel: Durch die beson­de­re Aus­bil­dung kann sich Deutsch­land die Num­mer 1 welt­weit in der Ortho­pä­die-Tech­nik rüh­men. Kein ande­res Bil­dungs­sys­tem bringt so gute Orthopädietechniker:innen her­vor. Der Schlüs­sel ist der Meis­ter­brief. Daher ist er für uns das A und O und das Fun­da­ment für die Fort- und Wei­ter­bil­dung. Da sich unser Berufs­bild – nicht nur durch die Digi­ta­li­sie­rung – dra­ma­tisch ver­än­dert, hat der Berufs­bil­dungs­aus­schuss gera­de auch viel auf dem Schreib­tisch. Unser Fach braucht gut aus­ge­bil­de­te Fachverkäufer:innen. Auch wenn die­se in der Regel noch immer kei­ne eige­ne, spe­zi­el­le Aus­bil­dung erhal­ten, kön­nen sie nun eine für sie spe­zia­li­sier­te durch die Hand­werks­kam­mern aner­kann­te Prü­fung able­gen. Das sichert die Qualikation unse­rer Fach­kräf­te. Für die Aus­wir­kun­gen der Digi­ta­li­sie­rung auf das Berufs­bild hat der Berufs­bil­dungs­aus­schuss jetzt eine eige­ne Arbeits­grup­pe ins Leben geru­fen, die in die­sem Jahr ihre Arbeit auf­ge­nom­men hat.

OT: Seit Ende Mai ist die EU-Medi­zin­pro­duk­te-Ver­ord­nung (MDR) für alle Betrie­be zwin­gend anzu­wen­den. Hat der Bun­des­in­nungs­ver­band hier zuletzt eine aus­rei­chen­de Unter­stüt­zung sein können?

Abel: In die­sem The­ma lau­fen wirk­lich alle Akti­vi­tä­ten zusam­men: Wir muss­ten uns eng mit der Poli­tik abstim­men, damit sie ver­steht, dass man unser Fach nicht wie Seri­en­her­stel­ler unter die MDR sub­sum­mie­ren kann. Als Son­der­an­fer­ti­ger unter­lie­gen wir bereits hohen regu­la­to­ri­schen Ansprü­chen, so dass wir der Poli­tik klar machen konn­ten: Wer zertiziert ist, soll­te den Haupt­teil der MDR erfüllt haben. An den büro­kra­ti­schen Über­bau, der ohne die­se Kor­rek­tur ent­stan­den wäre, mag ich über­haupt nicht den­ken. Auf die­ser Grund­la­ge haben wir uns dann ent­schie­den, den Betrie­ben die nöti­gen Hand­rei­chun­gen zu geben, dass der Auf­wand so gering wie mög­lich bleibt und sie sich auf die Ver­sor­gung kon­zen­trie­ren kön­nen. Das Ergeb­nis konn­ten wir nur zusam­men mit der Deut­schen Gesell­schaft für inter­pro­fes­sio­nel­le Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung (DGIHV) und wei­te­ren Part­ner­ver­bän­den erreichen.

OT: Das E‑Rezept wirft sei­nen Schat­ten vor­aus, ers­te Rah­men­be­din­gun­gen wer­den auf den Weg gebracht. Wie prä­sent ist das The­ma im Verband?

Abel: Unser Ide­al ist ähn­lich wie bei der MDR: Wir berei­ten schon jetzt alles für unse­re Betrie­be vor, damit sie im Juli 2026 bes­tens vor­be­rei­tet sind und die Digi­ta­li­sie­rung Schwung in unser Fach bringt und kei­ne zusätz­li­che Büro­kra­tie. Im Hin­ter­grund haben wir daher ver­schie­de­ne Arbeits­grup­pen und ein gro­ßes Pro­jekt, das alle Pha­sen des E‑Rezepts mit allen Part­nern einem gro­ßen Feld­ver­such unter­zieht. Wir jus­tie­ren Geset­ze nach und spre­chen mit vie­len Part­nern, wie bereits aus­führ­lich in der Mai-Aus­ga­be der OT zu lesen war.

Kraft­akt OTWorld.connect

OT: Die Con­fair­med GmbH als Ver­an­stal­ter des Kon­gress­pro­gramms der OTWorld muss­te zunächst den tra­di­tio­nel­len Ter­min im Mai 2020 auf den Herbst ver­schie­ben und im Lau­fe des letz­ten Jah­res aus einem hybri­den Kon­zept die rein digi­ta­le OTWorld.connect entwickeln.

