Easy­preg – ein Faser­ver­bund­werk­stoff zum Tiefziehen

Tho­mas Ranft1, Mar­ti­na Hen­ni­cke2
Das Faser­ver­bund­sys­tem Easy­preg kann eine Alter­na­ti­ve zu ande­ren eta­blier­ten Fer­ti­gungs­ver­fah­ren sein. Beson­ders aus den ther­mo­plas­ti­schen Eigen­schaf­ten der Matrix, der damit ein­her­ge­hen­den Schweiß­bar­keit und auch nach­träg­li­chen Ver­form­bar­keit kann man Vor­tei­le zie­hen. In Kom­bi­na­ti­on mit einem zum Sys­tem gehö­ren­den fle­xi­blen Mate­ri­al kön­nen in einem Arbeits­gang sowohl stei­fe als auch wei­che Berei­che inner­halb eines Bau­teils gestal­tet wer­den. Die Mate­ria­li­en sind unbe­grenzt lager­fä­hig und bei der Ver­ar­bei­tung frei von Gefahr­stof­fen und im Ein­klang mit der Medi­zin­pro­dukt­e­richt­li­nie phy­sio­lo­gisch unbe­denk­lich. In die­sem Bei­trag wird anhand eines Ver­sor­gungs­bei­spiels die prak­ti­sche Hand­ha­bung veranschaulicht. 

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2‑Scha­len-Orthe­se mit Kon­dylen­ab­stüt­zung in Car­bon­tech­nik zur ortho­pä­di­schen Schuhversorgung

M. Hen­ni­cke
Die Ver­wen­dung von 2‑Scha­len-Orthe­sen mit Kon­dylen­ab­stüt­zung in Carbontechnik/Easypreg bie­tet eine wirk­sa­me Lösung zur ortho­pä­di­schen Ver­sor­gung von Pati­en­ten mit chro­ni­schen Fuß­wun­den und Wund­hei­lungs­stö­run­gen. Die­se Orthe­sen hel­fen durch Druckum­ver­tei­lung und Sta­bi­li­sie­rung, die Hei­lung zu för­dern und die Mobi­li­tät zu ver­bes­sern. Im Ver­gleich zu kon­fek­tio­nier­ten Orthe­sen, die oft nicht den indi­vi­du­el­len ana­to­mi­schen Anfor­de­run­gen ent­spre­chen, ermög­licht die maß­ge­schnei­der­te 2‑Scha­len-Orthe­se eine prä­zi­se Anpas­sung und höhe­re Effektivität.

Her­ge­stellt aus dem ther­mo­plas­tisch ver­form­ba­ren Faser­ver­bund­werk­stoff Easy­preg, bie­tet die Orthe­se nicht nur Sta­bi­li­tät, son­dern ist auch ther­misch nach­träg­lich form­bar und kor­ri­gier­bar. Ein spe­zi­el­ler Pols­ter­man­tel soll die Druck­ver­tei­lung opti­mie­ren und das Ver­rut­schen des Fußes ver­hin­dern. Die Inte­gra­ti­on von Pati­en­ten in den Her­stel­lungs­pro­zess und ihre Com­pli­ance tra­gen zum Erfolg der The­ra­pie bei.

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Easy­preg – ein alter­na­ti­ves Ver­fah­ren zur Her­stel­lung hoch­wer­ti­ger Faserverbünde

O. Knobl
Der Bei­trag stellt eine alter­na­ti­ve Her­stel­lungs­wei­se für eine Viel­zahl von Ver­sor­gun­gen aus Faser­ver­bund­werk­stof­fen vor, die kon­ven­tio­nell mit den Ver­fah­ren Vaku­um-Infu­si­on oder Pre­preg durch­ge­führt wer­den. Hier beschrie­ben wird die Her­stel­lung indi­vi­du­el­ler Orthe­sen mit dem Easy­preg-Faser­ver­bund­sys­tem in einer Vacu­p­ress-900-XR-Tief­zieh­ma­schi­ne. Die Faser­ma­te­ria­li­en sind mit einer ther­mo­plas­ti­schen Matrix vor­im­prä­gniert und kön­nen unter nor­ma­len Bedin­gun­gen unbe­grenzt lan­ge gela­gert wer­den. Fer­ti­ge Bau­tei­le las­sen sich ther­misch nach­for­men und mit sich selbst ver­schwei­ßen. Auch eine Kom­bi­na­ti­on der tra­gen­den stei­fen Struk­tu­ren mit einem wei­chen, gum­mi­elas­ti­schen Mate­ri­al ist mög­lich, zum Bei­spiel, um Druck­stel­len zu vermeiden.

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