Kleiner Patient – große Herausforderung: Wenn die Orthopädietechnik an ihre Grenzen kommt
Clara Rocktäschel
Das Besondere an der Arbeit in der Kinderorthopädie ist das Mitwachsen der orthopädietechnischen Versorgungen mit den Kindern, wobei jede Neuversorgung neue Möglichkeiten für weitere und optimierte Anpassungen bietet. Ob Diagnosen von begrenzter Tragweite oder umfassende Beeinträchtigungen – es sind oft die scheinbar selbstverständlichen Aufgaben, die für Betroffene den Alltag erschweren und ihre Teilhabe am sozialen Leben einschränken. Wir als Orthopädietechniker können mit unserem Handwerk die körperlichen Einschränkungen verbessern und damit einen großen positiven Einfluss auf das Leben der Patienten ausüben.
Der Bereich der Sonderanfertigungen ist groß. Trotz allem gibt es Grenzen bei der technischen Machbarkeit, die wir nutzen und gegebenenfalls erweitern können. Zusätzlich kann die rasante Entwicklung der digitalen OT zunehmend dabei unterstützen.
Die größten Fragen im Bereich der Kinderorthopädie sind: Wie können wir Versorgungen bei unvermeidlichem Körperwachstum und den damit verbundenen Veränderungen anfertigen? Ließe sich die Größe der vorhandenen Hilfsmittel nicht entsprechend nachjustieren?
An einem Versorgungsbeispiel wird dargestellt, wie herausfordernd die Betreuung eines Patienten mit einer seltenen Erkrankung sein kann. Bei einem angeborenen Gendefekt und besonderen Ansprüchen an eine Versorgung ist es nicht immer möglich, sich an den bestehenden Standards zu orientieren.