Abel: Wäh­rend Mes­se­ge­sell­schaf­ten im letz­ten Jahr in Kurz­ar­beit gehen muss­ten, kann ich für die Con­fair­med sagen: So einen Kraft­akt habe ich noch nie gese­hen! Die Mann­schaft hat qua­si drei­mal die kom­plet­te OTWorld umge­plant und auf neue Füße gestellt. Gemein­sam mit der Leip­zi­ger Mes­se hat­ten wir beschlos­sen, dass wir nur da, wo es unbe­dingt nötig ist, exter­ne Dienst­leis­ter ein­be­zie­hen, damit wir das Maxi­ma­le aus der Lern­kur­ve Digi­ta­li­sie­rung zie­hen. Das hat dann auch den Erfolg gebracht und die­se Erfah­rung bringt das Team jetzt in die Ver­an­stal­tung 2022 ein. Ich bin wirk­lich mäch­tig stolz dar­auf, was die Damen und Her­ren hier gestemmt haben!

OT: Vor Ihrem Abschied aus dem Ver­lag OT haben Sie maß­geb­lich die Digi­ta­li­sie­rung der Abtei­lung im BIV-OT gestal­tet und vor­an­ge­trie­ben. Mit dem im Früh­jahr 2020 gestar­te­ten Fach­por­tal 360-ot.de ist ein Pres­ti­ge­pro­jekt erfolg­reich an den Start gegan­gen. Wel­che Bedeu­tung hat das Por­tal sowohl für den Ver­lag als auch die Branche?

Abel: Das Por­tal hat eine neue Den­ke in den Ver­lag gebracht – es ist nicht ent­schei­dend, ob wir unse­re Erfah­run­gen im Fach auf Papier dru­cken, in ein Con­tent-Manage­ment Sys­tem ein­tip­pen oder ein Semi­nar anbie­ten. Ent­schei­dend ist, dass wir unse­ren Fach­kräf­ten die bes­te Mög­lich­keit bie­ten, jeder­zeit und indi­vi­du­ell über alle Neu­ig­kei­ten und den Stand der Ver­sor­gung up to date zu sein. Daher auch der Gedan­ke des Rund­um­bli­ckes. Nichts ist so wich­tig für die Zukunft der qua­li­täts­ge­si­cher­ten Ver­sor­gung wie Know-how! Wir ste­hen als Ver­band in der Ver­ant­wor­tung, unse­ren Fach­kräf­ten die­ses Know-how auch in einer zeit­ge­mä­ßen Form anzu­bie­ten. Hier­zu muss sich auch ein Ver­lag neu ernden. Gera­de in der Pan­de­mie hat sich gezeigt, wie schnell sich Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­än­dert und sich neue Wege sucht. Da gilt es einen Gang zuzu­le­gen, damit man nicht kom­plett auf der Stre­cke bleibt. Daher bin ich auch unglaub­lich froh, dass wir mit Susan­ne Bött­cher eine Ver­lags­lei­te­rin gefun­den haben, die unse­re Stra­te­gie, die bis 2024 beschrie­ben ist, pro­fes­sio­nell umset­zen kann. Sie hat tol­le Ideen, einen unglaub­lich guten Blick für die Bedürf­nis­se der Betrie­be, arbei­tet kun­den­zen­triert und kann die Ärmel hoch­krem­peln. Es macht viel Freu­de mit ihr zusam­men­ar­bei­ten zu dürfen.

OT: Der Geschäfts­be­richt schließt mit einer Lis­te von Part­nern des BIV-OT. Wel­che Rol­le spie­len die genann­ten Akteu­re für die Errei­chung der sich selbst gesteck­ten und von den Dele­gier­ten beauf­trag­ten Zie­le des Bundesinnungsverbandes?

Abel: Kein Ver­band kann alles. Das Auf­ga­ben­spek­trum ver­langt, dass er weit mehr abdeckt als sei­ne Kern­kom­pe­ten­zen. Daher brau­chen wir Part­ner und sie brau­chen uns. Auch in die­sem Sin­ne muss man unser Mot­to „Kräf­te bün­deln“ ver­ste­hen. Ohne all die Part­ner wären wir nie so weit gekom­men. Daher räu­men wir ihnen in unse­rem Bericht auch extra Raum ein und sagen Danke!

OT: War der vor­lie­gen­de Geschäfts­be­richt ein ein­ma­li­ges Doku­ment zum Start des neu­ge­wähl­ten Vor­stan­des oder ist eine Fort­set­zung geplant?

Abel: Man kann Trans­pa­renz nicht zur Eintagsiege machen. Gera­de in der Kon­ti­nui­tät kann man die Leis­tung des BIV-OT mei­nes Erach­tens erst rich­tig bewer­ten. Daher wird es auf jeden Fall eine Fort­set­zung geben.

Die Fra­gen stell­te Micha­el Blatt.

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